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Alt 20.02.2011, 20:05   #71
basti_79
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Beiträge: 9.257
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(Depression bzw. deren Behandlung nicht Thema der Medizin)
Zitat:
Zitat von Trixabelle Beitrag anzeigen
Sondern wo??
Wie vorher angedeutet: da spielen Psychologie und Soziologie so stark mit herein, dass die Methoden der Medizin alleine ungeeignet sind.

Zitat:
Leider hast du offenbar tatsächlich keine Ahnung vom Krankheitsbild der Depression und ihrer medizinischen Behandlungsmöglichkeiten.
Hör mal, du bist doch die erste, die rumjammert, wenn zur Behandlung von Depressionen Medikamente verabreicht werden und der Patient verabschiedet wird? Du bist doch diejenige, die eine Erweiterung der Medizin hin zu Familientherapie und Ritualismus fordert?

Zitat:
Wieso sollte man die Medizin "erweitern" müssen, um eine Depressions-Behandlung zu ermöglichen?
Weil sich die Medizin weder mit der Familie des Patienten, noch mit seinen Freunden, noch mit seiner Lebensführung auseinander wird setzen können. Wenn du das alles als Aufgabe für die Medizin siehst, rede bitte mal mit einem Mediziner darüber.

Zitat:
Da sind Jahrzehnte neurologischer Forschung an dir vorbei gegangen, wenn du nicht mitbekommen hast, wie eine solche Behandlung erfolgt.
Du verwechselst "es sind medizinische Erkenntnisse gemacht worden" mit "es liegt eine sichere medizinische Behandlung vor".

Zitat:
Wie kommst du darauf, dass "keine Heilung zu erwarten ist"?!?
Weil die "sehr guten Heilungschancen" eben ein Euphemismus sind für "Antidepressiva funktionieren mal und mal nicht, wir wissen nicht wieso, und wenn sich einer vorher umbringt, ist es nicht unsere Schuld".

Aber siehe auch weiter oben: du hast doch die Diskussion gerade damit angefangen, dass zuviel mit irgendwelchen Medikamenten "herumgedoktort" wird und man mal lieber ein anständiges Placebo verabreichen sollte?

Willst du jetzt für die Behandlung von Depressionen mittels AD sein, oder dagegen? Wieso magst du nicht wahrnehmen, dass der medizinische Teil der Behandlung von Depressionen allenfalls ein Bruchstück einer ganzen Behandlung sein könnte?

Zitat:
Nein, im Gegenteil: Auf die Gedanken der Patienten nicht einzugehen (bzw. darauf Einfluß zu nehmen), ist in höchstem Maß unethisch - eben weil es dadurch ausgelöste Placebo- und Nocebo-Effekte gibt, die massiven Einfluß auf die weitere Krankheits- (bzw. Heilungs-) Geschichte haben.
Richtig, und darum ist die Ansage beim Arzt immer: "Dieses Medikament ist zur Behandlung dieser Erkrankung zugelassen, ich gehe davon aus, dass es ihnen ebenso helfen wird wie den Teilnehmern einer Studie, die für diese Zulassung nötig war. Ferner bin ich davon überzeugt, dass der Nutzen, den es bewirkt den angerichteten Schaden überwiegt, und ausserdem habe ich geprüft, ob es speziell bei ihnen etwas gibt, das gegen die Verabreichung dieses Medikaments spricht, und ich habe nichts gefunden. Dann habe ich mich davon überzeugt, dass dieses Medikament in geeigneter Qualität und Menge verfügbar ist, und habe ihnen ein Rezept geschrieben, auf das sie das Medikament erhalten. Abrakadabra." - Dass du diese Placebo-erzeugende Ansage ignorierst, keine entsprechenden Fragen stellst, und lieber in irgendwelchen Vorstellungen schwelgst, ist doch dein Problem?

Was bitte soll der Arzt noch tun, um mehr Placebo-Effekte zu erreichen? Absichtlich unwirksame Medikamente verabreichen?

Langsam erscheint es mir so, als hättest du irgendwie den Faden verloren.

Verboten ist doch nur, die Unwahrheit zu sagen.

Zitat:
Wie kommst du jetzt auf Geisteskrankheiten??
Ich hoffe, du bezeichnest nicht Depression als solche?
Doch, durchaus. Auch, da schwere Depressionen wahnhafte Formen annehmen können.

Zitat:
Du hast eine sehr merkwürdige Vorstellung von Selbstheilungskräften.
Ach?

Also, ich versuche mich mal einer Definition des Begriffes:

Jene Heilung, die ohne Eingriff eines anderen als dem Patienten selber erreicht werden kann.

Zitat:
Der Körper kann sich nur selbst heilen,
Damit entkernst du den Begriff. Wenn "alle Heilung Selbstheilung" ist, dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Heilung und Selbstheilung, und der Begriff ist überflüssig. Und darauf willst du hinaus?

Zitat:
Wäre die Wirkung eines Placebos tatsächlich "beliebig", hätte es eben keine Auswirkung, ob der Arzt nun behauptet, das Medikament/Placebo würde den Blutdruck senken oder erhöhen.
Sie ist insofern beliebig, als dass sie von der Suggestion abhängt - die eben beliebig ist.

Anders wirken Medikamente immer gleich - allenfalls modifiziert durch einen Placeboeffekt.

Zitat:
und erstaunlicher Weise eben auch von Medikamenten
Nein, Medikamente wirken eben zB auch bei Patienten, die nicht von einer beliebigen Suggestion profitieren könnten.

Zitat:
Sowohl Placebos als auch Selbstheilungskräfte sind wissenschaftlich sehr gut erfasst und untersucht.
Hast du Quellen für deine Behauptung, sie würden "zu Brei zerfallen"?
Ja, z.B. deine eigene Ansage von oben: du hast den Begriff der "Selbstheilungskraft" demontiert, indem du ihn mit "Heilung" zur Deckung gebracht hast.

Genauso kannst du mal versuchen, ein Experiment zu Placebos zu konstruieren. Oft wirst du bemerken, dass das Experiment nichts über Placebos aussagen kann.

Zitat:
Es ist überhaupt kein Problem, Medikamente mit Nebenwirkungen im Blindversuch zu testen. Die Placebo-Kontrollgruppe wird die Nebenwirkungen genauso erleben wie jene Gruppe, die das echte Medikament erhält.
Wenn das so wäre, wäre ja zwischen Kontrollgruppe und Experimentalgruppe kein Unterschied erkennbar?

Das ist offensichtlich absurd.

Worauf ich hinaus wollte: wenn ein Medikament beispielsweise Hautausschlag auf den Handflächen als Nebenwirkung hat, wird dieser die Probanden überraschen - und nur die der Experimentalgruppe. Die Kontrollgruppe bekommt ja gar keinen. In diesem Fall ist die verblindung gebrochen.

Deine Behauptung wäre jetzt: wenn man den Leuten erzählt, dass diese Nebenwirkung besteht, würde sowohl die Kontrollgruppe als auch die Experimentalgruppe sie in gleichem Maße erleiden. Das ist aber nicht wahr. Du stellst es dir nur so vor.

Ähnliches gilt zB für die gängigen Antidepressiva, weshalb ich das erst erwähnt habe.
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