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Alt 19.02.2005, 12:03   #1
Desert Rose
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Böse Neue Pest Fälle

Zitat:
18. Februar 2005

TODESSERIE IM KONGO

Tausende fliehen vor der Pest

In einer Diamantenmine in der Republik Kongo ist die Lungenpest ausgebrochen. Die Seuche hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mindestens 61 Todesopfer gefordert. Aus der betroffenen Region fliehen die Menschen in Scharen. Experten befürchten, dass sie die Seuche weiter ausbreiten.

"Das Hauptproblem ist, dass es zu einer Panik kam und wahrscheinlich zwei Drittel der Bevölkerung aus der Region geflohen sind", erklärte Eric Bertherat von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Seit dem Ausbruch der Pest vor zwei Wochen seien 7000 Bergleute, die in Zobia Diamanten abbauten, aus dem Gebiet nördlich der Stadt Kisangani geflohen. Man befürchtet, dass sich die Krankheit durch die Geflohenen ausbreiten könnte. Kisangani ist die drittgrößte Stadt des Landes und ein Handelszentrum am Kongo.

"Weil die Lage in der Region relativ instabil ist, gab es bislang keine Gelegenheit, Aktivitäten zur Pestkontrolle zu initiieren", sagte eine Sprecherin der WHO der BBC. "Deshalb hat der Ausbruch ein relativ großes Ausmaß angenommen." Seit dem 15. Februar habe man Berichte über 61 Todesfälle unter den Minenarbeitern im Ituri-Distrikt im Norden der Republik Kongo erhalten, teilte die Organisation mit. 350 weitere Arbeiter sollen sich angesteckt haben. Die genaue Anzahl der Fälle sei aber immer noch unbekannt. Der Ausbruch sei der schlimmste seit 50 Jahren.

Alle Opfer waren Arbeiter in einer Diamantenmine im Ort Zobia. Etwa 7000 Menschen sollen die Gegend seit dem ersten Ausbruch bereits verlassen haben. Die WHO will sich jetzt bemühen, sie aufzuspüren. Die zeitweilig geschlossene Mine war erst Mitte Dezember wieder eröffnet worden. Der erste Pestfall trat offenbar schon am 20. Dezember auf, die WHO wurde erst jetzt alarmiert.

Erste Tests in der Gegend hätten bestätigt, dass es sich um die Lungenpest handele. Genauere Untersuchungen sollen jetzt in einem Forschungsinstitut in der Hauptstadt Kinshasa folgen. Fälle von Beulenpest seien bislang nicht gemeldet worden, so die WHO.

"Es ist sehr wichtig, die an Lungenpest erkrankten Personen zu isolieren, um eine Ausbreitung der Krankheit unter Kontrolle zu bringen", sagte ein WHO-Experte. Dazu müssten aber die infizierten Menschen gefunden und behandelt werden. Ein Team von Medizinern verschiedener Organisationen, darunter die WHO und Ärzte ohne Grenzen, ist im Augenblick in der Region, um die Lage zu beurteilen. Eine zusätzliche Gruppe aus Forschern verschiedener Fachrichtungen soll morgen folgen.

Bei der WHO macht man sich offenbar Sorgen um ausreichenden Zugang für die Wissenschaftler. Regierungsvertreter des zentralafrikanischen Staates gaben bereits zu bedenken, dass die abgelegene Diamantenmine schwer zu erreichen sei. Sie liege in einem Gebiet, das von Rebellen kontrolliert werde, und die WHO-Mitarbeiter benötigten für die Weiterreise die Erlaubnis der in der Gegend stationierten Uno-Blauhelmtruppen.

Beulenpest existiert in Teilen Afrikas einschließlich der Republik Kongo immer noch, Epidemien gibt es jedoch nicht mehr, weil sich die Krankheit ebenso wie die Lungenpest gut mit Antibiotika behandeln lässt. Menschen werden üblicherweise von Flöhen oder Nagetieren angesteckt, die Lungenpest kann aber auch durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übetragen werden.
Quelle


Was mir nur sorgen bereitet ist die Tatsache das soviele Menschen fliehen, was ja auch verständlich ist, allerdings dazu beitragen könnte die Pest weit zu verbreiten.
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Alt 19.02.2005, 12:18   #2
Sajuuk
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Moin
Ich hasse Seuchen
Hoffentlich lösen die das Problem sehr schnell sonst gibt es
Schwierigkeiten.

Gruss:Kuun-Laan
__________________
Sei frei wie ein Vogel, sei stolz ein wie ein Adler, und geniesse das Leben.
So wie du bist, denn jeder ist für sich ganz was besonderes.
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Alt 10.05.2005, 13:17   #3
Mafloni
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Die Pestseuche ist nichts besonderes, in afrika tauchen immer wieder Pestfälle auf.
Diese krankheit ist nie ausgestorben.
aber 61... das gibt schon zu bedenken.
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Alt 10.05.2005, 18:23   #4
Llewellian
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Naja.... Pest. Pest war nie und ist nicht ausgestorben. In manchen Vierteln von Dheli und Bombay gibts immer noch Pestkranke... Pest ist in Indien relativ weit verbreitet. Auch in Afrika. Sterben immer wieder Leute dran, manchmal auch grössere Gruppen.

Genauso Lepra, Cholera, Diphterie und sonstige. Pest ist sehr gut behandelbar (wenn man mit den Hilfsmitteln in die Region käme). Sorgen würde ich mir nur machen, wenn Ebola und Co. wieder sprunghaft sich ausbreiten würden...

Vorallem: Über Pest regt man sich auf, 61 Pestkranke sind schlimm, das stimmt schon. Aber das in einer Region der Welt wo zwischen einem und zwei Drittel der gesamten Bevölkerung schon Aidskrank sind... ist das nur eine Fussnote der Geschichte.
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2005, 19:37   #5
schkl
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im gegensatz zu aids und malaria ist die "pest" im vergleich zu den todeszahlen eigentlich unbedeutend.
wieviele malariatote gibts jedes jahr? 1 million?
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Alt 12.05.2005, 14:19   #6
HappyHeady
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Aber wird malaria nicht durch Mücken übertragen?
HappyHeady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2005, 14:53   #7
gumpensund
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Pfeil

Die Pest wird wohl kaum so schnell aussterben.
Jedenfalls nicht, solange es Wohngegenden
mit deutlich mehr Ratten als Einwohnern gibt.

Wie es heuz in Dehli ausschaut, weiß ich nicht so
genau ... und aus Bombay hab ich mich nach
ca 1 Stunde freiwillig wieder verkrümelt.

Aber von Hamburg etwa ist bekannt, daß es dort locker
doppelt so viele Ratten gibt wie zweibeinige Bioformen ...

+
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Alt 11.01.2006, 18:36   #8
Desert Rose
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Beiträge: n/a
Standard Pest-Impfstoff aus Tabakpflanzen - mögliche Hilfe?

Zitat:
10. Januar 2006

SEUCHENSCHUTZ

Pest-Impfstoff aus Tabakpflanzen

Die Pest flammt immer wieder in Teilen der Dritten Welt auf - und könnte dem Westen in Gestalt biologischer Waffen gefährlich werden. Forscher haben jetzt einen Impfstoff aus Tabakpflanzen entwickelt, der einen gewissen Schutz bieten könnte.


Wissenschaftler suchen seit langem nach einem wirksamen Impfschutz gegen den Pesterreger, auch aus Sorge vor einer Terrorattacke mit dem tödlichen Bakterium. Zudem ist die Pest als Volkskrankheit bis heute nicht besiegt und flackert immer wieder regional in Afrika, Asien und Lateinamerika auf.

Forscher aus den USA und Deutschland haben jetzt in Tierversuchen einen Impfstoff erprobt, der auch Menschen vor dem Pestbakterium Yersinia pestis schützen könnte. Bei Tests mit Meerschweinchen erzielte das Vakzin vielversprechende Ergebnisse: 75 Prozent der geimpften Tiere widerstanden der Lungenpest, die unbehandelt so gut wie immer tödlich verläuft, schreiben die Wissenschaftler in der Online-Ausgabe des Fachblatts "Proceedings of the National Academy of Sciences". Auch die restlichen 25 Prozent der Versuchstiere hätten eine gewisse Resistenz gegen den Erreger gezeigt, seien ihm am Ende aber doch erlegen.

Das von Charles Arntzen geleitete Team der Arizona State University, des Biozentrums in Halle an der Saale und des U.S. Army Medical Research Institute of Infectious Diseases in Fort Detrick entwickelte den Impfstoff auf der Basis zweier Eiweißstoffe, die der Pesterreger zur Infektion von Menschen benutzt. Es gelang, die Proteine namens F1 und V aus den Blättern gentechnisch veränderter Tabakpflanzen zu gewinnen.

Die Forscher injizierten die Proteine den Meerschweinchen, gaben den Tieren Zeit, Antikörper zu entwickeln, und setzten sie dann einem Sprühnebel der gefährlichen Erreger aus. Dabei stellten sie fest, dass die nur mit dem V-Protein geimpften Nager die besten Überlebenschancen hatten. Sollte das Vakzin auch Menschen schützen, könnte es in Tabakpflanzen preiswert und schnell in großen Mengen produziert werden, betonten die Forscher.
Quelle


@schkl
Naja, ich denke aber das die Todesquote bei Malaria prozentual nicht ganz so hoch liegt wie bei der Pest. Wobei "nur" der Malaria tropica variante ist die einzige die unbehandelt tödlich verlaufen kann.
Zitat:
Weltweit erkranken jährlich etwa 110 Millionen Menschen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis zu 2,7 Millionen sterben an der Infektion.
Die Todesrate von Urlaubsreisende aus Deutschland beträgt etwa 0,3-0,8 %, also eher verschwinden gering - zumindest bei ausreichender Medikation.
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Alt 04.04.2006, 23:40   #9
harry
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Registriert seit: 04.04.2006
Beiträge: 1.162
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Die Pest ist in Industrieländern ja auch kein Problem, das sie sich gut durch Antibiotika behandeln lässt.
__________________

harry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2006, 23:50   #10
da kami
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Ort: Come from Banana Republic
Beiträge: 4.760
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Stimmt.
Falls die Pest die Pest ist.

Will sagen: Es ist nicht zweifelsfrei geklärt ob das Bakterium Yersinia Pestis wirklich der Erreger der historischen Pest war, oder nur eine ähnliche Krankheit auslöst.
Es ist nicht einmal zweifelsfrei geklärt ob der schwarze Tod überhaupt eine bakterielle Infektion war.
__________________
Yes you can me.
Der Freiheit eine Gasse!
Ron Paul Revolution
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