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Naturphänomene Kurioses und Rekorde aus der Tier- und Pflanzenwelt, atmosphärische und andere Naturschauspiele, verändertes Verhalten von Tieren ...

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Alt 29.11.2005, 08:55   #1
WhizZLe
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Standard Harmloses Monster

Zitat:
Der Mythos Treibsand ist entschlüsselt
Treibsand ist doch kein bodenloses Monster, in dem Menschen auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Im Gegenteil: Seine Eigenschaften verhindern sogar ein vollständiges Versinken, berichten niederländische Wissenschaftler im Magazin Nature.

Treibsand besteht zum größten Teil aus Sand und Wasser. Vor allem der Wasseranteil ist für ein Einsinken verantwortlich, denn dadurch liegt der Sand sehr locker und trägt kaum Gewicht. Allerdings ist der Effekt nicht so stark, wie es manche Filme Glauben machen wollen. "Jedermann denkt dank Hollywood, dass man vom Treibsand verschluckt werden kann", sagt Professor Daniel Bonn, Physiker von der Universität Amsterdam.

Bonn hat zusammen mit seinem Team die Viskosität von Treibsand untersucht. Dessen Geheimnis ist, dass sich sein Zustand je nach Belastung verändert. "Wenn man auf den Sand tritt, geht er von einem nahezu festen in einer flüssigen Zustand über." Als Modelle für Personen dienten dabei Aluminiumleisten.

Die Forscher konnten etwa den Trick als Humbug entlarven, sich an einem Ast aus dem Treibsand zu ziehen. Wenn man einsinkt, verdichtet sich der Sand um die Füße. Um sich wieder zu befreien, muss der Gefangene Kräfte aufbringen, als würde er ein mittelgroßes Auto anheben.

Aber keine Angst. Die Forscher sagen, dass man nur bis zur Hälfte einsinken wird
Natur+Kosmos

Also Kinder, ihr dürft wieder in die Sandkiste...
__________________
Es gibt keine Schildkröten...
Was ist der Unterschied zwischen einer Ente?
Alle wollen ein Stück vom Kuchen aber du darfst nicht mal am Teller lecken...
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Alt 29.11.2005, 22:30   #2
Yefimko
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Beiträge: 317
Standard

naja, ob ersticken oder erfrieren...beides net sooo dolle...

und was ist mit den Menschen, die, erwissener Massen, im Treibsand erstickt sind?
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Alt 30.11.2005, 09:57   #3
Mafloni
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entweder, das ist eine erfindung des fernsehns, dass man im treibsand versinkt oder es gibt verschiedene arten von Treibsand (Treibsände, oder Treibsänden, weiß nicht wie man das wort konjugiert )
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Alt 30.11.2005, 11:54   #4
gumpensund
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Standard

Ob man darin versinkt und wie flott das geht
hängt von jeder Menge Umstände ab.

Entscheidend sind ua :

+ die Mächtigkeit der Schicht
+ sind die Sandkörner rund oder eckig
+ ist die Korngröße gleichmäßig
+ steht das Wasser oder strömt es
+ isses Süßwasser oder salzig

je nach dem sind die Effekte unterschiedlich

+
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Alt 30.11.2005, 12:57   #5
Llewellian
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Der physikalische Effekt, bei dem sich ein Festkörper quasi "flüssig" verhält, lässt sich nicht nur mit Wasser erreichen, auch mit Luft.

Lawinen jeder Art (ob nun mit hausgrossen Steinen, feinem Pulverschnee, pyroklastischer Asche und Lavafetzen oder Sand) sind physikalisch betrachtet einer Flüssigkeit verdammt ähnlich, solange sie fliessen (oder "stürtzen").

Es sind glaub ich schon mehr Leute in der Sahara im trockenen Sand "ertrunken" als in Treibsänden mit Flüssigkeitsspeisung.

Sahara? Jo. Auf der windabgewandten Seite (Lee) wird Sand relativ locker und mit viel Luft angelagert. Es können sich instabile Ablagerungen bilden, die sich meistens selbst sehr schnell senken und abrutschen.

Aber, es kann auch vorkommen, das dem nicht so ist. Und das System "kritisch" bleibt. Da geht man dann eine Düne hoch, sinkt ein bis zur Hüfte und plötzlich kommt der halbe Hang noch ins Rutschen.
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Alt 30.11.2005, 14:44   #6
WhizZLe
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Beiträge: 294
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Zitat:
Treibsand ist nicht trocken, sondern stets nass. Und dass er Menschen und Tiere „verschlingt“, ist tatsächlich ein schlechtes Filmklischee.

Wenn Sand feucht wird, dann wird er zunächst einmal stabiler und fester – deshalb kann man überhaupt Sandburgen bauen. Ab einer bestimmten Sättigung mit Wasser aber kann der Sand unter gewissen Umständen anfangen, sich wie eine Flüssigkeit zu verhalten – das ist Treibsand.
Unter normalen Umständen sinken die Sandkörner in einem derart gesättigten Schlick auf den Boden. Damit sie in der Schwebe gehalten werden, muss eine Kraft auf sie wirken – das kann etwa im Wasser eine Strömung von unten nach oben sein oder auch ein Vibrieren des ganzen Untergrundes bei einem Erdbeben. Dann kann sich ein gerade noch fester Untergrund plötzlich in eine schwammige Masse verwandeln und ganze Häuser einstürzen lassen.

Wem tatsächlich einmal das Missgeschick passiert, in Treibsand zu geraten (oder auch in frischen Beton zu plumpsen), der muss hauptsächlich Ruhe bewahren. Die „Flüssigkeit“ ist nämlich etwa doppelt so dicht wie Wasser und trägt daher den menschlichen Körper sehr gut. Allenfalls panisches Gezappel kann dazu führen, dass man tiefer einsinkt – den gefürchteten „Sog“ gibt es nicht. Wer langsame Paddelbewegungen macht und sich auf den Rücken legt, der kann auf dem Treibsand treiben und sich schließlich befreien.
Quelle:
Die Zeit

Zitat:
Treibsand ist eine Suspension aus Wasser und Sand. Dabei sind die Sandkörner sehr lose aufeinander gestapelt, so dass sie leicht übereinander hinwegrutschen können. Daher scheint Treibsand zwar fest zu sein, ist aber vom Verhalten eine besondere Flüssigkeit, ein so genanntes nicht-Newtonsches Fluid.

Die lose aufeinander gestapelten Sandkörner halten unter ungestörten Bedingungen noch auf Grund der Reibung aufeinander. Da die Reibungskräfte aber wegen der guten Schmierung durch das Wasser sehr gering sind, reichen kleine Störungen aus, um die Sandkörner verrutschen und die Masse sehr beweglich und flüssig werden zu lassen.

Diese Störungen sind häufig Schritte, die den Boden erweichen lassen. In größeren Maßstäben können auch Erdbeben den Boden erweichen, wodurch ganze Häuser versinken können.

Normalerweise ist Treibsand instabil. Kleine Erschütterungen sorgen dafür, dass die Sandteilchen eine bessere, dichtere Lage einnehmen und darüber dann das überschüssige Wasser stehen bleibt. Daher findet man Treibsand nur an Stellen, wo der Sand vor kurzem umgelagert wurde, also zum Beispiel an Bächen oder am Strand. Längere Zeit stabil bleibt der Treibsand dort, wo Wasser durch Quellen austritt: Das ständig nachdrängende Wasser hält die Sandkörner in der Schwebe.

Beispiel

Wo man schön den Treibsand und dessen Instabilität beobachten kann, sind Sandbilder. In dem frisch heruntergerieselten Sand sind noch größere Mengen Wasser eingeschlossen. Wenn man gegen das Sandbild klopft, verdichtet sich der Sand. Wenn man stattdessen das Sandbild nach links und rechts kippt, sieht man, wie flüssig der Sand noch ist. Bei diesen Verlagerungen verdichtet sich der Sand aber zunehmend.

Die häufigsten Irrtümer

Treibsand steht (durch Kinofilme) in dem Ruf, besonders gefährlich zu sein. Lebewesen würden in den Sand hineingesogen, so dass sie darin ersticken müssten. Dies ist jedoch falsch: Man sinkt hauptsächlich durch eigenes Strampeln ein, durch die hohe Dichte des Treibsandes kann man aber nicht untergehen, man schwimmt besser als in Wasser. Wenn man sich hingegen still verhält und sich nicht unnötig bewegt, sinkt man ungefähr bis zur Hälfte seines Körpers ein. Allerdings kann es schwierig bis unmöglich sein, sich selbst ohne fremde Hilfe wieder zu befreien. Es ist jedoch sehr gefährlich, sich im Treibsand eines Wattes aufzuhalten, da man durch die folgende Flut ertrinken kann.

Befreiung aus dem Treibsand

Sollte man mit den Beinen im Treibsand stecken bleiben, sollte man sich zunächst vollkommen auf ein Bein konzentrieren. Dazu sollte man das Gewicht auf das andere Bein verlagern und dann das Bein durch Rütteln vollkommen befreien. Dann sollte man den Vorgang mit dem anderen Bein wiederholen. Gefährlich ist es, sich durch festes Ziehen an einem Bein zu befreien zu versuchen, da man dann das andere Bein tiefer in den Treibsand drückt. Heftiges Strampeln kann allerdings zu einem weiteren Einsinken in den Treibsand führen. Die sicherste Möglichkeit ist also, bewegungslos zu verharren, da der Sand nach einiger Zeit zur Ruhe kommt und der Körper leicht aufgetrieben wird.
Quelle:
Wikipedia
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WhizZLe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2006, 21:59   #7
xilona100
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Beiträge: n/a
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Hi Leute,Canus heißt hundeartig,und Lupus heißt Wolf,also nix toter Hund.
L.G.xilona100
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