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Verschwörungstheorien Bilderberger, New World Order, Schattenregierungen, Weltregierung oder gar Weltdiktatur?

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Alt 25.07.2018, 15:08   #1
HolgerXX
Grünschnabel
 
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Standard Vorstellung: Die Chimären-Theorie

Hallo zusammen,

nachdem es, wie ich es gelesen habe, nicht gern gesehen wird, wenn mit dem ersten Posting sofort die Rubrik "Werbung" belegt wird, möchte ich mein Vorhaben erst einmal kurz hier vorstellen.

Ich habe eine Webseite erstellt, bei der es darum geht, die sogenannte Chimären-Theorie zu beweisen, oder einem Beweis so nahe wie möglich zu kommen. Es ist nichts Grenzwissenschaftliches, sondern etwas Historisches. Aber es ist eine Verschwörungstheorie.

Nach dieser Theorie ging es den angelsächsischen Mächten Großbritannien und USA darum, mit Hilfe zweier Weltkriege die "deutsch-russische Chimäre", die rein hypothetische Verbindung dieser beiden Mächte, zu verunmöglichen.

Die Chimärentheorie ist im Übrigen, wie mir ein Russlanddeutscher erklärte, in Russland gang und gäbe. Was auch nicht wundert, bedenkt man, dass sie der seinerzeitige sowjetische Außenminister Litwinow vor dem Völkerbund in Genf offen vorgetragen hat. Die Theorie brauchte so nur in die postsowjetische Zeit weitergesponnen werden.

Sagt bitte gleich, wenn Euch diese Thematik nicht passen sollte. Ich bin nicht auf Streit aus, sondern suche Interessierte.

Grüße, Holger
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Alt 26.07.2018, 10:34   #2
perfidulo
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Zitat:
Zitat von HolgerXX Beitrag anzeigen
Ich bin nicht auf Streit aus, sondern suche Interessierte. Grüße, Holger
Interessierte für was?
Für die Propagierung der "Chimären-Theorie" ?
Informationen sind nicht einfach bei der Suchmaschine zu bekommen. Aber immerhin.

Aus einer Rezension des Buches Stefan Wiederkehr: Die eurasische Bewegung findet man.
Zitat:
Die Tatsache, dass viele Eurasier der Gründergeneration, trotz ihrer ideologischen Borniertheit, zu den brillantesten Wissenschaftlern ihrer Zeit zählten (N. Trubeckoj, P. Savickij, L. Karsavin, G. Vernadskij, N. Alekseev u.a.) kommt in der Studie Wiederkehrs zu wenig zur Geltung. Solche abstrusen gedanklichen Konstruktionen wie die rassistische "Chimären"-Theorie des Neoeurasiers Lev Gumilev oder die okkulte "Konspirologie" Dugins wären bei den Eurasiern der ersten Stunde undenkbar gewesen.
kann man erkennen, dass es wohl eine ziemliche Randerscheinung war.
Mehr zu den Theorien von Gulev insgesamt, die weiter als der machtpolitische Aspekt ist. (Die Domain ist eine Gessundheitsseite) mit Ratschlägen für Paare in merkwürdiger Übersetzung. möglicherweise aus dem Russischen. Zielgruppe scheinen Russlanddeutsche zu sein.
Das wussten wird nicht:
Zitat:
Die Universal-Küchenmaschine UKM wird in der Fabrik "Torgmash" in Perm hergestellt, die sich auf die Herstellung von Geräten für Großküchen spezialisiert hat.
Der Thermomix auf Russisch?


Unter "Chimären-Theorie Gumilev" findet man eine Menge Treffer in PDF-Dateien von Geisteswissenschaftler. Wenn jemand diskutieren will, möger er oder sie das zusammenfassen.


Wenn ich einen Blog-Eintrag richtig deute, geht es wieder mal darum die Leute in Richtung Nationalismus aufzuhetzen.
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Alt 26.07.2018, 10:43   #3
basti_79
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Danke für Deine Einschätzung, Perfidulo.

Man sollte hier meiner Meinung nach erst einmal zwischen verschiedenen Themenfeldern unterscheiden:
  1. Tatsächliche Versuche einer Verbündung zwischen Deutschland und Russland in der fraglichen Zeit
  2. Der Frage derer Sinnhaftigkeit oder Nützlichkeit, vom heutigen Standpunkt aus beurteilt
  3. Der Frage der Ziele der Akteure, und zwar auch die der "nicht-Chimäriker"
  4. Der Frage der heutigen Einordnung, bzw. heutiger politischer Konsequenzen

Das Ganze riecht tatsächlich verdächtig nach der Russlanddeutschen-Szene.

HolgerXX hat übrigens einen Beitrag im Werbungs-Forum geschrieben, den das Forum selbsttätig als Werbung erkannt und deswegen moderiert hat. Darin findet sich ein Link auf seine Website, den ich hier mal zu Zwecken des Selbststudiums gekürzt wiedergebe:

https://bit.ly/2NM1TO3
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Alt 26.07.2018, 10:47   #4
perfidulo
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Noch ein Gedankensplitter aus dem zitierten Aufsatz
Zitat:
Lew Nikolaevich war einer von denen, zu denen die TheorieFortschritt war widerlich. In der Zivilisation sah er Anzeichen der Zerstörung ethnischer Systeme, was laut Gumilev zu Landdegradierung und Verschlechterung des ökologischen Zustands des Lebensraums führt. Der Hauptnachteil in diesem Fall ist "unnatürliche Migration" und die Entstehung von Städten ("künstliche Landschaften"). Es kann argumentiert werden, dass diese Idee von einigen Anhängern von Lew Nikolajewitsch aus dem Konzept von Werner Sombart übernommen und weitergeführt wurde.
Das sind ja Gedanken, die bis heute virulent sind (Lebensreform, Wandervogel, freie Schulen, Hippies, Landkommunen, Ökos)
Aber das wird den Fremdenfeinden aller Länder gefallen.
Zitat:
Solche Beziehungen werden in verschiedenen Arten der Interaktion ausgedrückt:
  1. Symbiose - beinhaltet die Beziehungen der ethnischen Gruppen, die ihre Landschaft einnehmen, aber aus verschiedenen Gründen interagieren. Diese Form gilt als optimal für das Wohlergehen jedes Ethnos.
  2. Xenia - (sehr seltene Form der Interaktion)impliziert die Anwesenheit einer großen ethnischen Gruppe kleiner Vertreter eines anderen Ethnos, die isoliert existieren und das System, in dem sie sich befinden, nicht verletzen.
  3. Chimäre - entsteht im Falle der Verwirrung von Vertretern von zwei Superethnosen im Territorium einer Landschaft. Negative Komplementation führt in diesem Fall zu Konflikten und zum Zerfall ethnischer Gruppen.
Nur nicht Mischen! Und die passende Theorie dazu:

Zitat:
Und die Methoden und Techniken der Interaktion mit Ethnosen im Neo-Eurasianismus (Gumilevs Theorie) wurden zur vorherrschenden Leidenschaftlichkeit des russischen Volkes abgeschrieben.
Doch

Zitat:
Das Konzept hat Anhänger und Gegner, aber eine Sache blieb unverändert - das Werk wurde kein wissenschaftliches Werk (deshalb wurde Gumilevs These vom VAK nicht anerkannt, weil die Kriterien für die Bewertung der wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Kompetenz der Kommission für alle gleich sind). Leider sind die Widersprüche, mit denen Gumilyovs Bücher gefüllt sind, von niemandem beseitigt worden, aber es gab kein Interesse daran, den gegebenen "Diamanten" zu "schneiden".
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Alt 26.07.2018, 10:51   #5
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das sind ja Gedanken, die bis heute virulent sind (Lebensreform, Wandervogel, freie Schulen, Hippies, Landkommunen, Ökos)
Aber das wird den Fremdenfeinden aller Länder gefallen.
Du bringst jetzt nicht ernsthaft all diese Gruppen in einen Zusammenhang, oder?
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Alt 26.07.2018, 11:06   #6
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
HolgerXX hat übrigens einen Beitrag im Werbungs-Forum geschrieben, den das Forum selbsttätig als Werbung erkannt und deswegen moderiert hat. Darin findet sich ein Link auf seine Website....
Der hat schon eifrig geschrieben. Die Theorie dahinter, ist das es eine quasi naturgesetzliche Feindschaft zwischen Staaten (==Nationen) gäbe. Und Deutschland das Opfer fieser Machenschaften wurde.
Zitat:
Das Deutsche Reich war dabei weder in der Lage, das angelsächsiche Ränkespiel zu durchkreuzen, noch praktisch bis kurz vor Kriegsausbruch überhaupt zu durchschauen. Man hat aber nicht "geschlafen", wie sollte man hinter einen solchen "Plan" kommen, wenn es gar keinen gab? Andererseits ist das Auslösen einer Lawine auch eine andere Qualität als das Mitschliddern in einer solchen, insofern kann auf jeden Fall von zielgerichtetem Handeln gesprochen werden. Wollte man den Krieg als reinen Unglücksfall ansehen, hätte es ohne die Niederlage der Mittelmächte eine Friedensmöglichkeit zwischen ihnen und den Westmächten gegeben. Das war nicht der Fall. Der Erste Weltkrieg diente dazu, die Machtstrukturen auf der Welt zugunsten der angelsächsichen Mächte zu verändern (Frankreichs Erfolg war dabei nur ein Nebeneffekt).
Das kommt meist aus der rechten Ecke und wird heute wiederbelebt, auch in Form von Kritik an der EU.
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Alt 26.07.2018, 11:57   #7
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Theorie dahinter..., ist das es eine quasi naturgesetzliche Feindschaft zwischen Staaten (==Nationen) gäbe...
In gewisser Weise doch aber durchaus denkbar. Oder?

Früher hat ein "Stamm" den anderen versucht zu besiegen um Nahrung/Land (Jagdgründe) zu erobern damit der eigene "Stamm/Clan" überlebt und fortbesteht. Ist mMn schon ein wenig in uns Menschen verankert, das Streben sich über andere zu stellen. Heutzutage gehts um Profit/Bodenschätze/Wasserkontrolle usw. ...

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das kommt meist aus der rechten Ecke und wird heute wiederbelebt, auch in Form von Kritik an der EU.
Na fast jede Kritik an der EU wird doch früher oder später in die rechte Ecke geschoben... Der rechten Ecke entkommt doch heutzutage fast keiner mehr, egal welcher Partei/Gruppierung er angehört. Derjenige braucht nur Kritik an Regierung/EU usw. üben und schwupps steht er in selbiger...
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"Es ist eine ewige Erfahrung, daß jeder Mensch, der Macht in Händen hat, geneigt ist, sie zu mißbrauchen. Er geht soweit, bis er Schranken findet."
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Alt 26.07.2018, 13:42   #8
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
In gewisser Weise doch aber durchaus denkbar....
Denkbar ist vieles.............
Aber ein wichtiges Kriterium ist die Kontrolle durch die Wirklichkeit.
Das Konzept des Nationalstaates ist knapp 200 Jahre alt. In vielen Fällen ist es aus den Trümmern der Monarchien des Ersten Weltkriegs entstanden.
Die Monarchen waren sich schon aus Prinzip nicht grundsätzlich spinnefeind, schliesslich waren sie alle verwandt.
Auch die Nationalstaaten wählten Allianzen nach Zweckmässigkeit (ökonomische Gründe). England und Frankreich waren vor dem Ersten Weltkrieg Traumziele der Deutschen, wie heute die USA. Die kuriosen Eigenarten der andern Völker wurden humorvoll karrikiert.
Der künstlich erzeugte Hass richtete sich gegen die Juden, die nicht mal einen Staat hatten.
In den wachsenden Spannungen in der erste Hälfte von 1914 wurden alle Bewohner des Auslandes zu Feinden hochstilisiert. Mit so kuriosen Auswüchsen, dass Hotels und Apotheken in Berlin ihre Namen ändern mussten.
Leider interessiert sich HolgerXX eine Bohne für die wirtschaftlichen Hintergründe. In der Kolonie Ostafrika gab es ein fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Englischen und Deutschen Kolonien (heute Uganda und Tansania) in beiderseitigem Interesse. Es waren transkontinentale Eisenbahnen vom Kap bis Ägypten und quer durch den Kongo geplant. Daran waren alle Kolonialmächte beteiligt, auch wenn der Profit noch in weiter Ferne war. Auf deutschen Dampfern fuhren Engländer nach Afrika und Indien. Und umgekehrt.

Allerdings muss die deutsche Verpflegung ziemlich gewöhnungsbedürftig gewesen sein. Insbesondere, wenn in Port Said auch Muslime an Bord kamen.
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Alt 26.07.2018, 14:31   #9
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Die Theorie dahinter, ist das es eine quasi naturgesetzliche Feindschaft zwischen Staaten (==Nationen) gäbe.
Die gibt es doch auch. Nationalismus ist die Anwendung der Theorie des Kapitalismus auf Staaten. Daraus folgt, dass Staaten allein schon deswegen, weil es verschiedene Staaten sind, in Konkurrenz zueinander stehen würden. Das erklärt auch "Gegenbewegungen" wie den Papiertiger EU, und warum die so kraftlos sind...

Zitat:
Und Deutschland das Opfer fieser Machenschaften wurde.
Das ist der paranoide Aspekt dieser Theorie, ja

Zitat:
Das kommt meist aus der rechten Ecke und wird heute wiederbelebt, auch in Form von Kritik an der EU.
Ja klar, vor allem in Form von Kritik an "der Transferunion", oder an den "faulen Pleite-Griechen" u.Ä. - seltsamerweise kommt von Rechts z.B. niemals Kritik an den Zwangsarbeitssystemen Schule und Hartz IV, geschweige denn an der Praxis an der flüssigen Südgrenze der EU, oder an der Degeneration Polens und Ungarns. Gleichzeitig wird die EU auch nicht in die Pflicht genommen, solcherlei Bestandsschutz für den Faschismus endlich aufzugeben. Nicht einmal das Pseudoparlament äußert sich dazu. Staatsraison und eigener Profit gehen eben doch noch vor den Menschen...

Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Früher hat ein "Stamm" den anderen versucht zu besiegen um Nahrung/Land (Jagdgründe) zu erobern damit der eigene "Stamm/Clan" überlebt und fortbesteht.
Irgendwie bin ich froh, dass Du hier nicht schon grammatikalisch pauschalisierst. Kannst Du diese Behauptung irgendwie belegen, oder handelt es sich nur um einen fundierenden Mythos im Sinne Assmanns, der unter den Angehörigen Deiner Subkultur kursiert?

Zitat:
Ist mMn schon ein wenig in uns Menschen verankert, das Streben sich über andere zu stellen. Heutzutage gehts um Profit/Bodenschätze/Wasserkontrolle usw. ...
Wäre es tatsächlich "verankert" und damit auch selbstverständlich, müsstest Du Dich gar nicht zu der Frage äußern. Das ist so ein bisschen wie mit dem Geschlechtstrieb: alle haben ihn, kaum einer redet davon - bloß halt umgekehrt. Gerade weil die Menschen nicht kapitalistisch genug sind, braucht der Kapitalismus ständig Nahrung in Form solcher... Ja, wie soll man das nennen? Stoßgebete?

Zitat:
Na fast jede Kritik an der EU wird doch früher oder später in die rechte Ecke geschoben...
De Facto kommt so gut wie jede Kritik an der EU von rechts. Da braucht man gar nicht schieben.

Zitat:
Der rechten Ecke entkommt doch heutzutage fast keiner mehr, egal welcher Partei/Gruppierung er angehört. Derjenige braucht nur Kritik an Regierung/EU usw. üben und schwupps steht er in selbiger...
Da verwechselst Du Ursache und Wirkung. Hier im Forum versucht z.B. niemand (na gut, Zett_el ausgenommen), mich "in die rechte Ecke zu stellen", trotzdem ich lautstark Kritik an den genannten Institutionen äußere. Da werden wohl noch andere Größen eine Rolle spielen.

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das Konzept des Nationalstaates ist knapp 200 Jahre alt.
Ersetze "Das Konzept" durch "Unser modernes, 'westliches' Konzept", dann stimmt es. Das ist ein bisschen ein Zielscheibenfehler: Geisteswissenschaftler scheuen sich, Gebilde wie z.B. den Bund der Irokesen, Teile des alten China oder die afrikanischen Hochkulturen "Nationalstaat" zu nennen.

Das, was wir "Nationalstaat" nennen, bedeutet im engeren Sinne: Nachfolgeorganisation oder ehemalige Kolonie einer der europäischen Monarchien.

Zitat:
Der künstlich erzeugte Hass richtete sich gegen die Juden, die nicht mal einen Staat hatten.
Da haben wohl auch ökonomische Gründe, bzw. die Wahrnehmung solcher eine Rolle gespielt.

Zitat:
Mit so kuriosen Auswüchsen, dass Hotels und Apotheken in Berlin ihre Namen ändern mussten.
Ein klarer Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, findest Du nicht auch?

Zitat:
In [...] kamen.
Ich halte es für äußerst geschmacklos, so über die Epoche des Kolonialismus zu schreiben.
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Alt 26.07.2018, 15:04   #10
perfidulo
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Ich halte es für äußerst geschmacklos, so über die Epoche des Kolonialismus zu schreiben.
Kommst Du wieder mit Deinen Denkverboten?
Der Kolonialismus war nicht so schrecklich, wie Du Dir das vorstellst. Aber das würde zu weit führen. Im Gedächnis sind nur die Auswüchse (Herero), die teilweise bis heute nicht anerkannt werden.
Wenn man die Orginaldokumente liest, stellt sich vieles anders dar, als Geisteswissenschafter (aus Sekundärliteratur, die sich auf Sekundärliteratur stützt) heute verbreiten.
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