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Atlantis Gab es dies sagenumwobene Reich? Wo lag es? Gibt es Auswirkungen bis zum heutigen Tag? Wie beeinflusste es unsere Entwicklung?

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Alt 30.08.2012, 09:48   #1
Predictor
Grünschnabel
 
Registriert seit: 30.08.2012
Beiträge: 2
Standard Merkwürdiger Traum

Hallo zusammen, bin neu hier! Habe mich aufgrund eines sehr merkwürdigen Traumes vor ca. 13 - 15 Jahren nun hier angemeldet. Befasse mich nun schon seit längerer Zeit mit der Thematik Atlantis sowie vorchristlichen Ereignissen und stellte erschreckende Parallelen fest. Nun zur Geschichte:

In diesem Jahr hatte ich meinen 20. Geburtstag. Schon als Kind war ich sehr feinfülig gegenüber meinen Mitmenschen (oder vermehrt als Kind, verflüchtigt sich etwas im Laufe der Zeit), ich glaube sehr stark Empfindungen/Gefühle empfangen zu können. Mit ca. 3 Jahren hatte ich einen Fieberkrampf bei welchem ich ambulant ins Krankenhaus gebracht wurde. Mein Fieber stieg schon immer sehr rasant an und sank so schnell wieder. Dies führte oft zu (sehr realen!) Halluzinationen, Delirium (Stimmen plötzlich aus anderen Perspektiven wahrgenommen etc.). Gleichzeitig hatte ich auch ein seehr reges Traumleben. Bis heute kann ich mich nur an diesen einen Traum erinnern, welchen ich mit etwa 5 oder 6 Jahren hatte. Ich habe Freunden schon oft darüber erzählt, da er mich sehr beschäftigte. Ich habe ihn nie wirklich begriffen, jedoch erinnere ich mich heute in einer Detailtreue wie ich es bei keinem anderen Traum hatte. Nun zum Traum:

Ich befand mich auf einer Insel (nur als "Zuschauer", ich meinte das Wasser nicht gesehen zu haben, habe aber gespürt dass es eine Insel sein muss), der Himmel war seehr düster aber es war nicht Nacht. Auf dem Boden befanden sich tausende von Menschen, alle oder die Meisten hatten lange Einteilige weisse Kleider an, auf allen Vieren kniend und alle haben sich pausenlos übergeben. Immer wieder. Mittendrin hat eine Reporterin gestanden, welche einen "an dieser Seuche" leidenden Mann interviewen wollte. Der Mann konnte allerdings kaum sprechen und übergab sich auch immer wieder. Das Gefühl, wenn ich an die Reporterin denke, ist sehr negativ. Sie war absolut nicht am Wohle der Menschen interessiert. Der Boden war irgendwie rostrot und hat auf irgend eine Weise verrückt gespielt.

Als ich das erste Mal vom Untergang von Atlantis gehört hatte, schnellte mir dieser Traum wieder in den Kopf. Es wird warscheinlich ein grober Zufall sein, nur verstehe ich diesen Traum bis heute nicht.

Kann mir jemand vielleicht etwas mehr über den Untergang Atlantis berichten? Werde demnächst Platos Timaios und Kritias studieren.

Vielen Dank euch allen
Predictor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2012, 17:05   #2
kfir007
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Ja können wir, by wiki:

http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantis

Zitat:
Im Zentrum von Atlantis befand sich den Dialogen zufolge auf der Akropolis ein Poseidontempel, den Platon als „ein Stadion lang, drei Plethra (das sind etwa 60 m) breit und von einer entsprechenden Höhe“ und innen wie außen mit Gold, Silber und Oreichalkos überzogen beschrieb. Um den Tempel herum standen goldene Weihestatuen. Ein Kultbild zeigte den Meeresgott als Lenker eines sechsspännigen Streitwagens (Kritias 116d-e). In der Nähe der zentralen Anlage befand sich ein Hippodrom. Auch die Wohnstätten der Herrscher lagen im innersten Bezirk, der von einer Mauer umschlossen wurde. Die ringförmigen Randbezirke der Stadt beherbergten von innen nach außen die Quartiere der Wächter, der Krieger und der Bürger. Die Gesamtanlage war von drei weiteren, konzentrisch angeordneten Ringmauern umfriedet (Kritias 116a-c). Die beiden äußersten Kanäle wurden als Häfen angelegt, wobei der weiter innen liegende Kanal als Kriegshafen und der äußere als Handelshafen diente (Kritias 117d-e).

Die Macht über die Insel hatte Poseidon seinem mit der sterblichen Kleito gezeugten Sohn Atlas übertragen, der der Älteste seiner Nachkommen aus fünf Zwillingspaaren war (Kritias 114a-c). Atlas und seine Nachfahren herrschten über die Hauptstadt, die Linien seiner jüngeren Brüder regierten die anderen Teile des Reiches. Mit der Zeit wandelte sich Atlantis durch immer weiter gehende Baumaßnahmen und Aufrüstungen von einer ursprünglich ländlich geprägten Insel zu einer schlagkräftigen Seemacht.[4] Die Nachfahren des Atlas und seiner Geschwister verfügten über ein einzigartiges Heer und eine starke Marine mit 1200 Kriegsschiffen und 240.000 Mann Besatzung allein für die Flotte der Hauptstadt (Kritias 119a-b). Mit dieser Streitmacht unterwarfen sie Europa bis Tyrrhenien und Nordafrika bis Ägypten (Timaios 24e-25b). Erst die zahlenmäßig weit unterlegenen Athener konnten diesen Vormarsch zum Erliegen bringen.

Diese militärische Niederlage von Atlantis wird dabei als Strafe der Götter für die Hybris seiner Herrscher dargestellt (Timaios 24e; Kritias 120e, 121c). Weil der „göttliche Anteil“ der Atlantiden durch die Vermischung mit Menschen zusehends geschwunden sei, seien sie von Gier nach Macht und Reichtum ergriffen (Kritias 121a-c) worden. Der „Kritias“ bricht ab, bevor die Götter sich zu einem Gericht über das Reich versammeln, bei dem weitere Strafen beraten werden sollten: „Der Gott der Götter aber, Zeus, welcher nach den Gesetzen herrscht und solches wohl zu erkennen vermag, beschloß, als er ein treffliches Geschlecht (so) schmählich herunterkommen sah, ihnen Strafe dafür aufzuerlegen, (121c) damit sie, durch dieselbe zur Besinnung gebracht, zu einer edleren Lebensweise zurückkehrten. Er berief daher alle Götter in ihren ehrwürdigsten Wohnsitz zusammen, welcher in der Mitte des Weltalls liegt und eine Überschau aller Dinge gewährt, welche je des Werdens teilhaftig wurden, und nachdem er sie zusammenberufen hatte, sprach er…“
und so weiter...

Aber vergiss nicht:

Alles was Atlantis betrifft ist reine Spekulation. Der alte Platon würde vor Stolz platzen wenn er sehen würde, was sein Märchen bis in die heutige Zeit für kolossale Auswirkungen hat und haben wird...


Geändert von kfir007 (30.08.2012 um 17:10 Uhr).
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Alt 31.08.2012, 14:16   #3
Predictor
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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Bin mir dessen natürlich bewusst, dass es sich hier um eher utopische Gedanken handelt, jedoch ist der Wahrheitsgehalt genauso wenig anzuerkennen wie abzustreiten (zumal ja nachweislich mehrere sehr alte Quellen darüber existieren).

Grüsse und alles Gute
Predictor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2012, 15:40   #4
Lawrence P. W.
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Eh ja, aber unabhängig von jeglichen Quellen und Betrachtungen, ist man sich hier einig - und das ist über alle sachliche Richtigkeit anderswo erhaben - :
Atlantis gab und gibt es nicht.
Plato hat sich das nur ausgedacht, weil er Spaß daran hatte und Zeitgenossen und Zukünftige analbern oder belügen wollte.

Aber warum nicht auch dies:
Atlantis ist eben wohl ein Traum, der offensichtlich bei vielen seinen Niederschlag findet oder Eingang des Nachts.

Trotzdem, erinnere dich an deine Träume, sie haben mit deinem Leben und Denken zu tun. Warum nicht auch mit Bereichen unseres Bewusstseins, die bislang noch unerschlossen sind.
Ich finde es spannend und freue mich oft auf die Nacht zu erleben, was dann wieder spannendes passiert, an welche Orte ich zurückkehre, was ich erlebe, welche Leute ich wiedertreffe und welch interessante Geschichten man so erlebt.
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Geändert von Lawrence P. W. (31.08.2012 um 15:43 Uhr).
Lawrence P. W. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2012, 16:13   #5
kfir007
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Hi Lawrence
hast du schön gesagt. Nun es ist natürlich nicht 100% sicher, dass es einen Stadtstaat Atlantis nicht gegeben hat, zum Beispiel Santorin:

http://de.wikipedia.org/wiki/Santorin

Ansonsten bin ich der gleichen Meinung, es ist eine wunderbare Sage, vergleichbar mit "1000 und eine Nacht" oder Odysseus. Und was wäre der Mensch öhne Träume?


Geändert von kfir007 (31.08.2012 um 16:17 Uhr).
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Alt 01.09.2012, 01:00   #6
Lawrence P. W.
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So ist es, auch wenn es vielleicht Atlantis nicht gegeben haben mag in den für manche notwenigen physischen Grenzen, so ist es doch zumindestens als Gedanke oder Traum psychische Gegenwart.
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Alt 12.01.2013, 18:28   #7
Almuth
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Nach Plato liegt Atlantis jenseits der Säulen des Herakles, was dem heutigen Gibraltar entspricht. Diese Meerenge bedeutete damals das Ende der bekannten Welt. Atlantis liegt also außerhalb der bekannten, das heißt der sichtbaren Welt, das ist nicht geographisch zu verstehen, sondern philosophisch. Atlantis ist ein ideelles Reich. Das entspricht seiner Lehre, dass es hinter der sichtbaren Welt einen wirklicheren und wahrhaftigeren Bereich der Ideen gibt. Untergegangen sei es letztlich, weil es sich diese „Götter“ mit den sterblichen Menschen vermischten und dadurch allzu menschliche Schwächen entwickelten.
LG Almuth
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Alt 16.01.2013, 20:06   #8
cicero
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Zitat:
Zitat von Almuth Beitrag anzeigen
Nach Plato liegt Atlantis jenseits der Säulen des Herakles, was dem heutigen Gibraltar entspricht. Diese Meerenge bedeutete damals das Ende der bekannten Welt. Atlantis liegt also außerhalb der bekannten, das heißt der sichtbaren Welt, das ist nicht geographisch zu verstehen, sondern philosophisch. Atlantis ist ein ideelles Reich. Das entspricht seiner Lehre, dass es hinter der sichtbaren Welt einen wirklicheren und wahrhaftigeren Bereich der Ideen gibt.
Das ist eine interessante Idee, die es wert ist, genauer überprüft zu werden.
Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass es nicht funktioniert.

Warum?

Weil Ur-Athen nämlich innerhalb der Säulen liegt!
Und wenn etwas im "Reich der Ideen" liegt, dann vor allem der Idealstaat Ur-Athen.
Ergo können die Säulen nicht die Grenze zwischen unserer Welt und der Welt der Ideen sein.

Dennoch Daumen hoch: Da hat mal jemand versucht, von Platon her zu denken!
Ich empfehle folgendes Buch: Gunnar Rudberg, Atlantis and Syracuse.
cicero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2013, 13:40   #9
Almuth
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Zitat:
Zitat von cicero Beitrag anzeigen
Ergo können die Säulen nicht die Grenze zwischen unserer Welt und der Welt der Ideen sein.
Die konkreten Säulen sind natürlich nicht die konkrete Grenze. Sie sind der symbolische Ausdruck dafür. Das ist das allgemein verständliche Sinnbild für Grenze der bekannten Welt.
Die Grenze der bekannten Welt, das ist im doppelten Sinn zu verstehen. Denke ich.
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Alt 12.02.2013, 12:30   #10
Space_Lord
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Ich denke auch, dass die Säulen des Herakles nicht geografisch sondern eher symbolisch das Ende des Diesseits und den Anfang des Jenseits darstellen sollen. Sprich: Wenn Schiff die Säulen des Herakles (SdH) passiert, dann befindet es sich außerhalb unserer Realität (die uns ja bekannt ist, wie den Griechen damals die Welt bis zu den SdH) und befährt eine den Menschen nicht bekannte, unvorstellbare Welt (die menschliche Fantasie).
Viele anerkannte Philosophen und Archäologen vermuten daher zurecht, dass es sich bei der Legende von Atlantis vielmehr um eine (Abenteuer-)Geschichte oder ein Märchen der Antike handelt.
Sicherlich können gewisse Einzelheiten auf die ein oder andere Kultur in der damals bekannten Welt zutreffen oder hineininterpretiert werden. So könnte Platon z.b. in weiser Voraussicht den nahenden Untergang des Perserreichs thematisiert haben, das ja damals, wie es auch von Atlantis heißt, eine gigantische Militärmacht war.
__________________
"imagination is more important than knowledge because knowledge is limited" - Albert Einstein
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