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Was Oma noch wusste... Bewährte Hausmittel rund um das tägliche Leben...

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Alt 03.04.2008, 01:31   #1
da kami
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Standard Tierkommandos

Nabend zusammen,

nebenan gabs ja gerade Tierfremdsprachen, dabei is mir ne Frage eingefallen.
Es gibt ja die allseits bekannten Hundekommandos, die viele Hunde verstehen, also zb Faß, bei Fuß, usw.
Dann gibts Pferdekommandos, die kennen nicht so viele, also zb Hia (Hüah), Hott, Wischt (Hüst sagt man bei den Preißn glaub ich), usw

Mich würde interessieren, ob noch jemandem Kommandos für andere Tiere bekannt sind, oder ob es für Pferde noch weitere gibt. Also Stöckchen holen können die ja nicht, aber...?
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Alt 03.04.2008, 08:19   #2
Exar'Kun
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Also da gab es vor Kurzem so eine Fernsehsendung bei Pro7, wo ein als mystischer Magier verkleideter Schweizer in einer unbekannten Sprache mit seinen Raben Corax und Azael Sprach. Nachdem er die Vögel vollgebrabbelt hat, haben die dann in aller Regel in das Studio gekackt. Hier die Quelle.

Ok, also mal ernsthaft zu den Tierkommandos. Es ist verkehrt zu glauben, dass "viele Hunde" Kommandos wie "Faß!" oder "Sitz!" verstehen. Von "Verstehen" im eigentlichen Sinne kann man dabei sowieso nicht reden. Vielmehr ist es so, dass durch das Tier so ausgebildet ist, dass es auf ein bestimmtes Kommandowort ein ganz bestimmtes Verhalten an den Tag legt. Man könnte z.B. einem Hund beibringen auf das Kommando "Spiel!" einen anderen Menschen mit einer Beißattacke anzuspringen. Im Übrigen benutzen professionelle Hundeführere tatsächlich nicht das Kommando "Faß!", um ihren Hund zufassen zu lassen, sondern sie wählen ein gänzlich anderes, nur ihnen bekanntes Wort. Man könnte also sagen, dass der Hund "programmiert" wird. Es ist aber letztendlich die Entscheidung des Ausbilder, für welche Verhaltensweise er welches Kommando dem Tier beibringt.

Im Laufe der Geschichte haben sich bei den verschiednen Tierarten dabei sicherlich einige gängige Kommandos herausgebildet.
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Alt 03.04.2008, 10:32   #3
da kami
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Äh...is mir klar.
sind halt Vereinbarungen. Und wenn ich eine bestimmte Reaktion hervorrufen kann, dann versteht mich das Tier eben schon, weil es kapiert was ich von ihm will.
Also anders: ich frage nach allgemeineren Vereinbarungen die irgendwer kennt.
Ich kann sicher einem Hund beibringen, dass er auf "Fass" Männchen macht.

(Der Pocher hatte doch was tiefgefrorenes? )
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Alt 03.04.2008, 11:04   #4
Exar'Kun
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Zum Beispiel hier. Ok, muss jetzt erstmal "Rangu" machen, bis später
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Alt 03.04.2008, 19:12   #5
Elisabeth
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Bevor ich einem Tier Kommandos lerne, muss ich zuerst eine Beziehung herstellen. Ich kann einem Tier 100% vertrauen, aber ich muss auch dem Tier zeigen, dass es mir auch100%vertrauen kann. Ein Tier das dem Menschen vertraut, fühlt sich sicher. Es kann sich dann auf den Lernprozess konzentrieren. Das Tier muss sich sicher fühlen und darf vor mir keine Angst haben.

Ein kleiner Fehler und das Vertrauen ist weg, ein Tier akzeptiert keine Entschuldigung. Wenn das Vertrauen einmal verletzt wurde, wird das Tier immer ein gewisses Misstrauen bewahren. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer.
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Alt 03.04.2008, 21:30   #6
Acolina
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Elisabeth, das klingt mir etwas zu vermenschlicht. Kommandos lehren ist reine Konditionierung, das Tier wird die Kommandos auch ausführen, wenn es Angst vor mir hat bzw. den Folgen, die ein Nichtbefolgen hat. Dressur - und nichts anderes ist ja Kommandos lehren - folgt dem Prinzip Zuckerbrot & Peitsche. Guck dir an, wie man Springpferde zum Überspringen hoher Hindernisse bringt, wie man Pferde überhaupt zureitet.

Geschickte Ausbilder nutzen dabei die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere und verstärken gewünschtes Verhalten durch Belohnung. Um unerwünschtes Verhalten zu unterdrücken reicht insbesondere bei Rudeltieren wie Hunden oder Herdentieren wie Pferden Nichtbeachtung ("Liebesentzug") oft völlig aus. Andere Strafen können hier leicht kontraproduktiv wirken, da auch negative Zuwendung (Strafe) verstärkend wirken kann, insbesondere, wenn ein Tier bei Wohlverhalten oder ansonsten keine bis wenig Zuwendung erfährt.

Auch ohne Vertrauen wird mir ein Tier also gehorchen, je nachdem welche Erfahrungen es mit Ungehorsam gemacht hat. Aber insbesondere dann, wenn ich von einem Tier Dinge verlange, die seiner Natur widersprechen, es nicht gewohnt ist bzw. in seinem natürlich Verhaltensrepertoire nicht vorkommen, ist Vertrauen natürlich sehr hilfreich. In Aussicht gestellte Belohnungen aber sicher ebenso Je nach dem, was ich mit einem Tier anstellen will, sind selbstbewusste, möglichst angstfreie, entspannte Tiere natürlich oft auch leistungsfähiger.

Aber selbst bei der besten, vertrauensvollsten Beziehung z.B. zu einem Hund, wird dieser jede Gelegenheit nutzen, mir meinen Rudelführerposten streitig zu machen - das liegt einfach in seiner Natur.

Achsooo ... Befehle. Bei Pferden macht man das meiste ja über "Hilfen" (also Gewichtsverlagerungen, Zügelkommandos, Schenkeldruck etc.), meine Hunde waren hauptsächlich auf Zeichen abgerichtet (auf den Boden zeigen = herkommen, mit der flachen Hand Richtung Boden zeigen = ablegen usw.), weil, ich bin nicht so der verbale Typ und noch ungerner schreie ich draußen rum Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass der Hund es gewohnt ist, einen im Auge zu behalten und man nicht sonst was anstellen muss, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen Ich erinnere mich da grad an so manches wild zappelndes und rumschreiendes Frauchen oder Herrchen und davon völlig unbeeindrucktem Hund auf der Hundewiese
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 06.04.2008, 15:08   #7
da kami
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Danke Exar. Sowas meinte ich.

Mir geht's ja nun nicht ums Ausbilden oder gute Tierhaltung im Allgemeinen, sondern ums Anwenden Elizabeth.

Das mit dem Schenkeldruck bspw stimmt schon Aco, nur bei einem Ackergaul oder -ochsen kommst du damit halt nicht weit...
Wie macht man "Fass" mit der Hand?
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Alt 06.04.2008, 16:11   #8
Acolina
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Zitat:
Zitat von da kami Beitrag anzeigen
Das mit dem Schenkeldruck bspw stimmt schon Aco, nur bei einem Ackergaul oder -ochsen kommst du damit halt nicht weit...
Ah genau, ich hab mal Holz gerückt bzw. aufgeladen mit 'nem richtig schönen Riesenbelgier Der verstand "laaaaaangsam aaaan" für sanftes Anziehen, "hau rein!" für kräftiges, schwungvolles Anziehen, "liiiinks" und rääääächts" für die jeweilige Richtung und "haaaaaaalt" für's Stehenbleiben und ein langes "hooooo" für's (Mit-)Bremsen bergab - neben den üblichen Zügelhilfen. Allerdings brauchte man die Befehle selten, wenn er z.B. einen Holzstapel sah, blieb er alleine stehen und er wählte selbst in engen Kurven je nach Länge der geladenen Hölzer seinen Weg so geschickt, dass er nie wo anstieß. Der hatte es echt drauf

Die Reitschul- und Longierpferde, die ich kenne, verstehen "Scheeeeeritt", "Täääärab" und "Galllllopp" für die jeweilige Gangart Schritt, Trab und Galopp.

Zitat:
Zitat von da kami Beitrag anzeigen
Wie macht man "Fass" mit der Hand?
Keine Ahnung, ich habe nie Schutzhunde ausgebildet. Soweit ich weiß, sagt man da aber auch nicht "Fass" sondern "Pack (ihn)", da "Fass" von einigen Hunden zu leicht mit "Fuss" verwechselt wird (auch wohl je nach dem, wie Herrchen nuschelt ).

Meine Hunde kannten den Befehl "Apport" für etwas Herbringen (hätte vielleicht auch für Menschen apportieren gefunzt, keine Ahnung, nie getestet ). Apport sagen, tat ich allerdings nur, wenn ich keine Hundepfeife dabei hatte (meine Hunde waren zum Glück recht flexibel , die brachten Sachen auch auf "bring" an, obwohl ich ihnen das nie so beigebracht hatte, aber Bekannte sagten das zu ihren Hunden anstatt "apport", vielleicht hatten sie es sich da abgeschaut). Normalerweise gab es als Apportierbefehl einen kurzen und danach zwei lange Pfiffe mit der Hundepfeife, als Handzeichen gab es, was man auch gegenüber Menschen für "Komm her" nutzt (wie soll man das jetzt beschreiben?). Ja, was gab's noch? Erhobene Hand für Stehenbleiben, ersatzweise "Halt" oder ein kurzer Pfiff, Handzeichen für rechts und links (in die jeweilige Richtung), mit erhobenem Zeigefinger Kreise gen Himmel in die Luft malen für "weiter" bzw. "weiter suchen" ... Ich habe das gar nicht mehr alles im Kopf... Aber soweit ich weiß, sind das auch eher persönliche als allgemein gültige Befehle.

Ich habe mal in Irland eine Vorführung von Hütehunden (Border Collies) bei der Arbeit mit einer Schafherde gesehen, Wahnsinn, was die drauf hatten. Die Befehle bestanden hauptsächlich aus Handzeichen und Pfiffen, seltener auch Worten. Die habe ich allerdings nicht behalten Auf alle Fälle waren Dinge möglich, wie, dass 2 Hunde ein bestimmtes, vom Schäfer ausgewähltes Tier aus der Herde abtrennten und dafür sorgten, dass es an Ort und Stelle blieb, während 2 andere Hunde gleichzeitig die übrige Herde in eine andere Richtung, in einen Pferch etc. brachten. Da hatte jeder Hund seine eigenen Befehle bzw. war in jeden Pfiff das spezielle Erkennungszeichen für den jeweiligen Hund eingebaut bzw. ging gesprochenen Befehlen auch erst der Pfiff für den angesprochenen Hund voraus, damit er seinen und nicht den Befehl eines anderen Hunds befolgte.
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Alt 07.04.2008, 21:53   #9
harry
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Hehe jo, Hunde haben ne tolle Beobachtungsgabe, da braucht man für andere kaum erkennbar mit dem Finger wackeln und er saust los.

Das mit dem bring statt apportier versteh ich. Dein Hund wusste wohl aus der Erwartungshaltung deines Bekannten was er von ihm wollte.
Unserer hebt bei nem Fremden auch sofort die Pfote wenn der ihm die Hand hin hält, auch ohne Kommando
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Alt 29.12.2010, 08:19   #10
Wolkenflieger
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Zitat:
Zitat von harry Beitrag anzeigen
Hehe jo, Hunde haben ne tolle Beobachtungsgabe, da braucht man für andere kaum erkennbar mit dem Finger wackeln und er saust los.

Das mit dem bring statt apportier versteh ich. Dein Hund wusste wohl aus der Erwartungshaltung deines Bekannten was er von ihm wollte.
Unserer hebt bei nem Fremden auch sofort die Pfote wenn der ihm die Hand hin hält, auch ohne Kommando
Genau das beobachte ich auch immer wieder. Neben den verbalen Kommandos die man seinem Hund mit viel Übung beibringt, gibt es eine Menge Dinge, die der Hund durch Beobachten lernt. Manche Menschen glauben ja sogar, dass Hunde Gedanken lesen können ... weil sie immer schon wissen, was man als nächstes tun wird.

Dabei hat der Hund einfach nur durch beobachten gelern, was wir vor bestimmten Dingen, die wir tun wollen, für ein Verhalten zeigen. Da reicht tatsächlich schon ein bestimmter Blick, eine kleine Bewegung und noch bevor wir etwas gesagt haben, steht Wauzi schon mit der Leine im Maul an der Haustür

Ich hab deshalb Kommandos immer mit Bewegungen verknüpft, so dass ich mir für viele die Sprache jetzt sparen kann. Ein Wink und mein Hund weiß bescheid
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