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Asien Asien birgt noch so manches Geheimnis über unsere früheste Vorzeit, versunkene Hochkulturen...

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Alt 02.11.2004, 03:50   #1
Acolina
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Standard Fossiler "Hobbit"-Mensch in Indonesien entdeckt

"Homo floresiensis" war nur gut einen Meter groß und lebte vor 18.000 Jahren

Die Gattung Mensch hat Zuwachs bekommen: Wissenschaftler haben auf der indonesischen Insel Flores ein Skelett eines nur gut einen Meter großen Menschen gefunden. Das Exemplar der Spezies "Homo floresiensis" lebte vor 18.000 Jahren und ist das bisher kleinste bekannte Mitglied der Gattung Homo, zu der auch Homo erectus und Homo sapiens zählen. Peter Brown von der Universität in Armidale (Australien) und seine Kollegen berichten über den Fund im Fachmagazin Nature (Bd. 431, 28. 10., S. 1055).

Bei dem frühmenschlichen Skelett handelt es sich wahrscheinlich um die Überreste einer erwachsenen Frau. Dennoch war sie nur etwa einen Meter groß mit einem Kopf von der Größe einer Pampelmuse. Die Forscher konnten den Fund keiner bekannten menschlichen Spezies zuordnen, sondern benannten die menschliche Lebensform nach ihrem Fundort "Homo floresiensis". Am Fundort stießen Wissenschaftler noch auf weitere Überreste von kleinen Frühmenschen, die wahrscheinlich bis vor etwa 12.000 Jahren gelebt haben. Es handele sich daher nicht um eine Missbildung einer bekannten Art.

Der "Homo floresiensis" gilt als der kleinste bekannte Vertreter der Menschenfamilie und hatte auch das kleinste Gehirn. Dennoch sollten seine Fähigkeiten nicht unterschätzt werden, so die Forscher, da er wahrscheinlich Steinwerkzeuge herstellte und die Insel auf Wasserwegen erreichte. Die Frühmenschen sind laut Brown vermutlich Nachfahren des Homo erectus. Ihre geringe Körpergröße ist möglicherweise eine Anpassung an die begrenzten Ressourcen einer Insel, erklären die Forscher. Von anderen kleinen Inseln seien solche Zwergversionen von Säugetieren schon bekannt. Die Gattung des Homo war somit sehr viel anpassungsfähiger als bisher angenommen. Der Fund könnte daher auch darauf hindeuten, dass es noch weitere bislang unbekannte Unterarten des Homo gab, erklären die Wissenschafter.

Bis zu seinem Aussterben lebten Homo floresiensis und Homo sapiens für Zehntausendende von Jahren zeitgleich in der Region. Es gibt allerdings noch keine Beweise, ob es jemals zu einem Kontakt der beiden Menschenarten gekommen ist. Der Fund des Homo floresiensis gilt auch als ein weiteres Indiz für die These, dass der Homo sapiens sich in Afrika entwickelt hat.

ddp/bdw – Eva Hörschgen

(Quelle: wissenschaft.de)
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2004, 12:03   #2
ReneK
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.09.2004
Ort: Graz
Beiträge: 175
Frage @Hobbit

Muss jetzt eigentlich JRRT sein Copyright an den Hobbits abtreten?

Aber das sieht man wieder wie wenig man über die Entstehung des Menschen im Detail weis.
Würd mich interessieren wieviele "Unter/Nebenarten" es noch gibt.
ReneK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2005, 18:25   #3
Manu
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Das mit den Zwergen stand sogar im Spiegel...
wobei ich nicht sagen will das es glaubwürdiger ist bloß weil es im Spiegel steht (es gibt auch wahrlich eine Menge Sachen die im Spiegel stehen und nicht stimmen...)
Diese Sache stimmt denke ich ausnahmsweiße mal.
Es war auch mit Foto der Funde.

Aber ReneK, du siehst das als Bestätigung für die Evolutionstheorie?
Ich sehe das eher als Beweiß dagegen...

Oder wie soll das sein... zuerst waren die Menschen so groß wie wir, dann waren sie plötzlich so klein wie diese Zwerge da,
und dann waren sie plötzlich wieder so groß wie wir?

Wenn sich unsere ganze Menschheit wirklich aus so kleinen Menschen entwickelt hätte, müsste es dann nicht millionen von Funden geben von Menschenrassen die 1 Meter fünf,
einen Meter 10, einen Meter 15, einen Meter 20 etc. groß sind?

Davon gibt es nicht einen!

Was ich auch lustig finde:
Die Leute halten diese Märchen von Zwergen etc. eben für Märchen ... logisch.

Aber jetzt gibt es so einen Fund, der ist einmal kurz überall in den Zeitungen, und dann ist er wieder vergessen, und die Leute halten die Märchen wieder für Märchen (sind sie ja auch :-)
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Alt 15.02.2005, 16:02   #4
Der Anwalt
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Benutzerbild von Der Anwalt
 
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Beiträge: 115
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Also entschuldige mal bitte Manu... da steht nirgends, dass sich der heutige Mensch aus dieser Art entwickelt hätte.

Was da allerdings steht ist, dass es sich dabei um eine Unterart des Homo handelt, die sich wahrscheinlich auf ein Leben auf engstem Raum (eben den Fundort, die Insel Flores) eingerichtet und angepasst hat.

Dieser Fund ist definitiv und auch keine Ausnahme, da von mehreren Skeletten die rede war.

Und wenn du bitte mal in den asiatischen Raum schaust, wirst
Du feststellen können, dass die Menschen dort im Schnitt kleiner sind als hier in Europa...

Es ist also kein Märchen und es hat niemand behauptet, dass der gegenwärtige Mensch sich aus dieser Spezies entwickelt hat. Es ist vielmehr nur ein Beweis dafür, wie die Natur anpassung betreibt und wir erst an der Oberfläche kratzen von dem was sich Evolution nennt.
__________________
Schaue niemals in einen Spiegel, wenn Du nicht bereit bist die Wahrheit zu erblicken.
Der Anwalt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2005, 16:12   #5
da kami
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Benutzerbild von da kami
 
Registriert seit: 06.08.2003
Ort: Come from Banana Republic
Beiträge: 4.760
Standard

Zitat:
Original von Manu
Aber ReneK, du siehst das als Bestätigung für die Evolutionstheorie?
Ich sehe das eher als Beweiß dagegen...

Oder wie soll das sein... zuerst waren die Menschen so groß wie wir, dann waren sie plötzlich so klein wie diese Zwerge da,
und dann waren sie plötzlich wieder so groß wie wir?
Ne passt eigentlich gut zur Evolutionstheorie.
Morphologie verändert sich langsam, Körpergröße sehr schnell:

Wir sind im Schnitt etwa 20 cm größer als unsere Vorfahren in der kleinen Eiszeit um 1700. Ich find das ziemlich viel in 300 Jahren. Deren Vorfahren waren aber wiederum teilweise sehr viel größer, je nach Nahrungslage eben.
Es gibt auf irgendner italienischen Mittelmeerinsel Funde von versteinerten Minielefanten-Skeletten (1m Schulterhöhe), deren Vorfahren auf dieser Insel wegen irgendeinem Eiszeiteffekt gefangen wurden. Die die wenig Nahrung verbrauchten (weil kleiner) pflanzten sich fort, die gefräßigeren verhungerten. Es gab aber keine Fressfeinde also war kleinsein kein Nachteil und die Population schrumpfte körperlich.
__________________
Yes you can me.
Der Freiheit eine Gasse!
Ron Paul Revolution
da kami ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2005, 19:23   #6
Salystra
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Was ich dabei interessant finde, ist, dass die Märchen von Zwergen, Gnomen etc. damit ja wahr sein könnten.... Ein ganzes Volk, dass pampelmusengrosse Köpfe hat? Vielleicht gab es noch mehr Orte als diese Insel.
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Alt 25.02.2005, 13:41   #7
ReneK
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.09.2004
Ort: Graz
Beiträge: 175
Lächeln @Manu

Zitat:
Aber ReneK, du siehst das als Bestätigung für die Evolutionstheorie? Ich sehe das eher als Beweiß dagegen...
eigentlich nicht (bin immer noch für extraterristriche Hilfe), nur zeigt es sich wenn von außen keine weiteren "Anstösse" kommen und die Gruppe insich zufrieden ist, bleibt die technische Entwicklung aus.
ReneK ist offline   Mit Zitat antworten
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