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Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

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Alt 28.11.2002, 18:40   #1
Franz Braun
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Efodons abwegige Klimatheorie

Hallo liebe Leser,


folgende Veröffentlichung im Online-Arciv des EFODON e.V. möchte ich hier kommentieren:
http://www.efodon.de/html/archiv/natur/geise/klima.htm
Ich zitiere eine Texstelle:

Zitat:
(...) Eine feststehende Tatsache ist, dass Pflanzen unter einem erhöhten Kohlendioxid-Einfluss wesentlich schneller, größer und stärker wachsen, weil - und auch das kann keiner der Klimaforscher bestreiten - es nun einmal das wirkungsvollste und effektivste natürliche Pflanzendüngemittel ist. Beispielsweise pumpen heute schon Gärtner fünfmal so viel CO2, wie in der Atmosphäre enthalten ist, für besseren Pflanzenwuchs in ihre Treibhäuser. Übertragen auf die Natur würde das bedeuten, dass bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre bei gleichzeitiger Rückbildung der Wüsten-, Steppen- und Ödlandregionen die Pflanzendecke der Erde dichter wird. Die Pflanzen werden nicht nur stärker, sondern auch kräftiger, widerstandsfähiger und gesünder. Brach liegendes Land könnte wieder urbar gemacht werden. Dieser Effekt ist heute schon in Ansätzen erkennbar. Die Ernährungslage der Menschheit würde sich bei einem CO2-Anstieg drastisch verbessern, weil es mehr Anbauflächen gäbe, auf denen schneller bessere und kräftigere Pflanzen wachsen und gedeihen würden...
Dass Kohlendioxid zu einem erhöhten Pflanzenwachstum führt, kann in der Praxis beispielsweise an den Autobahnen beobachtet werden, was ich schon vor Jahren erläuterte. Die Autobahnmeistereien sind gezwungen, wachstumshemmende Mittel zu versprühen, um einigermaßen die Kontrolle über das durch die Autoabgase gesteigerte Pflanzenwachstum zu behalten, obwohl diese in jedem Winter eine ausgiebige schädliche Salzdusche abbekommen (...)

Gewächshäuser werden mit CO2 begast zur Verbesserung des Pflanzenwachstums. Einen Effekt durch diese Art der Düngung erhält man erst bei CO2-Konzentrationen, die um ein mehrfaches höher liegen als die natürliche Konzentration. Doch die Angabe, Gärtner würden fünf Mal mehr CO2 in die Gewächshäuser pumpen, als in der Atmosphäre enthalten sei, ist abwegig. Gärtner erhöhen lediglich die Konzentration an CO2 in ihren Gewächshäusern, dazu benötigen alle Gärtner zusammen nur einen Bruchteil der Menge, die in der Atmosphäre vorhanden ist.

In der zitierten Theorie wird der erhöhte Treibhauseffekt durch eine erhöhte CO2-Konzentration nicht berücksichtigt. Die Existenz eines solchen Effekts und sein Einfluss auf das Erdklima ist unbestritten. Nur der Einfluss des Menschen auf diesen Effekt und die Stärke des Effekts sind umstritten. Dass die Auswirkungen des Treibhauseffekts in Hr. Geises Überlegungen zur Verdoppelung der CO2-Konzentration keine Rolle spielen, zeigt die Kurzsichtigkeit seiner Denkweise.

Der Verweis auf das Wachstum der Büsche und des Unkrauts an Autobahnen steht für mich in keinem logischen Zusammenhang mit den Bedingungen einer Atmosphäre, die doppelt soviel CO2 enthält wie heute. Die CO2-Konzentration ist an einer Autobahn sicher nie um das doppelte erhöht, die Unterschiede in der CO2-Konzentration zwischen einer Autobahn und einem Ort in der Wüste sind äusserst gering. Genauso verhält es sich auch mit der Konzentration an Sauerstoff: In der Wüste, im Wald oder in einer Grossstadt, die Konzentration ist überall praktisch gleich. Übrigens versprüht die Bahn auch wachstumshemmende Chemikalien, einfach um das Zuwachsen der Trasse zu verhindern, auch auf elektrifizierten Strecken. Die Verwendung solcher Chemikalien ist nicht aussergewöhnlich und absolut kein Hinweis darauf, dass Autoabgase Wüsten begrünen könnten. Hauptursachen der Wüsten- und Ödlandbildung sind Abholzung und darauffolgende Erosion, Landwirtschaft, Rindfleischerzeugung und nicht zuletzt Klimaveränderungen, die wahrscheinlich durch Treibhausgase wie CO2, Methan und Wasserdampf verursacht werden, aber auch durch wechselnde Sonnenaktivität und Änderungen der Erdumlaufbahn bzw. Erdachsenneigung. Ausserdem besteht ein so grosser Unterschied zwischen einem Gewächshaus und der Erdatmosphäre, dass ein Vergleich ausgeschlossen ist. Wie sich die Ernährungslage der Menschen verändern würde, unterliegt der Spekulation. Die meisten Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass eine Erhöhung des CO2-Gehalts und die damit verbundene Erwärmung die Anbauflächen verkleinert und dass Ernährungsproblem verschärft.

In dem Beitrag werden irreführende Angaben, falsche Schlüsse und Unkenntnis über wissenschaftliche Forschungen vermischt, eine in allen Veröffentlichungen des EFODON e.V., die ich bisher las, übliche Methode. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind natürlich blanker Unsinn, z.B. dass eine Atmosphäre mit verdoppeltem CO2-Gehalt ein vergleichbares Klima schafft wie in CO2-begasten Gewächshäusern, oder dass am Seitenstreifen einer Autobahn die positiven Auswirkungen einer solchen CO2-Konzentration zu sehen sind.


Mit freundlichen Grüßen an alle Leser
Franz Braun
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Alt 28.04.2003, 13:48   #2
StaVanGer
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Bei einer zu hohen Dauerbelastung Belastung mit CO2 wird der Kohlendioxid Ausstoß der Pflanze angeregt(auch tagsüber), also es findet keine Wandlung statt. Ergebnis: minderausstoß von Sauerstoff.

Der Vorschungsbericht, kam von der Berkley Universität und fußte auf der Biosphäre 2, in der das oben beschriebene Verhalten getestet werden sollte.

Ich schaue einmal nach, ob ich den Bericht noch finde, war vom letzten Jahr.

Gruß Stavanger
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Alt 07.06.2003, 02:13   #3
Dragonhoard
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Dragonhoard
 
Registriert seit: 02.03.2002
Beiträge: 1.434
Standard

Hmm, eine bedenkliche Theorie, stimmt.

Was auch noch ein wenig übersehen wurde ist, dass es aufgrund des Treibhauseffektes ja zu einem deutlichen Temperaturanstieg kommt. Dadurch gibt es einen folgenden Klimawandel, der sich natürlich auch auf die Pflanzenpopulation auswirkt. Wird es wärmer, oder ändern sich die Niederschlagsmengen dann wandern Pflanzenarten ab, bzw. sterben aus und werden oft durch andere ersetzt die besser angepasst sind.

D.h es könnte schon sein, dass aufgrund anderer Niederschlagsverhältnisse mache Wüsten wieder vermehrt Regen erhalten, aber dann muß es dort noch eine Humusschicht geben und auch eine Möglichkeit, dass Pflanzen auch wirklich wieder heimisch werden können. Global gesehen wird dieser Effekt aber sehr wahrscheinlich eher selten sein.

Ob der Treibhauseffekt nun menschengemacht ist, oder durch Änderungen in der Physik der Sonne hervorgerufen wird, bleibt schlußendlich egal. Die Auswirkungen werden die selben sein. Wird der Effekt nun hauptsächlich durch die Sonne hervorgerufen macht es deshalb nicht mehr Sinn immer mehr Treibhausgase zusätzlich in die Atmosphere zu blasen.
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Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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