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Alt 01.11.2013, 18:10   #1
Acolina
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Standard Kein Zusammenhang von Fleischverzehr & Herzkreislauferkrankungen

Nein, ich möchte hier (nicht wieder) einen Streit zwischen Vegetariern/Veganern und sich artgerecht Ernährenden los treten, nur mal auf eine aktuelle Studie hinweisen:

NEUE STUDIE: Kein Zusammenhang von Fleischverzehr & Herzkreislauferkrankungen

Zitat:
Eine aktuelle Analyse von 57 Studien ergab: Ein Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Herzkreislauferkrankungen ist nicht erkennbar [1]. Darüber hinaus mahnt ein Kardiologe im renommierten British Medical Journal BMJ, dass der Mythos von gesättigten Fetten (z.B. aus Fleisch) als Verursacher von Herzkreislauferkrankungen „zerstört“ werden müsse [2]. Weiter zeigt ein Blick auf den Fleischverzehr in Europa, dass in Ländern mit der gerne als „gesund“ gepriesenen „mediterranen Ernährung“ weit mehr Fleisch gegessen wird als in Deutschland [3]: „Sowohl Italiener und Franzosen als auch Spanier verzehren mehr Fleisch als wir Deutsche – und alle leben länger als wir; Spanier haben gar die höchste Lebenserwartung in ganz Europa“ [4], erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop.
Vom selben Autor dazu auch: Vegetarismus: „Gesundessen“ als Glaubensbekenntnis
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 02.11.2013, 05:16   #2
Torsten Migge
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Das Krebsrisiko bleibt aber meines Wissens bei unausgeglichener Ernährung, also viel Fleisch - besonders rotes Fleisch (Wild etc.) - und weniger Gemüse. Hatte da mal 'ne amerikanische Studie auf Facebook verlinkt, die zu diesem Ergebnis kam; und die dazu riet, 400 Gramm Gemüse täglich zu essen und nur jeden zweiten Tag Fleisch (möglichst kein rotes), etc.

Forscher des amerikanischen National Cancer Institutes haben die Daten der Studie, an der 494.000 Teilnehmer mitgewirkt haben, ausgewertet. Die Teilnehmer, im Alter zwischen 50 und 71, haben zu Beginn der Studie einen umfangreichen Fragebogen über ihre Ernährungsgewohnheiten ausgefüllt und wurden anschließend 8 Jahre lang begleitet...


http://www.zentrum-der-gesundheit.de...leisch-ia.html
http://www.zentrum-der-gesundheit.de...chverzehr.html
http://www.bfr.bund.de/cm/343/studie...rblichkeit.pdf (PDF-Datei) ...


Saludos!
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Alt 02.11.2013, 17:49   #3
Acolina
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Ganz so sicher ist das mit dem roten Fleisch auch nicht: "Rotes Fleisch gleich böses Fleisch?"
Zitat:
Rotes Fleisch steht im Verdacht, Krebs zu fördern. Wurstwaren sollen Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen. Doch so leicht ist dieser Zusammenhang nicht herzustellen. [...]

Zweifel an Aussagekraft der Studien

Allerdings ist die Aussagekraft der Studien, die als Grundlage für diese Empfehlungen herangezogen wurden, beschränkt. Sie basieren nämlich hauptsächlich auf der Auswertung von Fragebögen über Ernährungsgewohnheiten von Bevölkerungsgruppen. Über die Jahre hinweg wird unter den Studienteilnehmern immer wieder überprüft, woran sie erkranken oder sterben. Die Resultate werden dann statistisch ausgewertet und mit den erhobenen Lebensgewohnheiten oder - wie im Fall des roten Fleischs oder Wurstwaren - mit konsumierten Lebensmitteln in Beziehung gesetzt.

Unklare Abgrenzung von Fleischarten

Viele Ernährungswissenschaftler haben Vorbehalte, dass solcherart erhobene Daten als Grundlage für Ernährungsempfehlungen taugen. Denn Beobachtungsstudien zeigen zwar statistische Zusammenhänge auf. Aber sie erklären nicht, welche Mechanismen oder Ursachen dahinter stecken.

Ein weiteres Problem: Für die Auswertung der Studien werden oft verschiedene Lebensmittel gruppiert. Beim Fleisch zum Beispiel werden Rinds- und Lamm-, aber auch Schweinefleisch als rotes Fleisch zusammengefasst. Doch gerade bei Schweinefleisch, dem meist konsumierten Fleisch in der Schweiz, ist umstritten, ob es überhaupt als rotes Fleisch gewertet werden darf. Der Eisengehalt von Schweinefleisch liegt im Bereich von Geflügelfleisch, also deutlich unter dem von Rind- und Lammfleisch. In Frankreich beispielsweise zählt Schweinefleisch zum weissen Fleisch.
Gerade bei solchen Ernährungsstudien scheint mir auch das cum hoc ergo propter hoc, die Neigung bzw. Gefahr, Korrelation mit Kausalität zu verwechseln, besonders groß und häufig.
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Alt 03.11.2013, 06:14   #4
Torsten Migge
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Gerade bei solchen Ernährungsstudien scheint mir auch das cum hoc ergo propter hoc, die Neigung bzw. Gefahr, Korrelation mit Kausalität zu verwechseln, besonders groß und häufig.
Ja, da is wohl was dran, ich persönlich denke auch nicht, dass allein der übermässige Verzehr roten Fleisches gleich das Krebsrisiko erhöht, sondern dass zum Krebs noch viele viele andere Faktoren eine Rolle spielen: wie die allgemeine Umweltverschmutzung bspw., durch Abgase unserer Verkehrsmittel (also Auto, Moped, Flugzeug, Panzer, etc.), oder durch die Industrie, etc. Wer kann schon mit Gewissheit sagen, welche Auswirkungen auf unsere Gesundheit die jahrelangen offenen Atomtests der USA, Frankreichs, oder der UDSSR (= Russlands) oder Havarien wie in Tschernobyl 1986 usw. noch Heute durch kontaminierte Lebensmittel haben...

Nur: das bringt uns um, und wir können letztendlich nix dagegen tun! Ist das nicht furchtbar?



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Alt 03.11.2013, 16:10   #5
Acolina
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Ich denke auch, dass immer mehrere Faktoren zusammen kommen müssen. Hinzu kommt noch, dass die Dosis das Gift macht. Wenn man sich vielseitig ernährt, ist einerseits die Gefahr geringer, dass es zu einem Mangel wichtiger Stoffe kommt, andererseits auch, dass man von etwas allzu viel isst, da ja nicht nur eine Sache im Angebot ist

Zitat:
Zitat von Torsten Migge Beitrag anzeigen
Nur: das bringt uns um, und wir können letztendlich nix dagegen tun! Ist das nicht furchtbar?
Nun ja, wie lautete mein alter Wahlspruch aus Jugendtagen? Leben ist lebensgefährlich und immer tödlich!

Sterben müssen wir alle irgendwann. Da machst du dir viel Sorgen um Ernährung und Umweltverschmutzung und dann läufst du vor ein Auto oder dir fällt ein dicker Dachziegel unglücklich auf den Kopf

Wann und wie ich sterbe, weiß ich nicht. Aber dass ich in diesem Augenblick lebe, weiß ich Deshalb versuche ich mir jeden Augenblick so erfüllend wie möglich zu gestalten. Und wenn ich schlafen gehe, frage ich mich, wenn es das nun gewesen wäre, wäre es gut gewesen? Und falls mir was einfällt, was unbedingt noch fehlt, hoffe ich, noch mal aufzuwachen, um es gleich dann umzusetzen Es gibt ein Leben vor dem Tod und das zählt
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