:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Erde, Weltraum & Forschung > Rund um Naturwissenschaft

Rund um Naturwissenschaft Neue Technologien, Physik, Chemie, Neue Energien, Tesla & Co ...

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 10.11.2017, 16:15   #21
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 2.833
Standard

Das mit der Vorhersagbarkeit ist bei der Quantenmechanik nicht erfüllt.
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2017, 16:38   #22
MJ01
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von MJ01
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: Nähe St. Pölten/Lilienfeld in Niederösterreich
Beiträge: 1.628
Standard

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Dann wäre das gesamte Prinzip von Ursache und Wirkung hinfällig und damit die Aussagekraft jeder Art von Theorie oder Vorhersagbarkeit.
Dass Tachyonen die Kausalität verletzten ist m.a. eine nicht zutreffende Behauptung.
Die Verletzung der Kausalität wäre nur dann gegeben, wenn Reactio vor oder gleichzeitig zur Actio erfolgen würde. Und das tritt nur dann ein, wenn die Überlichtgeschwindigkeit unendlich oder schneller!! wäre.
Sprich das überlichtschnelle Teilchen wird, soweit es langsamer als unendlich ist, immer Actio vor Reactio verursachen und benötigt stets "Zeit" um von A nach B zu gelangen.
Das einzige was passieren kann, ist, dass die Beobachter in ein Informationdeffizit geraten. Sie könnten messen, dass scheinbar Reactio vor Actio erfolgt, weil sie die Information von Actio und Reactio nur lichtschnell erhalten. Falls auch diese Informationsübertragung überlichtschnell erfolgen würde, wäre die Sachlage völlig klar.
Man kann dieses Modell am Besten mit überschallschnellen Geschoßen vergleichen, wo scheinbar auch der Einschlag vor dem Abschuss gehört wird.
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2017, 17:01   #23
MJ01
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von MJ01
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: Nähe St. Pölten/Lilienfeld in Niederösterreich
Beiträge: 1.628
Standard

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Nein, das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. "Imaginäre Massen" oder "negative Massenquadrate" beziehen sich auf Inertialmassen, also Ruhemassen. Da sich solche Teilchen aber schneller als das Licht bewegen würden, ist ihre relativistische Energie (kinetische Energie und Ruheenergie) insgesamt wieder positiv, und sie bewirken insgesamt eine Anziehung.
Grundsätzlich werden mit der Lorentztransformation lediglich Zeit- und Ortkoordinaten umgerechnet, wodurch die relative Geschwindigkeit zueinander immer unterlicht sein muss, auch wenn die Summenformel etwas anderes sagen würde.
Ob sich sich die negativen Massenquadrate nur auf die Ruhemasse bezieht ist fraglich, da man nicht einmal ein Lichtquant "in Ruhe" gemessen hat. M.A. kann man bei jedem Teilchen von einem realen und einem imaginären Anteil ausgehen. Bei einem Baryonischen Materie-Teilchen überwiegt eben der reale postiven Anteil, bei einem Tachyonischen Materie-Teilchen überwiegt eben der imaginäre negative Anteil. Die Gesamtenergie ist natürlich immer positiv, wie Du es richtig vermerkt hast, lediglich der Vektor zeigt in die andere Richtung.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Die Energiedichte und die inertiale Masse der dunklen Energie können nicht negativ sein - wenn dem so wäre, könnte sich dunkle Energie aus dem nichts bilden und dabei Energie freisetzen. Das Vakuum wäre instabil.
Das Vakuum kann lokal (auf kleinen Skalen) instabil sein, und es könnten spontan Teilchen entstehen und wieder vergehen (siehe "virtuelle Teilchen"). Auf großen Skalen wäre das Vakuum trotzdem stabil. Aber weshalb soll sich die Masse aus dem Nichts bilden? Sie ändert sich wie bei einem Skalar und ist immer vorhanden, nur können wir sie eben (mit Ausnahme ihrer gravitativen Wirkung) nicht messen.

Geändert von MJ01 (10.11.2017 um 17:17 Uhr).
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2017, 19:17   #24
Sakslane
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sakslane
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Tartu, Estland
Beiträge: 2.761
Standard

Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Das mit der Vorhersagbarkeit ist bei der Quantenmechanik nicht erfüllt.
Die zeitliche Entwicklung eines Quantenzustandes ist deterministisch, also vorhersagbar. Zufällig ist nur die Messung eines Quantenzustandes relativ zu einem Beobachter. Die gemeinsame Zeitentwicklung von Beobachter und Quantensystem ist dagegen wieder kausal. Im Gegensatz dazu ist bei einer akausalen Theorie gar keine Vorhersage möglich.
Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Dass Tachyonen die Kausalität verletzten ist m.a. eine nicht zutreffende Behauptung.
Die Verletzung der Kausalität wäre nur dann gegeben, wenn Reactio vor oder gleichzeitig zur Actio erfolgen würde.
Genau das ist bei Tachyonen der Fall. Wenn ein Beobachter ein Tachyon beobachtet, dass sich von A nach B bewegt, wobei A vor B stattfindet, interpretiert er A als Ursache (Emission des Tachyons) und B als Wirkung (Empfang des Tachyons). Ein anderer, relativ dazu bewegter Beobachter nimmt aber dagegen den umgekehrten zeitlichen Ablauf wahr. Für ihn ist das Tachyon zuerst bei B, dann bei A. Also vertauschen auch Ursache und Wirkung ihre Rollen. Genau das verletzt aber die Kausalität.
Zitat:
Und das tritt nur dann ein, wenn die Überlichtgeschwindigkeit unendlich oder schneller!! wäre.
Nein, das gilt bei jeder Geschwindigkeit jenseits der Lichtgeschwindigkeit.
Zitat:
Sprich das überlichtschnelle Teilchen wird, soweit es langsamer als unendlich ist, immer Actio vor Reactio verursachen und benötigt stets "Zeit" um von A nach B zu gelangen.
Nein, je nach Beobachter braucht es eben keine Zeit, sondern nur "Raum", oder sogar negative Zeit.
Zitat:
Das einzige was passieren kann, ist, dass die Beobachter in ein Informationdeffizit geraten. Sie könnten messen, dass scheinbar Reactio vor Actio erfolgt, weil sie die Information von Actio und Reactio nur lichtschnell erhalten. Falls auch diese Informationsübertragung überlichtschnell erfolgen würde, wäre die Sachlage völlig klar.
Man kann dieses Modell am Besten mit überschallschnellen Geschoßen vergleichen, wo scheinbar auch der Einschlag vor dem Abschuss gehört wird.
Hier geht es aber nicht um einen reinen Beobachtereffekt durch die begrenzte Geschwindigkeit der Signalübertragung, sondern um die Signalübertragung selbst.
Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Grundsätzlich werden mit der Lorentztransformation lediglich Zeit- und Ortkoordinaten umgerechnet, wodurch die relative Geschwindigkeit zueinander immer unterlicht sein muss, auch wenn die Summenformel etwas anderes sagen würde.
Genau diese Annahme ist für Tachyonen aber nicht erfüllt.
Zitat:
Ob sich sich die negativen Massenquadrate nur auf die Ruhemasse bezieht ist fraglich, da man nicht einmal ein Lichtquant "in Ruhe" gemessen hat.
Das kann man auch gar nicht, weil sich Licht stets mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Lichtquanten haben die Ruhemasse 0, was auch mit Messungen übereinstimmt, aus denen sich die Ruhemasse bestimmen lässt.
Zitat:
M.A. kann man bei jedem Teilchen von einem realen und einem imaginären Anteil ausgehen. Bei einem Baryonischen Materie-Teilchen überwiegt eben der reale postiven Anteil, bei einem Tachyonischen Materie-Teilchen überwiegt eben der imaginäre negative Anteil. Die Gesamtenergie ist natürlich immer positiv, wie Du es richtig vermerkt hast, lediglich der Vektor zeigt in die andere Richtung.
Das ist schlicht und ergreifend Unsinn, bestenfalls eine mathematische Spielerei. Gemessene Massen sind reell und positiv (oder 0).
Zitat:
Das Vakuum kann lokal (auf kleinen Skalen) instabil sein, und es könnten spontan Teilchen entstehen und wieder vergehen (siehe "virtuelle Teilchen"). Auf großen Skalen wäre das Vakuum trotzdem stabil. Aber weshalb soll sich die Masse aus dem Nichts bilden? Sie ändert sich wie bei einem Skalar und ist immer vorhanden, nur können wir sie eben (mit Ausnahme ihrer gravitativen Wirkung) nicht messen.
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Auch ein stabiles Vakuum ist ein Quantenzustand, dessen Energie nicht ganz 0 ist, sondern positiv. Diese positive Energie zeigt sich darin, dass sich (virtuelle) Teilchen aus dem Nichts bilden und wieder verschwinden. Die Energie dieser Teilchen ist dabei ebenfalls positiv. Wenn es dagegen Teilchen mit negativer Energie gäbe, könnten sich diese aus dem Nichts bilden, wobei wieder Energie zur Bildung weiterer Teilchen frei würde, die sich dann in (reale) Teilchen umsetzen würde, d.h. es würde aus dem Nichts heraus ein "Perpetuum Mobile" der Erzeugung von Teilchen mit negativer und positiver Energie anlaufen, die nicht sofort wieder verschwinden, sondern den Raum anfüllen. So ein Vakuum wäre daher instabil, im Gegensatz zum beobachteten Fall, dass Teilchen nur für kurze Zeit entstehen und virtuell bleiben.
__________________
There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
Sakslane ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2017, 14:14   #25
MJ01
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von MJ01
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: Nähe St. Pölten/Lilienfeld in Niederösterreich
Beiträge: 1.628
Standard

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Genau das ist bei Tachyonen der Fall. Wenn ein Beobachter ein Tachyon beobachtet, dass sich von A nach B bewegt, wobei A vor B stattfindet, interpretiert er A als Ursache (Emission des Tachyons) und B als Wirkung (Empfang des Tachyons). Ein anderer, relativ dazu bewegter Beobachter nimmt aber dagegen den umgekehrten zeitlichen Ablauf wahr. Für ihn ist das Tachyon zuerst bei B, dann bei A. Also vertauschen auch Ursache und Wirkung ihre Rollen. Genau das verletzt aber die Kausalität.
Diese "Beobachtung" ist aber, wie ich ausgeführt habe, gerade das Problem, nicht die Tatsache der Actio und der Reactio.
Das hat auch Einstein bei seinen Gedankenexperimenten (und mehr ist das nicht) nicht lösen können. Wie weit ist der Beobachter (egal ob in Ruhe zum beobachtenden Ereignis, oder zu einem anderen Fixpunkt) vom zu beobachtenden Objekt entfernt? Bei nicht relativistischen Geschwindigkeiten ist das irrelevant, bei relativistischen Geschwindigkeiten ist es m.A. jedoch von entscheidender Bedeutung. Denn auch die Information vom Teilchen zum Beobachter benötigt Zeit. Einstein hat angenommen, dass dabei keine Zeit vergeht, was aber eben m.A. falsch ist.
Und dies bedeutet, dass die Erkennbarkeit von Actio und Reactio rein von der Informationsübertragung abhängig ist.
Womit es für das Tachyonen eindeutig ist, was Actio und was Reactio ist. Für den Beobachter kann sich dies jedoch (allerdings nur scheinbar) umkehren.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Nein, das gilt bei jeder Geschwindigkeit jenseits der Lichtgeschwindigkeit.
Hier geht es aber nicht um einen reinen Beobachtereffekt durch die begrenzte Geschwindigkeit der Signalübertragung, sondern um die Signalübertragung selbst.
Exakt diese Aussagen bezweifle ich, wenn man die ob. Überlegung anstellt!

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Nein, je nach Beobachter braucht es eben keine Zeit, sondern nur "Raum", oder sogar negative Zeit.
Genau diese Annahme ist für Tachyonen aber nicht erfüllt.
Ja, weil die Lorentztransformation so gesyntaxt wurde, dass jede Geschwindigkeitsaddition über c auf c heruntertransformiert wird, ebenso wird die Zeit in diesem Fall auf Null oder einen imaginären Wert heruntertransformiert. Die Argumentation ist also rein eine mathematische, die exakt für die Erklärung dieser Reduzierung geschaffen wurde.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Das ist schlicht und ergreifend Unsinn, bestenfalls eine mathematische Spielerei. Gemessene Massen sind reell und positiv (oder 0).
Richtig, das entscheidende Wort ist "messen". Dinge, für die wir kein Messgerät haben, können wir nicht messen. Also existieren Massen, die wir derzeit nicht messen können natürlich nicht und jede Überlegung dahingehend ist d.A. nach eben "Unsinn".
Und wir haben natürlich heute alles bereits erfunden, was man messen könnte! Wie misst man eigentlich ein Graviton? Misst LIGO eigentlich positive oder negative Gravitonen? Oder weiß man das schlicht und einfach nicht? Angezeigt wird schließlich nur eine Interferenz.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Auch ein stabiles Vakuum ist ein Quantenzustand, dessen Energie nicht ganz 0 ist, sondern positiv. Diese positive Energie zeigt sich darin, dass sich (virtuelle) Teilchen aus dem Nichts bilden und wieder verschwinden. Die Energie dieser Teilchen ist dabei ebenfalls positiv.
Wie ich bereits mehrmals feststellte, ist m.A. Energie IMMER positiv. Deine Argumentationslinie geht daher ins Leere, ist dh. ein Strohmann. Was ich in meinem Modell postuliere ist lediglich eine negative/imaginäre Masse.
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2017, 16:16   #26
Sakslane
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sakslane
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Tartu, Estland
Beiträge: 2.761
Standard

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Diese "Beobachtung" ist aber, wie ich ausgeführt habe, gerade das Problem, nicht die Tatsache der Actio und der Reactio.
Das hat auch Einstein bei seinen Gedankenexperimenten (und mehr ist das nicht) nicht lösen können. Wie weit ist der Beobachter (egal ob in Ruhe zum beobachtenden Ereignis, oder zu einem anderen Fixpunkt) vom zu beobachtenden Objekt entfernt? Bei nicht relativistischen Geschwindigkeiten ist das irrelevant, bei relativistischen Geschwindigkeiten ist es m.A. jedoch von entscheidender Bedeutung. Denn auch die Information vom Teilchen zum Beobachter benötigt Zeit. Einstein hat angenommen, dass dabei keine Zeit vergeht, was aber eben m.A. falsch ist.
Einstein hat nicht angenommen, dass Information instantan übertragen wird, sondern sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet - das ist ja gerade der wichtige Punkt bei der Relativitätstheorie.
Zitat:
Und dies bedeutet, dass die Erkennbarkeit von Actio und Reactio rein von der Informationsübertragung abhängig ist.
Womit es für das Tachyonen eindeutig ist, was Actio und was Reactio ist. Für den Beobachter kann sich dies jedoch (allerdings nur scheinbar) umkehren.
Falsch. Für die Tachyonen ist es eben gerade nicht eindeutig, weil sich keine eindeutige "Tachyonenuhr" definieren lässt. Die Weltlinie eines Tachyons ist nicht zeitartig, sondern raumartig. Deshalb kann man ihr keine eindeutige Richtung zuordnen, wie man es bei "normalen", zeitartigen Bewegungen tun kann. Es gibt für Tachyonen kein "vorher" oder "nachher". Genau das zeigt sich eben daran, dass verschiedene Beobachter den gleichen Vorgang in unterschiedlicher Reihenfolge sehen, und zwar nicht deshalb, weil sie das Signal zu spät bekommen würden, sondern darum, weil sie tatsächlich in anderer zeitlicher Reihenfolge stattfinden.
Zitat:
Exakt diese Aussagen bezweifle ich, wenn man die ob. Überlegung anstellt!
Deine Zweifel ändern aber nichts an der Physik.
Zitat:
Ja, weil die Lorentztransformation so gesyntaxt wurde, dass jede Geschwindigkeitsaddition über c auf c heruntertransformiert wird, ebenso wird die Zeit in diesem Fall auf Null oder einen imaginären Wert heruntertransformiert. Die Argumentation ist also rein eine mathematische, die exakt für die Erklärung dieser Reduzierung geschaffen wurde.
Falsch. Die Lorentztransformation wurde so gewählt, um physikalische Beobachtungen korrekt zu beschreiben, sie basiert also auf physikalischen Erkenntnissen und ist keineswegs rein mathematisch.
Zitat:
Richtig, das entscheidende Wort ist "messen". Dinge, für die wir kein Messgerät haben, können wir nicht messen. Also existieren Massen, die wir derzeit nicht messen können natürlich nicht und jede Überlegung dahingehend ist d.A. nach eben "Unsinn".
Grundsätzlich macht es nur Sinn Dinge zu beschreiben, die man auch messen kann. Wenn du also eine "imaginäre Masse" haben willst, solltest du zuerst eine messen, mit welchem Apparat auch immer, bevor du irgendwelche Phantasien beschreibst.
Zitat:
Und wir haben natürlich heute alles bereits erfunden, was man messen könnte! Wie misst man eigentlich ein Graviton? Misst LIGO eigentlich positive oder negative Gravitonen? Oder weiß man das schlicht und einfach nicht? Angezeigt wird schließlich nur eine Interferenz.
Gravitonen sind weder positiv noch negativ.
Zitat:
Wie ich bereits mehrmals feststellte, ist m.A. Energie IMMER positiv. Deine Argumentationslinie geht daher ins Leere, ist dh. ein Strohmann. Was ich in meinem Modell postuliere ist lediglich eine negative/imaginäre Masse.
Falsch. Energie kann in der Physik durchaus negativ sein, es ist eine Größe mit Vorzeichen. Bestes Beispiel dafür sind Energien gebundener Zustände, die beobachtet und gemessen wurden.
__________________
There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
Sakslane ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2017, 17:37   #27
MJ01
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von MJ01
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: Nähe St. Pölten/Lilienfeld in Niederösterreich
Beiträge: 1.628
Standard

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Einstein hat nicht angenommen, dass Information instantan übertragen wird, sondern sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet - das ist ja gerade der wichtige Punkt bei der Relativitätstheorie.
Falsch. Strohmann. Ich habe nicht behauptet, dass Einstein angenommen hat, dass Information instantan übertragen wird. Allerdings hat er keine Zeit vorgesehen zwischen dem eingetretenen Ereignis und der Beobachtung des "außenstehenden Beobachters". Einstein hat diese Zeit schlichtweg nicht berücksichtigt. Was im konkreten Fall aber elementar ist.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Falsch. Für die Tachyonen ist es eben gerade nicht eindeutig, weil sich keine eindeutige "Tachyonenuhr" definieren lässt. Die Weltlinie eines Tachyons ist nicht zeitartig, sondern raumartig. Deshalb kann man ihr keine eindeutige Richtung zuordnen, wie man es bei "normalen", zeitartigen Bewegungen tun kann. Es gibt für Tachyonen kein "vorher" oder "nachher".
Das ist eine Annahme, ein Modell, das stimmen kann oder falsch sein kann. Einstein hat überdies von Raumzeit gesprochen. Und bei relativistischen Geschwindigkeiten kann Zeit und Raum den Platz tauschen, weil beide einer "Krümmung" unterliegen. Natürlich liegt auch der Raumvektor außerhalb des Lichtkegels (siehe Minkowski-Raum), da wir hier von Tachyonen und nicht von "Licht" sprechen.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Deine Zweifel ändern aber nichts an der Physik.
Natürlich. An der von der führenden Lehre derzeit vertretenen Physik, die Du natürlich hier vertrittst.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Falsch. Die Lorentztransformation wurde so gewählt, um physikalische Beobachtungen korrekt zu beschreiben, sie basiert also auf physikalischen Erkenntnissen und ist keineswegs rein mathematisch.
Die von Dir angesprochene "pysikalischen Erkenntnissen" ergeben sich lediglich aus Beobachtungen, die sich auch anders erklären lassen und aus dem Postulat Einsteins, dass es nichts schnelleres als die LG geben darf.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Grundsätzlich macht es nur Sinn Dinge zu beschreiben, die man auch messen kann. Wenn du also eine "imaginäre Masse" haben willst, solltest du zuerst eine messen, mit welchem Apparat auch immer, bevor du irgendwelche Phantasien beschreibst. Gravitonen sind weder positiv noch negativ.
Und wie werden Gravitonen nun gemessen, außer durch Interferenzen?

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Falsch. Energie kann in der Physik durchaus negativ sein, es ist eine Größe mit Vorzeichen. Bestes Beispiel dafür sind Energien gebundener Zustände, die beobachtet und gemessen wurden.
Falsch. Die Energie selbst wird nie negativ, sondern durch die Änderung des Energieinhalts des Systems wird diese einfach geringer, hat also gegenüber der Umgebung eventuell eine geringere Energiedichte. Und wenn Du von einem Dirac-See sprichst, das ist lediglich ein theoretisches mathematisches Modell.
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2017, 20:08   #28
Sakslane
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sakslane
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Tartu, Estland
Beiträge: 2.761
Standard

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Falsch. Strohmann. Ich habe nicht behauptet, dass Einstein angenommen hat, dass Information instantan übertragen wird.
Falsch, genau das hast du behauptet.
Zitat:
Allerdings hat er keine Zeit vorgesehen zwischen dem eingetretenen Ereignis und der Beobachtung des "außenstehenden Beobachters". Einstein hat diese Zeit schlichtweg nicht berücksichtigt. Was im konkreten Fall aber elementar ist.
Genau das wäre aber eine instantane Übertragung von Information, siehe oben.
Zitat:
Das ist eine Annahme, ein Modell, das stimmen kann oder falsch sein kann. Einstein hat überdies von Raumzeit gesprochen. Und bei relativistischen Geschwindigkeiten kann Zeit und Raum den Platz tauschen, weil beide einer "Krümmung" unterliegen. Natürlich liegt auch der Raumvektor außerhalb des Lichtkegels (siehe Minkowski-Raum), da wir hier von Tachyonen und nicht von "Licht" sprechen.
Die Krümmung der Raumzeit spielt hier keine Rolle, da sich alles hier relevante im Rahmen der speziellen Relativitätstheorie beschreiben lässt.
Zitat:
Natürlich. An der von der führenden Lehre derzeit vertretenen Physik, die Du natürlich hier vertrittst.
Im Gegensatz zu deinen "Ideen" steht besagte führende Lehre im Einklang mit Beobachtungen, und an denen muss sich jede Theorie messen.
Zitat:
Die von Dir angesprochene "pysikalischen Erkenntnissen" ergeben sich lediglich aus Beobachtungen, die sich auch anders erklären lassen und aus dem Postulat Einsteins, dass es nichts schnelleres als die LG geben darf.
Du kannst gerne eine andere Theorie aufstellen, aber so lange diese nicht den Beobachtungen entspricht und diese genau so gut erklären kann, taugt sie nun einmal bestenfalls für den Papierkorb.
Zitat:
Und wie werden Gravitonen nun gemessen, außer durch Interferenzen?
Offenbar hast du das Prinzip der Gravitationswellenmessung nicht verstanden. Eine Gravitationswelle bewirkt eine relative Längenänderung der beiden Arme eines Interferometers. Diese relative Längenänderung wird durch Interferenz von Laserstrahlen gemessen. Das hat nichts mit "positiven" oder "negativen" Gravitonen zu tun.
Zitat:
Falsch. Die Energie selbst wird nie negativ, sondern durch die Änderung des Energieinhalts des Systems wird diese einfach geringer, hat also gegenüber der Umgebung eventuell eine geringere Energiedichte. Und wenn Du von einem Dirac-See sprichst, das ist lediglich ein theoretisches mathematisches Modell.
Falsch. Ich habe nicht vom Dirac-See gesprochen, sondern von Bindungsenergie, und die ist negativ.
__________________
There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
Sakslane ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2017, 11:16   #29
MJ01
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von MJ01
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: Nähe St. Pölten/Lilienfeld in Niederösterreich
Beiträge: 1.628
Standard

Zitat:
Zitat von mj01
Einstein hat keine Zeit zwischen dem eingetretenen Ereignis und der Beobachtung des "außenstehenden Beobachters" vorgesehen . Er hat diese Zeit schlichtweg nicht berücksichtigt.
Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Falsch, genau das hast du behauptet.
Genau das wäre aber eine instantane Übertragung von Information, siehe oben.
OK, dann belege bitte, wo Einstein die Zeit zwischen dem eingetretenen Ereignis und der Beobachtung durch den "außenstehenden Beobachters" berücksichtigt hat.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Falsch. Ich habe nicht vom Dirac-See gesprochen, sondern von Bindungsenergie, und die ist negativ.
Auch hier hätte ich gerne einen Beleg. Und bitte nicht diesen Beleg:
Zitat:
Manchmal wird unter Bindungsenergie nicht diese Energiemenge selbst, sondern die Änderung des Energieinhalts des Systems verstanden,
Denn hier handelt es sich nur um die Änderung (Verringerung) eines Energiegehaltes, das nichts mit einem absoluten Wert zu tun hat.

Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Offenbar hast du das Prinzip der Gravitationswellenmessung nicht verstanden. Eine Gravitationswelle bewirkt eine relative Längenänderung der beiden Arme eines Interferometers. Diese relative Längenänderung wird durch Interferenz von Laserstrahlen gemessen. Das hat nichts mit "positiven" oder "negativen" Gravitonen zu tun.
Typisch deine abgehobene und destruktive Argumentationslinie.
Jede Welle kann auch als Teilchenstrom definiert werden. Wie lautet das Teilchen zu dieser Welle? Und welche Massenzuordnung müsste sie haben?

Der Rest deiner Argumente ist nur "Ich großer Professor, Du nichts!". Alle für mich sprechende Argumente sind irrelevant und für dich nicht einmal eines Gedanke wert. Klar dein Elfenbeinturm ist hoch und Du bekommst offensichtlich viel Geld dafür, jede Überlegung die Dir nicht in dein Konzept passt abzuschmettern.
Wie viel Neuentdeckungen hast Du übrigens in deinem Job bereits gemacht?
Ich schätze die waren alle irrelevant.
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2017, 17:23   #30
Sakslane
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sakslane
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Tartu, Estland
Beiträge: 2.761
Standard

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
OK, dann belege bitte, wo Einstein die Zeit zwischen dem eingetretenen Ereignis und der Beobachtung durch den "außenstehenden Beobachters" berücksichtigt hat.
Den findest du in jedem guten Buch über Relativitätstheorie. Mal davon abgesehen, dass du hier Behauptungen aufstellst, die nicht nur der Relativitätstheorie, sondern auch den Beobachtungen widersprechen, weshalb es an dir ist, diese zu belegen.
Zitat:
Auch hier hätte ich gerne einen Beleg. Und bitte nicht diesen Beleg:

Denn hier handelt es sich nur um die Änderung (Verringerung) eines Energiegehaltes, das nichts mit einem absoluten Wert zu tun hat.
Auch hier liegt es an dir, deine Behauptungen zu belegen.
Zitat:
Typisch deine abgehobene und destruktive Argumentationslinie.
Das kommt dir nur so vor, weil du sie offenbar nicht verstehst. Deshalb fehlen dir auch die Argumente dagegen.
Zitat:
Jede Welle kann auch als Teilchenstrom definiert werden. Wie lautet das Teilchen zu dieser Welle? Und welche Massenzuordnung müsste sie haben?
Gravitonen haben den Spin 2 und die Masse 0. Letzteres folgt aus der Messung der Geschwindigkeit von Gravitationswellen und dem Vergleich mit der Lichtgeschwindigkeit, die im August gelungen ist, als man die Verschmelzung von Neutronensternen gemessen hat. Ersteres folgt aus der Messung der Polarisation von Gravitationswellen im gleichen Monat durch eine gemeinsame Beobachtung von LIGO und VIRGO.
Zitat:
Der Rest deiner Argumente ist nur "Ich großer Professor, Du nichts!".
Falsch. Deine Äußerung belegt nur, dass du meine Argumente nicht verstanden hast.
Zitat:
Alle für mich sprechende Argumente sind irrelevant und für dich nicht einmal eines Gedanke wert.
Falsch. Deine "Argumente" sind schlicht und ergreifend falsch, weil sie offenbar auf falschen Annahmen und / oder Unkenntnis basieren.
Zitat:
Klar dein Elfenbeinturm ist hoch und Du bekommst offensichtlich viel Geld dafür, jede Überlegung die Dir nicht in dein Konzept passt abzuschmettern.
Falsch. Du hast offenbar keine Ahnung von der tatsächlichen Arbeit eines Physikers. Es geht ja gerade darum, neue Theorien zu ergründen. Aber dafür bringt es nichts, irgendwelche "Ideen" zu debattieren, die in sich inkonsistent sind oder Beobachtungen widersprechen.
Zitat:
Wie viel Neuentdeckungen hast Du übrigens in deinem Job bereits gemacht?
Ich schätze die waren alle irrelevant.
Falsch. Wenn sie das wären, wären sie wohl kaum in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht, mal ganz davon abgesehen, dass man so einen Job ohne neue Erkenntnisse gewonnen zu haben gar nicht erst bekommt.
__________________
There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
Sakslane ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Dunkle Energie: Intensive Suche nach Dunkler Energie Zeitungsjunge astronews.com 0 30.11.2010 13:30
Dunkle Energie: Galaxienpaare verraten Dunkle Energie Zeitungsjunge astronews.com 0 26.11.2010 13:50
Dunkle Energie: Gravitationslinse misst Dunkle Energie Zeitungsjunge astronews.com 0 20.08.2010 13:50
Dunkle Energie: Direkter Beweis für Dunkle Energie? Zeitungsjunge astronews.com 0 04.08.2008 20:21
Dunkle Energie: Direkter Beweis für Dunkle Energie? Zeitungsjunge astronews.com 0 04.08.2008 13:50


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:08 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.