:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Erde, Weltraum & Forschung > Raumfahrt

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 18.08.2002, 21:17   #1
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 2.841
Standard Terraforming der Venus

Eigentlich: wie steht es mit der Möglichkeit die Venus in eine bewohnbare Welt umzuwandeln? Gewiß dieser Planet ist mit seiner Kohlendioxidatmosphäre mit 90 bar Druck und einer Oberflächentemperatur von 480 Grad Celsius der ungastlichste der erdähnlichen Planeten, doch könnte ich mir eine Möglichkeit auch diesen Planeten in eine zweite Erde umzuwandeln.
Hierzu müßte man durch gigantische Explosionen die Atmosphäre der Venus langsam ausdünnen. Diese Explosionen würde ich wie folgt bewekstelligen: man läßt zwei Kleinplaneten in ca. 20 bis 30 km über der Venusoberfläche frontal zusammenstoßen. Die gigantische Druckwelle dieser Explosion, die weitaus stärker wäre als die, die die Dinosaurier auslöschte, würde Teile der Atmosphäre der Venus ins All schleudern und einen nuklearen Winter auf der Venus verursachen. Auch das beste Treibhaus versagt irgendwann, wenn kein Licht mehr hinenfallen kann!
Und die hohen Temperaturen auf der Venus sind Folge dieses Treibhauseffekts!
(Ein Treibhauseffekt entsteht ja dann, wenn Energie in Form von Licht einfallen kann und nur noch schlecht in Form von Wärme abfließen kann. Wenn keine Energie mehr von außen zugeführt wird, dann setzt eine langsame Abkühlung ein)
Als Kleinplaneten würde ich zwei von den äüßersten Minimonden des Jupiters nehmen, die ich mit einem Materiebeschleuniger mittels einiger Swing - by - Manöver am Jupiter auf polare Umlaufbahnen um die Sonne bringen möchte (einer soll über den Sonnennordpol, der andere über den Sonnensüdpol fliegen). Ihr Kollisionspunkt soll genau in der Venusatmosphäre etwa 10 km bis 70 km über der Oberfläche liegen.
(Da die äußersten Jupitermonde nicht stark gravitativ an den Jupiter gebunden sind, dürfte dies mit der entsprechenden Technik durchaus gelingen)
Die Materiebeschleuniger würden unterwegs den Kurs der umgelenkten Asteroiden korrigieren, so daß der Kollisionspunkt in der Venusatmosphäre genau eingehalten werden könnte.
Beide Körper würden in der Venusatmosphäre mit 80 Kilometern in der Sekunde zusammenstoßen und dabei eine gigantische Explosion verursachen, bei der sicherlich Teile der Venusatmosphäre (vielleicht sogar als Diamanten entstanden aus dem Kohlendioxid der Atmosphäre durch den hohen Druck der Explosion) ins All geschleudert würden.
Wichtig ist, daß hierbei die Kruste der Venus nicht durchschlagen werden darf, weil dann ggf. neue Treibhausgase freigesetzt werden könnten (deshalb die Explosion in der Atmosphäre).
Würde man dies mehrere Male machen ("Munition" ist genug da, es gibt sehr viele kleine Juptermonde, die sich auf Umlaufbahnen weit entfernt vom Jupiter bewegen und deshalb leicht in andere Bahnen umgelenkt werden könnten und viele Trojaner), dann würde über kurz oder lang der Treibhauseffekt der Venusatmosphäre zusammnbrechen und die Schwefelsäure abregnen.
(Da die Körper des äußeren Sonnensystems auch Eis enthalten, käme durch diese Explosionen auch neues Wasser auf die Venus)
Sie würde mit dem Gestein reagieren, wobei Wasser entstehen würde. In den Wasser würde sich weiteres Kohlendioxid lösen und die Atmosphäre würde weiter ausdünnen.
(Sobald man so etwas wie ein Meer auf der Venus geschaffen hätte, hätten wir gewonnen!)
Jetzt könnte man die ersten Mikroorganismen auf der Venus aussetzen, die sobald der Staub aus der Atmosphäre abgesunken ist mit der Phootosynthese beginnen könnten.
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2002, 19:55   #2
vegetalisto
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Ist vielleicht so der Planet zwischen Mars und Jupiter zerstört worden?

Deine Argumentation ist sehr logisch und auch stichhaltig. Vielleicht haben schon in frühere Zeit "Leute" in diesem Sonnensystem auf dies Weise terra-oder was-auch-immer-forming mit dem ehemaligen fünften Planeten (hihi, da ist sie wieder, die 5) unseres Systems versucht, hatten sich aber verrechnet oder irgentwelche Details nicht beachtet. Das Universum beruht schliesslich auf Trickstergrundlage.
Wenn bei diesem Experiment etwas schief gehen würde und die Explosion die Planetenoberfläche der Venus zu sehr verletzt würde könnte auch die Erde dabei in extreme Mitleidenschaft gezogen werden. Einen zweiten Asteroidengürtel innerhalb der inneren Planeten verkraftet das Leben in diesem System nicht. Massen von Meteroideneinschlägen würden die Folge sein!

vegetalisto
  Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2002, 21:25   #3
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 2.841
Standard

Die angesprochenen Gefahren sehe ich nicht: selbst wenn die umgelenkten Kleinplaneten auf der Venus aufschlagen würden, würde es die Venus nicht in Stücke hauen! Ein Planet von dieser Größe wird auch durch seine eigene Gravitation zusammengehalten. Um die Venus in einen zweiten Kleinplanetengürtel zu verwandeln müßte ein Brocken von der Größe des Erdmonds einschlagen!
Und unter den "leicht umlenkbaren" Himmelskörpern (äußerste Jupitermionde und Trojaner) ist keiner größer als 100 km!
Und daß eine frühere Hochkultur einen Planeten zwischen Mars und Jupiter bei einem Terraformingexperiment in Stücke zerlegt haben sollte, ist auch extrem unwahrscheinlich:
1. man hätte hierzu mit Himmelskörpern von der Größe des Erdmonds diesen Planeten bombadieren müssen
2. hätte man, um einen Planet zwischen Mars und Jupiter in eine erdähnliche Welt umzuwandeln, den Treibhauseffekt dieser Atmosphäre verstärken müssen. Und dies geht sanft ohne spektakuläre Maßnahmen am besten mit speziellen FCKWs!
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2002, 00:38   #4
Dragonhoard
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Dragonhoard
 
Registriert seit: 02.03.2002
Beiträge: 1.434
Standard

Da hab ich ein paar Fragen:
Warum muß man unbedingt bis zum Jupiter fliegen um von den Trojanern oder von den äußeren Monden ein paar Brocken zur Venus bringen? Warum nicht ein paar Trümmer aus dem Asteroidengürtel holen, da spart man sich ca. 750 Mio km und die Funkverbindung ist auch viel besser.

Für die Abkühlung der Venusatmosphere wäre Wasser sehr hilfreich, dass ist richtig. Warum dann aber nicht viele kleine kosmische Schneebälle auf die Oberfläche abwerfen anstatt zwei große in geringer Entfernung kollieren zu lassen.

Die Idee mit dieser Kollision finde ich zwar spektakulär, die Live Übertragung wäre sich ein Riesenerfolg, aber wenig sinnvoll.
Man muß nämlich eines über die Venus wissen: Dieser Planet dreht sich in 243.01 (irdischen) Tagen einmal um die eigene Achse. Diese Umdrehung ist damit deutlich länger als ein Venusjahr (225 Tage) und noch dazu retrograd, also gegen den Umlaufsinn um die Sonne.
Die langsame Rotation ist der Grund dafür, das die Venus kein Magnetfeld besitzt. Außerdem können sich keine beständigen Winde und Meeresströmungen wie auf der Erde ausbilden.
An einem Punkt der Oberfläche ist es 120 Tage hell und dann dunkel. Ein Klima wie auf der Erde wäre also auch mit entsprechenden Atmosphere nicht möglich.

Es gibt auch eine viel einfachere Möglichkeit des Terraforming für die Venus. Es könnten temperaturresidente Algen abgeworfen werden (diese gibt es auf der Erde). Sie würden dann das Kohlendioxid in Kohlenstoff und Sauerstoff spalten. Nach ein paar Jährchen würde sich der Himmel aufklären, die Temperatur fallen so dass sich die Schwefelsäure und dann das Wasser ausregenen würden.
Das Ergebnis wäre ein wärmerer aber durchaus mit der Erde vergleichbarer Planet.
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
Dragonhoard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2002, 10:07   #5
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 2.841
Standard

Warum ich die Trümmer vom Jupiter nehmen würde: ganz einfach, denn mit Hilfe des Jupiters können diese Körper verhältnismäßig leicht umgelenkt werden, in dem man wiederholt Swing - by Manöver an ihn und seinen großen Monden durchführt!
Um sonnennähere Asteroiden auf Kollisionskurs zu bringen, bräuchte man einen extrem hohen Aufwand, da es keine Asteroiden gibt, die retrograd die Sonne umwandern.
Das Problem mit der langsamen Rotation der Venus ist mir schon bekannt, aber wir haben auf der Erde auch Gebiete mit Polartag und Polarnacht.
Und Algen würde ich in Phase2 auch benutzen, aber in Phase1 muß erst einmal der "Supertreibhauseffekt" der Venusatmosphäre reduziert werden. Und hierzu wären diese Kleinplanetenkollisionen ideal, denn sie wirken dreifach:
1. die Druckwelle schleudert Teile der Atmosphäre ins All
2. die in der Atmosphäre verbleibenden Staubpartikel verhindern, daß Sonnenlicht in die Treibhausatmosphäre einfallen kann, so daß allmählich der Ofen ausgeht
3. sie bringen Wasser mit, was wenn die Abkühlung entsprechend fortgeschritten ist, abregnen kann

Da sich Kohlendioxid vor allem unter Druck gut in Wasser löst, würde der atmosphärische Druck auf der Venusoberfläche sicherlich stark abfallen, sobald wir so etwas wie ein Meer dort geschaffen hätten!
Ab diesen Zeitpunkt hätten wir gewonnen!
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2002, 11:04   #6
Dragonhoard
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Dragonhoard
 
Registriert seit: 02.03.2002
Beiträge: 1.434
Standard

Zitat:
Original von HaraldL
Um sonnennähere Asteroiden auf Kollisionskurs zu bringen, bräuchte man einen extrem hohen Aufwand, da es keine Asteroiden gibt, die retrograd die Sonne umwandern.
Gibt es Jupitermonde die einen retrograden Umlaufsinn haben?

Ich würde aber mal kurz schätzen, dass der Aufwand für die längere Strecke den Mehraufwand für die Umkehrung der Asterioden aufhebt.
Das mit den Swing-By´s ist auch nicht so einfach. Mit Sonden die ein paar Kilos wiegen, läßt sich viel leichter steuern als mit ein paar tonnenschweren Gesteinstrümmern, die auch noch völlig unwucht sind.
Zitat:
Original von HaraldL
Das Problem mit der langsamen Rotation der Venus ist mir schon bekannt, aber wir haben auf der Erde auch Gebiete mit Polartag und Polarnacht.
Ja das ist schon richtig, aber das sind verhältnismäßig kleine Gebiete und dort ist die Sonneneinstrahlung durch den flachen Winkel nicht so tragisch. Auch ist ein Polartag auch nur etwa 2 Monate lang, nicht 4 Monate wie auf der Venus.

Die ständig wehenden Passatwinde und ihre Entsprechungen in den oberen Atmospherenteilen sind eine wichtiger Bestandteil der Wasserhaushaltes der Erde. Würde sich die Erde so langsam drehen, dann würde die gesamte Wettermaschine ihren Dienst aufgeben. Ein Teil der Erde würde so heiß werden, dass die stehenden Gewässer verdunsten. An der anderen Seite würde es vermehrt Niederschlag geben, teils durch Regen, teils durch Schnee. Dort wäre es entsprechend kälter. Allles in allem keine guten Aussichten.
Zitat:
Original von HaraldL
Und hierzu wären diese Kleinplanetenkollisionen ideal, denn sie wirken dreifach:
1. die Druckwelle schleudert Teile der Atmosphäre ins All
2. die in der Atmosphäre verbleibenden Staubpartikel verhindern, daß Sonnenlicht in die Treibhausatmosphäre einfallen kann, so daß allmählich der Ofen ausgeht
3. sie bringen Wasser mit, was wenn die Abkühlung entsprechend fortgeschritten ist, abregnen kann
Das sind ja drei Wünsche auf einmal! Also das geht doch wohl wirklich nicht.
Aber im Ernst: klar wird bei dieser Kollision eine riesige Druckwelle entstehen. Nehmen wir einmal an wir schaffen es die Kleinplaneten in einem flachen Winkel (sehr schwierig da so die Körper leicht von der Atmosphere abprallen) innerhalb der Atmosphere zur Kollision zu bringen. Dabei würde eine Druckwelle entstehen die nur einen geringen Teil der Atmosphere nach außen drücken würde, eben nur jenen der zwischen dem Kollisionspunkt und dem freien Raum liegt. Dieser Teil besitzt noch dazu eine relativ geringe Dichte.
Der größte Teil drückt auf die Seite, was zwar zu einem Kompremierung der Atmosphere führen würde, aber das hilft uns nur indirekt. Ein nicht zu verachtender Teil richtet sich in Richtung Oberfläche, wodurch es zu Beben und zum Aufbrechen der Kruste kommen wird, eigentlich ja auch nicht gewolt.
Zitat:
Original von HaraldL
Da sich Kohlendioxid vor allem unter Druck gut in Wasser löst, würde der atmosphärische Druck auf der Venusoberfläche sicherlich stark abfallen, sobald wir so etwas wie ein Meer dort geschaffen hätten!
An welchen Zeithorizont denkst du wenn du rasch meinst?

Ich glaube grundsätzlich nicht, dass man mit solchen Dampfhammermethoden das gewünschte Ziel erreicht werden kann. Man sollte eher eine Methode wählen, bei der man auch während dem Prozess steuernd eingreifen kann. Die beiden Biospheren-experimente haben gezeigt wie wenig wir über unsere eigene Atmosphere wissen. Anscheint so wenig, dass wir nicht unserem, zur Zeit noch, recht geringen Treibhauseffekt gegensteuern können. Das wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern, also wäre ich bei solchen Projekten generel sehr bescheiden. Man soll eben nicht Gott spielen ...
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
Dragonhoard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2002, 18:10   #7
captainfuture
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

die theorie in allen ehren, aber alleine mit der energie, die notwendig ist, zwei asteroiden oder monde entsprechend kollidieren zu lassen, ließe sich vermutlich von 10 erdähnlichen planeten durch chemische/photosynthetische prozesse co2 aus der athmosphäre filtern - algen & pflanzen.

wasser würde auf der venus wegen der temperatur zuerst verdampfen und den den h2o-gehalt der atmosphäre steigern. h2o ist ein "effektiveres" treibhaus-gas als co2.

betrachtet man die unfähigkeit des menschen, das klima des eigenen planeten zu verstehen, zweifle ich allerdings daran, dass das je im ausreichenden maße und in absehbarer zeit auf anderen planeten möglich sein wird ...
  Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2002, 21:41   #8
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 2.841
Standard

Solange Wasser in der Atmosphäre kondensieren kann, überwiegt der Abkühlungseffekt der gebildeten Wolken. Ansonsten müßte man bei einem solchen Terraformingsprozeß sehr sorgfältig darauf zu achten, nicht zu viele Treibhausgase in die Atmosphäre zu bringen.
Man müßte einmal ausrechnen, wo im Fall der Venus die kritischen Werte liegen würden und wie man sie durch geeignete Maßnahmen nach vollbrachten Terraforming (zum Beispiel "§Weißung" des Planeten, eventuell durch gentechnisch manipulierte Flechten) nach "oben" verschieben könnte.

Ansonsten wäre die für die Herbeiführung solcher Kleinplanetenkollisionen nötigen Energien geringer als man denken würde. Die äußersten Monde des Jupiters sind nur ziemlich schwach gravitativ an den Planeten gebunden und auch die Trojaner dürften ziemllich leicht aus der Bahn zu bringen sein. Vorstellen würde ich mir diese Körper mittels Materiebeschleunigern hin zum Jupiter umzulenken und dann diese mittels wiederholter Swing-By Manöver am Jupiter auf eine polare Umlaufbahn um die Sonne zu bringen (ähnlich wie die Raumsonde "Ulysses"). Wiederholte Swing-By Manöver am Jupiter sorgen zusammen mit dem Impuls der Materiebeschleuniger dafür, die beiden Kleinkörper auf den gewünschten Kurs mit Frontalzusammenstoß in der Venusatmosphäre zu bringen.
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2002, 22:05   #9
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 2.841
Standard

Die Probleme mit der Druckwelle sind mir natürlich auch bekannt, aber die Kruste dürfte solchen Explosionen noch eher standhalten als direkten Einschlägen. Und was den Eintrittswinkel betrifft: man müßte halt vorher die zu kollidierenden Körper geeignet drehen oder auch etwas umgestalten (darum meine ich sollten wir uns an solche Dinge erst wagen, wenn wir die Nanotechnologie haben, diue den Bau vollautomatischer Produktionsanlagen ermöglicht, mit deren Hilfe sich so etwas bewerkstelligen ließe)
Durch geschickte Ausnutzung aerodynamischer Kräfte ließe sich ja vielleicht doch unter allen Umständen die gewünschte Kollisiuion erreichen (müßte man durchrechnen mit Hochleistungscomputern).
Man könnte sich eine Bahn vorstellen wie ein Stein, der über die Wellen hüpft (und dann nach dem ersten Hüpfer im tiefsten Punkt erfolgt die Kollision)
Wie tief der Kollisionspunkt in der Atmosphäre liegen kann hinge auch von der Beschaffernheit der zu Kollision gebrachten Körper ab. Eisenmeteorite könnten wesentlich tiefer eindringen (allerdings müßte man halt da wieder an die maximale Belastbarkeit der Kruste denken)
Andererseits: könnte man nicht durch eine geschickte Wahl der Orientierung der Kollisionspartner die Geometrie der Druckwelle so gestalten, daß sie nicht kugelsymmetrisch wäre, sondern ein Minimum hätte, daß zum Boden zeigt?
Eigentlich müßte man so etwas alles einmal durchrechnen mit Hochleistungscomputern!

Andererseits: könnte es bei einer derartigen Kollision (mit ca. 80 km /s) in einen wasserstoffreichen Körper sogar zu Kernfusionen kommen?
Dies würde die Druckwelle verstärken!
Und wie würde das dabei entstehende Helium auf dem Treibhauseffekt wirken. Würde es nicht durch seine Wärmeleitfähigkeit auch helfen ihn zu vermindern?
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2002, 14:15   #10
captainfuture
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

nur würde das wasser bereits bei der kollision erhitzt und nur der venusathmosphäre hinzugefügt und dadurch der treibhauseffekt erhöht.

die notwendige energie, jupitermonde oder asteroiden zu bewegen hängt weniger mit der gravitativen bindung an den "mutterplaneten" zusammen, sondern viel mehr mit deren masse. ich kann mich nicht erinnern, dass der mensch bisher was größeres als eine saturn v in ähnlichem maße bewegt hat und somit ist wohl "mondrücken" mehr im bereich der utopie, als ein terraforming durch algen/flechten, die auf der venus überlebensfähig sind.

und zum "spielen" mit himmelskörper möchte ich nur anmerken, wie schwer schon der eine oder andere künstliche satellit zu navigieren ist (siehe absturz marssonden, mir bzw. andere satelliten) und wie wenig wir über klimaveränderungen der erde vorhersagen können.
  Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Gibt es Leben auf der Venus? Sajuuk Astronomie 72 04.06.2010 11:04
Venus Express: Wetterbericht von der Venus Zeitungsjunge astronews.com 0 03.06.2008 21:00
Venus Express: Aktive Vulkane auf der Venus? Zeitungsjunge astronews.com 0 04.04.2008 20:00
Venus Express: Die leuchtenden Nebelschleier der Venus Zeitungsjunge astronews.com 0 22.02.2008 14:20
Ich kam von der Venus Renatus Buchtipps von unseren Usern 0 13.10.2005 16:48


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:13 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.