:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > UFO-Forschung und die Suche nach außerirdischer Intelligenz > Unbekannte Flugobjekte - Was steckt dahinter? > UFOs - Die außerirdische Hypothese

UFOs - Die außerirdische Hypothese Sind UFOs die Raumschiffe Außerirdischer? Warum besuchen Sie uns? Welche Motivation treibt Sie an? Gefahr oder Hilfe aus dem All?

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 10.06.2007, 23:21   #1
Nagerfreund
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Warum so überkritisch?

Warum sind übertreiben manche Skeptiker es so mit ihrer Skepsis? So manchen Skeptiker könnte ich glatt als Leugner bezeichnen. Das ist eine ernst gemeinte Frage, also bitte keine beleidigenden Äußerungen.

Wie der Zufall es so will, habe ich vor ca. anderthalb Tagen per ICQ mit einer UFO-Skeptikerin gechattet, die wirklich ein Musterbeispiel für ihre Zunft ist.
Sie machte schon am Anfang des Chats deutlich, dass sie sich mit diesem Thema niemals wirklich beschäftigt hatte. Zuerst meinte sie, sie würde nicht an kleine grüne Marsmännchen glauben (welcher Insider redet denn von kleinen grünen Marsmännchen :-? ). Kurz darauf wollte sie wissen, warum die „angeblich“ gesichteten UFOs so aussehen, wie in manchen Comics. Auf die Idee, dass man den Comic gezeichnet hat, nachdem es wieder viele UFO-Sichtungen gab, kommt sie natürlich nicht. Ferner behauptet sie, dass die Narben, die manche Entführte zurückbehalten, von sich selbst zugefügt worden sind. Den will ich sehen, der mit seinem Taschenmesser kreisrunde, präzise Operationsnarben in seine Haut schneiden kann (und es auch will). Nun ja, das waren ihre plausibelsten Argumente. Die anderen waren noch lächerlicher. Kurz darauf wurde sie überheblich und arrogant, und meinte, ich hätte zu oft „Krieg der Welten“ geguckt. Ach ja, eine Prise „ad hominem“ ist bei dem einen oder anderen Skeptiker ja Bestens bekannt. Nach einer Weile Chattete sie so, als sei ich ein 5-jähriger Junge, dem man erklären müsste, dass der Mond nicht aus Käse besteht. :-& Und plötzlich hatte sie keine Zeit mehr zum chatten (ihr fiel nicht einmal eine gute Ausrede ein).
Dabei hat sie in Wirklichkeit nur Berührungsängste. Sie erzählte mir selbst einmal (ja, ich kenne sie persönlich) dass sie große Angst hätte, wenn sie sehen würde, dass in ihrer Nähe ein UFO landet. Dieses Nicht-Wahr-Haben-Wollen ist leider typisch, für viele Skeptiker.
Ich habe nichts dagegen, dass es UFO-Skeptiker gibt, es stimmt, dass man nicht alles glauben sollte, aber bitte nicht solche Skeptiker.

Der Leugner (extremer Skeptiker) beschäftigt sich (nach meiner Erfahrung) so gut wie gar nicht mit der Thematik, und hat unreflektierte Ansichten, während sich ein „Gläubiger“ immer wieder aufs Neue mit der Thematik auseinander setzen muss, was ist echt, was nicht, was logisch/überzeugend, wie passt dass ins Bild... usw.? Der Leugner sagt nur: „Ne, ist nicht.“ Ein Leugner zieht niemals in Betracht, dass Lazars Lügendektortest authentisch ist, mich würde mal die Position dazu interessieren. Die meisten Sachen lassen sich mit ein paar Quellen sogar ziemlich gut belegen.
Unfair finde ich auch, dass so manchem „Gläubiger“ eine (fast immer nicht vorhandene) Religiosität unterstellt wird, sobald es um UFOs geht. Nach dem Motto: „Das ist ein neuer Glauben, der sich da breit macht.“
Es ist entscheidend, wessen Argumenten man mehr glauben schenkt, was einem logischer erscheint. Ich bin jedoch der Meinung, dass jeder, der sich mal genauer mit UFOs beschäftigt, zu dem Schluss kommen muss, dass sie in der Form von außerirdischen Fluggeräten durchaus existieren.

Gruß Nagerfreund
  Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 02:54   #2
orakel
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.11.2006
Beiträge: 365
Standard

Hach ja verkehrte Welt oder was...
also man könnte es auch eine Frechheit nennen was du hier abziehst.
Skeptiker als Leugner zu bezeichnen ist beleidigend. Also wenn hier Jemand in der Beweislast steht sind es die Gläubiger, und jene haben bisher noch keinen einzigen erbracht. Alles was du vorweisen kannst sind Indizien die du so interpretierst wie es dir grad passt. (über den Wert der einzelnen Indizien will ich mich jetzt nicht weiter auslassen)
Was du als Beweise anführst weiß ich nicht wirklich aber so ein halbgarer Lügendetektortest ist mit Sicherheit keiner, das magst du jetzt sicher anderst sehen aber das kann mir egal sein.
Das dich deine Chatbekanntschafft dich wie nen 5-jährigen behandelt kann ich gut verstehen, bei all der Ignoranz und Naivität die du hier an den Tag legst.
Ich habe sicher kein Problem irgendwelche UFO Theorien hier kontrovers zu diskutieren,
aber du bist ja grade fanatisch davon überzeugt das was du glaubst auch so wahr ist,
was eine sachliche Debatte ad absurdum führen würde.
UFOlogie sollte wissenschaftlich behandelt werden und nicht zu einer "Religion" mutieren.
__________________
Ich halte mich an Regeln, wenn man mich regeln lässt.
orakel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 08:10   #3
Sakslane
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sakslane
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Tartu, Estland
Beiträge: 2.730
Standard

Da ich von Haus aus Naturwissenschaftler bin stehe ich jeder Theorie und jeder Aussage skeptisch gegenüber, so lange ich keine stichhaltigen und eindeutigen Beweise dafür habe. Das ist auch beim UFO-Phänomen der Fall. Wenn ich wirklich etwas hätte, das belegbar intelligenten, außerirdischen Ursprungs ist, dann würde ich mch sicher davon überzeugen lassen, dass Außerirdische auf die eine oder andere Art und Weise die Erde besucht oder erkundet haben. Aber ein Beweis dafür ist erst erbracht, wenn man etwas hat, das sich nicht durch irdische Phänomene erklären lässt. Außerdem muss ein solcher Beweis - unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten - reproduzierbar sein. Es genügt daher nicht, Augenzeugenberichte von UFO-Sichtungen zu sammeln, wenn im Nachhinein niemand ihre Echtheit durch wiederholte Sichtungen belegen kann. Daran ändertauch ein Test mit einem Lügendetektor nichts, denn der reagiert (wenn er es überhaupt tut) nur dann, wenn jemand bewusst lügt - wenn aber jemand fest daran glaubt, ein UFO gesehen zu haben, nützt der Detektor gar nichts.

Natürlich ist die Reproduzierbarkeit ein großes Problem in der UFOlogie. Man kann ja schlecht von einer außerirdischen Spezies erwarten, uns immer dann zu besuchen, wenn wir uns gerade den Beweis für ihre Existenz vor Augen führen wollen. Aber einen Skeptiker wird man nicht anders von der Echtheit des UFO-Phänomens überzeugen können.

Persönlich bin ich fest davon überzeugt, dass außerirdisches Leben existiert, einfach weil das Weltall so riesig ist, es unzählige Sterne gibt, vermutlich auch sehr viele Planeten. Ich glaube auch an die Existenz von intelligentem Leben irgendwo da draußen. (Leute, dieses Universum ist 15 Mrd. Jahre alt und enthält Billiarden von Sternen, irgendwo da draußen muss doch etwas intelligenteres leben als eine Spezies, die sowas wie Teletubbies erfindet und auch noch im Fernsehen ausstrahlt!) Sowas lässt sich natürlich nicht so ohne weiteres beweisen, dafür sind die Entfernungen zu groß - aber es ist einfach unwahrscheinlich, dass die Bedingungen hier auf der Erde so einzigartig sind, dass sich nur hier Leben entwickeln konnte.

Allerdings ist die Größe des Weltalls auch ein Problem, wenn man sich die Frage stellt, ob Außerirdische hier auf der Erde gewesen sein könnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine außerirdische Spezies hier auf der Erde, in einem von Billionen Sonnensystemen findet, ist sehr klein. Mal ganz davon abgesehen, dass sie auch noch die gewaltigen kosmischen Distanzen zurücklegen müssten. Nach den uns bekannten Gesetzen der Physik würde das Millionen von Jahren dauern.

Sicher sind die heute bekannten Gesetze der Physik nicht der Weisheit letzter Schluss. Es gibt noch viele offene Fragen zu beantworten und wir stehen erst am Anfang unserer Erkenntnis. Noch vor 100 Jahren erschien es utopisch, Raketen ins All zu schießen, einzelne Atome zu sehen und zu manipulieren, Daten durch Kabel aus Glas zu schicken oder Tumore mit hochenergetischen Teilchenstrahlen zu zerstören. Wir können uns noch gar nicht vorstellen, welche Möglichkeiten sich noch bieten. Deshalb halte ich die Existenz von Außerirdischen, die durch das All reisen und dabei auch unsere Erde besuchen, für durchaus möglich - wenn auch bei weitem nicht für bewiesen.
__________________
There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
Sakslane ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 12:36   #4
mb63
Benutzer
 
Registriert seit: 01.07.2006
Beiträge: 40
Standard

Ich stimme Nagerfreund zu.

Die Trotzreaktion vieler Leute beim Thema Ufos/Aliens beruht imo auf durch Medien usw. integrierten Denkmustern.
Es ist wie bei Affen, die Nachmachen was ihnen vorher (bei uns durch Medien usw.) "eingepflanzt" wurde.

Warum sollte man auch für sich selbst Erklärungen suchen - warten wir doch einfach, bis die Wissenschaft irgenwann mal 4 oder 5-dimensionale hochintelligente Wesen, die die Zeit besiegt haben in einem Multiversum nachweisen kann!


peace
mb
mb63 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 13:06   #5
Nagerfreund
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

@ Orakel

Genau das meinte ich. Ich sagte nicht dass alle Skeptiker Leugner sind, sondern dass es unter den Skeptikern viele Leugner gibt.

Wer sich dabei angegriffen fühlt, und beleidigend wird, sollte sich vielleicht fragen, warum er so reagiert.

Ich bin in etwa so religiös, wie ein alter Turnschuh. Aber auch das, ist eines der Lieblingsargumente der Leugner. Fanatiker lassen nur selten etwas anderes als ihre Ansicht gelten, ich bin jedoch durchaus bereit, meine Meinung zu ändern, wenn klare Indizien oder sogar Beweise dagegen sprechen.

Da wären wir auch schon beim interessantesten Aspekt der UFO-Thematik. Die Skeptiker verlangen Beweise für die Theorie, dass Aliens hierher kommen. Aber wenn ein "Gläubiger" verlangt, dass der Skeptiker beweisen soll, dass keine Aliens hierher kommen, wird´s plötzlich mau.

Mir ist egal, was du von mir hälst. Glaub ruhig, was du willst. es würde mich sogar wundern, wenn du diesen Text hier überhaupt liest.

Gruß Nagerfreund

P.S.: Ich bat bei der Eröffnung des Threads darum, dass hier keine Beleidigungen geäußert werden, dass du das nicht auf die Reihe kriegst, war ja klar.
  Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 16:39   #6
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 8.667
Standard

Statt nach den Motiven der Skeptiker zu fahnden, sollte man lieber hinterfragen, warum manche Leute unbedingt an UFOs glauben wollen.

Ich habe schon mehrfach in diesem Forum erklärt, daß ich nichts mehr herbeisehne als eine Begegnung mit Außerirdischen. Aber gerade deswegen bin ich skeptisch gegenüber wilden Geschichte, die in der Regel frei erfunden sind.

Warum geben bestimmte Leute solche Geschichten in Foren ungeprüft weiter. Mich kostet es meist 10 Minuten bei google und ich habe einen Eindruck, wie glaubwürdig das ist.

Es geht auch nicht um Theorien, sondern um detaillierte Beschreibungen, an denen meist nichts stimmt.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 16:42   #7
Acolina
Hausdrachen
 
Benutzerbild von Acolina
 
Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.861
Standard

Zitat:
Original von mb63
Die Trotzreaktion vieler Leute beim Thema Ufos/Aliens beruht imo auf durch Medien usw. integrierten Denkmustern.
Es ist wie bei Affen, die Nachmachen was ihnen vorher (bei uns durch Medien usw.) "eingepflanzt" wurde.
Meine "Trotzreaktion" beruht nicht auf den von dir genannten Dingen, sie beruht nach drei Jahrzehnten UFO-Forschung und Kontakt mit UFO-Gläubigen insbesondere auf den Erfahrungen mit Letzteren, bei denen insbesondere auch dies nachplappern dessen, was einige UFO-Gurus vorplappern, allgegenwärtig war.

Ein Beispiel. Vor vielen Jahren auf einem UFO-Treff. Wir sitzen abends noch draußen unter sternenklarem Himmel und über uns ziehen Satelliten etc. ihre Bahn. Plötzlich blitzt einer von ihnen, von der Sonne angestrahlt, auf und zieht für einige Augenblicke wie ein strahlend heller Stern weiter. Ein Iridiumblitz, wie er im Buche steht

Ungefähr so, wie in diesem Bild:


Und schlagartig ging es los: Die ganz große Mehrheit der Anwesenden schrie: "Ein UFO" ... Die wildesten Geschichten kamen auf ... wobei der Anflug von Ashtar noch das mildeste war. Mein Kommentar, dass das etwas ganz normales, von mir schon zig Mal Gesehenes war, wurde von diesen abgeschmettert mit, ich sei wissenschaftsgläubig, ein unbelehrbarer Skeptiker, blind, doof usw. usf.

Eine Krönung war auch das Statement eines UFO-Fans da, er sähe täglich zig "Flugscheiben". Er wollte sie mir zeigen, aber - oh Wunder - nix war zu sehen. Er begründete dies dann mit folgendem schönen Satz: "Man sieht sie nur, wenn man auch dran glaubt."

Der wird eigentlich nur noch von einem Satz eines Moderators eines Paranormal-Chats getoppt, der zu mir meinte, ich solle bei Paranormalem nicht nachfragen, nachforschen, weil: "Wenn man bei Paranormalem zu genau hinsieht, verschwindet es!"

Sicher kann man das nicht verallgemeinern, trotzdem ist es genau das, was ich immer und immer wieder erlebt habe.

Es bestand und besteht gar kein Interesse daran, etwas wirklich zu klären, das Ergebnis steht von vorneherein fest: Das war ein UFO! Basta. Wenn dabei UFO in der ursprünglichen Bedeutung eines unbekannten fliegenden Objektes gebraucht würde, ginge es ja noch, aber nein, es war natürlich ein außerirdisches Raumschiff.

Drei Jahrzehnte beschäftige ich mich nun schon damit (und ich sehe es ebenso wie Sakslane, ich bin sicher, dass es irgendwo da draußen intelligentes Leben gibt), und kein einziger nachvollziehbarer Beleg, kein einziger Beweis für außerirdische Besucher auf der Erde. Nichts als extrem unscharfe Bilder, wilde Spekulationen etc. - bis hin zu regelrechten UFO-Sekten. Nichts, was gegen ganz normale Erklärungen, wie z.B. Flüge geheimer militärischer (und sehr irdischer) Flugzeuge, gegen natürliche Erklärungen wie atmosphärische Erscheinungen (von denen wir noch mehr nicht kennen als kennen, man denke nur an die Sprites (Kobolde), siehe auch hier) spräche, nichts, was nicht z.B. auch durch sozio-psychologische Ursachen zu erklären wäre, psychiatrische usw. - kurz, nichts, was sich nicht auch nahe liegender als durch außerirdische Raumschiffe & Aliens erklären ließe. Die oft gewaltigen Lücken vieler UFO-Gläubiger in puncto naturwissenschaftlicher Allgemeinbildung mögen es zwar leichter machen, an außerirdische Raumschiffe zu glauben, ein Gütesiegel für qualitativ gute, ernst zunehmende Forschung sind sie wohl kaum.

Aber vielleicht kennst du ja, Nagerfreund, einen eindeutigen Beweis, den ich noch nicht kenne.

Mein Schluss: Es sind ganz vorne weg die UFO-Gläubigen, die eine echte, ergebnisoffene UFO-Forschung boykottieren, verhindern, nicht die Skeptiker.

Und trotzdem werde ich die Berichte über Sichtungen weiter verfolgen und mir für mich weiter meine Gedanken dazu machen, gucken, was sich wo wie erklären lässt, skeptisch aber neugierig. Irgendwann ist vielleicht doch mal was dabei ...
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 17:09   #8
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.121
Standard

1. Beweis mir mal, dass es in deinem Haus keinen Schieberschlüssel gibt. Wie dir vielleicht auffallen dürfte, ist es in der realen Welt mangels "Tertium non Datur" so gut wie unmöglich, die Nichtexistenz von etwas zu beweisen. Insofern kann ein Skeptiker gar nicht Beweisen, dass es keine Außerirdischen gibt/diese nicht die Erde besucht haben etc. Ebensowenig kannst du Beweisen, dass du keinen Schieberschlüssel zuhause hast, oder dass der tasmanische Beutelwolf ausgestorben ist. Einen Beweis, der nicht führbar ist, zu verlangen, halte ich für geringfügig überzogen.

2. Im übrigen ist der sogenannte "Positivismus" in der Regel die Grundlage nachvollziehbarer Argumentation. Da es keine Fakten gibt, die für einen Besuch von außerirdischen sprechen, kann man nicht sagen, dass so einer stattgefunden hätte. Mehr noch, die Behauptung, dass er stattgefunden hätte, wäre nur schwer von einer Lüge zu trennen.

Du sprichst hier von irgendwelchen Narben. Ich sehe keine Fotos von Narben.

Dann sprichst du von einem "Lügendetektor"test, und du hast dich anscheinend noch nichtmal so tief mit dem Thema auseinandergesetzt, um zu wissen, dass ein Polygraph allerhöchstens anzeigen kann, was der Proband selber glaubt, und sehr oft nichtmal das tut.

3. Die Behauptung, dass Außerirdische die Erde besucht hätten (oder Nachrichten in Gehirne funken würden etc.), ist (wie oben angeführt) die ungewöhnliche. In diesem Sinne liegt die Beweislast bei demjenigen, der die Behauptung aufstellt. Ähnlich wie in einem Strafprozeß (fast) immer, um Unschuldige zu schützen, die Beweislast auf Seiten der Staatsanwaltschaft liegt. Das hat den schlichten Grund, dass, wenn man alles zur Wahrheit erklärt, bis auf das, was man widerlegen kann, man nicht weiterkommt. Sonst könnte ich ja z.B. behaupten, du wärst der Täter aller unaufgeklärten Morde der letzten 5 Jahre, und du wärst solange Schuld, bis du das Gegenteil beweisen kannst. Das ist klar erkennbar unsinn.

4. Der Erlösungsglaube vieler UFOlogen (auch vieler anderer Paranüsse) ist in meinen Augen eindeutig ein religiöses Motiv. Man hofft darauf, ohne Zutun von aussen heraus in einen Zustand überführt zu werden, in dem man sich besser fühlt (Leben zusammen mit als höher vorgestellten Wesen, Leben nach dem Tod im Jenseits etc.). Das ist ein typisch religiöser zusammenhang.

Was die Vorstellungen von Außerirdischen angeht: Vergleich doch mal UFO-Berichte. Vielleicht wird dir auffallen, dass sich zeitliche zusammenhänge ergeben, die nicht ohne zuhilfenahme soziologischer Argumentation erklärt werden können. So ändert sich die Vorstellung von "Greys" mit den Jahrzehnten, früher waren die Gesichter Menschenähnlicher. Der heutige Typ scheint erst in den 80'ern aufgekommen zu sein. Auch die Typen von Berichten ändern sich signifikant mit der Zeit. Der "Chupacabra" wurde mit der Zeit scheinbar mit den Greys identifiziert (früher: Haariges Vieh, inzwischen Grey-Artig), obwohl für beide Figuren völlig unterschiedliche Erklärungsmuster angeboten werden. Und es existieren auch Unterschiede entlang von Ländergrenzen (!), die wohl kaum durch das Verhalten von Außerirdischen erklärbar sind. Das sind für mich ziemlich deutliche Hinweise, dass wir von einem soziologischen Phänomen sprechen (vgl. auch Engel- und Geistersichtungen), nicht von tatsächlichen Vorkommnissen.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 22:26   #9
Nagerfreund
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

@ Acolina

Spinner gibt es ja nun wirklich überall. Warum sollte sich da nicht welche in die UFO-Szene verirren?

Zitat:
Aber vielleicht kennst du ja, Nagerfreund, einen eindeutigen Beweis, den ich noch nicht kenne.
Beweis, na ja. Vielleicht kann dir dieser Link weiterhelfen.

http://www.mmsseiten.privat.t-online.de/gw-003.htm ,

Zitat:
Mein Schluss: Es sind ganz vorne weg die UFO-Gläubigen, die eine echte, ergebnisoffene UFO-Forschung boykottieren, verhindern, nicht die Skeptiker.
Da bin ich vollkommen anderer Ansicht. Die "Gläubigen" sind i.d.R. aufgeschlossen, die es in Betracht ziehen, dass wir Besuch aus dem Weltraum bekommen. Die Skeptiker reiten auf alles herum, und ziehen es in Zweifel. Gegen ein bisschen Skepsis habe ich - wie gesagt - nichts, aber es wurden auch schon Leute als Spinner bezeichnet, die ein UFO (im eigentlichen Sinn) gesehen hatten.

@ basti_79

Zitat:
Ebensowenig kannst du Beweisen, dass du keinen Schieberschlüssel zuhause hast,
Doch, komm vorbei, und sieh dich um (Scherz). Ich habe schon verstanden, was du meinst. Ebensowenig kann man beweisen, dass Aliens hierher kommen. Der einzige, wirklich unanfechtbare Beweis wäre, wenn ihre Raumschiffe weltweit öffentlich landen würden.

Zitat:
Du sprichst hier von irgendwelchen Narben. Ich sehe keine Fotos von Narben.
Ich müsste welche im I-Net suchen. Und ich weiß nicht, wie man hier Bilder reinstellt.

Zitat:
Der Erlösungsglaube vieler UFOlogen (auch vieler anderer Paranüsse) ist in meinen Augen eindeutig ein religiöses Motiv. Man hofft darauf, ohne Zutun von aussen heraus in einen Zustand überführt zu werden, in dem man sich besser fühlt (Leben zusammen mit als höher vorgestellten Wesen, Leben nach dem Tod im Jenseits etc.). Das ist ein typisch religiöser zusammenhang.
Die meisten Entführten reden doch davon, dass sie wie Laborratten behandelt wurden, insbesondere von den Greys. Klasse Weltraumbrüder. :->

Zitat:
So ändert sich die Vorstellung von "Greys" mit den Jahrzehnten, früher waren die Gesichter Menschenähnlicher.
Vielleicht gibt es auch einfach nur verschiedene Arten von Greys. Die Frage die man sich stellen sollte, lautet: Was hat jemand davon, so etwas einfach zu erfinden. Heutzutage gilt man doch sofort als verrückt, wenn man behauptet, von Außerirdischen entführt worden zu sein.

Gruß Nagerfreund
  Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2007, 01:36   #10
Acolina
Hausdrachen
 
Benutzerbild von Acolina
 
Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.861
Standard

Zitat:
Original von Nagerfreund
Spinner gibt es ja nun wirklich überall. Warum sollte sich da nicht welche in die UFO-Szene verirren?
Ja, ein paar Spinner gibt es überall. In der UFO-Szene versammeln sie sich allerdings zur Mehrheit Es gibt ein paar wenige Gruppen mit vernünftigen Leuten und vernünftigen Ansätzen zur Erforschung des kläglichen Rests an Sichtungen, der sich nicht gleich als Fake, Missverständnis etc. entpuppt. Sie werden allerdings gern als Skeptiker verschrien...

Zitat:
Original von Nagerfreund
Zitat:
Original von Acolina
Aber vielleicht kennst du ja, Nagerfreund, einen eindeutigen Beweis, den ich noch nicht kenne.
Beweis, na ja. Vielleicht kann dir dieser Link weiterhelfen.

http://www.mmsseiten.privat.t-online.de/gw-003.htm ,
Ähm... a) kenne ich den Artikel aus Omicron (hier gibts irgendwo noch 'n Stapel davon ), ist ja nun ein wahrlich alter Hut, b) bei was soll er mir weiterhelfen?
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Warum scheint die Sonne? Danielle Die Sonne 47 08.08.2008 19:21
Warum so kompliziert? Zeitungsjunge Fischblog 0 09.07.2008 00:12
Warum wir lange Leben... Zwirni Sterbeforschung 2 17.07.2002 13:47


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:53 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.