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Alt 06.09.2010, 08:09   #1
querdenkerSZ
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Beiträge: 848
Standard Der Mensch ist zu schwach für die Reise zum Mars

Die Menschheit träumt davon, zum Nachbarn zu reisen. Die Wissenschaft sagt: Träumt ruhig weiter – die Reise dorthin hält kein Mensch aus........


http://www.welt.de/wissenschaft/arti...-zum-Mars.html
querdenkerSZ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2010, 08:51   #2
Sakslane
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Also wenn ich das schon wieder lese...

"Das übel riechende Fäulnis-Gas..." - Methan riecht nach gar nichts. Fäulnisgeruch kommt von Schwefel- und Stickstoffverbindungen, aber nicht vom Methan!

Zurück zum Thema Naja, das gleiche hat man vor der Reise zum Mond auch gesagt. Und schon zu vielen anderen Dingen davor. Irgendwann wurden neuen Technologien entwickelt und es ging doch Leute mit Visionen sterben nie aus...
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Alt 07.09.2010, 17:49   #3
HaraldL
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Wenn die Schwerelosigkeit ein Problem für den Aufenthalt im All darstellen sollte, dann baut man ein Raumschiff mit rotierenden Passagierkabinen.
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2010, 20:59   #4
Wan Bi Shu
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Wenn die Schwerelosigkeit ein Problem für den Aufenthalt im All darstellen sollte, dann baut man ein Raumschiff mit rotierenden Passagierkabinen.
Durchaus eine Möglichkeit, aber man plant da inzwischen viel spektakulärer: Man züchtet Menschen, die diese Reise besser überstehen könnten. Was brauchst du Beine an Bord eines Raumschiffes? Vier Arme sind viel wichtiger. 6 Augen helfen deutlich weiter und Körperausscheidungen aus nur noch einer Öffnung sind wesentlich vorteilhafter. Genforschung hat immer ein Ziel und die Möglichkeiten zeigen sich erst bei ungehindertem Denken und wesentlich beherzterer Vorgehensweise.
Spekulation?...ganz sicher
__________________
>Ich suchte mein Leben und fand Weisheit - Ich suchte Religion und fand die Wahrheit<
Wan Bi Shu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2010, 22:51   #5
Llewellian
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Wan Bi Shu:

Und wer soll dann landen, so ganz ohne Beine?

Und ich sage es mal so:

Die "Entkräftung" ist noch nicht mal so das Problem. 1 Jahr Aufenthalt in ungebremster kosmischer Strahlung ist da ein viel dringlicheres.

Die Langzeitversuche der Kosmonauten kann man da nur begrenzt nehmen. Die waren immer unterhalb des Van Allen Gürtels. Und die Mondfahrer waren der ganzen Sache nur ein paar Tage ausgesetzt....
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2010, 19:32   #6
HaraldL
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Ein rotierendes Raumschiff ist technisch einfacher zu realisieren als irgend welche ethisch verwerflichen Genexperimente! Wie sieht es mit der Steigerung der Fluggeschwindigkeit aus? Ich könnte mir vorstellen ein Start aus dem Erdorbit mit Nuklearantrieb und nach Abtrennung der Reaktoreinheit zusätzliche Beschleunigung mit Ionenantrieb.
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2010, 21:53   #7
Eistee
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Wenn ich mich recht erinnere hab ich mal gelesen das vor der ersten Eisenbahn fahrt viele Ärzte Bedenken hatten ob Menschen so extrem hohe Geschwindigkeiten überleben können... die Rede war dabei von 80 Km/h, also so viel zum Thema....

Und wenn man das Raumschiff, wie oben schon erwähnt, im All startet, könnte man es ja auch erst dort, ähnlich wie die Raumstationen, vor Ort aufbauen und somit massivere Aussenwände gegen die Strahlung anbringen, oder?
Eistee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2010, 00:39   #8
MJ01
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Ein rotierendes Raumschiff ist technisch einfacher zu realisieren als irgend welche ethisch verwerflichen Genexperimente! Wie sieht es mit der Steigerung der Fluggeschwindigkeit aus? Ich könnte mir vorstellen ein Start aus dem Erdorbit mit Nuklearantrieb und nach Abtrennung der Reaktoreinheit zusätzliche Beschleunigung mit Ionenantrieb.
Mit Nuklearantrieb geht heute nichts mehr, ich zitiere:
Kernenergieantriebssysteme
Hier gibt es prinzipiel 2 Typen:
Das Kernspaltungsprinzip: (wie beim Atomreaktor)
Bei den Kernenergieraketentriebwerke werden die bei der Kernreaktionen frei werdende Energien genutzt. Der Vorteil bei Verwendung der Atomenergie ist der, dass man gegenüber chemischenischen Verbrennungsprozessen eine beträchtlich höhere Energieausbeute erhält. So betragen die theoretischen Treibstoffgeschwindigkeiten bei der Uranspaltung (Fission) etwa 43.000.000 km/h und bei der Kernverschmelzung etwa 120.000.000 km/h. Allerdings ist der Wirkungsgrad, bei der Umwandlung von Atomenergie in kinetische Energie des Raketenstrahls wesentlich schlechter als in chemischenischen Triebwerken (die bei der Kernspaltung austretende heißen Gase erzeugen den Schub).
Die NASA arbeitete in den 60er Jahrendes vorigen Jahrhunderts an der Entwicklung eines derartigen nuklearthermischen Triebwerkes. Es war für einen Schub von 340.000 N ausgelegt. Doch wurde dieses Programm aus finanziellen und aus Umweltschutz- Gründen eingestellt.
Das Fusionsprinzip:
Wesentlich energiereicher als die Kernspaltung wäre das Kernverschmelzungsprinzip, wie wir es von der Sonne kennen. Doch ist bis heute die direkte Nutzung des Fusionsenergie leider noch nicht gelungen. Auch dieses Funktionsprinzip wird bereits seit den 60er Jahren in Versuchsfusionsreaktoren (besser bekannt als Tokamaks) getestet. Da bei den Fusionsreaktoren so große Hitze entsteht, die kein Material aushält (auch Keramiken nicht), muss der Fusionsprozess in einem Magnetfeld gehalten werden. Um diese Magnetfelder jedoch aufrecht zu erhalten, sind große Energiemengen notwendig. Somit ist die Energie, die man in einen Fusionsreaktor stecken muss, bis jetzt, wesentlich höher, als die Energie, die man daraus erhält (abgesehen davon, dass man die Fusion bis jetzt nur ein paar Sekunden aufrecht erhalten hat).
Ein Alternativvorschlag zum Antrieb ist die permanente Zündung von kleinen Wasserstoffbomben im Brennpunkt einer entgegen der Flugrichtung gerichteten Schüssel, die den Schub erzeugt. Die damit erreichbaren Ausströmungsgeschwindigkeiten liegen theoretisch bei 3.600.000 km/h. Die Schubkraft könnte mehrere Millionen Newton betragen.


Ionenantrieb ist überholt, mittlerweile gibt es den Plasmaantrieb:
Das Triebwerk zeichnet sich durch einen deutlich höheren Schub sowie Treibstoffeinsparungen von rund 90 Prozent im Vergleich zu gängigen Ionentriebwerken aus und kann damit zu massiven Veränderungen bei künftigen Weltraum-Projekten führen. Wesentliches Merkmal der Technologie ist eine zehnmal höhere Ausströmgeschwindigkeit, die sonst nur durch ein Kernfusionstriebwerk, das (noch) nicht existiert, erreichbar wäre. Die Grundlage der Technologie sind „Alfvenwellen“, eine Entdeckung des Physik-Nobelpreisträgers Hannes Alfven im Jahr 1942. Das neue Triebwerk hat zusätzlich noch weitere Vorteile: Leistung und Schub könnten während des Betriebs variabel gehandhabt werden, und damit steigt die Flexibilität im Einsatz. Es tritt weniger Korrosion auf, weil der Schub durch die magnetische Düse außerhalb des Objekts erfolgt.

Eine Plasma/Alfenwelle ist eine Welle, die sich in einem Gasplasma ausbreitet. In einem Plasma kann es je nach Temperatur, angelegtem Magnetfeld und anderen Eigenschaften eine Vielzahl von verschiedenen Wellen geben, die meisten sind elektromagnetisch, es gibt aber Wellen ohne magnetischen Anteil.

Plasmaantrieb
Plasmawelle
http://www.theinquirer.de/2008/08/07...maantrieb.html
http://www.youtube.com/watch?v=Zj53r...layer_embedded
MfG

MJ

Geändert von MJ01 (09.09.2010 um 10:50 Uhr).
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2010, 09:49   #9
-CC-
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Es ist doch immer wieder lustig, was sich manche Autoren aus den Fingern saugen können! Ein kleinen Paper erscheint, und Tatsachen werden vermarktet.

Es gab schon Menschen die sehr lange in Mikrogravitation gelebt haben:
http://en.wikipedia.org/wiki/Valeri_Polyakov

Außerdem befassen sich heute sehr viele Institute mit genau diesem Problem, dem Degenerieren von Muskeln, Knochen und Nerven. Der Veränderung von Blut und Hormonen. Es sind nicht allein die Muskeln betroffen. Aber das kommt natürlich am besten an: Ein 30 jähriger mit der Kraft eines 80 jährigen ....

Da hat Llewellian schon eher recht:
Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
Die Langzeitversuche der Kosmonauten kann man da nur begrenzt nehmen. Die waren immer unterhalb des Van Allen Gürtels. Und die Mondfahrer waren der ganzen Sache nur ein paar Tage ausgesetzt....
Dabei hilft nur Masse! Leider muss dann auch Masse beschleunigt werden, und das kostet Treibstoff.
Elektrische Antriebe erzeugen zu wenig Schub für solche Massen.
Außerdem gibt es Szenarien bei denen die Astronauten zum Mars ein Mindestalter haben müssen: ca. 60 Jahren, da hier die Zellregeneration deutlich zurückgegangen ist, reduziert sich die Gefahr der Krebserkrankung durch erhöhte Strahlungseinwirkung wärend des Flugs.
Das jeder der Astronauten nach der Rückkehr auf die die Erde daran erkrankt bezweifeln die wenigsten.
Wie stellt sich der Autor das dann vor? Ein 60 jähriger mit der Kraft eines 110 jährigen? .... lustig....

-CC-
-CC- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2010, 15:24   #10
Moredread
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Standard

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Mit Nuklearantrieb geht heute nichts mehr
Mit dem auch von von Braun unterstütztem Antrieb schon. Der funktioniert ganz anders, als das, was Du da beschrieben hast. So ein Raumschiff würde schlicht und ergreifend jede Menge Atombomben mitnehmen, die während des Fluges ausgestoßen würden um dann hinter dem Raumschiff zu zünden. Die Druckwelle würde dann den Antrieb liefern.

Klingt verrückt? Ist aber nicht meine Idee:

http://de.wikipedia.org/wiki/Orion-Projekt

Technisch gesehen würde das prima funktionieren. Als Antrieb könnte man die Kernwaffen nehmen, von denen es ja genug gibt. Die Sache hat aber einen großen Haken. Zum einen müssten dann zigtausende Atombomben in die Erdumlaufbahn transportiert werden - nicht auszudenken, was geschieht, wenn eine Rakete abstürzt. Zum anderen gibt es gewisse Befürchtungen, das die Amerikaner die Chance, so viele Atombomben in die Umlaufbahn zu transportieren möglicherweise dazu nutzen würden, wenigstens ein paar von den Dingern da oben zu lassen. Über den strategischen Sinn einer Atombombe in der Umlaufbahn lässt sich trefflich streiten; persönlich wäre es mir aber lieber, wenn erst gar keine dort rumschwirren würden.
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