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Künstliche Intelligenz Deep Learning, KI in der Praxis, Turing-Tests

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Alt 06.03.2018, 19:28   #101
HaraldL
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Aber warum kann nicht eine Technologie gehyped werden, die militärisch nicht so bedeutend ist?
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Alt 06.03.2018, 20:41   #102
MJ01
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Bei alten Systemen geblieben bist eher Du.
Solche Erwägungen dürften z.B. bei Bussen, LKW oder in anderen Nischen keine Rolle spielen.
Eben, deshalb werden die bestehenden langsamen Systeme nur dort eingesetzt werden.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ganz sicher nicht. Diese Konkurrenzsituation projizierst Du, darüber hinaus wird sie künstlich geschaffen, indem z.B. in der BRD die Reichsbedenkenträger rumtröten und möglichst weitgehende Einschränkungen fordern.
Also diesen Werbefilm hast Du gepostet, nicht ich, Du möchtest offensichtlich dieses eine Produkt puschen und durchpeitschen. Wahrscheinlich bist Du da irgendwie finanziell beteiligt.
Und nochmals fürs Protokoll:
Ich habe keine Einschränkungen gefordert, sondern nur, dass die problematischen Erkennung und Interpretationen der Einzelsituation (Stichwort Kontextverständnis) der Systeme vor der standardisierten Inbetriebnahme der Fahrzeuge gelöst gehört.
Also wer trötet da?

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Was ist dann überhaupt Dein Anliegen?
Wenn Du das bis jetzt noch nicht kapiert hast, dann tust Du mir wirklich leid.
Oder sorry, nein, aus deinen bisherig verdrehten Äußerungen kannst Du es wahrscheinlich gar nicht verstehen, da Du subjektiv hier dein Ding (so wie in anderen Themenbereichen) abziehst und die Aussage von allen vorhanden Artikeln ignorierst und nur herzige Werbefilmchen als Gegenargument vorzeigst.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wie üblich bei Neoliberalen und anderen Ignoranten: von der "unsichtbaren Hand des Marktes" fabulieren, solange alles nach der eigenen Nase läuft, und wenn nicht, Ängste Schüren..
Naja, wenn es nicht der Markt regeln soll, soll es deiner (verdrehten "progressiven") Denkweise entsprechend, zwangsweise verordnet werden?

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Nochmal fürs Protokoll: damit Einschränkungen überhaupt sinnvoll wären, müsste jemand nachweisen, dass von diesen Systemen überhaupt Gefahr ausgeht. Also nachweisen. Nicht Zeter und Mordio schreien und hoffen, dass jemand reagiert. Das wäre bestenfalls Symbolpolitik, wenn nicht ein perfider Manipulationsversuch.
Also ich habe bereits mehrfache Zitate, sogar aus deinen eigenen Links, vorgebracht, die die Unfähigkeit solcher Systeme nachgewiesen haben.
Und wie soll ich dein Werbefilmchen interpretieren? Nicht als Manipulationsversuch?
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Alt 06.03.2018, 23:12   #103
basti_79
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Weil es hier so große Meinungsverschiedenheiten gibt, habe ich mal ein bißchen recherchiert und diese Seite aufgetan:

http://www.driverless-future.com/?page_id=774

Meiner Meinung nach werden da vieler meine Positionen unterstützt, und die hier in den Mittelpunkt gerückten Themen entweder deutlich erklärt (z.B. was Unfallraten, die Frage der "Programmierung" oder den Grad der heute möglichen Autonomie angeht), oder aber nicht einmal angesprochen. Was meiner Meinung nach dann ein Hinweis darauf ist, dass die entsprechenden Themen falsch gewählt wurden.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 06.03.2018, 23:20   #104
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Aber warum kann nicht eine Technologie gehyped werden, die militärisch nicht so bedeutend ist?
Kann doch. Ich würde schon denken, dass sich auch das Militär für die Technologie interessiert. Allerdings sind die Gewinne dort nicht so ausgeprägt.

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Also diesen Werbefilm hast Du gepostet, nicht ich, Du möchtest offensichtlich dieses eine Produkt puschen und durchpeitschen. Wahrscheinlich bist Du da irgendwie finanziell beteiligt.
Komm, hör' auf damit.

https://yourlogicalfallacyis.com/de/ad-hominem

Zitat:
Ich habe keine Einschränkungen gefordert, sondern nur, dass die problematischen Erkennung und Interpretationen der Einzelsituation (Stichwort Kontextverständnis) der Systeme vor der standardisierten Inbetriebnahme der Fahrzeuge gelöst gehört.
Das geht erstmal an der Realität vorbei. Es sind schon entsprechende Systeme in Betrieb. Was das Wort "standardisiert" hier bedeuten soll, bleibt schleierhaft.

Dazu kommt noch, dass Du ja zu fordern scheinst, dass die Inbetriebnahme verzögert wird, bis "Du" zufrieden bist, bzw. bis die Systeme bestimmten Standards angepasst wurden. Das sieht mir doch sehr nach einer Einschränkung aus.

Zitat:
Naja, wenn es nicht der Markt regeln soll, soll es deiner (verdrehten "progressiven") Denkweise entsprechend, zwangsweise verordnet werden?
Mich wundert etwas, dass Du das nicht erkennst...
  1. Verkehrsregeln und die Anforderung, Unfallfrei zu fahren, werden ohnehin (zwangsweise) durchgesetzt.
  2. Was darüber hinaus geht, bedarf wenigstens eines entsprechenden Gesetzes, und da wäre mein Maßstab, dass man eben nicht unterschiedliche Gesetze für autonome Systeme und Menschen erlässt (ausser "natürlich sich ergebende" - was z.B. Lenkzeiten betrifft).
  3. Nehme ich vorhandene Probleme sicher nicht so gravierend wahr wie Du.

Zitat:
Also ich habe bereits mehrfache Zitate, sogar aus deinen eigenen Links, vorgebracht, die die Unfähigkeit solcher Systeme nachgewiesen haben.
Ja, und dabei gezeigt, dass Du weder von Statistik noch von üblicher Argumentationstechnik etwas verstehst.

Zitat:
Und wie soll ich dein Werbefilmchen interpretieren? Nicht als Manipulationsversuch?
Das kannst Du halten, wie Du willst.

https://www.youtube.com/watch?v=okhQtoQFG5s
__________________
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Alt 07.03.2018, 07:14   #105
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Weil es hier so große Meinungsverschiedenheiten gibt, habe ich mal ein bißchen recherchiert und diese Seite aufgetan:

http://www.driverless-future.com/?page_id=774

Meiner Meinung nach werden da vieler meine Positionen unterstützt, und die hier in den Mittelpunkt gerückten Themen entweder deutlich erklärt (z.B. was Unfallraten, die Frage der "Programmierung" oder den Grad der heute möglichen Autonomie angeht), oder aber nicht einmal angesprochen. Was meiner Meinung nach dann ein Hinweis darauf ist, dass die entsprechenden Themen falsch gewählt wurden.
Ich sehe deine Bemühungen positiv, dass Du erstmals hier einen objektiven Artikel über dieses Thema postest!
Nur hast Du offensichtlich nur die Überschriften gelesen und nicht die dahinter stehenden Erläuterungen.
Denn sonst wären Dir diese Ausführungen, die meine Argumentationkette unterstützen aufgefallen:
Zitat:
Wir können die Fahraufgabe nur einem Fahrerassistenzsystem anvertrauen, wenn wir sicher sind, dass dieses System alle Situationen bewältigen kann, die plötzlich auftreten und eine sofortige Reaktion erfordern. Dies bedeutet, dass Fahrerassistenzsysteme, die kontinuierlich auf einer Autobahn arbeiten, in der Lage sein müssen, selten auftretende Situationen einschließlich Fußgänger und Radfahrer auf der Autobahn (sie erscheinen manchmal auf Autobahnen), Unfälle, Tiere, plötzliche Niederschläge usw. zu bewältigen. Die allmähliche Entwicklung solcher Systeme ist unmöglich; Sie müssen vom ersten Tag an, an dem sie in Betrieb genommen werden, extrem leistungsfähig sein.

Die Struktur der Karten muss definiert werden und dann müssen die Karten selbst gesammelt werden. Dies wird eine große Aufgabe sein, da die Karten viel detaillierter sein müssen als die herkömmlichen Straßenkarten, die derzeit von Google, Apple, TomTom, Nokia Here und anderen verwaltet werden. Es ist noch nicht klar, was die beste Struktur für eine solche Karte ist (und niemand hat sogar damit begonnen, das Problem der Navigation in schneebedeckten Gebieten anzugehen, was wiederum Auswirkungen auf den Kartierungsansatz haben könnte). Daher wird eine erhebliche Vorlaufzeit erforderlich sein, bevor ein Automobilhersteller Modelle auf den Markt bringen kann, die autonom in den meisten Teilen eines Landes oder sogar eines Kontinents fahren können.

Voll autonome Fahrzeuge können viel früher auf einer begrenzten Anzahl vordefinierter Strecken wie Taxis oder Busse, die Mobilität als Dienstleistung bereitstellen, operieren.

Je höher das Vermögen des Käufers und je höher der Käufer sein Leben schätzt (beides korreliert), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine solche Innovation annimmt. Deshalb sind diese sicherheitsrelevanten Innovationen zu Beginn sehr stark an das Premiumsegment gebunden.

Missverständnis 3: Es wird Jahrzehnte dauern, bis die meisten Fahrzeuge auf der Straße autonom fahren können
Die Vorteile liegen vor allem in der Logistik, wo die Kosten für einen LKW-Fahrer etwa ein Drittel der gesamten Transportkosten ausmachen.

Voll autonome Fahrzeuge können als selbstfahrende Taxis eingesetzt werden. In ausreichend bevölkerten Gebieten werden Flotten autonomer Autos entstehen, die Mobilität als Dienstleistung bereitstellen.
...
Ein Kernproblem ist beispielsweise die Interpretation von Sensor- und Bilddaten: Welche Art von Objekt befindet sich vor dem Fahrzeug? Ist es ein anderes Fahrzeug, ein Fußgänger, ein Fahrrad, ein Tier?
...werden einem ausgeklügelten Lernalgorithmus viele Bilder zugeführt, die Objekte enthalten. Jedes Bild ist mit der Art des Objekts versehen, das es enthält. Jetzt beginnt der Lernalgorithmus seine Arbeit. Es untersucht die Bilder und schätzt die Art des Objekts in jedem Bild. Anfangs werden die meisten seiner Schätzungen falsch sein.
...füttern die Programmierer die Software mit vielen Verkehrssituationen und spezifizieren die richtige Aktion für jede Situation. Das Programm sucht dann selbst nach der besten Konfiguration der internen Parameter und der internen Entscheidungslogik, die es ihm ermöglichen, in allen diesen Situationen korrekt zu handeln.
Google hat damit mit Testfahrern fast zwei Millionen Kilometer auf öffentlichen Straßen gefahren und einen enormen Fundus an Verkehrssituationen aufgebaut, aus dem seine Fahrzeuge lernen können.

2015...Ein Jahr zuvor hatte ein selbstfahrender Mercedes eine 100 km lange Strecke auf öffentlichen Straßen in Süddeutschland zurückgelegt. Solche Veranstaltungen bieten große Publizität. Sie fangen die Vorstellungskraft der Öffentlichkeit ein, aber gleichzeitig verbergen sie leicht grundlegende Mängel, an denen diese Prototypen noch leiden.

Doch bis selbstfahrende Autos ohne Testfahrer auf öffentlichen Straßen fahren können, bleiben große Herausforderungen. Solche Autos müssen in der Lage sein, fast jede Situation - egal wie weit entfernt - zu bewältigen. Sie müssen Objekte nicht nur in vielen Situationen korrekt erkennen und kategorisieren, sie müssen auch ihr Verhalten antizipieren.

Neben der fleißigen Durcharbeitung tausender Risikoszenarien müssen selbstfahrende Autos realen Fahrsituationen ausgesetzt sein. Sie müssen auf Millionen von Kilometern getestet werden, um sicherzustellen, dass schwer vorhersehbare Risiken erkannt werden können.

Das Google-Prototypauto fuhr autonom auf der Autobahn. Es hatte kurz zuvor geregnet und gelegentlich bereiteten LKW-Reifen Wasser hoch in die Luft. Dies führte zu Problemen, da das Auto das Spray als ein festes Objekt interpretierte, das unerwartet in den Weg kam. Es war nicht schwer, dieses Problem zu lösen, aber es ist ein Beispiel für Probleme, die schwer zu antizipieren sind und die durch Live-Tests herausgefunden werden müssen.
Also alles Aussagen, die ich schon in meinen Posts als Probleme vorgebracht habe.
Und ja, durch die bisher erfolgten Tests ist die Ausfallquote gesunken und liegt laut der dort angeführten Statistik bei 32,166 / 3,113 Milliarden = 1,03 Todesfälle pro 100 Millionen Meilen. Allerdings wurden diese Statistiken in den USA entwickelt, wo es tausende schnurgerader Highways ohne nennenswerten Bergstrecken und klimatischen Veränderungen, wie das in Europa üblich ist, gibt.
Und ja, ich akzeptiere und unterstütze natürlich die jeweiligen Vorteile des Autonomen Fahrens, wie Verbesserung des Fahrverhaltens von Anfängern (obwohl gerade die sich diese Technologie nicht leisten werden können) und von älteren Mitbürgern und die Kostenreduktion beim "Flottenverkehr" (Taxis, Busse, Leihautos, LKW's) in eingeschränkten Gebieten.
Nur das hat alles mit einem Auto, das man heute nutzt nicht viel zu tun. Nun, vielleicht ändern wir in Zukunft unseren Zugang zum Medium Auto....
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Alt 07.03.2018, 11:50   #106
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Zitat:
MJ01:
Also diesen Werbefilm hast Du gepostet, nicht ich, Du möchtest offensichtlich dieses eine Produkt puschen und durchpeitschen. Wahrscheinlich bist Du da irgendwie finanziell beteiligt.
Komm, hör' auf damit.
Ok, aber wer da mit ad-hominem Erklärungen angefangen hat, möchte ich schon mal festhalten:
Zitat:
Zitat von basti_79
"rumtröten", "überzogenem Selbstbild", "Ignorant", "Neurotiker",...
Außerdem musst nur einfach sagen, dass Du mit dieser Firma nichts zu tun hast. Oder vielleicht doch nicht?

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Zitat:
Kontextverständnis-Probleme der Systeme gehören vor der standardisierten Inbetriebnahme der Fahrzeuge gelöst.
Das geht erstmal an der Realität vorbei. Es sind schon entsprechende Systeme in Betrieb. Was das Wort "standardisiert" hier bedeuten soll, bleibt schleierhaft.
Auch in deinem verlinkten Artikel wird exakt von dieser meiner Forderung ausgegangen:
Zitat:
...wenn wir sicher sind, dass dieses System alle Situationen bewältigen kann, die plötzlich auftreten und eine sofortige Reaktion erfordern.
Und "standardisiert" bedeutet, dass das jeweilige System bei gleichen Situationen im heutigen Straßenverkehr gleiche Ergebnisse liefern.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Dazu kommt noch, dass Du ja zu fordern scheinst, dass die Inbetriebnahme verzögert wird, bis "Du" zufrieden bist, bzw. bis die Systeme bestimmten Standards angepasst wurden. Das sieht mir doch sehr nach einer Einschränkung aus.
Nein, das fordere nicht ich, sondern selbst die Autofirmen, die diese Tests durchführen!
Zitat:
Doch bis selbstfahrende Autos ohne Testfahrer auf öffentlichen Straßen fahren können, bleiben große Herausforderungen. Solche Autos müssen in der Lage sein, fast jede Situation - egal wie weit entfernt - zu bewältigen. Sie müssen Objekte nicht nur in vielen Situationen korrekt erkennen und kategorisieren, sie müssen auch ihr Verhalten antizipieren.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Zitat:
Naja, wenn es nicht der Markt regeln soll, soll es deiner (verdrehten "progressiven") Denkweise entsprechend, zwangsweise verordnet werden?
Mich wundert etwas, dass Du das nicht erkennst...
  1. Verkehrsregeln und die Anforderung, Unfallfrei zu fahren, werden ohnehin (zwangsweise) durchgesetzt.
  2. Was darüber hinaus geht, bedarf wenigstens eines entsprechenden Gesetzes, und da wäre mein Maßstab, dass man eben nicht unterschiedliche Gesetze für autonome Systeme und Menschen erlässt (ausser "natürlich sich ergebende" - was z.B. Lenkzeiten betrifft).
  3. Nehme ich vorhandene Probleme sicher nicht so gravierend wahr wie Du.
QED
Natürlich beruhen Verkehrsregeln auf Gesetzen, die Du scheinbar abschaffen willst, da zwangsweise. Und das deutsche Gesetz ist eben ein richtiger Schritt in Richtung "gleicher Maßstab" für autonome Systeme und Menschen. Wer die die Situation vergeigt hat, der haftet eben, klar und deutlich.
Zum letzten Punkt: Naja, wenn das nicht im Vorfeld geklärt wird, dann werden sich eben fiese Rechtsanwälte damit beschäftigen müssen.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ja, und dabei gezeigt, dass Du weder von Statistik noch von üblicher Argumentationstechnik etwas verstehst.
Ich beschäftige mich in meinem beruflichen Umfeld zwar schon immer damit, aber wenn Du das sagst? Seit beschäftigst Du dich eigentlich schon damit? Scheint so, erst seit kurzem?
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Alt 07.03.2018, 14:25   #107
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Nur hast Du offensichtlich nur die Überschriften gelesen und nicht die dahinter stehenden Erläuterungen.
Doch, schon.

Zitat:
Also alles Aussagen, die ich schon in meinen Posts als Probleme vorgebracht habe.
Und ja, durch die bisher erfolgten Tests ist die Ausfallquote gesunken und liegt laut der dort angeführten Statistik bei 32,166 / 3,113 Milliarden = 1,03 Todesfälle pro 100 Millionen Meilen. Allerdings wurden diese Statistiken in den USA entwickelt, wo es tausende schnurgerader Highways ohne nennenswerten Bergstrecken und klimatischen Veränderungen, wie das in Europa üblich ist, gibt.


Meines Wissens (ausdrücklich ohne Quelle) wurden die Meilen hauptsächlich in Städten, spezifisch in der "Bay Area" abgefahren. Hast Du auch den Rest des Textes gelesen? Da steht irgendwo, dass tödliche Unfälle nicht der einzige Maßstab sein sollten, weil es ewig dauern wird, bis sich "genug" tödliche Unfälle angesammelt haben.

Da steht außerdem, dass durch die Möglichkeit von "Software-Updates" (trifft nicht haargenau, kann man sich aber so vorstellen) ein systematisches Problem behoben werden kann - anders als z.B. bei einer falsch konstruierten Bremsanlage...

Zitat:
Und ja, ich akzeptiere und unterstütze natürlich die jeweiligen Vorteile des Autonomen Fahrens, wie Verbesserung des Fahrverhaltens von Anfängern (obwohl gerade die sich diese Technologie nicht leisten werden können) und von älteren Mitbürgern und die Kostenreduktion beim "Flottenverkehr" (Taxis, Busse, Leihautos, LKW's) in eingeschränkten Gebieten.
Gerade auf das Kostenargument wird da ja eingegangen: der Vorteil ist halt immens, gerade z.B. für Pendler. Anders als bei z.B. Airbags. Dann kommt noch das Gesetz der großen Zahl dazu... Die Prototypen sind natürlich ziemlich teuer, aber das liegt wohl eher an der eskalierten Technologieforderung (LIDAR?!) als an den Computern.

Was das jetzt speziell mit Ausbildung (von Kraftfahrern) zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Sicherlich könnte man mit dieser Technologie auch besondere Trainings entwickeln, z.B. eine Warnung für Sicherheitsabstände oder für "tote-Winkel-Situationen". Viel nützlicher wäre allerdings etwas wie eine automatische Notbremsung im äußersten Fall, oder ein "Staudirigent", oder so etwas...

Zitat:
Nur das hat alles mit einem Auto, das man heute nutzt nicht viel zu tun.
Das ist richtig. In Marketing-Neudeutsch gesprochen: es handelt sich um eine "disruptive Technologie".

Zitat:
Nun, vielleicht ändern wir in Zukunft unseren Zugang zum Medium Auto....
Ganz sicher. Wenn man da überhaupt das Wort "Medium" verwenden mag.
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basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2018, 19:01   #108
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Meines Wissens (ausdrücklich ohne Quelle) wurden die Meilen hauptsächlich in Städten, spezifisch in der "Bay Area" abgefahren. Hast Du auch den Rest des Textes gelesen? Da steht irgendwo, dass tödliche Unfälle nicht der einzige Maßstab sein sollten, weil es ewig dauern wird, bis sich "genug" tödliche Unfälle angesammelt haben.
Ja, in dem Artikel wird geschrieben, dass wesentlich kritischere Werte für autonome Fahrzeuge gesetzt werden, als bei menschlichen Fahrern.
Zitat:
291 Millionen Meilen müssen von einem selbstfahrenden Auto ohne Todesfolge gefahren werden, um mit einem Selbstvertrauen von 95% behaupten zu können, dass selbstfahrende Autos so zuverlässig sind wie menschliche Fahrer. Das ist fast das Dreifache der Entfernung zwischen den Todesfällen, die beim Fahren des Menschen auftreten.
Da war ich mit meiner kritischen Betrachtungsweise ja noch großzügig, wenn ich von ein wenig strengere Bewertungskriterien sprach.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Da steht außerdem, dass durch die Möglichkeit von "Software-Updates" (trifft nicht haargenau, kann man sich aber so vorstellen) ein systematisches Problem behoben werden kann - anders als z.B. bei einer falsch konstruierten Bremsanlage...
Natürlich wird in Hinkunft, die Verbesserung solcher Software über Updates erfolgen (egal ob direkt am Fahrzeug, oder direkt am Server - also es werden halt mehrere Sicherheitsszenarien draufgespielt). Was bedeutet, je später man kauft, desto besser werden diese Systeme. Oder sie werden wie bei der Firma KleinWeich verschlimmbessert.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Gerade auf das Kostenargument wird da ja eingegangen: der Vorteil ist halt immens, gerade z.B. für Pendler. Anders als bei z.B. Airbags. Dann kommt noch das Gesetz der großen Zahl dazu... Die Prototypen sind natürlich ziemlich teuer, aber das liegt wohl eher an der eskalierten Technologieforderung (LIDAR?!) als an den Computern.
Volle Zustimmung.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Was das jetzt speziell mit Ausbildung (von Kraftfahrern) zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
Also ich übersetze da:
Zitat:
Die Vorteile liegen vor allem in der Logistik, wo die Kosten für einen LKW-Fahrer etwa ein Drittel der gesamten Transportkosten ausmachen.
Also wenn bei einem Autonomen LKW der Fahrer wegfällt, erspart sich der Spediteur ein Drittel der Kosten. Außerdem fallen dann die ganzen Steh-/Ruhezeiten weg. Hmm,...
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Alt 09.03.2018, 13:44   #109
HaraldL
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Bezüglich künstliger Intelligenz: bei der Ausgabe von Fehlermeldungen bei Computerzubehör ( http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=23303 ) sollten sich mal die Entwickler mehr ins Zeug legen, um die Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz zu demonstrieren.
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 15:57   #110
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Bezüglich künstliger Intelligenz: bei der Ausgabe von Fehlermeldungen bei Computerzubehör ( http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=23303 ) sollten sich mal die Entwickler mehr ins Zeug legen, um die Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz zu demonstrieren.
Tja, Du hast leider keine Ahnung wie Projektmanagement, auch im IT-Bereich funktioniert.
Als erstes wird ein Anforderungskatalog erstellt, dann die Probleme analysiert und die Optionen verschiedenen Arbeitsgruppen zugeteilt. Und jede Gruppe arbeitet dann eben ihren Katalog ab. Und dann wird gehofft, dass die Lösungen zusammenpassen....
Somit liegen die Probleme zumeist schon im Anforderungskatalog... Und Fehlermeldungen werden zumeist/manchmal von Arbeitsgruppen über sog. Usability-Tests erstellt. Und bedenke eines: Je einfacher die Lösung für den User, desto komplexer, aufwändiger und komplizierter für den Programmierer und das Programm und desto länger läuft es.

Geändert von MJ01 (09.03.2018 um 15:59 Uhr).
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