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Alt 05.03.2004, 22:31   #1
Zwirni
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Standard Der 11-Jahres-Zyklus der Sonne

Zitat:
Forscher finden heraus, wie der 11-Jahres-Zyklus der Sonnenflecken entsteht

Für die rätselhaften Schwankungen der Sonnenaktivität haben Forscher erstmals eine schlüssige Erklärung gefunden. Ein Team um Mausumi Dikpati vom US-amerikanischen National Center for Atmospheric Research glaubt, dass schon heute die Saatkörner für Sonnenstürme in 20 Jahren gelegt werden, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist.


Dikpati und ihre Kollegen glauben, dass eine langsame Gasströmung an der Sonnenoberfläche für den Rhythmus der Sonnenaktivität verantwortlich ist. Der so genannte "meridionale Fluss" trägt das heiße Plasma an der Sonnenoberfläche mit einer Geschwindigkeit von 20 Metern pro Sekunde vom Äquator zu den Polen. Bislang hatten Sonnenforscher diese Strömung nicht in ihre Modelle einbezogen, da sie vergleichsweise langsam ist und sich außerdem genau in die entgegengesetzte Richtung bewegt wie die Sonnenflecken.
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/238681.html
http://www.newscientist.com/

Klingt alles etwas theoretisch für mich weil nie ein Mensch direkt den "Fluss" gesehen hat

Natürlich gibt es auch ältere Erkenntnisse und Theorien:

Zitat:
Die Bahnparameter und die Lage der Erdachse unterliegen den Gesetzen der Physik ý sie bergen keine Überraschungen. Anders die veränderliche Sonnenintensität: Schon seit dem Mittelalter weiß man, dass Sonnenflecken in einem 11-Jahres-Rhythmus auftreten.ý Zahl und Größe der Flecken wurden seit dem 17. Jahrhundert regelmäßig an vielen Sternwarten aufgezeichnet. Doch zeigten erst Satellitenmessungen, dass die Sonnenflecken mit der Intensität der Sonneneinstrahlung zu tun haben: Mit der Fleckenzahl steigt auch die Strahlungsintensität der Sonne.

Direkte Messungen der Sonnenstrahlung liefern seit etwa 20 Jahren verschiedene Satelliten - und das unabhängig von Fehlern, die durch Absorption in der Atmosphäre entstehen. Schon früher hatten Aufzeichnungen der Sonnenflecken gezeigt, dass es neben dem 11-Jahres-Zyklus (Schwalbe-Zyklus) auch eine etwa 80-jährige Periodizität - den Gleissberg-Zyklus - gibt, den man auch bei sonnenähnlichen Sternen beobachtet hat. Der 11-Jahres-Zyklus macht eine Schwankungsbreite von etwa 0,10 Prozent der Solarkonstante aus, der Gleissberg-Zyklus etwa 0,24 bis 0,30 Prozent. Und es gibt noch eine Reihe weiterer Zyklen, die man in Daten für die Solarintensität - in 14C und 10Be-Schwankungen in Baumringen und Eisbohrkernen - sowie bei sonnenähnlichen Sternen findet.
http://www.hamburger-bildungsserver.de/klima/solar/
http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/ksonne.htm
Zwirni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2004, 19:29   #2
nane
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Zitat:
Klingt alles etwas theoretisch für mich weil nie ein Mensch direkt den "Fluss" gesehen hat
ich halte den weg für nicht falsch - zumindest ein wichtiges
weiteres teil um mehr verstehen zu können. da es aber nach
wie voir viel zuwenig teile vom ganzen hat - bleibt die
aussage als solches immer schwammig ..
momentan gut zu erkennen bzw kann man diese zu beachtenden
weiteren teilbereiche sogar nachvollziehen -
aufgrund von musterbildungen durch kaltverkettung.

das mit dem 80 jahre cycle kann ich zumindest für meine beobachtung
nicht bestätigen. wie schon öfter von mir angesprochen
sehe ich einen ~110 jahres cycle - der sowohl in der gesamtheit
der cycleplots ins auge fällt - als auch in der wahrnehmung
der grössten naturgewalten von zb unwetteraufzeichnung
bis ...

wie auch immer .. fakt ist .. die sonne tritt derzeit in eine
aktion .. wie sie uns menschen in wohl keiner zuvor gemachten
aufzeichnung vorliegt - und deswegen ratlosigkeit herrscht.

meiner meinung nach wird auch dieser ~110 cycle mit weiteren
cycles erweitert - wobei das mangels belegbarkeit natürlich
etwas utopisch klingt
die vervielfachung ~11,110,1110,11110 ... jahres cycles.
die frage ist nur - wo stehen wir derzeit?
eine unglaubliche verschachtelung der cycles und deren
unüberschaubar werdende zeitspanne wird wohl jeder
menschenkultur diesen einblick unmöglich machen.
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Alt 08.03.2004, 09:06   #3
nane
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was man noch so nebenher beachten sollte ..

das system der messungen der cycles lässt schwer
zu wünschen übrig - ist gar hinfällig bei genauer betrachtung.

warum?
weil die zahl der flecken recht nebensächlich ist.
man hat ein fehlerhaftes erfassungssystem erschaffen.

das beste beispiel läuft derzeit -
mal eine einfache hochrechnung - die grössenklasse
der flecken hätte man berücksichtigen müssen für brauchbare
veränderungswerte der sonne - was nutzen in der statistik
100 flecken - die im grössenvergleich jetzt einen umfassen?

die fleckenzahl ist eine recht dumme erfassung.
im grunde vollkommen unbrauchbar für wirksame
prognosen bzw rückrechnungen im vergleich mit
naturbedingten reaktionen auf diese.

wollt ich nur mal zum grübeln einwerfen
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Alt 02.06.2004, 10:39   #4
Desert Rose
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Zitat:
02.06.2004 - Astronomie

Präzisere Sturmwarnungen für die Sonne

Plasmaströme helfen Forschern, Sonnenstürme genauer vorherzusagen


Sonnenstürme können mithilfe eines neuen Computermodells besser vorhergesagt werden als bisher. Amerikanische Wissenschaftler haben das Modell entwickelt, indem sie neben der Beobachtung von Sonnenflecken auch den Verlauf heißer Gasströmungen auf der Oberfläche und im Inneren der Sonne berücksichtigten. Das berichtet Mausumi Dikpati vom National Center for Atmospheric Research auf der Jahrestagung der American Astronomical Society in Denver.

Sonnenstürme sorgen nicht nur für die Erscheinung prachtvoller Polarlichter am Himmel, wie beispielsweise im November vergangenen Jahres in Süddeutschland, sondern können sich auch negativ auf Kommunikationssatelliten auswirken, ganze Kraftwerke lahm legen und die Gesundheit von Astronauten im All gefährden. Solche Sonnenstürme treten immer dann verstärkt auf, wenn besonders viele Sonnenflecken auf der Sonne sichtbar sind. Die Sonnenfleckenzahl folgt einem etwa elfjährigen Zyklus, dessen Länge jedoch schwankt. Wissenschaftler suchen daher nach Methoden, um die Stürme genauer vorhersagen zu können.

Die von den Wissenschaftlern um Dikpati entwickelte computergestützte Vorhersage stützt sich auf die Erkenntnis, dass die Entwicklung der Sonnenflecken und damit auch der Sonnenstürme mit dem Verlauf so genannter Plasmaströme zwischen dem Äquator und den Polen der Sonne zusammenhängt. Diese Ströme bestehen aus sehr heißem, elektrisch geladenem Gas und wirken wie riesige Transportbänder für Sonnenflecken. Die Plasmaströme wandern an der Sonnenoberfläche vom Äquator zu den Polen und transportieren dabei die Sonnenflecken.

In Polnähe versinkt der Förderstrom in eine Tiefe von 200.000 Kilometern unter die Sonnenoberfläche und wandert mit einer Geschwindigkeit von maximal einem Meter pro Sekunde langsam wieder in Richtung Äquator. Am Ende eines Zyklus verlangsamt sich der Plasmastrom.und wandert langsam zurück zum Äquator. Dabei verschwinden die Flecken. Diese Plasmastromzyklen dauern zwischen 17 und 22 Jahre.

Mithilfe ihres so genannten "Flux-Transport-Dynamo-Modells" haben die Forscher in Modellrechnungen bereits sowohl den elfjährigen Sonnenfleckenzyklus als auch damit zusammenhängende Effekte wie die Umpolung des Magnetfeldes der Sonne richtig vorhergesagt. Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass der nächste Zyklus zum Jahreswechsel 2007/2008 beginnen wird – etwa ein halbes Jahr später, als es der elfjährige Sonnenfleckenzyklus erwarten lassen würde.

ddp/bdw – Oliver Schmid
Quelle
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Alt 29.06.2004, 11:08   #5
Desert Rose
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Kurz und Bündig.

Zitat:
Dienstag 29. Juni 2004, 10:19 Uhr

Wie entstehen Sonnenstürme?


Greifswald (ddp-nrd). Koronale Massenauswürfe, der Beginn von Sonnenstürmen, kommen etwa alle elf Jahre in verstärkter Häufigkeit vor. Dabei wird eine gigantische Plasmawolke von Sonnenmaterial ausgestoßen, das mit Geschwindigkeiten bis 2000 Kilometern pro Sekunde durch den Weltraum rast und nach ein bis zwei Tagen auch die Erde treffen kann. Das Erdmagnetfeld wird dabei zusammengestaucht, und es kommt zu Magnetfeldstürmen, die auch die Navigation stören können.

Mit den Sonneneruptionen werden aber auch große Mengen energiereicher Teilchen in den interplanetaren Raum geschleudert, die ebenfalls die Erde erreichen können. Astronauten müssen vor diesen Sonnenstürmen besonders geschützt werden. Wegen der Struktur des Erdmagnetfeldes können die Teilchen am besten oberhalb der Polargebiete in die Erdatmosphäre eindringen und Polarlichter verursachen. (Quelle: Technische Universität Berlin)
Quelle



Jahr der Sonnenstürme - Uni Greifswald veröffentlicht Bilanz über weltweite Folgen der Sonnenaktivitäten 2003
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Alt 29.06.2004, 12:49   #6
nane
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Zitat:
Jahr der Sonnenstürme - Uni Greifswald veröffentlicht Bilanz über weltweite Folgen der Sonnenaktivitäten 2003
erschreckend wie lange sowas dauert ..
vor lauter theorie und rechnerei ist das wesentliche scheinbar
immer zu spät vor augen.

wie gut haben es dagegen die forennutzer / leser
da war innerhalb kürzester zeit dies alles besprochen.
und das ohne trockene wissenschaft oder UNI ..

pfui spinne .. wofür die säcke ihr geld bekommen.
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Alt 29.06.2004, 16:44   #7
Desert Rose
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Vielleicht sollte man ihnen den Tip geben hier ab und zu mal mitzulesen. :P

Oder auch etwas öfters....
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Alt 01.02.2005, 00:40   #8
gumpensund
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mal wieder zum Thema Periodik : kleine Ergänzung,


(hört man überall 11 Jahre, stimmt so aber eigentlich nicht)


häufiger schwankt die Zyklusdauer zwischen 10 und 15 Jahren

im Extrem kann sie zwischen 7 und 17 Jahren schwanken

Die durchschnittliche Dauer dieses Zyklus beträgt 11,07 Jahre.

mal magnetisch betrachtet also ca. 23, 4 Jahre

meint mal so der gump
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Alt 01.02.2005, 01:38   #9
nane
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haaaaaalo gump ?!
wo sind die quellen bzw nachweis plots etc??

http://www.mtwilson.edu/hk/ARGD/Suns.../suncycle.html

-----
und hier mal was eher selten sichtbares ..
zumindest für normalos die ihren tag normal verleben

http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap030320.html

diese 8 erinnert mich an einige seher botschaften.

------

cycle hin oder her - den gibbet nimmer
nu gehts ratsch bumm peng in loop - allenfalls mit paar
tagen pause dazwischen.

http://spaceweather.com./index.cgi
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Alt 01.02.2005, 02:56   #10
gumpensund
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Zitat:
wo sind die quellen bzw nachweis plots etc??
auwehh ... bin ich nicht so firm mit sowas. müßt ich schauen ...
Sofern mir bekannt, führe ich ja gelegentlich was an ...
aber 2/3 meines Krams stammt aus Zeiten vor dem Web ... oder ausserhalb 8)

Obiges bestimmt aus min 12 verschiedenen Quellen...
Zeitschriften, Web, Wissenschafts- Beilage von FAZ etc ...
Rest kommt aus Mengen gemischen Ursprungs, Ausdrucken / Kopien
zu allem, was mich die letzten 30 Jahre mal interessiert hat
und alten Tagungs- Unterlagen von IQSY (intl. quiet sun year)
und allerley anderem Archiv- Zeuch, was meine halbe Bude vollmüllt ...
dauert oft paar Jahre, bis ich wiederfinde, was ich mir nich merken konnte.

Ist teils ein Weilchen her ... zu KW- Zeiten war die Periode ja pratisch und wesentlich

Zitat:
diese 8 erinnert mich an einige seher botschaften.
Jo, schön so zu sehen. Analemne bemerkt man mit Staunen
beim basteln an der Fülle unterschiedlicher Konstruktionen von Sonnenuhren.

Dem geneigten Beobachter sehr empfohlen ... meint der gump

(dazu hätt ich paar Quellen in Form von Autoren / Konstrukteuren, CD-ROMs und Sites)
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