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Alternative Heilverfahren Akupunktur, Ayurveda, Bach-Blüten, Homöopathie etc.

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Alt 18.03.2012, 10:03   #1
perfidulo
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Standard Grüner Tee = Wundermittel

Der Kopp-Verlag gilt nicht gerade als die seriöseste Quelle.
Aber man kann es kaum vermeiden, wenn man im grenzwissenschaftlichen Bereich recherchiert, auf eine seiner vielen Ableger zu stoßen.

Ich fand die folgende Meldung

Zitat:
Ein Professor revolutioniert die Medizin mit grünem Tee

Edgar Gärtner


Grüner Tee galt lange Zeit als Kultgetränk von Esoterikern. Inzwischen ist klar, dass er weitaus besser wirkt als viele Medikamente.
Grüner Tee hat mich schon immer fasziniert und so versuchte ich mehr zu finden. Kam aber nur auf Derivate der zitierten Seite, in der kein Name genannt wird.

Möglicherweise handelt es sich um diese Herrn

Prof. Dr. med. Werner Hunstein


Das würde von den Daten her passen.

Zitat:
Darüber gibt diese Website nähere Auskunft. Ich habe sie eingerichtet, nachdem es mir auch in drei Jahren nicht gelungen ist, meine haematologischen Kollegen, bis auf einen, vom Erfolg meiner Weiterbehandlung ohne Chemotherapie seit Anfang September 2006 zu überzeugen, dies gelang anfangs nur mit grünem Tee, dann mit Tee-Extrakt Kapseln, d.h. EpiGalloCatechinGallat = EGCG.

Wieder hatten meine vormaligen Schüler Antonio Pezzutto -mein behandelder Arzt- und Bernd Dörken, beide Charite, die Fäden von Erich Eberhard Wanker und seiner Gruppe, besonders Jan Bieschke, für mich als Lebensfaden weitergesponnen mit dem Rat, die Behandlung als Selbstversuch mittels EGCG fortzuführen, veranlasst durch die in vitro Erfolge dieser Substanz durch Wanker und seiner erfolgreichen Gruppe am Max Delbrück-Centrum in Berlin.
Das sieht relativ seriös aus und wäre vielleicht einer näheren Betrachtung wert. Aus dem Impressum geht hervor, daß Hunstein allerdings inzwischen verstorben ist, aber möchte, daß sein Werk fortgeführt wird.
__________________
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Geändert von perfidulo (18.03.2012 um 10:05 Uhr).
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Alt 18.03.2012, 10:21   #2
SchwarzerFuerst
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Reden

Eigentlich reicht mir, daß ich grünen Tee mein Leben lang sehr bekömmlich und wohl schmeckend fand, sollte er auch noch der Gesundheit förderlich sein, wäre dies eine erfreuliche Nebenwirkung.

Allerdings konnte ich selbst bei keiner Erkrankung, die man sich so zu ziehen kann,
(Erkältungen, Magenverstimmungen, Rücken- bzw. Hüftschmerzen, Kopf- bzw. Zahnwee etc).
irgend eine durch grünen Tee stattfindende Besserung fest stellen.

Daß von den vielen Bestandteilen einige mit medizinischen Anwendungsmöglichkeiten
dabei sind, ist nicht unwahrscheinlich und einer Untersuchung wert.

Trotzdem würde ich bei einer ernsteren Erkrankung die Hilfe eines Arztes dem Hoffen auf die Wunderwirkung grünen Tees vorziehen.
__________________
AMEN

Geändert von SchwarzerFuerst (18.03.2012 um 10:36 Uhr). Grund: Rechtschreibung am Morgen......
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Alt 18.03.2012, 10:57   #3
perfidulo
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Zitat:
Zitat von SchwarzerFuerst Beitrag anzeigen
Eigentlich reicht mir, daß ich grünen Tee mein Leben lang sehr bekömmlich und wohl schmeckend fand, sollte er auch noch der Gesundheit förderlich sein, wäre dies eine erfreuliche Nebenwirkung.
Freut mich sehr einen Liebhaber des Grünen Tees zu treffen.

Ich bin - aber das habe ich in diesem Forum schon geschrieben - durch eine Buch im 1 DM Wühltisch eines Antiquariats darauf gekommen. So Anfang der 1990er Jahre. Wenn man damals im Supermarkt nach "grünem Tee" gefragt hat, haben sie Pfefferminztee vorgeschlagen. Ob die Spezial-Teegeschäfte das Produkt geführt haben, ist mir nicht mehr präsent. Aber ich denke, ich habe da auch nachgefragt.

Ich wurde in einem Asia-Laden fündig, wo es japanische Teebeutel gab.

Ich habe mir die Teebeutel später sogar in die Kur in die nordhessische Provinz mit der Post schicken lassen.

Inzwischen gibt es ein umfangreiches Angebot. Die gesundheitlichen Vorteile scheinen nicht ganz von der Hand zu weisen zu sein.

Ich hatte in einem Alkoholismus-Tread erwähnt, daß grüner Tee im 18. Jahrhundert gegen die Sauferei bei Seeleuten eingesetzt wurde. Seitdem scheint das niemand mehr großflächig probiert zu haben.

Hast Du etwas beobachtet hinsichtlich Alkoholkonsum?
__________________
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Alt 18.03.2012, 11:26   #4
SchwarzerFuerst
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Reden

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Freut mich sehr einen Liebhaber des Grünen Tees zu treffen.
......
Ich hatte in einem Alkoholismus-Tread erwähnt, daß grüner Tee im 18. Jahrhundert gegen die Sauferei bei Seeleuten eingesetzt wurde. Seitdem scheint das niemand mehr großflächig probiert zu haben.

Hast Du etwas beobachtet hinsichtlich Alkoholkonsum?
Eigentlich nur, daß ich in einer Zeit, in der ich viel zu viel Alkohol getrunken habe,
keinen grünen Tee zu mir genommen habe und auch kein Verlangen danach hatte.

Seitdem ich vor einigen Jahren dem Alkoholkonsum total abgeschworen habe,
trinke ich auch wieder viel grunen Tee und, wie ungesund, hehehe, noch mehr CocaCola.

Trotzdem glaube ich keinen gegenläufigen Zusammenhang zwischen Alkohol- und
Grünem Tee Konsum zu erkennen, höchstens, daß der Alkoholkonsum die Lust auf
grünen Tee durch Unverträglichkeit minderte.
Bei mir vertrug der Magen beides zusammen einfach nicht, vielleicht hat man, da man
damals auf "Holzhammertherapien" stand, eben diesen Umstand ausnutzen wollen..
__________________
AMEN

Geändert von SchwarzerFuerst (18.03.2012 um 12:01 Uhr). Grund: Da fehlte ein Punkt.
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Alt 20.03.2012, 12:55   #5
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Standard grünertee

Hallo perfidulo, habe deine fragen über den grünentee gelesen und in mein
gedächnis rumgekramt. Man schreibt dem grünentee allerhand heilwirkungen
zu. Zum beispie soll es bei den völkern die grünentee zum alltäglichen
genuß gehört, weniger prostata erkrankungen geben. Es sollen angeblich
verschiedene stoffe im grünentee enthalten sein, die die sogenanten freien
radikale, neutralisieren. Somit auch gegen andere krebs arten vorbeugent
wirken.
Aus dem grünentee wird durch vergährung ein anderes getränk hergestellt.
Schau mal im internet unter KAMPUCHA nach. Dieses getränk soll ja
reine wunder bewirken.
Mit freundlichen grüßen
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Alt 20.03.2012, 13:12   #6
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ich bin - aber das habe ich in diesem Forum schon geschrieben - durch eine Buch im 1 DM Wühltisch eines Antiquariats darauf gekommen. So Anfang der 1990er Jahre. Wenn man damals im Supermarkt nach "grünem Tee" gefragt hat, haben sie Pfefferminztee vorgeschlagen. Ob die Spezial-Teegeschäfte das Produkt geführt haben, ist mir nicht mehr präsent. Aber ich denke, ich habe da auch nachgefragt.
Also in Göttingen gab es in den 90er Jahren definitiv Grünen Tee - ein Freund von mir hat fast nichts anderes getrunken.
Wir hatten allerdings auch zwei sehr gute Teegeschäfte.

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Inzwischen gibt es ein umfangreiches Angebot. Die gesundheitlichen Vorteile scheinen nicht ganz von der Hand zu weisen zu sein.
Es soll in Asien, inGebieten wo viel grüner Tee getrunken wird eine deutliche geringere Krebsrate geben.
Aber zum Einen scheinen die dort den lieben langen Tag nichts anders zu tun als grünen Tee zutrinken und zum anderen ist die Kauslität wohl auch noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

Grüner Tee ist mir übrigens auch der Liebste.
Leider gibt es den leckeren Natsukaori (mit Erdbeeraroma) bei uns nicht mehr
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 20.03.2012, 16:12   #7
Tarlanc
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Ich habe vor einigen Jahren mal ein Review zu sekundären Pflanzenstoffen geschrieben. Darin fand Grüner Tee vor allem aufgrund seines Catechin-Gehalts auch einen Platz. Die Catechine helfen durch ihre antioxidante und antiinflammatorische Wirkung vor allem zur Vorbeugung von Gelenkbeschwerden.
Da sie auch leicht antikarzinogen wirken, sind sie auch zur Krebsvorbeugung (nicht Behandlung) im Gespräch.

Für alle, die keinen grünen Tee mögen, noch eine gute Nachricht: Die selben Catechine sind auch in Rotwein und Schokolade vorhanden

Zum Nachlesen:
  • Singh B, Bhat T.K., Singh B, Potential Therapeutic Applications of Some Antinutritional Plant Secondary Metabolites, J.Agric.Food Chem. 51, 5579-5597, 2003
  • Scalbert A, Williamson G., Dietary intake and Bioavailability of Polyphenols, J.Nutr. 130: 2073S-2085S, 2000
  • Yang C.S. et al, Tea and Tea Polyphenols in cancer Prevention, J.Nutr. 130: 472S-478S, 2000
  • Adcocks C. et al, Catechins from Green Tea Inhibit Bovine and Human Cartilage Proteoglycan and Type II Collagen Degradation in vitro, J.Nutr. 132: 341-346, 2002
  • Miura Y. et al, Tea Catechins Prevent the Development of Atherosclerosis in Apoprotein E-Deficient Mice, J.Nutr. 131: 27-32, 2001
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
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Alt 20.03.2012, 16:49   #8
Lupo
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Auch in Rotwein?

Trinke ich ja grundsätzlich häufiger als Tee, aber ich fürchte für eine spür- oder messbare Wirkung müsste man sich zu einem Hochleistungsalkoholiker entwickeln.
Und gegen Leberzirrhose helfen diese Chatechine wohl nicht.
__________________
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Alt 21.03.2012, 08:04   #9
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Standard grünertee

Hallo Lupo, nicht so pessimistisch sein. Die wirkstoffe sind in niedrigen
homöopathischen potenzen enthalten. Da ist ein zu viel,eben ein zuviel,
und wirken genau entgegen gesetzt, sprich krank machend. Zum
beispiel. Weiße mäuse sehen und leberzirrhose.
Wie sagte ein weiser mann: Alles kann gift (arznei) sein, es kommt nur auf
die dosis an. Oder so ähnlich hat er es gesagt !.
Dieses trifft vor allem auf den alkohol zu. Alles mit maßen.

Mit freundlichen grüßen
ungebildet
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Alt 21.03.2012, 10:02   #10
Tarlanc
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Auch in Rotwein?
Trinke ich ja grundsätzlich häufiger als Tee, aber ich fürchte für eine spür- oder messbare Wirkung müsste man sich zu einem Hochleistungsalkoholiker entwickeln.
Nicht zwingend. Das ist das schöne an diesen Wirkstoffen. Sie zeigen schon in geringer Konzentration Wirkung. Mit dem Glas Rotwein am Tag, welches als Hausmittelchen so gerne empfohlen wird, solltest du zurecht kommen.

On the basis of a still significant French wine consumption of 180 mL/day/person, the current daily intake of catechins (monomers and dimers B1, B2, B3, and B4) averaged 5 (dry white wine), 4.36 (sweet white wines), 7.70 (rosé wines), 31.98 (red wines), and 66.94 (dry white wine [=Chardonnay] enriched in phenolic) mg/day/resident for the French population. Red wine, and particularly Pinot Noir, Egiodola, Syrah, Cabernet Sauvignon, and Merlot varieties, or Chardonnay enriched in phenolics during wine-making for white varieties contribute to a very significant catechin dietary intake.
Quelle: Nicolas Landrault,Patrick Poucheret, Patrice Ravel, Francis Gasc, Gérard Cros, and Pierre-Louis Teissedre (2001): Antioxidant Capacities and Phenolics Levels of French Wines from Different Varieties and Vintages. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry 2001 49 (7), 3341-3348.
__________________
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Geändert von Tarlanc (21.03.2012 um 10:08 Uhr).
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