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Naturphänomene Kurioses und Rekorde aus der Tier- und Pflanzenwelt, atmosphärische und andere Naturschauspiele, verändertes Verhalten von Tieren ...

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Alt 28.04.2004, 23:17   #1
Zwirni
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Beiträge: 3.540
Standard ausgestorbene Riesenspinnen



Nachdem wir an anderer bereits über noch lebende Riesenspinnen wie den Camel Spider gesprochen haben hier noch einige ausgestorbene Riesenspinnen. Definitiv ausgestorben sind "Spinnen" der Art Megarachne. Megarachne servini - oben im Nachbau zu sehen - war hier wohl das größte Exemplar:

Zitat:
Sie lebte vor 290 Mio. Jahre im Karbon und hatte eine Länge von 34 cm. Die Spannweite der Beine betrug über 50 cm, es gibt auch Angaben mit 60 cm und sogar 70 cm.

[..]

Beschreibung

Die Megarachne ähnelt keiner heutigen Vogelspinnenart, weshalb man sie in eine eigene Familie (Megarachnidae) einordnete. Ohne Beine könnte man auf den ersten Blick nicht erkennen, dass dies eine Spinne ist. Ob der große braune Körper behaart war, lässt sich nur schwer herausfinden, trotzdem kann man sie als leicht bis mittel behaart beschreiben. Das Auffallenste ist aber viel mehr das 15 mm große, kreisrunde Auge, welches zwischen den beiden anderen Augen in der Mitte des Kopfes liegt.

Lebensraum und -zeit

Megarachne servinei lebte 200 Mio. Jahre vor den Dinosauriern im Oberkarbon, was für die Größe entscheidend war.
http://de.wikipedia.org/wiki/Megarachne

Weitere Links:
http://www.nhm-wien.ac.at/D/schausam...entiere/08.jpg
http://www.toyen.uio.no/palmus/galle...glish/x509.htm
http://www.amonline.net.au/spiders/d...at/largest.htm
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Alt 30.04.2004, 13:30   #2
Helltree
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Daüber bin ich persönlich aber sehr glücklich (dass das Viech ausgestorben ist. *frohsei* der möchte ich nicht alleine im dunkeln begegnen
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Alt 30.04.2004, 14:06   #3
Ed_Gain
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Beiträge: n/a
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Mich würd nur interessieren, woher die wissen, dass das Tier braun war...
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Alt 30.04.2004, 18:38   #4
Zwirni
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Beiträge: 3.540
Standard

Zitat:
Original von Ed_Gain
Mich würd nur interessieren, woher die wissen, dass das Tier braun war...
gute frage ich tippe mal drauf, dass man dies anhand der Überreste herausgefunden hat ... feine Nuancen wie sie in der Natur auch heute noch vorkommen müssen natürlich ebenso wie die Auswirkungen des umliegenden Gesteins mitbedacht werden. Gucke da: http://www.nhm-wien.ac.at/D/schausam...entiere/08.jpg
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Alt 16.02.2005, 13:40   #5
Desert Rose
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Beiträge: n/a
Frage Neue Erkenntnis: Die Rekordspinne, ist eine Skorpion!!!

Beachte bitte auch die im Artikel angegebenen Links.
Zitat:
16.02.2005 - Paläontologie

Die Rekordspinne, die ein Skorpion war

Die "größte Spinne aller Zeiten" gehört eigentlich zu den See- oder Riesenskorpionen

Die vermeintlich größte Spinne aller Zeiten war gar keine Spinne, sondern ein See- oder Riesenskorpion. Das schließt ein britisch-argentinisches Forscherteam aus einer Untersuchung knapp 300 Millionen Jahre alter Fossilien aus der argentinischen Provinz San Luis. Das erste dieser Fossilien war 1980 entdeckt worden und bis vor kurzem der einzige Hinweis auf die Existenz der Riesenspinne. Die neue Analyse dieses Fundstücks und der Fund eines weiteren Exemplars zeigen jedoch, dass das versteinerte Tier zu den heute ausgestorbenen Eurypteriden und nicht zu den Spinnen gehörte. Das berichten Paul Selden von der Universität von Manchester und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society: Biology Letters (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rsbl.2004.0272).

Seit ihrer Entdeckung galt Megarachne servinei als die größte Spinne aller Zeiten. Mit einer Körperlänge von knapp 34 Zentimetern und einer Beinspannweite von mehr als einem halben Meter ist sie deutlich größer als die nächstgrößere bekannte Spinnenart, die Riesenvogelspinne Theraphosa leblondi , deren Beinspannweite nur knapp 30 Zentimeter beträgt. Da die Riesenspinne keiner bekannten Art zugeordnet werden konnte, wurde sie in eine eigene Familie eingeordnet. Ihre Identifikation erfolgte unter anderem aufgrund der Form ihres Panzers, der Position eines zentralen Auges, der Form ihrer Mundwerkzeuge und ihres kreisrunden Bauchs.

Doch bereits kurz nach ihrer Entdeckung meldeten einige Wissenschaftler Zweifel an der Zuordnung an, da das Fossil Merkmale aufwies, die bei keiner anderen Spinnenart vorkommen. Weil das Fossil wegen ungeklärter Besitzansprüche im Tresor einer Bank eingeschlossen war, war eine genauere Untersuchung des Fundstücks lange Zeit nicht möglich. Vor kurzem wurde jedoch ein weiteres Exemplar ebenfalls in Argentinien entdeckt, und auch das ursprüngliche Fossil wurde zur Untersuchung freigegeben.

Diese neue Untersuchung bestätigte die Zweifel der Wissenschaftler: Die Tiere gehörten tatsächlich nicht zu den Spinnen, sondern zur Gruppe der Seeskorpione (Eurypterida), einer Schwestergruppe der Schwertschwänze. Diese Kieferklauenträger waren hauptsächlich Wasserbewohner und konnten bis zu zwei Meter lang werden. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass die vermeintliche Riesenspinne Megarachne große Ähnlichkeiten zu anderen Seeskorpionen aufweist, die in kohlehaltigen Felsen in Schottland und Südafrika entdeckt wurden.

ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel
Quelle



@Helltree
Und, achja, bevor ich es vergesse die geringfügig kleiner als die oben zuerst als Megarachne servinei beschriebene "Spinne", nämlich die Theraphosa leblondi oder auch Riesenvogelspinne ist NICHT ausgestorben und lebt heute noch, und man kann sie sogar im Terrarium halten.
Hier ein Link zu Beschreibung und Haltung. Klick hier!
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