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Alt 25.06.2005, 20:20   #1
Sajuuk
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Moin
Zitat:
"Deep Impact" schickt Bilder
Zwei Wochen vor dem geplanten Frontalzusammenstoß im Weltall hat die Nasa-Sonde "Deep Impact" erste Bilder von ihrem Ziel, dem Kometen Tempel 1, zur Erde gefunkt.

Der aus einer Entfernung von rund 18 Millionen Kilometer aufgenommene Komet habe einen Kern von rund 14 mal fünf Kilometern und sei von riesigen Wolken aus Staub und Gas umgeben, teilte die Universität von Maryland am Dienstag in College Park mit. Anhand der gemessenen Rotation könne außerdem bereits herausgefunden werden, an welcher Stelle der Komet bei dem Zusammenstoß getroffen werde.

Ein etwa kühlschrankgroßes und kupfernes Projektil der Nasa-Sonde "Deep Impact" soll zum Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli in der Oberfläche von Tempel 1 einschlagen. Wissenschaftler rechnen damit, dass von dem 327 Kilo schweren Geschoss ein Krater bis zur Größe eines Fußballstadions und von der Tiefe eines 14-geschossigen Hauses in die Oberfläche gerissen wird. Tempel 1 und "Deep Impact" rasen nach Nasa-Angaben mit einer Geschwindigkeit von rund 37 000 Stundenkilometer aufeinander zu. Durch den Aufschlag wird der Komet so erhellt, dass er auch von der Erde mit einem Fernglas zu sehen sein wird.

Die Nasa erhofft sich von der Mission erstmals einen Blick in das Innere eines Kometen. Außerdem wird bei dem Aufschlag Urmaterial aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems freigesetzt.
Quelle

Das gibt ein Bumms.

Gruss:Kuun-Laan
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Alt 27.06.2005, 17:35   #2
Sajuuk
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Moin
Nachtrag:
Zitat:
Krater von der Größe eines Stadions
Dabei wird nach Erwartungen der NASA ein Krater von der Größe eines Stadions entstehen, der dann mit Hilfe der Weltraumteleskope Hubble und Chandra untersucht werden soll. Instrumente an Bord der Sonde sollen außerdem die aus dem Loch geschleuderten Materien analysieren. Die Wissenschaft erhofft sich von der Mission, die nach dem Kinofilm "Deep Impact" über einen auf die Erde zusteuernden Kometen benannt ist, wichtige Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems vor rund 4,5 Milliarden Jahren.

Voraussetzung für erfolgreiche Untersuchungen ist, dass das "Geschoss" die Sonnenseite des Kometen trifft: Andernfalls können Chandra, Hubble und auch ein neuartiges, extrem scharfes Teleskop an Bord der "Muttersonde" nicht die erhofften sensationellen Bilder liefern. Der Sonde selbst bleiben für das Fotografieren nur etwa 20 Minuten Zeit: Sie muss rasch das Weite suchen, um dem erwarteten Wirbel von Gestein, Staub und Eis nach der Kollision auszuweichen.

Bei früheren Missionen hatte die NASA nur die Oberfläche von Kometen erforscht. Diese Außenhülle ist jedoch unter anderem durch die starke Sonneneinstrahlung beeinflusst, denen die Schweifsterne auf ihrer Bahn ausgesetzt sind. Im "Kern" des Kometen, der vom gebürtigen deutschen Astronomen Ernst Wilhelm Leberecht Tempel im 19. Jahrhundert entdeckt wurde, könnten dagegen die ursprünglichen Bausteine für unser Sonnensystem konserviert sein.
Quelle

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Alt 02.07.2005, 12:33   #3
opferstock
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Falls das für uns hier ungefährlich ist

(Ablenkung durch Explosion und dann Kurs auf Erde)

GEIL
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Alt 04.07.2005, 06:53   #4
Beld
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Heute um 7.52 Uhr deutscher Zeit wird es bumms machen. Na dann wollen wir doch mal hoffen das alles gut geht und wir bald die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest geklärt haben
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Alt 04.07.2005, 10:34   #5
Todes-Trader
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"Deep Impact"-Projektil schlägt auf Kometen ein

Paris (dpa) - Das Projektil der NASA-Sonde "Deep Impact" ist am Montag früh um 0752 MESZ auf dem Kometen "Tempel 1" eingeschlagen. Der Fernsehdienst der US-Weltraumbehörde NASA zeigte erste Bilder von dem spektakulären Aufprall des Geschosses.

Weltweit hoffen Astronomen auf einzigartige Erkenntnisse über das Innere des Kometen, denn der gewollte Zusammenstoß dürfte einen tiefen Krater gerissen haben.


Im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Kalifornien brach daraufhin Jubel aus. "Wir haben das Geschoss genau dort, wo wir es haben wollten", sagte ein begeisterter NASA-Sprecher. Die von der Muttersonde gemachten Bilder erreichten die Erde früher als erwartet.


Schon zehn Minuten nach dem Aufprall des Geschosses lieferte auch die europäische Raumsonde "Rosetta" erste Daten zur Erde. "Rosetta" war zu diesem Zeitpunkt nach Angaben eines Sprechers des europäischen Raumfahrtkontrollzentrums ESOC in Darmstadt "nur 80 Millionen Kilometer von "Deep Impact" entfernt". Wie der Sprecher weiter mitteilte, hatte die NASA die Europäer offiziell um Unterstützung bei der Mission gebeten.


Die Europäische Weltraumorganisation ESA verfolgte den Zusammenstoß zudem mit dem Röntgenstrahlen-Observatorium XMM-Newton. Auch das Weltraumteleskop Hubble war auf den Aufschlag ausgerichtet, ebenso alle sieben von der Europäischen Südsternwarte ESO an ihren Standorten in Chile. Sie verfügen im Infrarot- und im optischen Bereich über die besten Instrumente auf der Erde

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist ein solcher absichtlicher Aufprall inszeniert worden. Die NASA hatte das Ereignis in 133 Millionen Kilometer Entfernung pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag als eine Art "himmlisches Feuerwerk" geplant, das die Kamera der Muttersonde aus sicherer Entfernung festhalten sollte

Quelle:

http://www.gmx.net/de/themen/nachric...9641Jni4s.html

Bilder gibts hier:

http://www.extrasolar-planets.com/ne...2005062501.php



This image from NASA TV shows the nucleus of comet Tempel 1 from Deep Impact's flyby's high-resolution imager.

//edit Admin
Bild wg. Größe durch Link zum Bild ersetzt: http://deepimpact.jpl.nasa.gov/gallery/jpg/imp_mri.jpg
//

This image of Deep Impact's impactor probe was taken by the mission's mother ship, or flyby spacecraft, after the two separated at 11:07 p.m. Pacific time, July 2 (2:07 p.m. Eastern time, July 3). The impactor is scheduled to collide with comet Tempel 1 at 10:52 p.m. Pacific time, July 3 (1:52 a.m. Eastern time, July 4). The impactor can be seen at the center of the image.

Quellen der letzten 2 Bilder:

http://deepimpact.jpl.nasa.gov/home/index.html#

:-)
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Alt 04.07.2005, 15:02   #6
Beld
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Huch wir leben ja noch!

Also ich finde die Mission sehr interessant, bin mir aber fast sicher das dahinter mehr steckt als nur ein kosmisches Feuerwerk und Aufnahmen von den Innereien eines Kometen. Ich vermute, die Nasa Wissenschaftler wollten herausfinden, ob sie Kometen treffen können und wie die Wirkung ist. Aus den Ergebnissen könnte man dann Technologien entwickeln oder verbessern, um im Falle eines Himmelskörpers auf Crashkurs mit der Erde, reagieren zu können.

Durch die hohe Entfernung, wird es, so denke ich, schwierig sein irgendwelche Details im Inneren zu erkennen, denn ein Stadiongroßer Krater ist in einer solchen Entfernung nur ein winziger Punkt, wie man ja auch an den Fotos der Explosion sehen kann.

Jedenfalls wird das Feuerwerk wohl nicht nur von der Erde aus gesichtet worden sein
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Alt 04.07.2005, 15:29   #7
RedneX
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@ Beld

Ja da steckt bestimmt mehr dahinter. Diese Resultate dürften natürlich auch die Militärs interessieren.

Kostete ja auch nur ein Trinkgeld von schlappe 450Mio da steckt sicherlich gerne jederman die Nase in das Projekt
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Alt 04.07.2005, 15:45   #8
Beld
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Und das die Bevölkerung über solche Pläne und Forschungsziele nicht informiert wird ist klar, denn sonst würde wahrscheinlich Panik ausbrechen, da dann tolle Klatschblätter wie die "Bild" morgen auf der Titelseite stehen haben würden: "Armagedonn in Sicht?" oder ähnliches.

Wahrscheinlich steckt auch die Stationierung von Weltraumwaffen mit hinter dem Projekt, denn die Gefahr von Asteroiden oder Kometeneinschlägen besteht ja schon lange.

Aber letztlich geschieht dies dann ja alles zu einem guten Zweck
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Alt 04.07.2005, 15:56   #9
Sajuuk
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Moin
Einen Partikelbeschleuniger nehmen (die gigantischen Dinger unter
der Erde die Atome beschleunigen) ihn in einer Projektilwaffe
umbauen und damit ein Projektil abfeuern dass einige Tonnen
wiegt.
Ich weiss ist mehr Fantasie als Real, würde einen Kometen aber
mit Sicherheit durchschlagen.

Gruss:Kuun-Laan
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Alt 04.07.2005, 16:33   #10
Llewellian
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Und genau das ist das Problem: Durchschlagen.

Durchschlagen bringt nix.

Deswegen ist Munition ja auch aus Blei oder Weichkupfer.

Ein Wolframkarbidgeschoss (jetzt mal die Highspeed Geschosse gegen Menschen abgesehen) bringt gegen einen Menschen relativ wenig.

Geht glatt durch, macht kaum Schaden.

Ein Kupfer oder Bleigeschoss pilzt auf, überträgt die Kinetische Energie optimal und erzeugt grösstmöglichen Schaden.

Darum auch beim Kometen ein Kupfergeschoss.

Und nebenher ist der Effekt, das Kupfer nicht auf Kometen vorkommt und man die Staubwolke und deren Emissionsspektrallinien schön vermessen kann ohne auf Linien achten zu müssen, die vom Geschossmaterial kommen.


Noch was:

Jupp, ist Fantasie, bleibt Fantasie.

Warum? Ganz einfach: Einen riesen Railgun Beschleuniger von der Grösse des Cern kann man nicht orbitgestützt bauen.

Der muss auf dem Boden stehen.

Nachteil: Jegliches Geschoss würde vor der Mündung verdampfen - Reibungshitze in der Atmosphäre. Das ist auch der Grund, warum durchaus auch grössere Meteoriten oben zerplatzen (oder wie das letzte Spaceshuttle einfach verglühen) - Nichts hält einer Gasreibung stand wenn es mit 37.000 km/h in die Atmosphäre eintritt, völlig egal aus welchem Material besteht.
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