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Alt 23.01.2017, 19:09   #1
SchwarzerFuerst
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Standard Materialsammlung: Argumente für die Schulpflicht

Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: ich bin dafür, auch darüber nach zu denken, auch Argumente für die Schulpflicht zu sammeln....
__________________
AMEN
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Alt 23.01.2017, 19:17   #2
basti_79
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Dieser Thread entstand als Antwort auf diesen. Die Regeln sollen hier dieselben sein: nur Links mit Kommentar in den Beiträgen und Diskussionen ausgliedern. Dann darf ich darum bitten, dass die Befürworter der Schulpflicht in der heutigen Form hier ihre Argumente präsentieren:
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 09.02.2017, 22:12   #3
basti_79
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"Wohin mit Sebastian?"

Na, "in die Schule" natürlich. Und bist Du nicht willig, dann brauch' ich Gewalt. Große Frage: warum haben die Behörden noch nicht zur Zerstörung der Familie gegriffen, das macht doch alles besser?

https://magazin.spiegel.de/SP/2017/6...ign=centerpage
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 15.02.2017, 19:19   #4
basti_79
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Folgende saublöde pädagogische Schwurbeleien werden im Zeitgeist-Deppen-Magazin "brandeins" als zwingende Argumente für die Schulpflicht dargestellt:
  • "Es gibt ja Alternativen"
Zitat:
Natürlich gibt es solche Lernfabriken noch heute, doch neben ihnen sind mittlerweile ganz andere Lernstätten entstanden.

Gibt es einen Rechtsanspruch darauf, eine solche "ganz andere Lernstätte" als Ersatz für die Systemschulen zu besuchen? Selbstverständlich nicht. Selbstverständlich gibt es solche "ganz anderen Lernstätten" auch nur vereinzelt, und das auch nur, damit Pädagogen mit solchem Geschwurbel die von ihnen mitgetragenen, sadistisch motivierten Menschenrechtsbrüche rechtfertigen können.
  • "Es geht darum, dass Schule so praktiziert wird wie überliefert"
Zitat:
Ein Glück, dass sich die Behörde darauf nicht eingelassen hat. Denn das Homeschooling-Modell hatte nicht lange Bestand.
Da wird deutlich, dass Pädagogen Sekundärtugenden (und vor allem deren gewaltsame Durchsetzung) dort als Argument verwenden, wo das Argument des "Inhalts" (Lehrplan, unbedingte Gleichschaltung als Inhalt des zu Lernenden etc.) versagt. Die Realität, dass die Neubronners ihre Schulverweigerung mehrere Jahre durchhalten konnten, wird scheinbar überhaupt nicht reflektiert in dem Zusammenhang. Das bedeutet ja, dass die Kinder sich auch mehrere Jahre den Sekundärtugenden verweigern konnten. Es müsste Pädagogen als Überraschung erscheinen, dass sie beide überhaupt überlebt haben, geschweige denn vermeiden konnten, zu "Gesellschaftszersetzern" heranzuwachsen.
  • Die Behörden kümmern sich ja schon
Zitat:
Nun will man dort die Lehrpläne gründlich entrümpeln.

Es geht eigentlich nicht um die Lehrpläne (ansonsten Hätten die Neubronners sich ja auch sklavisch an ihr Versprechen gehalten, weiterzumachen wie bisher, nachdem man sich die Menschenrechte für die Kinder erarbeitet hatte), sondern dass man Nazi-Methoden einsetzt, um Kinder und Jugendliche zu "brechen", d.h. solange und so brutal unterzuordnen, bis sie sich letztendlich in ihr Schicksal fügen. So kann man die pädagogische Verwertungskette in Gang halten, und die Absolventen geben auch prima "Stimmvieh" ab, das klatscht, wenn es dazu aufgefordert wird, und Parteien der großen Koalition wählt und so...
  • "Es geht eigentlich um die Sozialisierung!"
Zitat:
Was vielleicht schwerer wiegt als ein Leben ohne Bekanntschaft mit Herrn Ribbeck auf Ribbeck, sind die sozialen Erfahrungen, die die beiden nicht gemacht haben, schöne wie bittere.
Die Neubronner-Kinder müssten jetzt also Sozialkrüppel sein. Wenn das Stimmen würde, was der Befürworter willkürlicher Gewalt gegen Minderjährige uns glauben lassen will. In Wirklichkeit haben "Unschooler" natürlich keine Defizite, wie sie hier präsentiert werden, und vor allem leiden sie auch keinen Schaden deswegen. Ehemals zwangsbeschulte Kinder wachsen aber zuverlässig zu Psychowracks heran, und den Zusammenhang zu Gewaltdrohungen, Ignoranz und Beleidigung als "vorbildliche Umgangsformen" gegenüber Minderjährigen, archaischer Gesetzgebung und Eitelkeiten von Pädagogen und deren Unterstützern will immer niemand sehen.

Nicht zu verbergen auch der für Schulbefürworter typische Sadismus, mit dem "Highlights" wie Betrugsversuche, Mobbing-Marathons (natürlich als Opfer) und Psychoterror gegenüber Lehrern als "notwendige Bildungserlebnisse" beworben werden. Der Schulbefürworter kann sich offenbar nicht entscheiden, was ihm wichtiger ist: Dass die Kinder dummes Zeug auswendig lernen, dass sie jeden Tag um 6 aus dem Bett geworfen werden, oder dass sie sich benehmen wie Arschlöcher.

Also: volle Kanne Schulbefürwortung und nix gemerkt. Wer in diesem Text ein Argument dafür findet, wie es in Deutschland legal sein kann, Kindern und Jugendlichen die meisten Menschenrechte abzuerkennen, darf es gerne hier im Forum diskutieren.




https://www.brandeins.de/archiv/2016...er-neubronner/
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Alt 23.02.2017, 18:15   #5
basti_79
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Noch ein Argument: Mit Hilfe der Schulpflicht lassen sich klamme Staatskassen wieder füllen. Eltern von Schulverweigerern haben oft eine große Motivation, einmal verhängte Strafen zu bezahlen.

http://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/...enzer-25765978
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Alt 23.02.2017, 18:24   #6
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Mit Hilfe der Schulpflicht lassen sich klamme Staatskassen wieder füllen.
Aus, daher sprudeln die staatlichen Einnahmen. Schäuble wird's freuen.
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Alt 03.03.2017, 19:08   #7
basti_79
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Sogar bei "Pravda TV" (eine Nazi-Hetzwebsite) eifern sie jetzt schon für die Schulpflicht. Nicht einmal auf die Nazis ist heute noch Verlass. Die hätten ja ruhig mal anmerken können, dass "Eigentum" an Menschen "Sklaverei" bedeutet, oder dass die Verfassung bewusst als "unmittelbar geltendes Recht" gesetzt wurde. Es ist aber höchst interessant, dass sie bei ihren Jubelschreien für die ewige Wiederkunft desselben (möglichst unter härteren Bedingungen) diese offensichtlichen Assoziationen vergessen.

Ich denke mal, man kann sich das historisch erklären. Das Grundgesetz ist (in einem ähnlichen Sinn wie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte) gegen das dritte Reich konzipiert worden. Selbstverständlich Ecken da Nazis an, selbst dort noch, wo sie heucheln. Und die machen ja nichts anderes.

https://donotlink.it/0meY
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Alt 05.03.2017, 11:11   #8
Lupo
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Kann es sein, dass der letzte Beitrag OT ist, oder habe ich die Argumente für die Schulpflicht darin überlesen?
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 05.03.2017, 11:20   #9
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Sogar bei "Pravda TV" (eine Nazi-Hetzwebsite) eifern sie jetzt schon für die Schulpflicht.
Ich glaube, du hast einen Vorzeichenfehler gemacht.
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Alt 05.03.2017, 11:46   #10
basti_79
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Zitat:
Zitat von Groschenjunge Beitrag anzeigen
Ich glaube, du hast einen Vorzeichenfehler gemacht.
Hmm. Keine Ahnung. Pädagogen nennen jedenfalls immer wieder als Argument für die Schulpflicht, dass man so die Entstehung von "Subkulturen", möglicherweise gar von "sexistischen" oder solchen, in denen "das Grundgesetz nicht geachtet" wird, verhindern könne. Ich sag' denen auch immer, dass man auf der so gegebenen Grundlage unmöglich schlüssig argumentieren kann. Ehrlich, ich denk' mir sowas nicht aus.

Also, wenn jetzt sogar die Nazis für die Abschaffung der Schulpflicht sind, dann muss man doch ("erst recht") die Daumenschrauben anziehen. Oder sehe ich da was falsch?

Achja, diesen Thread wollte ich eigentlich freihalten von Diskussionen. Möchte einer der anderen Moderatoren vielleicht entsprechend kuratieren? Ich bin da befangen.
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