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Alt 15.05.2017, 12:11   #1
basti_79
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Standard Materialsammlung: Argumente, die keine Argumente gegen die Schulpflicht sind

Ihr kennt das bestimmt. Da führt einer in einer Bildungsdebatte ein Argument, und ihr denkt Euch: "ohne Schulpflicht hätte es gar nicht so weit kommen können!". In diesem Thread also bitte nur solche Ausführungen von Pädagogen und ihren Unterstützern, bei denen Krokodilstränen vergossen werden über das strukturelle Versagen des Schulsystems.

Zitat:
Entwickelt werden sollen lediglich Kompetenzen, nicht Persönlichkeiten - und zwar so schnell und gleichzeitig soumfassend wie möglich, was natürlich schon ein Widerspruch in sich ist.
Dieser Spuk von der Kompetenzorientierung bzw. der Kritik daran, ist eine Nebelkerze der sadistischen Psychopathen unter den Pädagogen. Das erkennt man daran, dass sich an der Situation (und an der Bedeutung des Satzes) ändern würde, würde man ("Mutatis mutandis") die Worte "Kompetenzen" und "Persönlichkeiten" gegeneinander austauschen.

Einzig Geisteswissenschaftler und Unterstützer des Schulbankrotts würden hysterisch werden, die aber dafür zuverlässig und intensiv. Die gemeinte Zielvorstellung könne man ja nie und nimmer "Persönlichkeit" nennen. Gerade daran müsste ich wieder zweifeln. Bekanntlich verlieren in einer "subjektiven Realität", in der z.B. die Richter das Recht erzeugen, statt die Gesetze auszulegen, alle Worte ihre Bedeutung.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen...a-1143237.html
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 29.05.2017, 17:44   #2
basti_79
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Standard Remo Largo über menschenwürdige Bildung

Der Schweizer Kinderarzt Remo Largo mit einem Plädoyer für Vernunft und Gewissen selbst bei Bildung.

Zitat:
Jede Form von Planwirtschaft [er bezeichnet vorher das schweizer Schulsystem als planwirtschaftlich] ist eine grobe Missachtung der Individualität, ja der Würde des Menschen.
http://mobile2.tagesanzeiger.ch/arti...5c370ec3000001
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Alt 17.06.2017, 22:46   #3
basti_79
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Zitat:
Häufig haben die Schwänzer Schwierigkeiten in der Familie, etwa, wenn sich die Eltern getrennt haben oder mit der Erziehung überfordert sind.
(lies: wenn das nicht der Fall ist, geraten Befürworter der Diktatur schnell in Schwierigkeiten)

Zitat:
Deswegen werden in einem Verfahren oft Jugendhilfe und Jugendamt eingeschaltet.
(lies: die haben alle Mittel zur Verfügung, die sie auch ohne Verstand oder Gewissen einsetzen werden)

Zitat:
Als Erstes wird allerdings mit den Eltern und dem Schüler gesprochen.
Natürlich unter der Prämisse, dass "der Schüler" (oder die Schülerin) danach freiwillig und glücklich "die Schule besucht". Und unter der, dass die Eltern zustimmen. Freiwillig und Glücklich natürlich.

Ein kleiner Lichtblick ist folgendes Eingeständnis:

Zitat:
Im vergangenen Jahr wurden in fast 4 790 Fällen [vorher - 14/15 - 4 868] Bußgelder erhoben. Sie fließen in die Haushalte der Landkreise und kreisfreien Städte. Die Kommunen haben so rund 436 000 Euro eingenommen. Im Jahr davor [mutmaßlich 15/16] waren es etwa 4 000 Euro weniger.
Salto Mortale rückwärts: Profit schlagen aus denen, die sich in einer Notsituation befinden, die Regierung für ihre Gewissenlosigkeit loben und dafür, dass man einen Rückgang von Fällen und Einkünften als positiv darstellen kann, trotzdem das Ergebnis ein negatives war, und gleichzeitig "weiter wie bisher". Wie in Sachsen üblich. Und, wie immer: kein Argument gegen die Schulpflicht erkennbar. Nicht einmal mehr in Sachsen.

http://m.sz-online.de/sachsen/keinen...e-3706084.html
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Alt 20.06.2017, 09:43   #4
basti_79
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(ein Verweis auf SVV als Konsequenz der Zwangsbeschulung)

Zitat:
[...]und ich habe eine Toilette in der Schule, die ich täglich besuche, um zu weinen und mich zu verletzten, wenn ich die Gedanken an Noten und die eingebläuten Kausalketten nicht mehr aushalte.
http://www.otz.de/web/zgt/leben/deta...ben-1497947432

http://www1.stuttgart.de/stadtbiblio...k/oc/gruen.pdf
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Alt 01.07.2017, 11:46   #5
basti_79
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Wie es aussieht, wird in (allen?) palästinensischen Schulbüchern Israel gar nicht dargestellt (d.h. es sieht aus wie ein Stück Palästina). Das ist natürlich ein Musterbeispiel für den Zweck von Schulen: die Kinder sollen ja "das Richtige" lernen. Nur das sich das Richtige halt gerade zufällig unterscheidet zwischen hier und Palästina.

Ihr braucht Euch auch gar nicht einbilden, dass das in Deutschland großartig anders liefe. z.B. steht anscheinend in allen Ökonomie-Lehrbüchern, dass "die Verelendungstheorie widerlegt wurde". Die meisten Leute sind auch der irrigen Überzeugung, dass die Bundeskanzlerin parlamentarische Immunität genießen würde, obwohl das den Rechtsstaat aushebeln würde. Solchen Unsinn braucht man nicht einmal mehr in Lehrbücher schreiben, das verbreitet sich anscheinend von ganz allein. Da sollte man meiner Meinung nach das Gegenteil in die Lehrbücher schreiben, aber was das schon wieder kostet...

Ganz viele Leute denken auch, wenn man einen Verfassungsbruch nicht so nennt, fände er gar nicht statt. Diese Konstruktion vergleiche ich gerne mit "magischem Denken" oder dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip.

Wo die Wahrheit abhängig ist von einer Regierung, schläft bald die Vernunft. Und der Schlaf der Vernunft gebiert bekanntermaßen Ungeheuer.

http://www.tagesspiegel.de/wissen/na.../19993118.html
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Alt 01.07.2017, 13:37   #6
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Das ist auch kein Argument gegen die Schulpflicht. Man könnte ja einfach den Schülern befehlen, zu spielen.

http://www.huffingtonpost.de/2016/11..._12911730.html
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Alt 04.07.2017, 08:26   #7
basti_79
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Da ist ein neues Blog aufgetaucht, auf dem pädagogische Leerformeln wiederholt werden. Vermutlich versucht die Autorin den Gedanken zu verdrängen, dass man die Seelen ihrer Kinder zerstört.

https://maylemur.tumblr.com/
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Alt 01.08.2017, 10:22   #8
basti_79
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Der "Lehrerfreund" zur Frage, wie man richtig straft.

https://www.lehrerfreund.de/schule/1...bestrafen/3531

Nur böse Zungen behaupten, dass die empfohlene Methode aus der Perspektive des Opfers aussieht, als sei der Täter ein ziemlich kranker Narzisst.
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Alt 01.08.2017, 12:54   #9
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Nur böse Zungen behaupten, dass die empfohlene Methode aus der Perspektive des Opfers aussieht, als sei der Täter ein ziemlich kranker Narzisst.
Ja, das hast du völlig recht, nur böse Zungen behaupten sowas.

ich zitiere mal aus der Seite:

Zitat:
Als Lehrer/in sollte man Strafmaßnahmen nach Möglichkeit vermeiden und versuchen, Probleme durch Gespräche oder Abmachungen gemeinsam mit dem/der betroffenen Schüler/in zu beseitigen. Das funktioniert in den meisten Fällen, wenn man sich die dafür erforderliche Zeit nimmt und nach wirklichen, dauerhaften Lösungen sucht.

Wer diese Option nicht vollständig ausschöpft, den wird auch eine gerechte und transparente Strafkultur nicht vor destruktiven zwischenmenschlichen Spannungen schützen.
Sowas kann ja nur ein
Zitat:
kranker Narzisst
geschrieben haben....
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 02.08.2017, 10:54   #10
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Ja, das hast du völlig recht, nur böse Zungen behaupten sowas. ich zitiere mal aus der Seite:

Zitat:
Als Lehrer/in sollte man Strafmaßnahmen nach Möglichkeit vermeiden und versuchen, Probleme durch Gespräche oder Abmachungen gemeinsam mit dem/der betroffenen Schüler/in zu beseitigen. Das funktioniert in den meisten Fällen, wenn man sich die dafür erforderliche Zeit nimmt und nach wirklichen, dauerhaften Lösungen sucht.

Wer diese Option nicht vollständig ausschöpft, den wird auch eine gerechte und transparente Strafkultur nicht vor destruktiven zwischenmenschlichen Spannungen schützen.
Sowas kann ja nur ein geschrieben haben....
Naja, untersuchen wir das doch mal:
  1. Du kannst mir bestimmt erklären, welche "Probleme" es sind, die man da aus der Welt zu schaffen sucht. Meiner Meinung nach: mangelnde Unterordnung, vulgo: "Befehlsverweigerung" bzw. "Wehrkraftzersetzung".
  2. Welche "Lösungen", die in diesem Zusammenhang vorgeschrieben werden, sind denn "wirklich" und "dauerhaft"? Was ist überhaupt eine "wirkliche" Lösung?
  3. Warum kommt es nicht in Frage, den Opfern die Schulfolter zu ersparen? Warum soll man sie zu länglichen, im wesentlichen inhaltsleeren Gesprächen nötigen?
  4. Schützt eine "gerechte und transparente Strafkultur" tatsächlich (wenn man sie "richtig" praktiziert) vor "destruktiven zwischenmenschlichen Spannungen"?
Allein schon das Wording beeindruckt da ja: es ist nicht etwa ein dummes Nazigesetz, das Lehrer und Schüler zu Idiotien zwingt, das man genauso abschaffen könnte, und das überhaupt auch die Grundlage darstellt für solche Gedankengänge, nein, da werden "destruktive zwischenmenschliche Spannungen" als Kern des Übels erkannt.


Was ist denn eine "destruktive zwischenmenschliche Spannung"? Und überhaupt, wo innerhalb von Schule, wo der Overkill immer im Raum steht, gibt es keine "zwischenmenschlichen Spannnungen"?


Wann wird denn eine "zwischenmenschliche Spannung" "destruktiv"? Geschieht das, bevor der strafende Pädagoge die Zerstörung der Familie anordnet, oder sind schon seine Nötigungen und Freiheitberaubungen destruktive Handlungen?


In einem Rechtsstaat sollten Rechtsmittel vor Willkür dieser Art und auch vor unrechten Strafen schützen. Welche Rechtsmittel erkennt der strafende Pädagoge denn seinen Opfern zu? Und befindet sich ein Strafender (ob nun pädagogisch verblendet oder nicht) in einem "Interessenkonflikt", wenn derjenige, der über Wohl oder Wehe entscheidet, auch erklärt, warum er richtig zu entscheiden pflegt?


Ich denke da immer an:


Zitat:
Zitat von von Rochow
Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt; aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.
__________________
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