:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Archäologie > Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit

Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit Haben gewaltige Katastrophen das Gesicht unserer Welt verändert? Gab es Sintfluten und Weltenbrände? Wurden durch Meteoriteneinschläge ganze Zivilisationen vernichtet?

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 06.06.2011, 21:29   #11
Groschenjunge
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Groschenjunge
 
Registriert seit: 07.02.2005
Ort: DesinfoCenter Nord
Beiträge: 5.305
Standard

Hi,

Zitat:
Zitat von qßy Beitrag anzeigen
Das ist ja ein Bombardement hier.
Nö, hier wird diskutiert. Glaub mir, ein Bombardement willst du nicht wirklich erleben.

Sei doch so nett und beherzige den Ratschlag vom Basti:
Zitat:
Könntest du, qßy, dir vielleicht für den Anfang eine einzelne These aussuchen, der du widersprechen magst?
-gj
__________________
"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
Groschenjunge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2011, 01:49   #12
qßy
Jungspund
 
Registriert seit: 05.06.2011
Beiträge: 11
Standard

Wie funktioniert das mit diesen, dass man da stehen hat was der andere geschrieben hat?

Ich hab vielleicht zu wenig nebenbei erklärt. Dass die Artikel meinen Aussagen widersprechen sollen, kapier ich nicht Spökenkieker, ich habe zumindest die Artikel durch gelesen.

Wenn ein Eismond auf die Erde stürzt, hätte er nicht viel mehr Wasser gespeichert, so dass wir alle absaufen, egal wo? Ein 10 Kilometer großer Meteorit soll mit seiner Schockwelle Tausende Kilometer weit wüten. Ein mehrere hundert Kilometer dicker Brocken würde die Erdkruste wahrscheinlich durchschlagen. Die Meere würden auf dieses Loch zu strudeln und es würde massig was verdampfen. (Wird bei Hitze nicht auch Salz im Wasser gelöst?) Ich frage mich also, würde so ein Megakörper mit seiner Schockwelle nicht die Erde umrunden(oder würde die Kugelform das nicht verhindern)? Oder ist die Aussage falsch, dass bei einem Einschlag so weit reichende Schockwellen entstehen?
Auf der Webseite agrw-netz.de schreiben 2 Privatforscher aus Büchern aus, dass jeweils 2 Küstenlinien in 3800 und 4000 Metern schräg gen Süden geneigt sind. Der Spiegel vom 05.01.1955 bestätigt das:

„Kein Geologe vermochte zu erklären, warum das Meer vor schätzungsweise 300 000 Jahren bis in 4000 Meter Höhe reichte. Aber auch die Archäologen wurden stutzig, als sie die Ruinen der ehemaligen Hafenstadt untersuchten. Sie standen den Trümmern einer 250 000 Jahre alten Kultur gegenüber, von der sie nichts gewußt hatten. Noch etwas aber verblüffte die Wissenschaftler:
▷ Der damalige Meeresspiegel entsprach anscheinend nicht der Krümmung der Erde, sondern bildete eine viel steilere, vom Äquator gegen Süden abfallende Kurve.“

Die Erklärung kann also nur sein, dass ein Himmelskörper das Meer hoch gehoben hat. Oder gibt es da noch andere Theorien?

Warum die Theorie von einer Kollision der Erde mit einem anderen Himmelskörper bei der unser Mond entstand Unfug ist, erklärt sich schon oben im Artikel. Wo widersprechen die Verlinkungen meinen Aussagen lieber Spökenkieker? Der Artikel zeigt außerdem, dass der Mond ähnlich wie die Erde entstanden sein muss. Im inneren Sonnensystem richtig?

Der Artikel „Chaos im Sonnensystem“, stimmt der widerspricht eigentlich meiner Aussage:

„Allein die Erde scheint sich in der Vergangenheit ohne große Störungen gedreht zu haben. Die Schräglage ihrer Achse mit 23,3 Grad scheint recht stabil zu sein, sehr wahrscheinlich hat es hiervon kaum größere Abweichungen als 1,3 Grad gegeben. Ursache für diese vielleicht überlebenswichtige Gleichförmigkeit der Umweltbedingungen ist der Mond. Durch seine verhältnismäßig große Masse stabilisiert er bei seinem Umlauf um die Erde deren Rotationsachse“

Andererseits begründen die diese Aussage nicht wirklich. Es hat Katastrophen gegeben.

Ohne unseren Trabanten - so fand der französische Theoretiker heraus - könnte auch die Erdachse um bis zu 80 Grad schwanken, was eine Katastrophe für das Klima bedeuten würde.

Tümplige Arktis:

„Denn schwarze, stinkende Sedimente entstehen in einem Meer, in dem Sauerstoff Mangelware ist. Farbe und Geruch deuten darauf hin, dass der Arktische Ozean in weiten Teilen von Mikroben beherrscht wurde, die statt Sauerstoff Sulfat atmen. Dabei bildet sich der giftige, nach faulen Eiern stinkende Schwefelwasserstoff. Für einen Ozean ist dieser erstickende Zustand ungewöhnlich. Damit so etwas zustande kommt, muss er von der Frischwasserzufuhr aus allen anderen Weltmeeren abgekoppelt sein - so wie heute das Schwarze Meer oder Teile der Ostsee.“

"Man könnte sagen, wie ein größeres Schwarzes Meer, beziehungsweise wie eine Ostsee, in der in größeren Tiefen anoxische Bedingungen herrschten, also Schwefelwasserstoff vorkam. Und erst mit dem Öffnen der Framstraße konnte sozusagen sauerstoffreiches Wasser eindringen."

Die Framstraße ist eine Tiefseerinne zwischen Grönland und Spitzbergen, durch die heute der Austausch von Tiefenwasser zwischen dem Arktischen Ozean und dem Rest der Welt läuft. Den Bohrkernen zufolge war die Öffnung der Framstrasse Teil einer großen geologischen Umformung des Meeres am Nordpol. Brinkhuis:

"Der Lomonossov-Rücken, in den wir gebohrt haben, lag über lange Zeit knapp unter der Meeresoberfläche und ist plötzlich abgesunken bis in die 1400 Meter Tiefe, wo er jetzt ist. Dieses Absinken war wahrscheinlich zeitgleich mit der Öffnung der Framstraße, durch die sich die Hydrologie des Arktischen Ozeans vollkommen veränderte. Wir konnten das jetzt zum ersten Mal tatsächlich datieren und bekamen ein komplett anderes Ergebnis als gedacht."
Dass der Meeresboden absank ist eine Interpretation des Forschers. Kennen wir einen Vorgang, bei dem Kontinente einfach so um 1400 Meter absacken oder Meeresteile? Da wäre es plausibler, wenn ein Himmelskörper für einige Zeit das Wasser am Äquator zentriert hat(finde ich zumindest). Leider steht da nicht, ob diese sogenannte Absenkung mit Vulkanismus verbunden war(Müsste man schließlich annehmen).
Das Wasser versickert im Erdmantel:
Die leckenden Ozeane könnten auch ein bislang rätselhaftes geologisches Phänomen erklären: Aus den ersten drei Milliarden Jahren der Erdgeschichte ist nur wenig Sedimentgestein erhalten geblieben. Wenn die These des japanischen Mineralogen stimmt, lag der Meeresspiegel bis vor 750 Millionen Jahren noch 600 Meter höher als heute. Das Land hatte nur einen Anteil von fünf Prozent an der Erdoberfläche und produzierte dementsprechend wenige Ablagerungen.
Raymund Jeanloz von der University of California in Berkeley hält den von Maruyama vorgeschlagenen Mechanismus für plausibel. Daß die Erde dereinst zum Wüstenplaneten wird, glaubt Jeanloz allerdings nicht: „Wieviel Wasser verschwindet und wieder auftaucht, könnte sich mit der Zeit stark ändern – irgendwann wird vermutlich wieder mehr herauskommen als versickert.“
In den nächsten Jahrzehnten wird der Meeresspiegel ohnehin eher zu- als abnehmen: Der Treibhauseffekt wirkt sich auf den Wasserstand derzeit noch stärker aus als die Leckage.


Das mit dem Treibhauseffekt ist natürlich Panikmache. Da haben wir mit 0,038 % Kohlendioxid keinen Einfluss drauf.

Stürmische Ur-Erde:

Die stürmische Zeit dauerte, gemessen am erdgeschichtlichen Maßstab, nicht sehr lang. Nach wenigen Zehntausend Jahren hatte sich die Atmosphäre wieder beruhigt. Aus der Zeit danach fehlen fossile Sturmspuren. Möglicherweise hatte die Erde zu einem neuen, stabilen Klima gefunden.

Dazu muss man wissen, dass solche Spuren sich nur erhalten können, wenn sie rasch in diesem Zustand überdeckt wurden. Man kann da nicht sehen wie lange das dauerte. Was wir heute finden ist die Folge von Verschüttung. Ich bin nicht sicher, aber müssten diese Rippelmarken nicht hart gefroren gewesen sein, damit sie erhalten bleiben konnten. Vieles was Hörbiger laut Wikipedia gesagt hat ist sicher Unfug. Diese eine Sache könnte doch stimmen?!
Gezeitenlose Urzeit:

„Wells und seine Kollegen berechneten den Tidenhub daher für mehrere Urmeere mit einem Computermodell, das sie zuvor am Beispiel des Mittelmeeres überprüft hatten. Sie stellten fest, dass zum Beispiel in dem Meer, das Nordwesteuropa im Oberkarbon bedeckte, etwa fünf Zentimeter Unterschied zwischen Ebbe und Flut auftrat. Lediglich in trichterförmigen Mündungen großer Flüsse könnten sich die Meeresströmungen so überlagert haben, dass der Tidenhub bis zu zehn Zentimeter betrug, worauf Gesteine aus dem Oberkarbon aus England hindeuten.“

Diese Kleinsttide können von der Sonne kommen. Für die benötigt man nicht unbedingt einen Mond(behaupte ich).

Was ist die Erklärung der Schulwissenschaft für die Faltung der Erdschichten? Warum sehen die überall slalommäßig aus?

Die Artikel, dass Mond und Erde wie Glocken im Wind schwingen fand ich zufällig. Keine Ahnung was das zu bedeuten hat. Vielleicht hat jemand eine Idee, was dieser Erbendorf-Körper beispielsweise ist?

Wirklich seltsam, was einige zu mir hin geschrieben haben. Esoterik?

Geändert von qßy (07.06.2011 um 01:55 Uhr).
qßy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2011, 01:57   #13
qßy
Jungspund
 
Registriert seit: 05.06.2011
Beiträge: 11
Standard

@Groschenjunge : Ich wollte nur auf diese ausgefallenen Artikel aufmerksam machen und mal lesen, was Andere dazu sagen. Am Wichtigsten ist vielleicht die Frage, warum das Meer vor nicht allzu langer Zeit, als die Berge schon so waren wie heute 4000 Meter in die Höh geklettert ist. Das wäre die zentrale Frage. Da hats bei mir begonnen.
qßy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2011, 02:31   #14
Atlantologe
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Atlantologe
 
Registriert seit: 28.03.2009
Beiträge: 4.369
Standard

Zitat:
Der Spiegel vom 05.01.1955
Ah ja. Du beziehst dein Wissen also aus dem Spiegel vom Jahr 1955. Alles klar Herr Kommissar.

Schon mal was von Auffaltungsvorgängen gehört? Was meinst du wohl, weshalb der Himalaja so hoch ist, und weshalb es dauernd Erdbeben gibt? Schon mal was gehört, dass sich die südpazifische Platte unter die südamerikanische schiebt und dadurch den westlichen Teil Südamerikas immer höher hebt? Was meinst du wohl, wo die 6ooo Meter hohen Anden herkommen? Das war einstmals Küstenregion. Erdkunde, 6.Klasse.

Zitat:
Die Erklärung kann also nur sein, dass ein Himmelskörper das Meer hoch gehoben hat. Oder gibt es da noch andere Theorien?
Nö, das hat ganz allein die Kontinentaldrift in Verbindung mit der Plattentektonik bewirkt, wie gesagt, 6.Klasse. Schau mal bei Wiki unter Subduktion.



Zitat:
Kennen wir einen Vorgang, bei dem Kontinente einfach so um 1400 Meter absacken oder Meeresteile?
Dass du ihn nicht kennst, ergibt sich ja schon aus deiner Fragestellung, und da hilft dir auch kein abstürzender Meteorit. Versuchs mal mit Meeresbodenspreizung, Stichwort "Nahtstelle" im Mittelatlantischen Rücken.



Da taucht bekanntlich immer frischer Meeresboden auf, hunderte bis tausende von Metern tiefer als der links und rechts angrenzende Meeresboden. Auch hier wieder: Plattentektonik.

Zitat:
Die leckenden Ozeane…
…existieren nur in deiner Fantasie. Da geht kein Tropfen Wasser verloren, weil der in solchen Fällen sofort wieder zum größten Teil als Geysir das Wasser wieder hochspritzt, und ein kleiner Teil diffundiert im Lauf der Zeit aus dem Gestein oder dem Magma. Das geht dann schon in den Bereich der Chemie.

Usw. usw. Mir ist immer noch nicht klar, was du uns eigentlich sagen willst und warum du dich, bevor du hier ins reine schreibst, nicht ein wenig in die Grundlagen von Erdkunde oder gar Geologie einliest. Dann würden sich deine Probleme mit jedem Aha-Effekt nach und nach in Wohlgefallen auflösen und keiner müsste sich die Haare raufen.
.
Atlantologe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2011, 02:31   #15
Spöckenkieker
Lebende Foren-Legende
 
Registriert seit: 16.04.2009
Beiträge: 1.191
Standard

Ich greif mir mal was aus deinem Durcheinander.

Zitat:
Die Erklärung kann also nur sein, dass ein Himmelskörper das Meer hoch gehoben hat. Oder gibt es da noch andere Theorien?
Die Erklärung ist viel banaler und ist auch bekannt, nur ist der Spiegelartikel den du da raus gefischt hast einfach zu alt.
Die Meeresküste, die man da zu erkennen glaubte, war keine Meeresküste. Tiwanaku hat niemals am Meer gelegen.
Zitat:
Wo widersprechen die Verlinkungen meinen Aussagen lieber Spökenkieker?
Hier:


In dem Artikel wird klar von den Gezeiten gesprochen. Ich glaub du hast nur nicht verstanden warum die so gering ausfielen.


Zitat:
Und zwar weil der Mond sehr viel Wasser enthält:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...765104,00.html
In dem Artikel wird davon gesprochen, dass der Mond mehr Wasser haben könnte als bisher angenommen, nicht sehr viel Wasser. Und die Untersuchung ist noch nicht mal fertig.



Zitat:
Der Nordpol war im Miozän ein Tümpel. Das Wasser wurde weggenommen, so wie man es bei der Hörbiger-Theorie erwarten würde. So lässt sich erklären wie Flussdeltas unter Wasser bis in 2000 Meter Tiefe bestehen können.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/638432/
In diesem Artikel steht, dass der Nordpol ein Tiefer Ozean mit sauerstoffreiem Tiefengewässer war, kein Tümpel.


Zitat:
Möglicherweise drehte sich die Erde damals sehr langsam, sodass sie auf der einen Hällfte gefroren war und auf der Sonnenseite erhitzt oder ihre Bahn war stark elliptisch.
http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/286206.html
In dem Artikel geht es um den "Snowball Earth" eine These die heute längst nicht mehr gilt und da wird nirgends von einer sich langsam drehenden Erde berichtet.



Zitat:
Riesige Wellen zeichneten sich in die Sedimente ein was auf eine schnelle Erdumdrehung schließen ließe und das wiederrum auf keinen Mond.
http://www.bild-der-wissenschaft.de/...ct_id=30420876
http://www.bild-der-wissenschaft.de/...ct_id=10096232
In diesen Artikeln lässt nichts darauf schließen, warum es keinen Mond gegeben haben sollte.

usw.

Vielleicht hilft dir das bei deinem Gedankendurcheinander ein bisschen wenn du weist, dass Hörbigers Welteislehre einfach nur Schrott ist?

Geändert von Spöckenkieker (07.06.2011 um 02:34 Uhr).
Spöckenkieker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2011, 11:10   #16
MJ01
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von MJ01
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: Nähe St. Pölten/Lilienfeld in Niederösterreich
Beiträge: 1.658
Standard

Offensichtlich gehst Du von der Welteislehre des Hanns Hörbiger aus. (Hörbigers Glazialkosmogonie, 1913, Hermann Kaysers Verlag, Kaiserslautern, 772 Seiten, 212 Abbildungen; Neuauflage Leipzig 1925)

Dies (auch Glazialkosmogonie) ist eine von der Wissenschaft nie anerkannte These, nach der die meisten Körper des Weltalls aus Eis bestehen.
Zitat:
Die These basiert auf der Annahme, dass das Universum in seiner Entstehung auf Mutationen von ewigem Eis zurückzuführen sei, wie sie häufig in Mythen beschrieben sind. Nach Hörbiger befindet sich das Universum in einem ständigen Dualismus von Sonnen- und Eisplaneten.
...
Hörbiger berichtet, dass ihm der Gedanke einer Eiswelt intuitiv, und zwar „blitzartig“, bei der Betrachtung des Mondes mit einem Teleskop gekommen sei. Er habe erkannt, dass sich die Merkmale der Oberfläche des Erdtrabanten sowie seine strahlende Helligkeit nur dadurch erklären lassen, dass sie vollständig aus Eis bestehe. Dies war seine erste „Eingebung“. Einige Nächte später hatte er seine zweite Eingebung. In einem Traum sah er sich im Weltall und betrachtete ein hin und her schwingendes silbernes Pendel, das immer größer wurde, bis es schließlich zerbrach. Er habe so die Erkenntnis gewonnen, dass Newton sich geirrt habe und die Gravitation der Sonne in dreifacher Neptunentfernung nicht mehr wirksam sei.
Dazu sollte man auch wissen, dass diese Theorie besonders zwischen 1937 und 1945 "hochmodern" war!
Zitat:
Im Dritten Reich erfuhr die Theorie einen regelrechten Aufschwung. Führende Nationalsozialisten, darunter Heinrich Himmler, waren Anhänger der Welteislehre. Auch Adolf Hitler soll der Lehre nach eigenen Worten „zugeneigt“ gewesen sein.

Hörbiger wurde von seinen Anhängern mitunter mit dem „Führer“ verglichen. Beide stammten aus Österreich und waren zunächst Außenseiter. Während Hitler mit dem „Weltjudentum aufräumte“, sollte Hörbiger Deutschland und die Welt von der „jüdisch beherrschten Wissenschaft“ (gemeint war insbesondere Albert Einstein) befreien. Darüber hinaus ließen sich die Katastrophenszenarien der Theorie gut mit den rassistischen Vorstellungen der Nazis in Verbindung bringen. Die „Herrenrasse“ der weißen Arier erstarkte im ewigen Eis des Nordens und errichtete in Thule (gleichbedeutend mit Atlantis) eine Hochkultur, die unterging. Gleich dem Zyklus der Welteislehre von Werden und Vergehen sollte die Herrenrasse mit dem Dritten Reich wieder auferstehen und den ihr gebührenden Platz einnehmen.
Demgegenüber stand die Kontinentaldrifttheorie von Alfred Lothar Wegener. (Die Entstehung der Kontinente und Ozeane, 1915, 1929 (4. Aufl.).)
Sie ist die führende und auch mehrfach nachgewiesene wissenschaftliche Theorie der Neuzeit.
Man muss somit die Veröffentlichung derartiger Theorien auch im "politischen Kontext" sehen!
Insbesonders wenn man jetzt sowas hervorkramt!

MfG

MJ
MJ01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2011, 02:07   #17
qßy
Jungspund
 
Registriert seit: 05.06.2011
Beiträge: 11
Standard

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Geändert von qßy (15.06.2011 um 02:12 Uhr).
qßy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2011, 02:10   #18
qßy
Jungspund
 
Registriert seit: 05.06.2011
Beiträge: 11
Standard

Nö, das hat ganz allein die Kontinentaldrift in Verbindung mit der Plattentektonik bewirkt, wie gesagt, 6.Klasse. Schau mal bei Wiki unter Subduktion.

Auf agrw-netz.de ist das so zu lesen, dass die Küstenlinie durchgehend ist. Die Berge waren damals schon so in ihrem Aussehen da. Sicher könnte es irgendwie auf eine andere Weise hochgedrückt worden sein als durch Auffaltung. Der Spiegelartikel ist vielleicht alt und die Jungs von agrw-netz.de beziehen sich auf Forscher aus den 30ern. Wenn es wahr ist was sie schreiben müsste das Gebirge ohne Beschädigung erst 200 Meter und nach einer langen Zeit dann auf 4000 Meter angewachsen sein und dabei im Norden höher als im Süden. Du hast dir die Webseiten anscheinend überhaupt nicht angesehen. Aber gut, die Quellen sind alt.

…existieren nur in deiner Fantasie. Da geht kein Tropfen Wasser verloren, weil der in solchen Fällen sofort wieder zum größten Teil als Geysir das Wasser wieder hochspritzt, und ein kleiner Teil diffundiert im Lauf der Zeit aus dem Gestein oder dem Magma. Das geht dann schon in den Bereich der Chemie.
Da taucht bekanntlich immer frischer Meeresboden auf, hunderte bis tausende von Metern tiefer als der links und rechts angrenzende Meeresboden. Auch hier wieder: Plattentektonik.


Zweifellos, du liest dir die Artikel nicht durch. Das hat teilweise gar nichts mit meinen Aussagen zu tun.
Geh nochmal zum Anfang der Diskussion zurück und lies die den Wissenschaft.de-Artikel genau durch. Wenn du das nicht mal ernsthaft anschaust brauchst du dich auch nicht beteiligen.



Die Erklärung ist viel banaler und ist auch bekannt, nur ist der Spiegelartikel den du da raus gefischt hast einfach zu alt.
Die Meeresküste, die man da zu erkennen glaubte, war keine Meeresküste. Tiwanaku hat niemals am Meer gelegen.


lassen wirs.

In dem Artikel wird klar von den Gezeiten gesprochen. Ich glaub du hast nur nicht verstanden warum die so gering ausfielen.

Ich habe bereits im letzten Teil darüber gesagt. Scinexx.de hat einen Artikel dazu und berichtet:
„Das Computermodell enthüllt ein Bild des paläozoischen Ozeans, in dem selbst primitive Lebensformen um ihr Überleben kämpfen mussten. Gezeiten sorgen normalerweise dafür, dass gerade die flachen Küstengewässer durchmischt werden und damit lebensnotwendiger Sauerstoff auch in tiefere Schichten gelangt. Doch im Urozean fehlte diese Durchmischung.“
Es gibt eine schöne Karte wie man sich das Karbonzeitalter vorstellen soll: http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20080423163015
Scinexx.de leistet sich ab und zu kleine Patzer in seinen Artikeln. Die Säulen des Herakles heißen da auf einmal Herkules. Soll etwa gemeint sein, dass die Tide so gering waren, weil dieses Flachmeer halbwegs abgeschottet war, wie das Mittelmeer?! Andererseits ist es mir nicht ganz logisch sich vorzustellen dass alles immer so war wie heute.

In diesem Artikel steht, dass der Nordpol ein Tiefer Ozean mit sauerstoffreiem Tiefengewässer war, kein Tümpel.


"Für einen Ozean ist dieser erstickende Zustand ungewöhnlich. Damit so etwas zustande kommt, muss er von der Frischwasserzufuhr aus allen anderen Weltmeeren abgekoppelt sein - so wie heute das Schwarze Meer oder Teile der Ostsee."

"Der Lomonossov-Rücken, in den wir gebohrt haben, lag über lange Zeit knapp unter der Meeresoberfläche und ist plötzlich abgesunken bis in die 1400 Meter Tiefe, wo er jetzt ist. Dieses Absinken war wahrscheinlich zeitgleich mit der Öffnung der Framstraße, durch die sich die Hydrologie des Arktischen Ozeans vollkommen veränderte."

"Das änderte sich erst, als sich die Framstrasse öffnete und der Meeresboden absank. Seitdem ist der arktische Ozean Teil der Weltmeere."


Das Nordpolarmeer hatte kaum Zugang zu den anderen Weltmeeren. Eine Lösung wäre dass die Kontinente alle nach Süden gewandert sind. Schließlich gab es zur Kreidezeit dieses Asiamerika(zumindest in älteren Büchern, die Beringstraße war danach trocken). Heute wandern die Kontinente augenscheinlich alle nach Norden. Von einem Umkehreffekt bei Kontinenten hab ich sogar schon mal gehört. Andererseits war Europa im Paläozoikum angeblich äquatornah. Das würde heißen die Kontinente gingen immer hin und her.

In dem Artikel geht es um den "Snowball Earth" eine These die heute längst nicht mehr gilt und da wird nirgends von einer sich langsam drehenden Erde berichtet.

Berichtet wird darin nichts davon. Wissenschaft.de ist so nett, dass es uns schildert, was die Wissenschaftler entdecken. Die Sedimente sind widersprüchlich, heißt es. Man hat glaub ich die 600 Mio. Jhr. alten Gesteine auf ihre magnetische Ausrichtung zu den Polkappen untersucht, die sich nicht mehr verändert sobald die Lava kalt geworden ist. Manche sind am Äquator und zeigen Gletscherschraffuren andere Wüstengegenden(Wie die das fest machen, weiß ich jetzt nicht, könnte eigentlich auch Meeressediment sein?).

In diesen Artikeln lässt nichts darauf schließen, warum es keinen Mond gegeben haben sollte.

Eben doch. Wenn monströse Stürme über die Erde fegten, wie sie heute nicht möglich wären, dann kann man sagen, die Erde war stark beschleunigt in ihrer Eigendrehung. „Der Mond bremst die Erde“ heißt es. Ohne Mond soll eine Selbstumdrehung nur 8 Stunden dauern.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitr...uc&bildIndex=4
http://www.sueddeutsche.de/wissen/mo...aefte-1.378257
Was in dem Artikel über die Entstehung des Lebens gesagt wird widerspricht den vorgeführten geologischen Erkenntnissen.
Die Venus andererseits hat keinen Mond und ihre Tage sind fast so lang wie ein Sonnenumlauf. Da würde ich wieder auf das Karbonzeitalter verweisen. Die Erde wurde wieder langsamer. Wenn die Erde zuvor beschleunigt worden war, müsste es davor wiederrum einen Trabanten gegeben haben.

Vielleicht hilft dir das bei deinem Gedankendurcheinander ein bisschen wenn du weist, dass Hörbigers Welteislehre einfach nur Schrott ist?

Dass die Lehre an sich Schrott ist denke ich schon, nur das mit den Monden schien mir so zutreffend zu sein, wegen dieser Küstenlinie in den Anden und dem isolierten Nordpol sowie den Löss-Gebieten und der Versteinerung durch Vereisung. Dazu kann man Mammuts anschauen. Die hatten eigentlich gar kein dickes Fell. Zumindest nicht für ne Eiszeit. Sie starben durch die plötzliche Kälte. Dass die Erde im Archaikum keinen Mond hatte hat mit Hörbiger nichts zu tun.

Offensichtlich gehst Du von der Welteislehre des Hanns Hörbiger aus. (Hörbigers Glazialkosmogonie, 1913, Hermann Kaysers Verlag, Kaiserslautern, 772 Seiten, 212 Abbildungen; Neuauflage Leipzig 1925)

Dies (auch Glazialkosmogonie) ist eine von der Wissenschaft nie anerkannte These, nach der die meisten Körper des Weltalls aus Eis bestehen.

Eigentlich eher nicht. Der Part mit den Monden passte eher und einiges Anderes. Das Meiste halte ich für Schrott.
qßy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2011, 10:58   #19
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.264
Standard

qßy, magst du bitte, wie alle anderen auch, die Zitatfunktion benutzen?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2011, 12:13   #20
Atlantologe
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Atlantologe
 
Registriert seit: 28.03.2009
Beiträge: 4.369
Standard

Zitat:
Zitat von qßy Beitrag anzeigen
Die Berge waren damals schon so in ihrem Aussehen da. Sicher könnte es irgendwie auf eine andere Weise hochgedrückt worden sein als durch Auffaltung....
Das Nordpolarmeer hatte kaum Zugang zu den anderen Weltmeeren. Eine Lösung wäre dass die Kontinente alle nach Süden gewandert sind....
usw.usf...


Irgendwelche Fernsehsendungen und überalterte "Theorien" führen da nur in die Irre, wie man an deinen Vorstellungen erkennt.


Vielleicht liest du dich vor einer Diskussion erst mal etwas in die geologische Erdgeschichte ein, hm? Dann verstehst du auch, wann und wie Küstenlinien und Gebirgsketten entstanden.

Besonders solltest du wie gesagt einiges zu Platentektonik und Kontinentaldrift lesen; gerade auch bei der Kontinentaldrift sind die Bewegungen völlig anders, als du vermutest. Hier mal ein paar Stichwörter zum Weiterlesen…

Laurentia
Rodinia
Acadische Gebirgsbildungsäre
Larussia
Gondwana





Pangäa



Atlantologe ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
archaikum, hanns hörbiger, mesozoikum, naturalismus, paläozoikum

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Biblische Schöpfung vs. Wissenschaftliche Evolution Khan Religion 81 10.10.2017 09:16
Planck: Erste wissenschaftliche Ergebnisse vorgestellt Zeitungsjunge astronews.com 0 12.01.2011 14:00
Eigene Theorie zur Rekarnation Mafloni Sterbeforschung 21 13.10.2007 12:47
Wissenschaftliche Dokumente aus über 340 Jahren online Acolina Rund um Naturwissenschaft 0 16.09.2006 12:16
Wissenschaftliche Studie in Frage gestellt - "Beten erhöht die Chancen bei künstl. Befruchtung" Desert Rose Religion 0 17.06.2004 09:18


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:15 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.