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Geomantie Heilige Linien, Erdstrahlen, Störzonen, Kraftplätze...

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Alt 05.06.2006, 14:25   #1
transzendenz
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Standard Geomantie - was ist das ?

Diesen Artikel über Geomantie hab ich in einem meiner Bücher gefunden.


Zitat:
Aus dem Buch

Das magische System des Golden Dawn

Autor Israel Regardie

Verlag Hermann Bauer KG

ISBN Band 1 - 3-7626-0505-X
ISBN Band 2 - 3-7626-0506-8
ISBN Band 3 - 3-7626-0507-6

Bemerkungen zur Geomantie

Viele Studierende neigen dazu, die Geomantie als eine Technik von geringem Nutzen und Wert abzutun, als eine phantasievolle und unwissenschaftliche Divinationsmethode, eine aufgeblasene Art des Knobelns, reinen Zufall, der dann umständlich interpretiert werden muß.

Der Grund für diese Haltung liegt wohl darin, daß in allen Büchern und Manuskripten die Grundlagen der Geomantie nur selten erklärt werden. Sie werden beim Studierenden vorausgesetzt, und ihm werden dann geradewegs die Regeln für das Aufstellen von Figuren und ausführliche Listen der Namen und Sigille der Genien und Herrscher vorgelegt, die ihn natürlich langweilen und ermüden.

Dieser Aufsatz wurde geschrieben, um die Lücke zu füllen - in der Hoffnung, daß einige Studierende darin das finden, was sie vermißt haben. Zunächst also zum Begriff selbst:

Alle Wörter, die auf »-mantie« enden, haben mit Wahrsagen zu tun, »mantis« (griechisch) heißt der Prophet. Damit ist nicht unbedingt die Zukunftsvorhersage gemeint, obwohl auch diese darunterfällt, sondern das Enthüllen von Dingen, die jenseits des Schleiers der Materie liegen. Alle inspirierten Aussprüche können als Prophezeiungen bezeichnet werden, in gewissem Sinne also jede Dichtung.

Ein Priester ist ein zur Ausführung Beauftragter und als solcher dem Propheten untergeordnet. Der Prophet nimmt nun eine materielle Form an, hebt an dieser Stelle den Schleier und enthüllt in Form eines materiellen Hilfsmittels die dahinterliegende göttliche Weisheit.

Chiromantie bedeutet die Wahrsagung aus der Hand. In der Nekromantie, einer Form der schwarzen Magie, wird aus einem Leichnam wahrgesagt. Die römischen Auguren bevorzugten diese Methode und benutzten dazu die Körper von sakralen Opfern.

Bei der Geomantie, von Gaia - die Erde, wird aus der Erde selbst gewahrsagt. Wir müssen uns dann überlegen, wie der Schleier, der das Schöpfungswunder bei seiner Manifestation verhüllt, für den Blick des inspirierten Sehers gelüftet wird.

Das ist der Schleier der Isis, den zu durchdringen sich die ägyptischen Seher zum Ziel gesetzt hatten.
Das Geheimnis der Smaragdtafel des Hermes lautete: »Wie oben,so unten.« Wir werden darüber belehrt, daß die ewigen Ideen Gottes sich den Augen jener, die sehen können, in der Sternensphäre wie in einem Bilderbuch enthüllen.

Die Sternensphäre wird auf die Erde reflektiert, so daß jeder Punkt die Spiegelung einer Konstellation oder Sternengruppe darstellt. Darüber wandern die Planeten nach ihren eigenen Gesetzen. Die vier großen Erzengel wachen über die vier Viertel der Himmelsrichtungen. Aus diesen Kenntnissen können wir entnehmen; warum die Länder, Städte und Orte bestimmte Eigenschaften besitzen, unabhängig von der Bevölkerung, die dort lebt.

Daran erkennen wir, warum in Rom stets der Herrschaftsgeist der Überlegenheit und materiellen Macht wohnte, ob es nun am Anfang von Ausgestoßenen und Schiffbrüchigen vieler Rassen bewohnt wurde - als großes »Asylum«, wie man es nannte -, oder später als zusammenhängende Republik, dann als Weltreich, dann als Sitz einer Hierarchie mit nahezu universellem geistigem Einfluß: immer im selben Geiste.

Aus dem gleichen Grunde wurden alle verschiedenen Rassen, die nach China kamen, durch und durch chinesisch. In den meisten Fällen ist der Ortsgeist mächtig genug, alle unter seinen Einfluß zu zwingen, die an den Ort kommen. In anderen Fällen bringt er von selbst Wirkungen hervor. Wir können wohl sagen, daß alle Kräfte, die sich hinter dem Schleier befinden, durch ihn hindurchscheinen und wahrnehmbar werden.

Ist der Prophet in der Lage, diese zu empfangen und zu übersetzen, dann kann er seinen Brüdern wertvolle Mitteilungen machen. Damit ihm das gelingt, muß er offenbar vollends versinken und seine Persönlichkeit auslöschen, denn sein Verstand kann nur das wahrnehmen und bedenken, was auf dieser Seite des Schleiers ist. Solange seine Aufmerksamkeit darauf gerichtet bleibt, ist er für das Dahinterliegende blind.

Sehen wir uns einen Moment lang andere Endungen an. »-nomie« deutet auf Gesetze hin, die Astronomie ist also das Gesetz ,der Sternenwelt beziehungsweise die methodische Zusammenfassung der Beobachtungen an diesem, denn wir können nicht wirklich etwas über die Gesetze wissen, die das Weltall regieren. »-logie« deutet auf das Wort hin (griechisch: »logos«), den göttlichen Boten, der von der Manifestation ausgeht. Astrologie ist also die Lehre von den Sternen, die Darlegung dessen, was mit ihnen zu tun hat, wie es die Wissenschaft der Astronomie zeigt.

In bezug auf die Erde gibt es die Geologie, die Darstellung dessen, was die Erde betrifft. Zur Zeit beschäftigt sie sich nur mit dem Alter der Erde und mit den Tieren, die sie vor Tausenden von Jahrhunderten bewohnten, sowie mit den Veränderungen ihrer Oberfläche. Es gibt noch die Geometrie als Erdvermessung, die als Wissenschaft subtiler ist, weil sie sich mit abstrakten Zahlen und Figuren beschäftigt.

Wie die Geomantie in den Büchern und Manuskripten gewöhnlich dargestellt wird, stehen wir vor Namenslisten der Herrscher, Genien, Engel und Intelligenzen, deren Sinn nicht offensichtlich wird, und vor anscheinend willkürlichen Figuren, den Sigillen. Es scheint mühselig und nutzlos, diese auswendig zu lernen. Der Studierende sollte sie jedoch als Namen von Persönlichkeiten ansehen, die er noch kennenlernen wird.

So nennst du deine Freunde zum Beispiel Hans oder David, und deine Feinde heißen vielleicht Fritz oder Karl. Die Erwähnung der Namen bringt dir ihre Persönlichkeiten sofort ins Gedächtnis. Wir könnten ohne die Namen nicht über freundliche oder feindliche Ideen sprechen. Wir wissen nicht, warum unser Freund >Hans< getauft wurde, wir nehmen es einfach hin. Ebenso sehen wir die Sigille wie Buchstaben des Alphabetes an. Wir wissen nicht, warum der Buchstabe J diesen bestimmten Inhalt besitzt, aber wir benutzen ihn, wenn wir eine Mitteilung machen, in der die Idee mit der Schreibweise >Johannes< vorkommt. Kinder müssen das Alphabet erlernen, bevor sie anfangen zu lesen.

Nun kommen wir zur mechanischen Methode, die vom geomantischen Wahrsager eingesetzt wird. Wie wir gesehen haben, muß er seine eigene Persönlichkeit, seinen Verstand, seine Motive, seinen menschlichen Willen völlig unterordnen. Dadurch wird er passiv. Wir haben von dem Vorgang des automatischen Schreibens gehört, bei dem der Seher oder das Medium zuläßt, daß seine Hand von einer über- oder untermenschlichen Intelligenz benutzt wird.

Das Medium schreibt die Botschaft ohne seinen eigenen Willen, zum Teil sogar ohne sein Bewußtsein. Es ist hierbei aber sehr schwer für das Medium, seinen Willen völlig zurückzuziehen, so daß die Botschaft durch sein Gehirn nicht gefärbt, gewandelt oder zumindest verändert wird.

Bei der geomantischen Methode werden auf ein Stück Papier eine Reihe Punkte oder Striche gemacht, ohne zu zählen. Damit stellt man sicher, daß der Verstand sich nicht beteiligen kann. Was also bestimmt dann, ob die Anzahl der Punkte gerade oder ungerade ist? Die Antwort liegt auf der Hand: der Rhythmus. Denke nur an ein vierzeiliges Gedicht mit abwechselnd starken und schwachen Reimen. Dieser Rhythmus ergibt eine geomantische Figur mit: zwei Punkten, einem punkt, zwei Punkten, einem Punkt.

Wenn das Gehirn schweigt, kann die Botschaft, die durch den Schleier der Materie dringt, in Form eines Rhythmus empfangen werden. Dieser wird zwar nicht bewußt, beeinflußt aber die Nerven und Impulse, beeinflußt die Hand. Wir können sagen, eine Melodie durchtanzt den Körper, deren Rhythmus sich in den unbewußt aufgezeichneten Punkten niederschlägt.

Woher kommt diese Melodie? Der Sternenhimmel ist eine Spiegelung des Gedankens Gottes über sich selbst, die Erde spiegelt das Firmament, die menschliche Aura reflektiert die Erde. Der Rhythmus der Melodie drückt eine Idee aus, die hinter dem Schleier entspringt. Die geomantische Figur hält die geometrische Form des Rhythmus dieser Melodie fest und deshalb die Idee.

Überlegen wir uns nun, was wir unter einer Idee verstehen. Der alte John Heydonl, der bedeutendste Autor zur Geomantie, definiert eine Idee als einen unsichtbaren, geschaffenen Geist. Das wird verständlicher, wenn wir uns einen manifestierten Gegenstand vorstellen: einen Menschen, eine Blume, einen Baum oder sonst etwas. Nimm die Summe aller Eigenschaften, die du von diesem Gegenstand kennst, und bilde daraus die vollendete Idee desselben. Sie ist unsichtbar, aber vorhanden. Wir können also sagen, daß ein Bildhauer die Idee einer Statue besitzt, bevor er auch nur die gröbste Skizze anfertigt.
Find ich gut diese Erklärung
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Lieben Gruß transzendenz
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Alt 05.06.2006, 15:12   #2
Renatus
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Standard RE: Geomantie - was ist das ?

Schön um das Verständnis zu entwickeln - aber erklärt das die Geomantie in der Praxis ?

>>Wie oben, so unten<<

Ich denke das dieser Text für den uneingeweihten viele Rätzel in sich birgt,
dabei ist das so schlüssig.
Sobald man die Stille in sich erzeugen kann,
spielt auch der Name Geomantie und der Ursprung der Fähigkeit nur noch eine untergeordnete Rolle. Geomantie ist heute - von außen betrachtete dreieinigkeit.
Beim Homo Magicus gehörte die Geomantie zur normalen Wahrnehmung.
Doch da hatten wir noch keine Großhirnrinde


Herzliche Grüße

Renatus
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Alt 05.06.2006, 16:37   #3
transzendenz
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Standard

Das war jetzt aber eine schwere Geburt - ich weiß nicht - in dem Zitat hats Text gefressen - da kann ich dir nur zustimmen - das da ein Nichtbewanderter so viel wie garnix rausließt

Jetzt mach ichs ohne Zitat

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Aus dem Buch

Das magische System des Golden Dawn

Autor Israel Regardie

Verlag Hermann Bauer KG

ISBN Band 1 - 3-7626-0505-X
ISBN Band 2 - 3-7626-0506-8
ISBN Band 3 - 3-7626-0507-6


Bemerkungen zur Geomantie


Viele Studierende neigen dazu, die Geomantie als eine Technik von geringem Nutzen und Wert abzutun, als eine phantasievolle und unwissenschaftliche Divinationsmethode, eine aufgeblasene Art des Knobelns, reinen Zufall, der dann umständlich interpretiert werden muß. Der Grund für diese Haltung liegt wohl darin, daß in allen Büchern und Manuskripten die Grundlagen der Geomantie nur selten erklärt werden. Sie werden beim Studierenden vorausgesetzt, und ihm werden dann geradewegs die Regeln für das Aufstellen von Figuren und ausführliche Listen der Namen und Sigille der Genien und Herrscher vorgelegt, die ihn natürlich langweilen und ermüden.

Dieser Aufsatz wurde geschrieben, um die Lücke zu füllen - in der Hoffnung, daß einige Studierende darin das finden, was sie vermißt haben. Zunächst also zum Begriff selbst: Alle Wörter, die auf »-mantie« enden, haben mit Wahrsagen zu tun, »mantis« (griechisch) heißt der Prophet. Damit ist nicht unbedingt die Zukunftsvorhersage gemeint, obwohl auch diese darunter fällt, sondern das Enthüllen von Dingen, die jenseits des Schleiers der Materie liegen. Alle inspirierten Aussprüche können als Prophezeiungen bezeichnet werden, in gewissem Sinne also jede Dichtung.

Ein Priester ist ein zur Ausführung Beauftragter und als solcher dem Propheten untergeordnet. Der Prophet nimmt nun eine materielle Form an, hebt an dieser Stelle den Schleier und enthüllt in Form eines materiellen Hilfsmittels die dahinterliegende göttliche Weisheit.

Chiromantie bedeutet die Wahrsagung aus der Hand. In der Nekromantie, einer Form der schwarzen Magie, wird aus einem Leichnam wahrgesagt. Die römischen Auguren bevorzugten diese Methode und benutzten dazu die Körper von sakralen Opfern.

Bei der Geomantie, von Gaia - die Erde, wird aus der Erde selbst gewahrsagt. Wir müssen uns dann überlegen, wie der Schleier, der das Schöpfungswunder bei seiner Manifestation verhüllt, für den Blick des inspirierten Sehers gelüftet wird. Das ist der Schleier der Isis, den zu durchdringen sich die ägyptischen Seher zum Ziel gesetzt hatten.

Das Geheimnis der Smaragdtafel des Hermes lautete: »Wie oben, so unten.« Wir werden darüber belehrt, daß die ewigen Ideen Gottes sich den Augen jener, die sehen können, in der Sternensphäre wie in einem Bilderbuch enthüllen.

Die Sternensphäre wird auf die Erde reflektiert, so daß jeder Punkt die Spiegelung einer Konstellation oder Sternengruppe darstellt. Darüber wandern die Planeten nach ihren eigenen Gesetzen. Die vier großen Erzengel wachen über die vier Viertel der Himmelsrichtungen. Aus diesen Kenntnissen können wir entnehmen; warum die Länder, Städte und Orte bestimmte Eigenschaften besitzen, unabhängig von der Bevölkerung, die dort lebt. Daran erkennen wir, warum in Rom stets der Herrschaftsgeist der Überlegenheit und materiellen Macht wohnte, ob es nun am Anfang von Ausgestoßenen und Schiffbrüchigen vieler Rassen bewohnt wurde - als großes »Asylum«, wie man es nannte -, oder später als zusammenhängende Republik, dann als Weltreich, dann als Sitz einer Hierarchie mit nahezu universellem geistigem Einfluß: immer im selben Geiste.

Aus dem gleichen Grunde wurden alle verschiedenen Rassen, die nach China kamen, durch und durch chinesisch. In den meisten Fällen ist der Ortsgeist mächtig genug, alle unter seinen Einfluß zu zwingen, die an den Ort kommen. In anderen Fällen bringt er von selbst Wirkungen hervor. Wir können wohl sagen, daß alle Kräfte, die sich hinter dem Schleier befinden, durch ihn hindurchscheinen und wahrnehmbar werden.

Ist der Prophet in der Lage, diese zu empfangen und zu übersetzen, dann kann er seinen Brüdern wertvolle Mitteilungen machen. Damit ihm das gelingt, muß er offenbar vollends versinken und seine Persönlichkeit auslöschen, denn sein Verstand kann nur das wahrnehmen und bedenken, was auf dieser Seite des Schleiers ist. Solange seine Aufmerksamkeit darauf gerichtet bleibt, ist er für das Dahinterliegende blind.

Sehen wir uns einen Moment lang andere Endungen an. »-nomie« deutet auf Gesetze hin, die Astronomie ist also das Gesetz ,der Sternenwelt beziehungsweise die methodische Zusammenfassung der Beobachtungen an diesem, denn wir können nicht wirklich etwas über die Gesetze wissen, die das Weltall regieren. »-logie« deutet auf das Wort hin (griechisch: »logos«), den göttlichen Boten, der von der Manifestation ausgeht. Astrologie ist also die Lehre von den Sternen, die Darlegung dessen, was mit ihnen zu tun hat, wie es die Wissenschaft der Astronomie zeigt.

In bezug auf die Erde gibt es die Geologie, die Darstellung dessen, was die Erde betrifft. Zur Zeit beschäftigt sie sich nur mit dem Alter der Erde und mit den Tieren, die sie vor Tausenden von Jahrhunderten bewohnten, sowie mit den Veränderungen ihrer Oberfläche. Es gibt noch die Geometrie als Erdvermessung, die als Wissenschaft subtiler ist, weil sie sich mit abstrakten Zahlen und Figuren beschäftigt.

Wie die Geomantie in den Büchern und Manuskripten gewöhnlich dargestellt wird, stehen wir vor Namenslisten der Herrscher, Genien, Engel und Intelligenzen, deren Sinn nicht offensichtlich wird, und vor anscheinend willkürlichen Figuren, den Sigillen. Es scheint mühselig und nutzlos, diese auswendig zu lernen. Der Studierende sollte sie jedoch als Namen von Persönlichkeiten ansehen, die er noch kennen lernen wird.

So nennst du deine Freunde zum Beispiel Hans oder David, und deine Feinde heißen vielleicht Fritz oder Karl. Die Erwähnung der Namen bringt dir ihre Persönlichkeiten sofort ins Gedächtnis. Wir könnten ohne die Namen nicht über freundliche oder feindliche Ideen sprechen. Wir wissen nicht, warum unser Freund >Hans< getauft wurde, wir nehmen es einfach hin. Ebenso sehen wir die Sigille wie Buchstaben des Alphabetes an. Wir wissen nicht, warum der Buchstabe J diesen bestimmten Inhalt besitzt, aber wir benutzen ihn, wenn wir eine Mitteilung machen, in der die Idee mit der Schreibweise >Johannes< vorkommt. Kinder müssen das Alphabet erlernen, bevor sie anfangen zu lesen.

Nun kommen wir zur mechanischen Methode, die vom geomantischen Wahrsager eingesetzt wird. Wie wir gesehen haben, muß er seine eigene Persönlichkeit, seinen Verstand, seine Motive, seinen menschlichen Willen völlig unterordnen. Dadurch wird er passiv. Wir haben von dem Vorgang des automatischen Schreibens gehört, bei dem der Seher oder das Medium zuläßt, daß seine Hand von einer über- oder untermenschlichen Intelligenz benutzt wird.

Das Medium schreibt die Botschaft ohne seinen eigenen Willen, zum Teil sogar ohne sein Bewußtsein. Es ist hierbei aber sehr schwer für das Medium, seinen Willen völlig zurückzuziehen, so daß die Botschaft durch sein Gehirn nicht gefärbt, gewandelt oder zumindest verändert wird. Bei der geomantischen Methode werden auf ein Stück Papier eine Reihe Punkte oder Striche gemacht, ohne zu zählen. Damit stellt man sicher, daß der Verstand sich nicht beteiligen kann. Was also bestimmt dann, ob die Anzahl der Punkte gerade oder ungerade ist? Die Antwort liegt auf der Hand: der Rhythmus. Denke nur an ein vierzeiliges Gedicht mit abwechselnd starken und schwachen Reimen. Dieser Rhythmus ergibt eine geomantische Figur mit: zwei Punkten, einem punkt, zwei Punkten, einem Punkt.

Wenn das Gehirn schweigt, kann die Botschaft, die durch den Schleier der Materie dringt, in Form eines Rhythmus empfangen werden. Dieser wird zwar nicht bewußt, beeinflußt aber die Nerven und Impulse, beeinflußt die Hand. Wir können sagen, eine Melodie durchtanzt den Körper, deren Rhythmus sich in den unbewußt aufgezeichneten Punkten niederschlägt. Woher kommt diese Melodie? Der Sternenhimmel ist eine Spiegelung des Gedankens Gottes über sich selbst, die Erde spiegelt das Firmament, die menschliche Aura reflektiert die Erde. Der Rhythmus der Melodie drückt eine Idee aus, die hinter dem Schleier entspringt. Die geomantische Figur hält die geometrische Form des Rhythmus dieser Melodie fest und deshalb die Idee.

Überlegen wir uns nun, was wir unter einer Idee verstehen. Der alte John Heydonl, der bedeutendste Autor zur Geomantie, definiert eine Idee als einen unsichtbaren, geschaffenen Geist. Das wird verständlicher, wenn wir uns einen manifestierten Gegenstand vorstellen: einen Menschen, eine Blume, einen Baum oder sonst etwas. Nimm die Summe aller Eigenschaften, die du von diesem Gegenstand kennst, und bilde daraus die vollendete Idee desselben. Sie ist unsichtbar, aber vorhanden. Wir können also sagen, daß ein Bildhauer die Idee einer Statue besitzt, bevor er auch nur die gröbste Skizze anfertigt.


I John Heydon (1629 bis? Datwn unbekannt), englischer Jurist, Astrologe und esoterischer Schriftsteller. Seine Bücher behandeln vorwiegend rosenkreuzerische Thematik. Bei dem Werk, worauf hier Bezug genommen wird, dürfte es sich wahrscheinlich um Theomagia oder den Tempel der Weisheit handeln.

Als einen Genius bezeichnet Heydon einen göttlichen Geist, der in der Natur auf wundersame Weise geheime Dinge vollbringt. Zwischen einer Idee und einem Genius besteht also, wie er sagt, kein großer Unterschied.
Wenn du also an einem bestimmten Ort der Erde stehst und eine Frage stellst, dann ist die Antwort schon da, in deiner Frage enthalten, sofern du sie erreichen kannst. Frage und Antwort liegen in der göttlichen Idee, und die Antwort drückt sich in der rhythmischen Bewegung aus, der Melodie, die dein Geist hinter dem Schleier auffängt.


Das sieht auf den ersten Blick unwissenschaftlich und nutzlos aus. Sehen wir es aber anders: Wir möchten eine erwünschte Information bekommen, und die natürlichste Methode dafür ist, einen Empfänger bereitzuhalten. Das passende Symbol ist der Kelch, der den Wein der göttlichen Gnade empfangen soll. Der Kelch ist das natürliche Symbol der »Acquisitio«. Die geistige Gabe befindet sich hinter dem Schleier, ihre materielle Spiegelung liegt in der Gabe, die wir uns auf der Erde wünschen. Zwei Kelche symbolisieren also die angemessene Antwort auf unsere Frage.

Wie auch in Ägypten allmählich das Schreiben in Hieroglyphen statt in Bildern gebräuchlich wurde, so wird die Darstellung zweier Kelche zu einem hieroglyphischen Symbol, den Punkten und Winkeln der Acquisitio.
Diese zeigen den Rhythmus an, der hinter dem Schleier entsteht und der die Antwort auf unsere Frage trägt. Wir haben uns überlegt, daß jeder Punkt der Erdoberfläche seine eigenen okkulten Kräfte besitzt. In gewissem Maße wird das allgemein anerkannt: Wir wissen von heiligen Plätzen, die in alten Zeiten oft mit Steinkreisen markiert wurden. Ihr Einfluß ist so stark, daß einander folgende Rassen und Völker unwillkürlich ihre heiligen Stätten dort errichtet haben.

Viele Menschen glauben, daß eine Entweihung solcher Stätten Unglück zur Folge hat. Bestimmten Orten wird ein besonders guter oder böser Einfluß zugeschrieben, den jeder sensitive Mensch spüren kann. Wenn das für bestimmte Plätze gilt, folgt daraus, daß jeder Ort einen Einfluß und verborgene Kräfte besitzt, die sich dort manifestieren können. Kräfte, die sich irgendwo niederschlagen, sind aber nicht bestimmt und unveränderlich.

Stelle dir vor, du stehst an einem bestimmten Punkt auf der Erde und einige Fragen quälen dich. Du erhältst die Intuition, die Lösung hinter dem Schleier zu suchen. In deinem Geist spürst du den göttlichen Einfluß, der diesen Punkt regiert; unbewußt ist das auch so. Du weißt, daß er die Antwort für dich bereithält, wenn du sie nur erreichen könntest. Vielleicht denkst du an keine übliche Wahrsagermethode, aber du hast ein Gefühl der Hoffnung, Freude und Erheiterung, ein sicheres Gefühl, daß alles gut werden wird. Dein inneres Wesen hat den Rhythmus aufgefangen, der Erfolg verspricht. Hier bietet die Geomantie eine Möglichkeit, den Rhythmus schwarz auf weiß festzuhalten und im einzelnen zu interpretieren.

Sie leistet aber noch mehr. als das. Das unbestimmte Gefühl deines inneren Wesens ist leicht einer Täuschung unterworfen. Es ist unmöglich, die irdische Persönlichkeit, die äußere Seite des Schleiers, auszuschließen. Aus körperlichen Gründen fühlst du dich vielleicht begeistert oder niedergeschlagen.

Die Geomantie schließt, wie wir gesehen haben, die Persönlichkeit, den Einfluß des Gehirns, soweit wie möglich aus und ermöglicht uns, den Rhythmus aufzufangen, in welchem Frage und Antwort liegen. Du fragst also, ob du etwas Ersehntes erhalten wirst, und der Rhythmus singt dir die Idee der Acquisitio vor. Du schreibst die geomantische Figur auf, und dir erscheint die Hieroglyphe der Kelche. Du weißt, daß du den materiellen Kelch aufhältst und daß hinter dem Schleier der geistige Kelch bereitgehalten wird, um den Wein der Gnade zu empfanpfangen. Und weil es einen Namen geben muß, mit dem du diesen göttlichen Geist benennen kannst, den du empfangen hast, lerne, ihm den Namen >Hismael< zu geben.

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Und Sorry nochmal
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Lieben Gruß transzendenz
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Alt 12.06.2006, 16:14   #4
Renatus
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Hismael
Der Chef der Dark Site of Jupiter
Hismael ärgert doch die Bewohner von Ganimed, warum soll ich mit einem Dämon plauschen ? Weil die Geomantie in seinen Zuständigkeitbereich gehört ? Na ja - beim Finanzamt ruft man auch nicht freiwillig an
Da gibt es doch noch Alternativen oder ?

Herzliche Grüße

Renatus
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Alt 12.06.2006, 16:28   #5
transzendenz
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Nö – du musst nicht mit nem Dämon plauschen – du kannst auch mit Gott plauschen - in dessen Zuständigkeitsbereich fällt die Geomantie ebenso.

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Lieben Gruß transzendenz
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Alt 12.06.2006, 18:46   #6
Renatus
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Das beruhigt
...obwohl sich "Hallo Hismael" besser anhört als " Hallo Gott !"

Herzliche Grüße

Renatus
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Alt 20.10.2006, 21:49   #7
rk999
Grünschnabel
 
Registriert seit: 20.10.2006
Beiträge: 6
Standard RE: Geomantie - was ist das ?

hey klasse ,hier bekommt man sogar antwort ! danke.
sei gegrüßt transzendenz !
und auch noch schnell, na wenn das nicht verpflichtet... ,in aller freiheit !
bin bisher nur in zwei 0815 chatclubs,und gestern beim nächtlichen googlen auf diese url gestoßen, und war innerlich erfreut. wenn ich beiträge lese bekomme ich im günstigen fall ein feedback im herzen, symphatisch oder a,du verstehst...
ja schreib doch mal was dich umtreibt/beschäftigt.
mir selbst liegt derzeit die traumdeutung am herzen ,und bin da etwas am studieren ,ist nat. immer eine zeitfrage. außerden beschäftigt mich das gebiet der visionen und eingebungen.und am rand alte religion südamerikas,wie gesagt eine zeitfrage.
was mir gestern in den sinn kam während ich deinen beitrag las war: das wenn die geomantie auf als spieglung der sterne zu verstehn ist ,wäre es da nicht einfacher direkt "über die sterne zu gehen" oder habe ich da was falsch verstanden.
so sollte fürs erste genügen, ich bin maler/in und gerade an einem bild,und die teepause ist um... god bless !
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Alt 21.10.2006, 09:14   #8
transzendenz
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Hallo rk999

Der Text stammt nicht von mir - sondern von Israel Regardie

Die Idee sich über die Sternkonstellation auf die Qualität eines Ortes ein zu arbeiten wär nicht schlecht - nur müsstest du dann den Entstehungzeitpunkt des Ortes wissen - und wer weiß schon wann sich der Erdhügel aufgeworfen hat - auf den unnatürlich viele Autos zusteuern und zu Bruch gehen - nur so als Beispiel genannt
__________________
Lieben Gruß transzendenz
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Alt 23.10.2006, 21:34   #9
rk999
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Holla Transzendenz :
; ) okay, verstehe... danke!
trotz der gefahr, meine unwissenheit unbeschönt auszustellen, möcht ich dennoch nachhaken. wenn man als unbelasteter leser an den beitrag herangeht, denkt man, da ist also ein fleckchen erde ,darüber vier erzengel und außerdem wird der jeweilige ort noch von verschiedenen geistern beeinflußt.(...es geht nur um die sache...also einfach formuliert... jetzt tun sich mir folgende fragen auf:
-sind die vier engel an den himmelsrichtungen fest gemacht (ich nehme an ja)
oder an bestimmten punkten des sternenzeltes. das wäre wichtig zu wissen,da im artikel gesagt wird,daß der spezielle flecken erde immer die selbe prägung aufweißt.
ist geomantie ein abbild oder anders eine übertragung im sinne der astrologie, so müßte sich die die prägung ,mit der drehung des sternenhimmels verändern. ist die geomantie jedoch an ost,süd,west,nord festgemacht wäre es kein abbild der sternenkräfte.
ich hoffe Du verstehst meine gedankengänge !? ich nehme an ,daß die erzengel den größten einfluß ausüben und "untergeordente kräfte" überstimmen (nat.hängt alles zusammen...), doch wäre es durchaus interessant zu erfahren wie sich genien und andere geistwesen (weiß ja nicht bescheid *achselzuck zu den orten verhalten. haben sie ihren "sitz" innmitten der sterne (und/)oder wirken sie in beständig fester (auch koordinatisch gesehenen) form auf das jeweilige gebiet ein.

mammamia was der weiße weiss ist schwer zu wissen,aber was der unwissende nicht weiss immernoch sehr schwer ins wort zu fassen.

wie stehts denn mit dem praktischen nutzen der geomantie ? okay will man ein haus errichten ,oder besser bauen !?...solls nat. nicht grad ein ort sein wo immer autos hineinfahren (in skandinavischen ländern solls ja sogar ne art trollbeauftragte geben... , ist man am fasten ist´s vielleicht auch besser sich nicht grad neben nen unerwünschten geist zu platzieren, und meinst Du ,daß die bestimmten orte auch wetterverhältnisse anziehen !?
im feng shui bereich ,was mir durch eigenes erleben als ,in vielerlei hinsicht,sinnvoll erscheint,gibt´s ja den bagua-kompass ...ist das auch eine geomantie sache? (ps:nur gott ist allwissend !),(hatte leider noch keine zeit mich einzuarbeiten,obwohl so ein teil nebst x-beliebiger literatur zur verfügung...)
Was mir gefallen hat , war die aussage ,daß jeder frage die antwort schon innewohnt,und weils paradox klingt bin ich geneigt es zu glauben. Das wäre sozusagen die antwort auf alle fragen.
rk999 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2006, 20:04   #10
rk999
Grünschnabel
 
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Standard pendel

...es ist schon, und immerwieder, erstaunlich wie sich alles zusammenfügt...
danke ,wofür auch immer ... .) und ´nen lg
rk999 ist offline   Mit Zitat antworten
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