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Rund um Naturwissenschaft Neue Technologien, Physik, Chemie, Neue Energien, Tesla & Co ...

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Alt 07.12.2006, 00:23   #1
Llewellian
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Standard Fliessend Wasser auf dem Mars ;o)

Kuckstu Heise:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/82150
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Alt 08.12.2006, 19:54   #2
lars willen
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bei den schicken bildern verlagere ich meinen lieblingslandeplatz 1000km südlich,unterhalb von Solaris Planum

anscheind eine 300m lange und 10 m breite pfütze

ach ja, es wurden 20neue krater auf 30% der oberfläche gezählt innerhalb der letzten 5jahre.

das macht 60 einschläge auf den mars,und wieviele auf der erde?ob das für ein verschwörungsthread reicht.

"der Kometenverschleierer"

ich liebe teutsch
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Alt 08.12.2006, 22:02   #3
Yefimko
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"der Kometenverschleierer" oder "die Atmopshäre"
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Alt 08.12.2006, 22:09   #4
lars willen
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gröll
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Alt 08.12.2006, 23:44   #5
Zwirni
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Die Meldung ist btw. eine Ente. Zwar korrekt von der Nase, aber inhaltlich mit sehr viel Interpretationsspielraum. Grund dürfte wiedermal sein, dass die NASA Geld möchte und daher sensationelle Meldungen braucht. Das "fließende Wasser" auf dem Mars sind demnach eigentlich nur Sandkörner die den Berghang heruntergepurzelt sind.

http://www.faz.net/s/Rub6E2D1F09C983...~Scontent.html
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Alt 09.12.2006, 00:13   #6
harry
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Nix für ungut Zwirni, aber deine korrekter Beitrag hätte heißen müssen: Der Befund der Nasa ist nicht sicher, beide Möglichkeiten sind möglich
In dem Artikel steht nix davon das die Nasa beschissen hat, lediglich das andere Deutungsmöglichkeiten möglich sind.
Wobei ja nicht näher auf den Befund des helleren Staubs eingegangen wird (Wirds vielleich im Scienceartikel, der Links is ja nur ein journalistischer Abklatsch)
__________________

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Alt 09.12.2006, 00:49   #7
Zwirni
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Deswegen hab ich auch

Zitat:
Original von Zwirni
Interpretationsspielraum
geschrieben. Ok, "Ente" ist vielleicht etwas zu arg ausgedrückt. Aber der Artikel entspricht auch meiner Meinung dazu.
Zwirni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2006, 11:06   #8
harry
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Hehe, ja
Wollt damit ja auch nicht sagen, daß die Theorie mit der Geldbeschaffung durch günstige Auslegung der Ergebnisse nicht durchaus realistisch ist.

Wo schwebt eigentlich das europäische Ding rum? Das hat doch die bessere Cam an Bord?
__________________

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Alt 09.12.2006, 14:19   #9
Llewellian
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Jo. Der Nasa Artikel sprach ja auch von der "Möglichkeit".

Gehen wir das doch mal logisch durch - und ziehen einen Versuch zu rate, den sich jeder an jeder beliebigen Schule vom Physiklehrer zeigen lassen kann.

Es ist richtig das Wasser bei Minustemperaturen gefriert. Es ist auch richtig, das Wasser sich bei einem so niedrigen Druck wie er auf dem Mars herrscht "nicht lange flüssig halten kann".

Der Versuch: Man stellt Wasser mit Zimmertemperatur in einem offenen Gefäss unter eine Vakuumglocke und senkt den Druck. Das hat jede Schule da und ich glaube sogar, das dieser Versuch gerne von Physik/Chemielehrern gemacht wird. Und zwar zum Thema "Molekülbewegung".

Die Physik dahinter:

Moleküle/Atome bewegen sich, die Durchschnitts-Geschwindigkeit aller Moleküle eines Stoffes entsprechend der Temperatur. Einige sind schneller, andere langsamer (weil z.b durch Stoss abgebremst).

Das erklärt auch, wie z.b ein Stoff "sublimieren" bzw. "verdampfen" kann. Die schnellsten Moleküle verlassen an der Oberfläche den Molekülverband, weil die Fluchtgeschwindigkeit höher ist als die Bindungsenergie des ganzen. Deswegen kann Wasser (oder jeder andere Stoff) auch z.b bei niedrigen Temperaturen wie 0 Grad "verdampfen".

Das erklärt auch die Verdunstungskälte - weil die "schnelleren Moleküle" den Stoff verlassen, zurück bleiben nur die Moleküle mit weniger Bewegungsenergie, sprich der Stoff kühlt ab.

Worauf läufts hinaus?

Unter niedrigem Druck tun sich Moleküle leichter, an der Oberfläche einen Stoff zu verlassen. Deswegen kocht Wasser schon bei 0 Grad am Tripelpunkt im Beinahevakuum. Und kühlt sich dadurch schnell ab, der Rest gefriert. Soweit zu den Versuchsansichten, die man in der Schule schon sieht.

Aber:

Es dauert eine Zeit bis alles Wasser "verdampft" ist bzw. der Rest "gefriert".

Nimmt man jetzt also z.b eine Schwimmbadgrosse Menge Wasser, die aus dem Boden hervorbricht (im Boden steht das Wasser unter Druck, es ist nicht so wie an der Oberfläche) - wäre es nicht weiter verwunderlich, das es zumindest einige hundert meter weit kommt, bevor alles verdunstet und der Rest gefroren ist.

Das ist genauso, wie wenn du im Winter auf eine -20 Grad kalte Strasse spuckst. Die Spucke gefriert sofort. Aber wenn du einen Eimer Wasser hinschüttest, braucht es ein paar Minuten, bis alles zu einer Eisfläche gefroren ist.

Die Menge machts.



Die andere - sehr einfache Erklärung:

Hitze/Frost - Ausdehnung haben einen grösseren Stein am Kraterrand abgesprengt, der ist in den lockeren Staub gefallen und hat eine kleinere Steinlawine runtergerissen.

Wie Forscher schon festgestellt haben, verhält sich z.b Sand in einer Düne bei Bewegung tatsächlich wie eine Flüssigkeit, auch pyroklastische Ströme bei einem Vulkanausbruch lassen sich - obwohl nur aus festem Material und heisser Luft - physikalisch exakt wie eine Flüssigkeit beschreiben.

Die Unterschiedliche Färbung würde sich z.b auf die Umschichtung des Sandes zurückführen lassen - evtl. ist die alte Sandschicht "oxidiert" und deshalb dunkler, bzw. bestehen kleinere Körner aus anderem Material und wurden einfach durch Wind-Teilung getrennt und lagen überall auf der Oberfläche, die grösseren, schwereren Körner aus anderem Material liegen unten. (Kann man mit einem Salz-Pfeffer Gemisch zu hause schön ausprobieren, wenn man das erst mischt und dann aus Höhe fallen lässt - der Pfeffer kommt zu letzt, das Gemisch trennt sich. So haben Bauern Jahrtausendelang nach dem Dreschen Halm und Korn von Getreide getrennt).
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2008, 15:08   #10
Danifrei
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Registriert seit: 23.02.2008
Ort: Unterstammheim (Schweiz)
Beiträge: 107
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Zitat:
Der Oberflächendruck beträgt mit 0,006 bar weniger als ein Hunderstel des Atmosphären- drucks auf der Erdoberfläche. Die Mars- atmosphäre besteht zu über 95% aus dem Treibhausgas CO2. Gerade einmal 0,13% sind Sauerstoff. Weitere Bestandteile sind Stickstoff (N2; 2,7%) und Argon (Ar; 1,6%).
Quelle:http://www.astronomie.de/sonnensystem/mars/atmma.htm
Kann Marsmetall (was für eines ist es schon wieder?) mit so wenig Sauerstoff oxidieren?
Danifrei ist offline   Mit Zitat antworten
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