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Alt 05.03.2006, 04:53   #21
Llewellian
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Zitat:
Original von gumpensund

Heuz könnte man sich das nötige Zeuch aus dem Fachhandel und über
ihBäh vergleichsweise einfach beschaffen, falls man überhaupt den Platz
hat, sowas aufzubauen ... siehe zB mein Link zu DK5EC, der da nun
auch seit über 35 Jahren mitmischt ...

Zur Zeit der Mondlandung war unter den Amateuren alles außer Kurzwelle
noch sehr exotisch. Für UKW gab keine erschwinglichen Geräte, schon
bei 2m oder 70cm war Eigenbau angesagt. Alternativ hatten sich einige
auch kommerzielle / militärische Funkgeräte aus dem Krieg für Amateur-
Frequenzen umgebaut.
Ja sag mal, wo hast du denn den Bullshit her, krieg ich da bitte mal eine Quelle?

Ich geb dir mal zwei...falls du englisch kannst.

http://www.ham-radio.com/sbms/SB_Sun.html
http://www.ham-radio.com/sbms/exv/exv_lifetime.html

Die Leute haben schon Anfang der 70er aus Mikrowellenöfen Sender im GHz Bereich gebastelt. Deckt sich übrigens mit den Aussagen meines Vaters, der zwischen 60er und Mitte 70ern 15 Jahre lang Radartechnikermeister bei der Bundeswehr war und mit seinen Lehrlingen spasseshalber solche Teile zusammengeschwartet hat, inklusive "Nachführungssteuerung". Zielübung war auf irgendwo im Gelände hingelegte Blitzbirnchen, die aufgeleuchtet haben, als sie mit dem 500 Watt Sender drüber sind.

PS: Die ersten Amateurfunk-Oscars waren ab 1961 im Orbit. Und auch Sputnik 1 (1957) konnte von den Amateurfunkern angepeilt werden.

http://www.amsat-dl.org/journal/adlj-tab.htm



Zitat:

Und selbstverständlich fast immer komplett in Röhrentechnik, was sonst.
Dier ersten von Valvo verfügbaren Transistoren (OC-72 und folgende)
waren bestenfalls für NF- Experimente zu gebrauchen. Natürlich wußten
wir, was nen Klystron ist und nen Magnetron oder ne Wanderfeldröhre.
Einige wenige Leuz mit Beziehungen zu Valvo konnten solches manchmal
gebraucht auftreiben.
Tsk. Also Röhren wurden dir ab 1907 praktisch nachgeschmissen. Die konnte man ÜBERALL kaufen. Mein Grossvater (war 40 Jahre lang Betriebselektriker bei Siemens KWU in München) hatte Kartons voll davon zuhause. Von jedem Fernseher oder Radio, das er beim Sperrmüll in die Hände bekam hat er die Röhren mitgenommen.

Seine grösste Leistung (weil mein Opa in WW 2 auch Funker war), war es, einen Dreifach-Super Empfänger in Röhrentechnik so zu "pimpen", das er damit auch prima in gänzlich anderen Wellenbereichen rumlauschen konnte.

Zitat:
Aber mal realistisch : wer kann sowas praktisch betreiben ? Allein Sockel /
Heizung / Kühlung / Stromversorgung waren kaum bezahlbar und auch
betrieblich nicht zu stemmen. Von der Legalität mal abgesehen ... zu der
Zeit flitze hier fast jede Woche der bestens ausgerüstete Bulli vom Funk-
Meßdienst der grauen Post rum ... die hörten das Gras wachsen und kannten
schon (fast) jeden unsere Tricks, die Bestimmungen etwas lascher auszulegen.
Mit denen wollte sich niemand wirklich gerne anlegen.
REINES BLA BLA. Und der Bulli kann nur Sender, nicht aber reine Empfänger aufspüren. Klar sind die Rumgefahren. Aber meistens waren die auch wegen was ganz anderem unterwegs. Piratensender auf UKW z.b. Bzw. waren die hinter Leutchens her, die meinten, sie müssten mal einen Brenner zuschalten und in Leistungsbereichen senden, das dem Nachbarn die Tauben gegrillt vom Dach fallen.

Zitat:
In einer günstigeren Lage waren nur diejenigen, die selbst bei Telefunken /
Siemens / Rohde & Schwarz / DEBEG etc oder der Post arbeiteten ...
oder zu solchen dicke Beziehungen hatten. In den 60ern hab ich mir
hunderte von Funkstellen angeschaut ... die ne etwas bessere Antennen-
Anlage hatten, ganz besonders. Das waren fast ausnahmslos die Postler
und Industieleute unter den Amateuren ... und selbst unter denen war
kein einziger, der seine Yagi- Gruppe hätte neigen können ...
Ja, das stimmt. Wer ein bestimmtes Interesse hatte, ergriff den dazu passenden Beruf und landete meistens da. Ist auch heute noch so, das viele Autofans sich auch einen Ausbildungsplatz bei BMW oder so suchen. Merk ich zumindest in Regensburg so.

Und die Amateure haben sich untereinander auch geholfen, ein Netzwerk aufgebaut und jeder hat jedem (zumindest kannte ich das so) hier noch was auf Anfrage besorgt.

Übrigens braucht man die Antenne selbst nicht mechanisch zu bewegen. Innerhalb bestimmter Grenzen lässt sich der Sende und Empfangswinkel nämlich zwischen zwei Dipolen einfach über einen Mischer und einen Regler zur Phasenverschiebung regeln. Und mit 4 Dipolen kannst du das horizontal UND Vertikal machen. Denglischer Fachbegriff "Phased Array".

Zitat:

Natürlich sind Funker plietsch und unterstützen sich gegenseitig. Und es
hat immer ein paar "Exoten" gegeben, die dem verbreiteten Stand der
Technik weit voraus waren ... vllt so 2 oder 3 von Tausend ...

Und um nichts anderes geht es hier. NATÜRLICH hat nicht jeder Amateurfunker auf der Welt die Apollos angepeilt. Aber es gibt ja auch unter 10 Millionen deutschen Skifahrern auch nur 10, die bei Olympia mitmachen.

Wie du schon sagtest: 1 von 1000. Das reicht völlig aus. Es gibt nämlich eine ziemliche Menge Amateurfunker auf der Welt.
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2006, 15:18   #22
nane
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@liewellian

ohne jetzt auf alles geschwafel deinerseits zu reagieren (zuviel dergleichen)

es wurden töne - nix voices empfangen ..
sprich : um 12 uhr mittags hatte mein nachbar seine küchenbeleuchtung
an .. jedoch war die sonne zu hell - um das licht zu sehen.
und weiter .. die typen waren alle mil bezogen und ausgestattet.
funkamateure sind auch astronauten prof und doc etc.

wir reden hier von der NORMAL begüterten klasse der FUNKAMATEURE.
wenn mil bezogen mil/nasa unterstützt wird - kann das glauben wer will.

übrigens waren auch auf dem normsektor die russen WIE IMMER führend -
noch heute bauen die ihre weltweit begehrtesten röhren.

Zitat:
REINES BLA BLA. Und der Bulli kann nur Sender, nicht aber reine Empfänger aufspüren. Klar sind die Rumgefahren. Aber meistens waren die auch wegen was ganz anderem unterwegs. Piratensender auf UKW z.b. Bzw. waren die hinter Leutchens her, die meinten, sie müssten mal einen Brenner zuschalten und in Leistungsbereichen senden, das dem Nachbarn die Tauben gegrillt vom Dach fallen.
desweiteren solltest du evtl mal etwas über oszillatoren lernen ..
dann kannste fachlicher dazu stellung nehmen.
die rede ist von damals - wo emv noch ein fremdwort war.
selbst heute sind empfänger noch zu orten - denn die aufspürenden
geräte sind auch verbessert worden - für den em sumpf.

kurzum - gump hat vollkommen recht.
ebenso wie sein berechtigter einwand betreff bezeichnung ..
FUNKAMATEURE sind keine amateurfunker.
damit fühlt sich ein geprüfter FUNKAMATEUR erniedrigt.

langsam wirds mit euch neunmalklugen ne plage hoch 3
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Alt 05.03.2006, 21:28   #23
gumpensund
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*ächz* ... anscheinend für manche Leuz garnicht so einfach, den roten Faden
nicht zu verlieren ...

Wie man auch sieht, läßt sich Mangel an Einblick und Sachkenntnis halt nich immer
so einfach durch Dreistigkeit und Logorhoe übertünchen. Der Sonntag ist mir bissl
zu schade, diesen Haufen auf verwertbares zu durchstochern ... vllt andermal ...

http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Logorhoe.html

8)

Wer meinen Aufhänger gelesen hat, hat ihn gelesen ... basti behauptet :

Zitat:
...ausser dass Amateurfunker von der Erde aus aus richtung Mond Signale empfangen konnten [...]
... und ich entgegne, daß dies "DER Amateurfunker" zu der Zeit kein Stück konnte,
sondern lediglich 2 oder 3 Promille der Funkamateure, die über ganz spezielle
Ausrüstung verfügten ... und das war es auch schon.

dididi dah di bumms

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Alt 05.03.2006, 21:32   #24
gumpensund
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@ nane

Du hast es erfasst

Zwar gibt es auch unter den Funkamateuren eine Teilmenge Studierter,
was aber nicht bedeutet, das jeder beliebige Stornierter Durchblick zum
Thema Funk hat, selbst wenn Vadderns Klötze schon täglich von Radar-
wellen profitierten ...

Auch die falsche Verwendung von Fremdwörten kann einen Praktiker
eben nicht nennenswert imprägnieren.

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Alt 05.03.2006, 21:42   #25
gumpensund
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Zitat:
Unwissenheit schrieb
während des Funkverkehrs beim Rückstart des Mondes ist kein Raketenantrieb zu hören obwohl die Astronauten direkt über dem Raketenantrieb waren - des weiteren waren keine Vibrationen
Zitat:
basti schrieb
Das Geräusch, das Raketen machen, ist überwiegend das der Turbulenz der Abgase. Auf dem Mond (bzw. im Vakuum) entfällt das, und man hört ein leises Zischen, wie wenn man eine Gasflasche öffnet. Dieses Geräusch wurde Tatsächlich von den Astronauten gehört. Auf den Übermittlungen ist es nicht zu hören, was kein Wunder ist, wenn man sich die Funkqualität dieser anhört. Ist im überigen auch bei sämtlichen anderen Weltraummissionen so.
Das ist ja schonmal was ...

Aber wie wäre es, die Schallereignisse nach Luftschall bzw Trittschall /
Körperschall zu unterscheiden ? Bei letzteren spielt zB das Vakuum keine
so große Rolle ...

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Alt 06.03.2006, 11:17   #26
basti_79
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Zitat:
Aber wie wäre es, die Schallereignisse nach Luftschall bzw Trittschall /
Körperschall zu unterscheiden ? Bei letzteren spielt zB das Vakuum keine
so große Rolle ...
Genau, Schall kann sich nur in nicht-Vakuum ausbreiten, das hast du richtig verstanden. Der Zusammenhang der diskutierten Phänomene zu Trittschall leuchtet mir nicht ein, kannst du das näher ausführen?

Ob es hingegen ein fester, flüssiger oder gasförmiger Körper ist, durch den der Schall hindurchläuft spielt nur im Detail eine Rolle, bzw. hauptsächlich wenn es um die Übergänge geht. Also würde eine Unterscheidung nach diesen "Schallarten" erstmal sinnlos sein. Zudem der Schall, über den wir diskutieren, ja gerade nicht vorhanden ist und damit auch kein Schallereignis im engeren Sinne.

Viel wichtiger ist (habe ich schon gesagt, darum muß ichs jetzt natürlich nochmal sagen, und vermutlich danach dann nocheinmal), dass die Abwesenheit von Umgebungsluft weitestgehende Abwesenheit von Turbulenz und damit Abwesenheit des von uns mit Raketen assozierten Donnerns bedeutet.

Was man im überigen (hab ich auch schon gesagt) an jedem Triebwerk im Weltall beobachten kann.

Das Donnern fehlt nicht, weil wir den Schall nicht verstehen. Es ist einfach nicht da. Wäre es da, könnten wir darüber diskutieren, warum wir es nicht hören. Es ist aber nicht da.

edit: bevor ich's vergesse: deine Hinweise zum Thema "Kenntnisstand von gewissen Funkamateuren" bringen keinen Erkenntnisgewinn.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2006, 19:35   #27
Nemo
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Ich denke die Schwingungen des Triebwerkes werden auch die Innenluft der Landefähre zum Schwingen gebracht haben.
Allerdings wie hier bereits erwähnt dürfte das nicht sonderlich laut gewesen sein. So ein Raketentriebwerk ist ja kein Kolbenmotor sondern führt eine mehr oder weniger gleichmäßige Verbrennung durch.
Ich habe auch gelesen, das die Testpiloten, die zum ersten mal Raketenflugzeuge während des 2.Weltkrieges testeten, begeistert waren von der Ruhe im Cockpit.
Und das obwohl die Raketentriebwerke damals sicherlich noch nicht so schwingungsarm liefen wie zur Zeit der Mondlandung und obwohl sie sich im Unterschallbereich bewegten und innerhalb der Atmosphäre.
Auch die Geräuschkulissse im Cockpit eines millitärischen Düsenjet, der ja sicherlich nicht vorwiegend dafür gebaut wird leise zu sein, ist im Vergleich zu einem Kolbenflugzeug sehr leise. Man hört lediglich ein "fiepen" im Hintergrund - und das obwohl einem außerhalb des Flugzeuges wahrscheinlich fast das Trommelfell platzen würde.
Eine Gasturbine hat im Gegensatz zu einem einfachen Raketentriebwerk immer noch mehr bewegliche Teile die Geräusche verursachen können - und trotzdem ist es durch die konstante Verbrennung schon >wesentlich< leiser als z.b. ein Kolbentriebwerk.
Wenn diese Unterschiede auf der Erde schon so stark zu hören sind dann denke ich das sie im All, ohne Atmosphäre, doch wirklich wesentlich mehr zur Geltung kommen sollten.

gruß Nemo

PS:@gump Da du diesmal selber wieder auf den Schall zu sprechen gekommen bist hoffe ich mich, in deinen Augen, weitherhin nicht vom Thema entfernt zu haben
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