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Naturphänomene Kurioses und Rekorde aus der Tier- und Pflanzenwelt, atmosphärische und andere Naturschauspiele, verändertes Verhalten von Tieren ...

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Alt 02.03.2005, 13:36   #51
Desert Rose
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Zitat:
Original von skarji
Auch vor den Toren Berlins gibt es angeblich wieder vereinzelt Wölfe. Habe ein bischen herumgegoogelt und bin dann zum Schluß gekommen.
Ja, und es gibt auch einen Aktuellen Fall, das habe ich hier, auf Seite 2 diesen Threads geschrieben. Es soll sich um eine Wölfin handeln, die angeblich einen Terrier getötet hat.


Hier aus deinem Angegebenen Link....
Zitat:
....Das in Tageszeitungen veröffentlichte Foto in typischer Trophäenmanier zeigt den stolzen Erleger samt Helfeshelfern mit einem hingestreckten großen Wolf, selbst im Tod noch ein schönes Tier.

Kein Mensch, schon gar nicht ein auf diesem Auge blinder Jäger, wäre in der Lage dieses Tier nach dem bloßen Augenschein als Wolf-Hunde-Mischling zu bestimmen. Jetzt, wo es tot ist, hat man genügend Zeit, das nachzuholen. Der Verdacht ist aufgetaucht, dass es sich bei dem Rüde um den inzwischen vier Jahre alten Ferrenz handeln könnte, dem am 5. April 2003 die Flucht aus dem Tierpark Lohberg im Bayerischen Wald gelang. Das allein wäre eine Sensation. Dann hätte nämlich ein "Gehegewolf", über ein Jahr lang frei unter uns gelebt, sich durchgeschlagen, ohne aufzufallen und ohne Anstoß zu erregen. Bis zu jenem schwarzen Tag, an dem er ins Visier der Jäger geriet...
Das mit der "Trophäen Haltung/Possieren" ist mir auch gleich auf dem Foto negativ aufgefallen.
Das seh sogar ich das es ein reinrassiger Wolf ist. Ich habe schon genug "Bastarde" gesehen, und die sahen alles nicht so aus.
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Alt 02.03.2005, 13:39   #52
Acolina
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Danke für den Link, skarji. Das dort beschriebene Verhalten der Jäger, sowie auch andere Berichte dort zur Jagd, spiegeln recht genau wieder, was ich aus eigner Erfahrung kenne. Es gibt ein paar ganz wenige Ausnahmen, ja... Aber die hätten auch kein Problem mit der Abschaffung der Jagd.

Ich halte Jagd bei uns auch für völlig antiquiert. Aber dahinter steht halt eine große Lobby und mit der Jagd wird sehr viel Geld verdient, man werfe nur mal einen Blick in den Kettner-Katalog ...

Kein ausgebüxtes, verletztes oder Menschen zu nahe kommendes Tier muss erschossen werden. Wie ich schon mal schrieb, es gibt Betäubungsgewehre. Leider sind sie bei uns kaum verbreitet, eigentlich gehörte eins zumindest in jede ländliche Tierarztpraxis und möglichst auch Polizeirevier. Klar gehört auch Ausbildung und Erfahrung dazu, aber da ist ja nun auch ranzukommen. Ich zumindest hab's gern gelernt und mich immer gefreut, wenn ich ein von mir "flachgelegtes" und ins Reich der Träume geschickte Viech kurz darauf wieder quietschfidel in seinem Stall/Gehege sah.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 02.03.2005, 17:10   #53
Desert Rose
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Aber selbst wenn es den Wolf gelingen sollte sich hier wiederanzusiedeln, gäbe es da nicht dasselbe problem wie bei den Populationen in Skandinavien? Les hier.....
Zitat:
02.03.2005 - Biologie

Zu enge Familienbande unter skandinavischen Wölfen

Die Population in Norwegen und Schweden ist durch Inzucht akut bedroht

Die Wölfe in Norwegen und Schweden werden durch Inzucht wieder aussterben, wenn nicht erneut Tiere aus Finnland einwandern und sich mit ihnen fortpflanzen. Das ist das Ergebnis einer Studie schwedischer und norwegischer Wissenschaftler. Die etwa hundert heute im Grenzgebiet der beiden skandinavischen Staaten lebenden Wölfe stammen von nur drei Wölfen ab, die Anfang der 80er Jahre aus Finnland eingewandert waren. Über ihre Untersuchung berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society: Biology Letters (Online-Vorabveröffentlichung, DOI:10.1098/rsbl.2004.0266).

Bei den untersuchten Tieren handelt es sich um die erste neue Population von Wölfen (Canis lupus), nachdem diese Ende der 60er Jahre in dieser Region ausgestorben waren. Das Forscherteam um Olof Liberg von der agrarwissenschaftlichen Universität in Riddarhyttan (Schweden) verfolgte die Entwicklung dieses Bestandes von 1983 bis 2002 und fertigte einen Stammbaum für 24 der insgesamt 28 Paare im fortpflanzungsfähigen Alter an. Diese Abstammungsverhältnisse ermittelten die Wissenschaftler dabei mithilfe einer Kombination aus Feldversuchen und DNA-Analysen.

Den Stammbaum verglichen die Forscher mit Daten, die sie bei verschiedenen Feldversuchen mit den Wölfen sammelten. Außerdem zählten sie, wie viele Jungtiere eines Wurfes ihren ersten Winter überlebten. Liberg und seine Kollegen stellten fest, dass sich diese Anzahl deutlich verringert, je stärker der Wurf von Inzucht betroffen ist.

Libergs Studie zeigt, dass die skandinavischen Wölfe vom Aussterben bedroht sind, sofern sich ihre genetische Vielfalt nicht erhöht. Dazu müssen sie neues genetisches Material von außerhalb erhalten. Der nächste stabile Wolfsbestand befindet sich jedoch etwa 900 Kilometer entfernt im Grenzgebiet von Russland und Finnland. Da aber in den vergangenen 13 Jahren kein Wolf mehr von dort in das zentrale Südskandinavien einwanderte, scheint eine natürliche Erholung der Wolfspopulation in Skandinavien eher unwahrscheinlich, schreiben die Forscher.

ddp/wissenschaft.de – Sonja Huhndorf
Quelle
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Alt 03.03.2005, 16:37   #54
skarji
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Tja, und dann würde man vor der großen Frage stehen:
Was tun?

Den Genpool künstlich wieder auffrischen?
Oder den Dingen ihren lauf lassen?

Ich bin dafür, das die Natur in dieser hinsicht in Ruhe gelassen wird und das Problem selbst regeln sollte.
Denn was hat man davon, wenn den Tieren künstlich unter die Arme gegriffen wird, und sie wieder in einem Land Fuß fassen, in dem sie nicht wirklich willkommen sind. Dann wäre das Leid der Tiere noch viel größer. Es wird zu wenig unternommen um den Tieren ihren natürlichen Lebensraum wieder zu geben. Wenn es nicht sogar unmöglich ist.....
Denn der Mensch ist nicht sehr gerne bereit in seinem direkten Umfeld Einschnitte in seinem Lebenswandel zu machen.
Und ohne Frage steht fest: Das Anliegen der Menschen steht immer an erster Stelle. (Siehe ICE gegen Großtrappe)

Und selbst muss ich zugeben:
Obwohl ich weiss, das in den letzten 50 Jahren selbst in Nordamerika, wo der Wolfsbestand auf 60.000 Tiere geschätzt wird, keinerlei Übergriffe auf Menschen geschehen sind, wäre mir doch sehr mulmig zumute, wenn ich wüsste, das in dem Wald, in dem ich immer mit meinem Hund Gassi gehe, Wölfe leben würden.

Asche auf mein Haupt!
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Alt 18.03.2005, 22:30   #55
da kami
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Zitat:
Original von Desert Rose
Jetzt mal eine ernste Frage da kami, wann war der letzte "Hungerwinter" bzw wie oft kommt das hier in unseren breiten vor?
1945/46
Immer dann wenn zu wenige damit rechnen...

Zitat:
Wie könnte je ein Wolf so ausgehungert sein das er statt den "einfache Beute Haustier", wie Hühnern, Schafen, Hunde Katzen und Rindern, die es unteranderem dank unsere Massentierhaltungen in Überfluß gibt, und statt dessen einen Mensch anfallen sollte?
Ich denke er nimmt immer das was am einfachsten zu erlegen ist. Spielende Kinder sind einfacher zu erlegen als Rinder.

Zitat:
Dann würde ich eher nicht vermuten das das Tier ausgehungert war, wahrscheinlicher wäre dann eher eine Tollwut Erkrankung die Ursache für solch ein ungewöhnliches Verhalten.
Wenn mein Kind gefressen wird ist es mir ehrlich gesagt egal ob der wolf nun krank oder nur hungrig war.

Zitat:
Ein "Hungerwinter" zb in Kanada oder Sibirien könnte eher stattfinden, weil dort ist es nicht dicht Besiedelt, also gibt es da auch weniger "Ausweichbeute" (Haustiere), somit rutscht dort natürlich der Mensch schneller mal ins Beuteschema.
Ja.

Zitat:
In Italien leben Wolf und Mensch neben einander, natürlich passieren auch übergriffe, aber "nur" auf dem Vieh.
Ja. Passieren. Nun füge ein T hinzu.

Zitat:
Die entstandenen "Schäden" durch den Wolf werden von Staat bezahlt. Allerdings hat man dafür den Beweispflicht, den im endeffekt werden dort mehr Tiere von herumstreunende Hunderudeln gerissen als von Wölfen. Diese Hunde werden dort gefährlicher eingestuft als Wölfe, den verwilderte Hunde würde eher einen Menschen anfallen, da ihnen meist den nötigen "angst vor dem Mensch" fehlt.
Jetzt hast du dem RedneX auch schön erklärt warum Jäger wildernde hunde abschießen dürfen.
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Ron Paul Revolution
da kami ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2005, 22:32   #56
da kami
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Zitat:
Original von Elisabeth
Zitat:
Hallo? es redet niemand vom vernichten....es geht darum WENN ES MAL wieder viele Wölfe gibt diese DANN im RAHMEN zu halten...theoretisch...jetzt gibts nicht viele. Dann, wenn.
Ein wenn und aber gibt es immer, besonders dankbar diese Wörter.
Schön dass du meinen Gedanken folgen kannst, und diese Wörter nicht überliest.

Zitat:
Zitat:
du hast mich kein bisschen verärgert, ich fühl mich nur wahnsinnig unverstanden.
Das tut mir leid, ich würde dich so gerne verstehen.
Hach, eine Frau die mich verstehen will*schmacht*
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Alt 11.04.2005, 15:07   #57
Llewellian
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Tja... das mit den Wölfen in Bayern hat sich anscheinend erledigt. Ich hab das letztes Jahr ja selbst mitbekommen, das ging hier hoch her in den Zeitungen und sogar der Jagdverband selbst ist bei der Sache auf die Barrikaden gegangen....

Artikel war unter anderem in der Passauer Neue Presse - 29. Apr 2004.

Am Samstag wurde in Thalberg, im NATUR- und WILDSCHUTZGEBIET Bayrischer Wald von einem Jäger auf Anweisung der Polizei ein Wolf erschossen.


Das war übrigens der einzigste, wie sich rausstellte.... war wohl ein Wanderer von drüben aus Tschechien.

Tja.... man kann über Jäger sagen was man will - zum Glück sind diese schiesswütigen Typen nur die Ausnahme unter ihnen.

Soweit ich weiss, wurde dem Typen die Lizenz entzogen. Genauso wie dem Österreicher, der 2003 "aus Versehen" einen Gänsegeier (die Dinger sind in den Alpen sowas von dermassen Streng Geschützt...und zwar sein Jahrzehnten) geschossen hat. Als das bei uns im Allgäu durch die Presse ging (war ja nur 5km hinter der Grenze) wurden schon die ersten Rufe nach Lynchjustiz gegen diesen Jäger laut. Und zwar von den Jägern die gleichzeitig im Alpen- und Bergsteigerverband sind.
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