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Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

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Alt 24.06.2005, 18:51   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Standard Stromausfälle

Entweder ist's ein Produkt selektiver Wahrnehmung, oder "seltsame" Stromausfälle nehmen tatsächlich zu....

Mal so 'n kleiner Überblick hier im Forum dazu (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

- Stromausfall in den USA und Kanada
- Der Stromausfall am 2.9.2004 in der Eifel
- STROMAUSFALL, GANZ Italien liegt im Dunkeln
- Stromausfall In Schweden Und DÄnemark
- stromausfall ursache neu betrachtet

Oder auch dieser Gedankengang: Globaler Stromausfall

Und nun dies in der Schweiz.
Zitat:
Mittwoch 22. Juni 2005, 18:55 Uhr
Schweizer Bahnverkehr wegen Strompanne zusammengebrochen

Bern (dpa) - Wegen einer Strompanne ist der gesamte Bahnverkehr in der Schweiz zusammengebrochen. Alle Züge stehen nach Angaben eines Sprecher der Schweizerischen Bundesbahnen still. Es habe sich ein «Spannungsproblem» im gesamten Netz ausgebreitet. Die Ursache für die in ihrem Ausmaß «absolut außergewöhnliche» Panne sei noch nicht bekannt.
(Quelle: Yahoo)

Sonnemäßig war allerdings am 22.6. gegen 18:00 nix los... soweit ich das überblicke.
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 25.07.2006, 17:19   #2
Acolina
Hausdrachen
 
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Standard

Auch dieses Jahr gehts weiter mit spektakulären Stromausfällen ...

Zitat:
21. Juli 2006

Nationalgarde evakuiert Teile von St. Louis

Nach einem Stromausfall inmitten brütender Hitze ist die US-Nationalgarde in St. Louis im Bundesstaat Missouri ausgerückt, um betroffene Einwohner in öffentliche Gebäude zu bringen. Dort funktionieren noch die Klimaanlagen. [...]
(Quelle)

Zitat:
22. Juli 2006

Mysteriöse Stromausfälle in New York

Den fünften Tag in Folge mussten bis zu 100.000 Einwohner von New York am Freitag ohne Strom auskommen. Der Grund für die Panne steht nach Angaben der Versorgungsbetriebe bislang nicht fest. [...]

Der Stromausfall hatte am Montag zunächst nur wenige Bezirke in Queens getroffen. Auch Teile des Flughafens LaGuardia waren mehrfach ohne Strom. Auch mehrere hundert Unternehmen sind betroffen. [...]

Kollaps nach Rekord-Stromverbrauch
Mehrere Hochleistungsleitungen waren am Montag ausgefallen, kurz nachdem der Elektrizitätsverbrauch in New York einen neuen Höchststand erreicht hatte. In den folgenden Tagen kam es zu weiteren Ausfällen. Am kritischsten war die Lage laut CNN am Mittwoch, als bei hohen Lufttemperaturen zehn von 22 Leitungen in Queens gleichzeitig zusammenbrachen.
(Quelle)

Zitat:
23. Juli 2006

"Außergewöhnlicher" Stromausfall in New York

Zehntausende New Yorker müssen nach dem Stromausfall vom vergangenen Montag auch zu Beginn der neuen Woche noch ohne Strom auskommen. Das Ausmaß der Schäden im unterirdischen Leitungsnetz des Energieunternehmens Con Edison ist weit größer als zunächst angenommen. Bürgermeister Michael Bloomberg rechnete damit, dass die Stromversorgung im Stadtteil Queens erst in den kommenden Tagen wieder voll hergestellt sein wird.

Abgeordnete aus Queens riefen Gouverneur George Pataki dazu auf, den Stadtteil zum Notstandsgebiet zu erklären und damit den Weg für Bundeshilfen freizumachen. In einer wohlhabenderen Gegend wäre dies längst passiert, kritisierte der aus New York stammende Kongressabgeordnete Joe Crowley am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Versorger entschuldigt sich
Der Chef von Con Edison, Kevin Burke, äußerte sich am Samstag erstmals öffentlich zu dem Energieausfall und entschuldigte sich bei den betroffenen Kunden für die Unannehmlichkeiten. Er sprach von einem beispiellosen Versagen des Leitungsnetzes. "Es handelt sich wirklich um ein sehr außergewöhnliches Ereignis, etwas, was ich noch nie zuvor erlebt habe", sagte Burke. "Ich weiß bis jetzt immer noch nicht, was geschehen ist." [...]

Um die Reparaturarbeiten zu beschleunigen, waren nach Angaben von Bürgermeister Bloomberg mittlerweile Einsatzteams aus anderen Teilen der USA unterwegs nach New York. Arbeiter legten bereits an zahllosen Stellen die unterirdischen Kabel frei und prüften jede Leitung, wie der Bürgermeister mitteilte. Dabei seien größere Schäden am Leitungsnetz entdeckt worden als vermutet. "Sie waren wirklich überrascht", sagte Bloomberg am Samstag.
Enorme Schäden an Kabeln
Der Schaden an den unterirdischen Einrichtungen in Queens sei enorm, sagte ein Sprecher des Energieunternehmens, Mike Clendenin. Unter anderem seien Kabel und Transformatoren durchgeschmort. [...]

Con Edison hatte bis zum Wochenende immer noch keine Erklärung, weshalb es am vergangenen Montag inmitten einer Hitzewelle in New York zu dem Stromausfall kam. Klar ist nach Angaben von Con-Edison-Chef Burke nur, dass eine Reihe von Verteilerkabeln versagten.
(Quelle)


Ich frage mich nun allerdings, was daran so mysteriös ist. Es scheint mir eher ein Zeichen, wohin Privatisierung(swahn) und restlos kurzsichtige Gewinnmaximierung auf Deibel komm raus führen. Und zeigt uns auch unsere Zukunft hier, man denke nur an die zusammenbrechenden Hochspannungsmasten letzten Winter ...
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Alt 25.07.2006, 17:29   #3
Sajuuk
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Enweder die Energieunternehmen haben nicht mitbekommen das ihre Leitungen
überlastet waren. (finde ich sehr unwarscheinlich)

Oder sie haben es mitbekommen, aber das Netz so gelassen wie es ist, in der Hoffnung,
dass es gut geht, anstatt es auszubauen. Weil sie Geld einsparen wollten. ( eher warscheinlich, korruption eben)

Oder das Netz wurde durch einen EMP-Stoss beschädigt und lahmgelegt.
Obwohl ein ausreichend starker EMP-Stoss bis jetzt nur durch die zündung
einer Atombombe in der Atmosphäre zu erreichen wäre. Soweit ich weiss. (Naja...)

Sucht euch etwas aus.

Gruss:Kuun-Laan
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Sei frei wie ein Vogel, sei stolz ein wie ein Adler, und geniesse das Leben.
So wie du bist, denn jeder ist für sich ganz was besonderes.
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Alt 25.07.2006, 19:25   #4
basti_79
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Der Bedarf nimmt seit Jahren zu, das Angebot stagniert. Wenn's mal irgendwo nicht langt, muß man Strom über weite Strecken transportieren, und das ist sehr schwierig. Und wenn da mal etwas schiefgeht, dann auch gerne gleich Richtig. Folge: mehr und größere Stromausfälle.

Hat nichts mit der Sonne zu tun, hat nichts mit UFO's zu tun, und auch nichts mit Atombomben. Ganz. Normale. Stromausfälle.

Wenn ihr wollt, dass das aufhört, tretet euren Abgeordneten in den Hintern, dass sie mal über Probleme reden, statt immer nur Grütze zu sabbeln. Das letzte Mal, als ich meinen gesehen habe, bestand dessen Energiepolitik daraus, zu versuchen, eine Parole wie "Atomkraft abschaffen!" durch dummes Grinsen mit Inhalten zu füllen. Wen wunderts: Geistes"wissenschaftler" = Berufsdummsülzer. Völlige Inkompetenz der Entscheider auf der gesamten Linie ist letzten Endes die Ursache für Stromausfälle.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 25.07.2006, 21:50   #5
HaraldL
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Einen EMP hätten auch Radioastronomen und Amateurfunker registriert!
So was kann man nicht verheimlichen!

In New York möchte ich sagen lag die Schuld am maroden Stromnetz: es ist weit bekannt, daß der Zustand der Stromnetze in den meisten Teilen der USA schlechter ist als in den ärmsten Gebieten Europas!
In vielen amerikanischen Städten herrscht ein wahres Kabelgewirr! Transformatoren für die unterste Spannungsebene werden auch in Städten auf Holzmasten montiert und selbst Hochspannungsleitungen für 345000 Volt hängen auf Holzmasten!
(In Europa werden Holzmaste praktisch nie für Leitungen mit Spannungen über 50kV verwendet und Transformatorstationen für die untersten Spannungsebenen sind in geschlossenen Ortschaften fast immer in kleinen Häuschen untergebracht)
Außerdem werden Energieversorgungsunternehmen in den USA noch viel weniger vom Staat kontrolliert als in Europa!
In Europa ist das Stromnetz sehr einheitlich gestaltet. So reicht das mitteleuropäische Verbundsystem von Portugal bis Polen und von Dänemark bi Sizilien. Innerhalb dieses Gebiets ist Energieaustausch leicht möglich.
In den USA gibt es mehrere Teilverbundsysteme, welche über teure und in der Leistung stark begrenzte Stromrichter (HGÜ-Kurzkupplungen) miteinander verknüpft sind, so daß landesweiter Energieaustausch erschwert ist.
Schon absurd, daß der Austausch elektrischer Energie in den USA schlechter funktionert als in Europa!
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Alt 26.07.2006, 09:43   #6
perfidulo
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Nicht absurd, sondern eine logische Folge der Privatierung.
In Europa wurde, auch aus Angst vor den Russen, eine nationale Strompolitik verfolgt, mit hohem Wert auf Ausfallsicherheit und definierten Schnittstellen zu den Nachbarländern.
Inzwischen wurde der Strommarkt liberalisiert, wie es so schön heißt, und dann mußte sofort eine Netzagentur geschaffen werden, die das Chaos bändigt.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Strom in Netzen ist ein natürliches Monopol, wenn man nicht mehrere Netze parallel betreiben will und individuelle Gewinnsucht führt nicht zu mehr Stabilität und Versorgungssicherheit (wie es die Liberallalas vorgaukeln)
Die Lösung kann nur darin bestehen, lokale Strukturen in Form unabhängiger Stadtwerke mit eigenen Kraftwerken wieder zu stärken. Genau diese wurden in den letzten Jahrzehnten systematisch kaputtgemacht. Diese können zumindest die Grundversorgung sichern, auch wenn das große Netz zusammenbricht.
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Alt 26.07.2006, 12:40   #7
HaraldL
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Allerdings würde dies ein Verbundsystem natürlich nicht entbehrlich machen, denn auch die Kraftwerke der Stadtwerke können ausfallen.

Im Übrigen sollten wir hier auch die Stromausfälle nach verschiedenen Kategorien ordnen:
- Ausfälle wegen nachweislich schadhafter Betriebsmittel
- Ausfälle wegen Überlastung
- Ausfälle, bei denen es anscheinend keine Ursache gibt

Ausfälle der ersten Kategorie können durch Wartung der Betriebsmittel weitgehend verhindert werden. Allerdings können diese nach Extremereignissen (Sturm, Erdbeben, Vereisungen) auch in gut gewarteten Netzen nicht gänzlich ausgeschlossen werden

Ausfälle der zweiten Kategorie deuten darauf hin, daß im betroffenen Gebiet das Stromnetz leistungsfähiger gemacht werden muß

Ausfälle der dritten Kategorie sollten sich durch geeignete Betriebsführung der Netze weitestgehend auf ein kleines Gebiet beschränken lassen. Natürlich dürfte dieses wenn das Stromnetz überlastet, nicht richtig ausgebaut oder in schlechten Zustand ist, nicht immer gelingen.

Ob sich großflächige Stromausfälle verhindern lassen, hängt in kritischen Situationen häufig auch vom Verhalten des Personals in den zentralen Schaltwarten ab.

Bezüglich mysteriöser Stromausfälle: ein solcher dürfte am ehesten dann vorliegen, wenn in einen guten Netz zu einem Zeitpunkt, an dem definitiv keine Unwetter oder sonstige zerstörerischen Ereignisse herrschten, keine Arbeiten an Leitungen durchgeführt werden und die Netzlast niedrig ist, der Strom ausfiel und es keine sichtbare Ursache gab!
Auch dann dürften am ehesten Fremdkörper Kurzschlüsse zwischen Leiterseilen verursacht haben, wobei allerdings sogenannte Wischerrelais nach solchen Ereignissen stets überprüfen, ob die Kurzschlußquelle noch da ist und wenn sie nicht mehr da ist, sofort die Leitung wiedereinschalten!
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Alt 26.07.2006, 15:05   #8
Llewellian
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@Harald:

Gibt auch noch Stromausfälle durch "ausserirdischen" Einfluss. Allerdings hat das nix mit Aliens zu tun, sondern vielmehr mit unserer guten alten Sonne.

Kommt in Regionen wie Kanada, Alaska, Norwegen, Nordrussland bis Schweden immer wieder mal vor. Kann in seiner Auswirkung klein- und grossflächig vorkommen.

Gerade du als Funker kennst "Sonnenstürme" ganz bestimmt....

"mal alte Nachricht rauskram" - DPA vom Nov 2003:

Sonnensturm verursacht Stromausfall in Schweden - Japan verliert Kontakt zu zwei Satelliten
- Stärkste Polarlichter seit 20 Jahren

Der heftige Sonnensturm, der derzeit die Erde trifft, hat offenbar einen Stromausfall in Malmö verursacht. In der südschwedischen Stadt gingen am Donnerstag in 20.000 Häusern für etwa eine Stunde die Lichter aus, wie der Stromversorger Sydkraft am Freitag mitteilte. Die geomagnetische Wolke sei die wahrscheinlichste Erklärung für die Störung, hieß es. Japan verlor vermutlich durch von dem Sonnensturm verursachte Schäden den Kontakt zu einem seiner Satelliten. Die Suche nach Midori-2, der der Erdbeobachtung diente und zu den größten Satelliten im All zählte, sei abgebrochen worden, teilte die japanische Raumfahrtbehörde am Freitag mit.
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Alt 26.07.2006, 15:32   #9
perfidulo
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Zitat:
Allerdings würde dies ein Verbundsystem natürlich nicht entbehrlich machen, denn auch die Kraftwerke der Stadtwerke können ausfallen.
Gegen ein Verbundsystem ist nichts zu sagen. Wenn es dazu dient, lokale Überschüsse oder Nachfrage auszutauschen.
Nur die Philosophie des europäischen Netzes ist ganz anders. Wenige zentrale Großkraftwerke sollen die Hauptlast liefern. Kleine Kraftwerke stören dabei nur. In den letzten Jahrzehnten wurden fast alle Industriekraftwerke abgeschaltet, die hocheffizient Prozeßwärme (Dampf) und Strom produziert hatten.
Man argumentierte, daß Strom aus dem Netz billiger sei und Dampf kann man mit billigem Heizöl oder Erdgas machen.
Ein tragischer Irrtum und nun wird die Kraft-Wärme-Kopplung wieder aktiviert. Nur die Leute, die Stromnetze berechnen, können damit nicht umgehen und halten das für ein Werk des Teufels: Blindströme, Frequenzen müssen im ganzen Verbundnetz harmonisiert werden. Sie machen schon einen Aufstand, wenn man eine Photovoltaikanlage mit ein paar Watt anschließen will.
Bei kleinen Leistungen, und nur um die geht es, können Netze über Gleichstromverbindungen rückwirkungsfrei gekoppelt werden. Für die Hausversorgung würden es in den meisten Fällen 24 V Gleichstrom tun. Die 230 V stammen aus einer anderen Epoche, als es keine anderen Lösungen gab.
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Alt 26.07.2006, 21:18   #10
HaraldL
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Auch große Leistungen können zwischen verschiedenen Stromnetzen über Gleichstromverbindungen ausgetauscht werden. Diese Technik heißt "Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung" (mehr dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/HG%C3%9C ).
Sie wird in Europa zum Beispiel für den Austausch elektrischer Energie zwischen Mittel- und Nordeuropa eingesetzt.


Freileitungsabschnitt der HGÜ "Baltic-Cable". Diese Leitung, welche dem Energieaustausch zwischen Schweden (Stromrichterstation Kruseborg) und Deutschland (Stromrichterstation Lübeck-Herrenwyk) dient, besteht aus einem 250 km langen Erd- und Seekabel und einen 12 Kilometer langen Freileitungsabschnitt in Schweden. Die Betriebsspannung beträgt 450 kV, die maximale Übertragungsleistung 600 MW. Weitere Informationen auf http://de.wikipedia.org/wiki/Baltic-Cable
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