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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 05.06.2003, 17:23   #41
lightwarrior
Gast
 
Beiträge: n/a
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hahaha...mir bleiben ja schon die finger an der tastatur kleben!
kein thema, jeder is mal ...löl...freut mich übrigens zu sehen, daß "astronomie" schon an dritter stelle ist im "grenzwissenschaften"!!! ...war doch ne gute idee, was?

ps.: ..soll ja bald regen geben...aber nicht weitersagen!



ups!!! dies muß ich revidieren:


Zitat:
23. Juli; Lostag
Beginn der Hundstage

Hundstage: Der Begriff "Hundstage" (auch Hitzetage), ist im Deutschen seit dem 14. Jahrhundert belegt. Es handelt sich dabei um eine Übersetzung aus dem lat. "Dies caniculares" (von lat. "canicula" = Hundsstern, Sirius im Sternbild des Großen Hundes). Ab heute geht der Hundsstern Sirius bis zum 22. Oktober zusammen mit der Sonne auf. Mit den »Hundstagen« begann nach früherem Aberglauben auch eine sprichwörtliche Unglückszeit. So begann man ab dem Magdalenentage (22.7.) das Baden im Freien zu meiden, denn das Wasser galt jetzt als giftig. Man fürchtete sich vor Ausschlag. Wollte man seine Lockenpracht behalten, durfte man sich in dieser Zeit nicht die Haare mit Regenwasser waschen. Auch die Mondsüchtigen hielten jetzt besonders Umgang. Das Aderlassen war in dieser Zeit gefährlich, und die Tollwut brach, so glaubte man, sehr heftig über die Hunde herein. Die Witterung war jetzt besonders wichtig. Waren die Hundstage trübe und bewölkt, so ängstigte man sich vor pestartige Krankheiten; waren sie schön und klar, so hegte man die Hoffnung auf ein gesundes Jahr. Ob »Hundstage« kalt oder heiß, trocken oder naß, in den Nächten zwischen Mitte Juli und Mitte August strahlt der Sirius als hellster Stern über unsere Dächer. Der astronomischer Beginn der "Hundstage" ist der 19. August.

Die Hundstage gehen bis auf das alte Ägypten zurück. Dort wurde der alljährliche heliakische Aufgang (ortus heliacus) des Sirius bereits beobachtet. Erstmals wird er in der Morgendämmerung am östlichen Himmel sichtbar, nachdem er zuvor lange unsichtbar war. Sterne erster Größenordnung sind in der Morgendämmerung erkennbar, wenn die Sonne zu diesem Zeitpunkt noch ca. 10° unter dem Horizont steht. Die Darstellung von Canis Major und Sirius als Hund geht mindestens auf das 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück. Zu jener Zeit war Sirius in Ägypten als Sothis bekannt und diente als Basis für den gleichnamigen Kalender. Sein heliakischer Aufgang (das erste kurze Erscheinen kurz vor Sonnenaufgang) fand Mitte Juli statt und fiel mit der jährlichen Nilschwemme zusammen (ca. zur Zeit der Sommersonnenwende), mit der der lebensnotwendige Schlamm auf die Felder gelangte der Grundlage für das Leben und den Wohlstand Ägyptens war.

Grundlage der Zeitrechnung war es auch für den Stamm der Dogon in Mali, Westafrika. Von ihnen wird schon überliefert, dass Sirius einen Begleitstern, Po, hat was 1862 durch Sirius B wissenschaftlich nachgewiesen wurde.

Die alten Römer sahen den Sirius bereits im letzten Julidrittel. Gegenwärtig müßten die Hundstage eigentlich auf das letzte Augustdrittel gelegt werden. Ursache ist die Präzession der Erdachse (Präzession: Die Achse, um die sich die Erde dreht, verändert im Lauf der Jahrtausende ihre Lage; am 1.8. sehen wir dadurch ein anderes Sternbild als die alten Ägypter oder Römer).

Sowohl der Große als auch der Kleine Hund werden bei den Griechen dem Jäger Orion (Orion) zugeordnet. Auch in der babylonischen Mythologie gab es einen Hund, der einem Giganten auf dem Fuße folgt und sich auf den Hasen (Lepus) zu Orions Füßen stürzen möchte. In anderen Überlieferungen wird der Große Hund den dreiköpfigen Höllenhund Zerberus darstellt, der das Tor zur Unterwelt, Hades, bewachte.

Für die Chinesen war Sirius T’ien-lang, der himmlische Schakal. Die südlichen Sterne verkörperten Pfeil und Bogen, mit denen T’ien-lang gemordet wurde, nachdem er die Ernte des chinesischen Herrschers verschlungen hatte.
dann hama ja no a wengarl zeit, bis es richtig heiß wird!
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Alt 07.06.2003, 01:45   #42
Dragonhoard
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Dragonhoard
 
Registriert seit: 02.03.2002
Beiträge: 1.434
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Kein Wunder, dass der Sirius eine solch herausragende Stellung hat, ist er doch der hellste Stern den wir sehen.

Was jedoch sehr interessant an dem Artikel von Lightwarrior ist: anscheinend wurden die Sterne rund um den Sirius sehr oft mit Hunden oder ähnlichen Gestalten gleichgesetzt, genauso wie auch der orion sehr häufig als Jäger beschrieben wird. Diese Gleichsetzung findet man über die gesamte Erdkugel verteilt. Ob das wohl ein Zufall ist, oder waren die Menschen in grauer Vorzeit vielleicht doch sehr viel mobiler als wir heute annehmen?
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
Dragonhoard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2003, 00:38   #43
lightwarrior
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Beiträge: n/a
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dieser aspekt fasziniert mich auch am meisten - egal wohin man blickt, die damals "denkenden" scheinen alle die gleiche schule besucht zu haben...weiß jemand vielleicht wo die sitzt bzw. ne email und anmeldefrist?

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