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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 12.06.2008, 15:20   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Standard Sinkt mit steigendem IQ der religiöse Glaube?

Zitat:
Was hat Religion mit Intelligenz zu tun? Nach dem emeritierten Professor der Psychologe Richard Lynn zumindest so viel, dass der Glaube an Gott mit steigender Intelligenz abnehmen soll. Daher sollen Akademiker auch weniger religiös sein als der Rest der Bevölkerung.

[...] behaupten er und seine Mitautoren nun, dass die in den meisten westlichen Ländern seit Beginn des 20. Jahrhunderts zurückgehende Religiosität mit der steigenden Intelligenz und Ausbildung der Menschen erklärt werden könnte. Ähnlich sei dies in der Entwicklung der Menschen. So würden die meisten Grundschüler noch an Gott glauben, aber mit zunehmenden Alter und wachsender Intelligenz würden viele skeptisch und schließlich atheistisch werden.

Nach einer Umfrage der Royal Society würden so nur 3,3 Prozent der britischen Akademiker, aber 68,5 Prozent der Gesamtbevölkerung an Gott glauben. Ein ähnliches Ergebnis habe eine Umfrage in den neunziger Jahren unter Mitgliedern der American National Academy of Sciences bestätigt. Hier waren nur 7 Prozent religiös.
(Quelle)

Average intelligence predicts atheism rates across 137 nations

Nun ist der gute Lynn - freundlich ausgedrückt - so eine Sache ... Aber für Kontroversen immer gut

Ich denke, nicht wirklich der IQ ist der entscheidende Faktor. Der ist eher, welche Form des Erkenntnisgewinns man entwickelt/erlernt hat. Tendiert man da z.B. in Folge seiner Ausbildung zum Hinterfragen, kritischen Denken, kurz dem, was man allgemein wissenschaftliche Methodik nennt, wird man dies möglicherweise auch auf Glaubensinhalte anwenden, wobei dann wiederum die Wahrscheinlichkeit nicht gering ist, dass diese einem solchen Vorgehen nicht standhalten
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 12.06.2008, 15:47   #2
WhizZLe
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Ich glaube auch, das es Theologen und Gläubige mit einem hohen IQ gibt und das dass nicht ausschlaggebend für den Glauben ist. Man denke mal an den Papst Johannes Paul. Der hat "ichweissnichtwieviele" Sprachen gesprochen. Kann also eigentlich nicht dumm gewesen sein.
Ich schätze, was es ausmacht ist eigentlich eher die Weltauffassung als die Intelligenz eines Menschen. Ein Physikprofessor wird sich sicherlich schwer tun, daran zu glauben das Jesus übers Wasser lief. Oder ein Biologieprofessor wird sicherlich probleme haben vom Darwinismus ab zu weichen und an Gottes Schöpfung zu glauben. Es ist sicherlich alles eine Sache des Standpunktes und viele Professoren glauben schliesslich das, was sie ihren Studenten beibringen wollen, vor allem ihre eigenen Theorien ;-)
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Alt 12.06.2008, 15:47   #3
Chillking
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naja, ich denke mal, das die "weniger schlauen" menschen, leichter von religion beinflussbar sind wie die "schlauen".

ich gehe einfach mal davon aus, das menschen mit nem hohen IQ auch eine gewisse grundbildung haben, auch was geschichte und religionen angeht, und einfach logische schlüsse ziehen:
sind Religion und moderne Wissenschaften miteinander vereinbar? - meistens Nein

das erklärt doch schon fast alles
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Alt 12.06.2008, 15:48   #4
Schechina
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Hallo Acolina!

Dieser Aussage zufolge müßte das jüdische Volk, besonders die Rabbis ja ein Volk von Dummköpfen sein.

Aber natürlich auch die Theologen, die studieren wahrscheinlich nur deswegen Theologie weils für ein Medizin Studium nicht reicht?

LG. Schechi
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Alt 12.06.2008, 16:50   #5
Acolina
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Zitat:
Zitat von Schechina Beitrag anzeigen
Dieser Aussage zufolge müßte das jüdische Volk, besonders die Rabbis ja ein Volk von Dummköpfen sein.
Was die Gläubigen im "jüdischen Volk" (meinst du damit das biblische?) angeht, nach Lynns Aussage ja, nach meiner Aussage nicht. Nach meiner haben sie entweder nur nicht gelernt, wissenschaftliche Methodik anzuwenden bzw. wenden diese nicht auf Glaubensinhalte an.

Zitat:
Zitat von Schechina Beitrag anzeigen
Aber natürlich auch die Theologen, die studieren wahrscheinlich nur deswegen Theologie weils für ein Medizin Studium nicht reicht?
Nun, wofür es gereicht hat oder nicht, darüber möchte ich jetzt nichts sagen Auf alle Fälle lässt ein Theologiestudium so manchen Gläubigen vom Glauben abfallen (siehe auch z.B. Lüdemann )

Und dann gibt es da noch die Geschichte, die man sich bei uns in Bethel immer erzählte, dass die KiHo dort 'Hauptlieferant' von "Morija", so hieß damals die psychiatrische Klinik ein paar Straßen weiter (in Bethel haben alle Häuser biblische Namen ), sei Ich habe leider mehrere Fälle kennen gelernt, wo das zutraf und wo es KiHo-Studenten nicht gut bekam, Glauben, Bibel etc. kritisch zu hinterfragen. Da ist so manches Weltbild wie ein Kartenhaus zusammen gefallen...
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Alt 12.06.2008, 20:53   #6
basti_79
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Ich persönlich halte den "IQ" für nicht besonders Aussagekräftig. Manche Bereiche von Intelligenz, wie z.B. das, was man so "soziale Intelligenz" nennt, erfaßt der gar nicht. Auch kann man IQ-Tests üben, was dagegen spricht, dass der IQ tatsächlich die Intelligenz mißt.

Was unser Thema hier angeht: Skeptizismus, obwohl der Intelligenz förderlich, mißt dieser Test auch nicht. Im Gegenteil, er mißt unter anderem, wie bereit jemand ist, ziemlich viele, ziemlich alberne Aufgaben zu lösen. Üblicherweise dauert so ein IQ-Test mindestens eine Stunde.

Im wesentlichen mißt er also die Größe "Intelligenz einer bestimmten Art*Gehorsam" oder "Intelligenz einer bestimmten Art*Schmerzfreiheit". Was ich von Leuten halten muß, bei denen diese Größe hoch ist, weiß ich nicht.
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Alt 13.06.2008, 08:12   #7
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ich persönlich halte den "IQ" für nicht besonders Aussagekräftig. Manche Bereiche von Intelligenz, wie z.B. das, was man so "soziale Intelligenz" nennt, erfaßt der gar nicht. Auch kann man IQ-Tests üben, was dagegen spricht, dass der IQ tatsächlich die Intelligenz mißt.

Was unser Thema hier angeht: Skeptizismus, obwohl der Intelligenz förderlich, mißt dieser Test auch nicht. Im Gegenteil, er mißt unter anderem, wie bereit jemand ist, ziemlich viele, ziemlich alberne Aufgaben zu lösen. Üblicherweise dauert so ein IQ-Test mindestens eine Stunde.

Im wesentlichen mißt er also die Größe "Intelligenz einer bestimmten Art*Gehorsam" oder "Intelligenz einer bestimmten Art*Schmerzfreiheit". Was ich von Leuten halten muß, bei denen diese Größe hoch ist, weiß ich nicht.

Na, das ist doch mal schön zu lesen!
Ich dachte schon ich stünde allein da, mit meiner (vorsichtig formuliert) Skepsis gegenüber IQ-Tests.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 13.06.2008, 11:54   #8
Acolina
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Ich dachte schon ich stünde allein da, mit meiner (vorsichtig formuliert) Skepsis gegenüber IQ-Tests.
Oh nein, die teile ich auch Nicht nur gegenüber IQ-Tests...
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Alt 02.07.2008, 17:13   #9
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Alt 27.12.2008, 16:42   #10
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ich glaube das es an der modernen zeit liegt das der glaube in frage gestellt wird, ich bin aber nicht der meinung das der glaube, sondern das warum gerade so wie es uns gelehrt wird in frage gestelt wird.
wir haben in den letzten jahrhunterten viell mehr freiheiten bekommen unsere gedankenspiele laut zu sagen.
meine meinung ist das der kürtel den gewisse herren sich geschnürt haben immer enger wird, freie meinung kann sehr geferlich sein, das heißt mann kann muß aber nicht und tut s doch.
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