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Alt 13.04.2004, 16:32   #1
Desert Rose
Gast
 
Beiträge: n/a
Daumen hoch Neue Methode zur Altersbestimmung von Quarzsteinen entwickelt

Zitat:
Dienstag 13. April 2004, 14:08 Uhr

Neue Methode zur Altersbestimmung von Steinen entwickelt


Irvine (ddp). Ein amerikanisch-deutsches Forscherteam hat eine neue Methode zur Altersbestimmung quarzhaltiger archäologischer Fundstücke entwickelt. Die Wissenschaftler nutzen dazu aus, dass in die Bruchkanten von gebrochenem oder auch bearbeitetem Quarz im Lauf der Zeit langsam Feuchtigkeit eindringt und sich dabei eine wasserhaltige Schicht bildet. Die Dicke dieser Schicht gibt dann Auskunft darüber, wann der Stein bearbeitet wurde. Das berichten Wissenschaftler um Jonathon Ericson von der Universität in Irvine in der Fachzeitschrift «Journal of Archaeological Science» (Bd. 31, S. 883).

Da Quarz zu den häufigsten Mineralien auf der Erde gehört und in fast jedem natürlichen Gestein vorkommt, wurden bereits in der Frühzeit der menschlichen Geschichte Werkzeuge, Statuen, Schüsseln und Keramiken aus quarzhaltigen Steinen angefertigt. Neben der Bestimmung des Alters archäologischer Fundstücke kann die neue Methode auch Fälschungen aufdecken: Fehlt nämlich die wasserhaltige Schicht oder ist sie sehr dünn, kann das untersuchte Objekt noch nicht sehr alt sein.

Auch die Datierung von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen wird mit der Methode, die Ericson und seine Kollegen «Quarz-Hydratations-Datierung» (QHD) genannt haben, möglich: In die natürlichen Risse, die nach solch einem geologischen Ereignis im Gestein entstehen, dringt ebenfalls Feuchtigkeit ein, so dass an der Oberfläche der Risse eine ähnliche Schicht entsteht wie bei bearbeiteten Steinen.

Mit der QHD-Methode können die Forscher Fundstücke datieren, die zwischen 100 und 100 000 Jahre alt sind. Damit könnte sich der neue Ansatz als besonders wertvoll bei der Altersbestimmung von Objekten erweisen, die zwischen 50 000 und 100 000 Jahre alt sind, schreiben die Forscher.

Genau in diesem Zeitraum klafft eine so genannte chronologische Lücke, die von anderen Datierungsmethoden nur schlecht abgedeckt wird. So kann beispielsweise mit der Radiokarbonmethode das Alter von bis zu 50 000 Jahre alten Fundstücken zuverlässig bestimmt werden, während die ebenfalls gebräuchliche Kalium-Argon-Methode erst ab einem Alter von 100 000 Jahren verlässlich funktioniert.
Quelle
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Alt 14.04.2004, 13:38   #2
Sereck
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 25.09.2002
Beiträge: 2.496
Standard

wow.auf deutsch!

naja.auf jedenfall könnten sich auch hier neue ansätze zur bestimmung des alters der mayaschädel ergeben nur um mal den grenzwissenschaftlichen bezug herzustellen.

von daher bin ich gespannt wie genau denn nun das verfahren ist.
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
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