:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Archäologie > Europa

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 29.07.2011, 15:15   #1
Herz_aus_Stahl
Foren-As
 
Registriert seit: 15.03.2010
Beiträge: 670
Standard Diverse Funde, die im Zusammenhang mit "Chronologiekritik" gesehen werden sollen

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen

Ein wenig wirr ist die Karte schon.
Da treffen sich südlich von Bamberg fünf Strassen auf der grünen Wiese,
Die "grüne Wiese" and der Stelle heisst Nürnberg...
Herz_aus_Stahl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 15:26   #2
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 8.725
Standard

Zitat:
Zitat von Herz_aus_Stahl Beitrag anzeigen
Die "grüne Wiese" and der Stelle heisst Nürnberg...
Das muß den Erstellern der Karte entgangen sein. Aber es war wohl eher die Pfalz von Forchheim, die keiner Erwähnung bedurfte

zu Nürnbergs Geschichte
Zitat:
Im Frühen Mittelalter wird die 30 km vom heutigen Nürnberg entfernte Pfalz Forchheim erstmals erwähnt und gewinnt mit Karl dem Großen schnell an Beudeutung.[1] Dieser plante im Raum eine Wasserwegverbindung zwischen Main und Donau, die Fossa Carolina.
Die Gründung der Stadt ist unsicher, sie könnte zwischen 1000 und 1040 im Zuge der Sicherung des zentral im Reich gelegenen Grenzlands zwischen Sachsen, Bayern, Ostfranken und Böhmen am Schnittpunkt wichtiger Straßen erfolgt sein. Im Jahr 1007 wird die Nachbarstadt Fürth erstmals erwähnt und von Heinrich II. an das neugegründete Bistum Bamberg geschenkt.[2]
http://de.wikipedia.org/wiki/Forchheim
Zitat:
Im 8. und 9. Jahrhundert wurden in Forchheim ein fränkischer Königshof und eine Pfalz errichtet. Im Jahr 805 wurde die Stadt im Diedenhofener Kapitular von Karl dem Großen unter dem Namen Foracheim erstmals urkundlich erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war Forchheim Teil des ostfränkischen Netzes von Kontrollstationen für den Handel mit den Slawen.
In den folgenden Jahrhunderten fanden in Forchheim zahlreiche Reichstage und Fürstentage statt, wovon der erste Aufenthalt eines ostfränkischen Königs für 849 belegt ist. Auf dem Höhepunkt ihrer Bedeutung war die Pfalz im Jahre 900, als hier am 4. Februar der erst sechsjährige Ludwig das Kind zum König gewählt und gekrönt wurde. Nach dem Aussterben des letzten Karolingers wurde in Forchheim am 10. November 911 Konrad I. zum ostfränkischen König erhoben.
Am 1. November 1007 schenkte Kaiser Heinrich II. das Königsgut Forchheim dem Bistum Bamberg.
Forchheim ist stolz auf die Erwähnung im einem Dokument, das wieder nur in Abschrift überliefert ist.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!

Geändert von perfidulo (29.07.2011 um 15:29 Uhr).
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 16:04   #3
Herz_aus_Stahl
Foren-As
 
Registriert seit: 15.03.2010
Beiträge: 670
Standard

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das muß den Erstellern der Karte entgangen sein. Aber es war wohl eher die Pfalz von Forchheim, die keiner Erwähnung bedurfte

zu Nürnbergs Geschichte

http://de.wikipedia.org/wiki/Forchheim


Forchheim ist stolz auf die Erwähnung im einem Dokument, das wieder nur in Abschrift überliefert ist.

Neuere archäologische Grabungen lassen sogar auf einen Wehrbau aus dem 9. oder 10. Jahrhundert auf dem Burgberg schließen.[5] D.h. aber nicht das es an der Pegnitz keine Stadt gab, aber ob nu Nürnberg, Fürth oder Forchheim, grüne wiesen gabs da sicher, aber eben auch eine wichtige siedlung .

Nochmal zu den Triedelpfaden: Der Text stammt aus der Gegend um St.Goar, und jemand hatte versucht anzumerken, dass der Rhein sein Bett ja verändern würde, dort aber verädert sich das Bett des Rheins nur durch Menschenhand, Treidelpfade dauerhafter Art wären da möglich. Bleibt noch das bingener Loch mit seiner unüberwindbarkeit auf dem Wasser womit sich auch die Frage stellt ob dort wirklich treidelpfade angelegt worden sind die den Namen verdienen. Als Beleg für diese Pfade halte ich die genannte Stelle nicht für ausreichend.

Den Knecht aber, mir nichts dir nichts, zum Treidelknecht zu machen halte ich für falsch, als Knecht wird er für jede Drecksarbeit eingesetzt worden sein.
Herz_aus_Stahl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 20:08   #4
Exiguus
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Exiguus
 
Registriert seit: 09.06.2010
Beiträge: 1.208
Standard

Man riecht es förmlich: Über kurz oder lang, wohl eher über kurz, werden die fehlenden 1000 Jahre greifbar. Hoffentlich tanzt uns dann nicht wieder der entbundene Satan namens QRST auf der Nase herum!
Exiguus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 23:21   #5
Sancho
Lebende Foren-Legende
 
Registriert seit: 13.03.2010
Beiträge: 1.005
Standard

Heute steht ein interessanter Artikel in der F.A.Z. Es geht um Ausgrabungen in Israel. Man hat einen Altar mit zwei Hörnern gefunden. Er soll von den Philistern stammen. Das Folgende hat mich dann sehr an die Mühen erinnert, Karl den Großen, seine Taten, seine Kriege, seine Bauten, eben alles was man von ihm aus den vielen Annalen weiß auch in der Erde wieder zu finden.

Hier heißt es sogar: Israels Regierung instrumentalisiert die Archäologie. Nach dem Motto: "Und die Bibel hat doch recht". Bei der Erteilung von Grabungsgenehmigungen will man das steuern.

Soweit scheint es ja in Deutschland noch nicht gekommen zu sein. Aber nach den Annalen will man sich schon richten.

In Jerusalem hat man jüngst ein goldenes Glöckchen ausgegraben und der Grabungsleiter hat es prompt mit dem Gewand der jüdischen Tempelpriester in Verbindung gebracht. Da sollte man auch hier beim großen Karl nicht nachlassen, dem Beschützer von Jerusalem, vom Papst Pachalis III. heilig gesprochen und dank Papst Benedikt darf ja auch wieder seine Messe gelesen werden.

Ich bin sicher, daß man demnächst auch die Schiefertafel ausgraben wird, die Karl immer unter dem Kopfkissen hatte. Einhard hat sie eindringlich erwähnt. Also muß sie doch auch irgendwo noch zu finden sein.
Sancho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 23:33   #6
Atlantologe
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Atlantologe
 
Registriert seit: 28.03.2009
Beiträge: 4.369
Standard

Ja, da ist wirklich viel Raum für Verschwörungstheorien.
Wie sagte doch schon der große Privatgelehrte DB: "In Wirklichkeit war alles ganz anders."


Atlantologe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 23:50   #7
Exiguus
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Exiguus
 
Registriert seit: 09.06.2010
Beiträge: 1.208
Standard

Ach was, diese Woche hörte ich im Deutschlandfunk, dass Untersuchungen an den verblichenen Resten des St. Severin zu Köln erneut einwandfrei seine Lebenszeit Ende des 4. Jahrhunderts bestätigt hätten. Folglich handelt es sich um den großen Visonär, 1300 Jahre vor Swedenborg, den Kant liebevoll als "Kandidat des Hospitals" und als "Erzphantast und allen Phantasten" bezeichnete. Wie genau und präzise hat doch mit diesen Worten der große Kant, allegorisch in einen einzigen Seher verpackt, die Geschichtswissenschaft und deren hellseherischen Ergebnisse vorweggenommen.

Im Jahr 397 soll er, Gregor von Tours zufolge, in der Todesstunde des hl. Bischofs Martin von Tours, mit dem er befreundet war, den himmlischen Chorgesang der Engel vernommen haben.

Reliquien des Heiligen Severin

Zur wissenschaftlichen Untersuchung des Inhalts wurde 1999 der Reliquienschrein geöffnet. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Reliquien gemeinsam mit Textilien in einem eigenen hölzernen Sarg befinden. Der Sarg besitzt Siegel von früheren Öffnungen, darunter eines aus der Zeit von Erzbischof Hermann III. von Hochstaden. Dadurch wird die Umbettung der Gebeine durch Bischof Wichfried von Köln (924–953) bestätigt. Die vorgefundenen Gebeine sind nach den vorgenommenen Untersuchungen aus der Zeit um 400, also aus der Zeit, zu der Bischof Severin der Überlieferung nach gelebt haben soll. Anhand von Untersuchungen einer Zahnwurzel muss der Verstorbene 55 Jahre alt geworden sein. Der hölzerne Schrein ist nach den dendrochronologischen Untersuchungen der Jahresringe des Holzes zwischen 939 und 949 entstanden. Objekte im Schrein werden in die Zeit zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert datiert. Die Textilien sowie die Severinusscheibe werden seit 2005 in der Südkrypta der Kirche in einem Sakrarium ausgestellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/St._Severin_(K%C3%B6ln)


Zeitgleich hat man endlich das Apostelgrab des Philippus in Hierapolis gefunden, von dem Reliquienteile auch in Köln dahinschimmeln.
http://www.liborius.de/aktuell/ueber...-gefunden.html

Toll, oder nicht?

Geändert von Exiguus (30.07.2011 um 00:02 Uhr).
Exiguus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2011, 21:49   #8
Archimedes
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Archimedes
 
Registriert seit: 21.10.2009
Ort: Rübennasenhausen
Beiträge: 4.336
Standard

Als typologischen Anachronismus kann man so etwas hier bezeichnen:
http://www.zazzle.com/interior_wall_...25723875468533

Die Zitadelle von Qait Bay soll Ende des 15. Jahrhunderts auf den Resten des Leuchtturmes von Alexandria errichtet worden sein.
Von aussen trägt sie die Züge französischer Königsschlösser und von innen , ............tja, Reliefs im Stile der Ramses-Tempel.
__________________
Große Geister diskutieren Ideen, mittlere Geister diskutieren Ereignisse. Kleine Geister diskutieren Menschen.
(Frei nach Eleanor Roosevelt)



Archimedes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2011, 09:50   #9
MJ01
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von MJ01
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: Nähe St. Pölten/Lilienfeld in Niederösterreich
Beiträge: 1.642
Standard

Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Als typologischen Anachronismus kann man so etwas hier bezeichnen:
Die Zitadelle von Qait Bay soll Ende des 15. Jahrhunderts auf den Resten des Leuchtturmes von Alexandria errichtet worden sein.
Von aussen trägt sie die Züge französischer Königsschlösser und von innen , ............tja, Reliefs im Stile der Ramses-Tempel.
Vielleicht hat man ja alte Tempelquadern zum Bau verwendet?

MfG

MJ
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2011, 10:33   #10
Archimedes
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Archimedes
 
Registriert seit: 21.10.2009
Ort: Rübennasenhausen
Beiträge: 4.336
Standard

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Vielleicht hat man ja alte Tempelquadern zum Bau verwendet?
Und die Reliefs dabei wieder zusammengepuzzelt?

Die Zitadelle dort soll aus den Resten des Leuchtturmes bestehen. Dieser soll 282 v Chr. fertig gewesen sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pharos_...ndria#Erbauung
Zum Vergleich:
Der Ramses-Tempel (Medinet-Habu) ist nach dem Bibel-Mythos datiert und nur deswegen tausend Jahre älter.
Andere Tempel, z.B. der Hathor-Tempel in Denderah sind einige Jahrunderte jünger, in der Architektur aber ganz ähnlich.
__________________
Große Geister diskutieren Ideen, mittlere Geister diskutieren Ereignisse. Kleine Geister diskutieren Menschen.
(Frei nach Eleanor Roosevelt)



Archimedes ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Traumforschung: "Nachts offenbart sich unsere tierische Seite" basti_79 Traumdeutung 0 19.11.2009 17:52
"Gott sagte mir: George (Bush), geh los beende die Tyrannei im Irak !" albi2000 Diverses 10 09.05.2008 22:48


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:27 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.