:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Erde, Weltraum & Forschung > Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen

Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 24.06.2010, 01:58   #71
Raumzeit
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich sehe sehr wohl einen Unterschied zwischen Zucht, was ein sehr naher natürlicher Prozess ist der länger, kontinuierlich ist und der Gentechnik die auf wirtschaftlichen maximal Interessen Ausgerichtet ist und Ihre Unbedenklichkeitsstudien, glaube ich so sehr wie die Unbedenklichkeitsstudien von Zigarretten rauchen in den 70 Jahren oder Contergan. Auch im Nachhinein zeigt sich doch immer mehr wie sie betrogen und gelogen haben um noch mehr von diesem Fiat Money zu machen.

Es ist meiner Meinung eine Anmaßung zu glauben wir könnten das Risiko eines solchen Hybriden einschätzen, wenn es sein Genpool erstmal an andere weiter gegeben hat, kann man es vielleich nicht mehr rückgängig machen. Es gibt eine menge Menschen die der Meinung sind dass es das Risiko wert ist weil diese es nicht tragen müssen, wenn es mal doch nicht so sein sollte. Andere Generationen werden unsere Fehler mal wieder ausbaden, wie bei den AKW´s oder Arten die wir iregendwo eingeschleußt haben. Wir Menschen sind nun mal eins ganz besonders fehlerhaft und egoistisch sowieso. Der Vergleich Gentechnik und Retrovirus hinkt, den bei der Gentechnik sind wir für das Ergebniss verantwortlich und keine Naturkatastrophe darüberhinaus, wird bei diesem Prozess die Reparaturprozesse aktiv abgeschaltet und so lange weitergemacht bis man irgend eine Fähigkeit erlangt hat. Die Rahmenbedingungen die dieses Objekt der Begierde zum überleben noch braucht werden heute noch in einem viel Professionelleren Rahmen befriedigt.

Tomaten, Binen Äpfel die nach nichts mehr schmecken nur noch einen Bruchteil der Vitamiene haben, da habe ich keine Lust zu.
Auf unseren Planeten gibt es alles um uns Glücklich machen zu können, nur durch unsere Gier verweigern wir unsdem Glück.
  Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 07:51   #72
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.107
Standard

Zitat:
Zitat von Raumzeit Beitrag anzeigen
Ich sehe sehr wohl einen Unterschied zwischen Zucht,...
Ja, das glaube ich dir unbesehen. Genau das, was du hier schreibst meinte ich auch mit den drei Punkten, die ich als Hauptquelle von Fehleinschätzungen der Gentechnik angab
Zitat:
Der Vergleich Gentechnik und Retrovirus hinkt,
Ungefähr gleich wie ein Vergleich zwischen Schmiedekunst und Amboss, ja
Zitat:
Tomaten, Binen Äpfel die nach nichts mehr schmecken nur noch einen Bruchteil der Vitamiene haben, da habe ich keine Lust zu.
Da hat niemand Lust zu. Darum wird ja die traditionelle Zuchtmethode, die genau dies hervorbringt überdacht.
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 12:36   #73
DerOfenbauer
Benutzer
 
Benutzerbild von DerOfenbauer
 
Registriert seit: 04.06.2010
Ort: NRW
Beiträge: 70
Standard

Du scheinst auf dem Gebiet ja echt fit zu sein. Die Sache mit den Markergenen und dem einhergehenden Risiko der Antibiotikaresistenzen - ist das auch ein Ammenmärchen?
__________________
Computer sparen die Hälfte der Zeit, die man ohne sie niemals benötigt hätte !
DerOfenbauer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 13:11   #74
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.107
Standard

Zitat:
Zitat von DerOfenbauer Beitrag anzeigen
Die Sache mit den Markergenen und dem einhergehenden Risiko der Antibiotikaresistenzen
Antibiotikaresistenz kann sich überall da ausbilden, wo Antibiotika grossflächig, unregelmässig verteilt werden. Wenn auch nur eine Bakterie sich in dem Feld befindet, die gegen das Antibiotikum resistent ist, kann sie sich vermehren (Konkurrenz gibt es ja dann keine mehr) und ihre Nachkommen sind ebenfalls resistent, wenn das Antibiotikum weiterhin verteilt wird. Denn dann besteht ein Selektionsdruck in diesem Gebiet.
Würde also eine Pflanze unentwegt ein bestimmtes Antibiotikum absondern und diese Pflanze würde als Monokultur auf einem Feld angebaut, wäre dieses Feld ein perfekter Nährboden um antibiotika-resistente Bakterien zu züchten.
Da man aber kein Antibiotikum über längere Zeit grossflächig verteilen darf (genau aus diesem Grund), baut man auch eine solche Pflanze nicht als Monokultur an.

Das mit den Markergenen ist eine andere Geschichte und wird immer gerne wieder ausgepackt: In der Gentechnologie werden Bakterien eingesetzt um Gene zu vervielfältigen, mit denen man danach die Pflanzenellen transfizieren will. Damit die Bakterien das Gen auch fleissig vervielfältigen und nicht damit aufhören, wenn der Forscher nicht hinschaut, werden sie an Antibiotika-Resistenz-Gene gekoppelt und die Bakterien ständig mit dem Antibiotikum belästigt. So überleben nur die fleissigen.
Wird das Gen dann transfiziert, hängen Teile des Resistenz-Genes noch dran und können in die Zelle eingebaut werden und damit in der Pflanze vorkommen. Wird die Pflanze dann von einem Bakterium verdaut, das Gen vollständig angetroffen, die Methylierung korrekt entfernt, das Gen in ein Plasmid aufgenommen und die gesamte Kolonie des Bakteriums in diesem Moment mit genau diesem Antibiotikum angegriffen, so kann das einzelne Bakterium überleben und (falls über längere Zeit das Antibiotikum weiter verabreicht wird, siehe oben) eine neue Kolonie gründen, die ebenfalls resistent ist.
Ähnlich könnte, wenn die Pflanze von einem Huhn verdaut wird, die DNA die Magensäure überlebt (was sie kaum je tut) und im Darm von Darmbakterien aufgenomen wird, die es in ein Plasmid einbauen, ebenso eine resistente Bakterie entstehen. Fallls das Huhn danach mit genau diesem Antibiotikum über längere Zeit behandelt wird, gibt kackt es danach resistente Bakterien.

Aber bei beidem ist die Wahrscheinlichkeit doch äusserst gering. Und sobald man das Antibiotikum absetzt, würde das Plasmid innert Tagen aus dem Gen-Pool der Bakterien verschwinden.

Da geht eine weit grössere Gefahr von Krankenschwestern aus, die auf ihrem Heimweg durch ein Kornfeld oder an einem Bauernhof vorbei wandern. Denn diese tragen in ihren Kleidern und auf ihrer Haut unter Umständen bereits Bakterien, die gegen ein Antibiotikum resistent sind und ihre Plasmide mit anderen Bakterien tauschen, mit denen sie in Berührung kommen.
Bevor man sich also sorgen über die Amp-Marker machen muss, sollte man die rumwandernden Krankenschwestern mal verbieten

Siehe auch:
Gay, P. B., Gillespie, S.H. (2005): Antibiotic resistance markers in genetically modified plants: A risk to human health? In: Lancet Infectuous Diseases, 5(10): S. 637-646.
Chambers, P. A. et al. (2002): The fate of antibiotic resistance marker genes in transgenic plant feed material fed to chickens. In: Journal of Antibicrobial Chemotherapy, 49(1): S. 161-164.
Goldstein, D.A. (2005): Human safety and genetically modified plants: a review of antibiotic resistance markers and future transformation selection technologies. In: Journal of Applied Microbiology, 99(1): S. 7-23. (Vorsicht: Obwohl dieses letzte Paper Peer Reviewed ist, muss darauf hingewiesen werden, dass es im Auftrag von Monsanto erstellt wurde. Ist also evtl. beschönigend formuliert.)
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 15:55   #75
MajorTom
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Resistenzen & ihr Risiko

@Tarlanc

Also mir ist da etwas aus der Vergangenheit bekannt, das im Rahmen einer genetischen Resistenz Erzeugung bei Nutzpflanzen z.B. gegen Pestizide in 2. (!) Linie ätzende Konsequenzen hat(te):
man konnte so den Nutzpflanzen gegen die "Unkräuter" sehr gut mit Pestiziden "helfen", weil sie ja dagegen resistent waren ... & die braven Nutzpflanzen speicherten das Pestizid ... & der Mensch ißt dann die Pflanzen & hat aber ... kein Resistenzgen - Mahlzeit !

-MfG-
  Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 15:59   #76
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.107
Standard

Zitat:
Zitat von MajorTom Beitrag anzeigen
Also mir ist da etwas aus der Vergangenheit bekannt, das im Rahmen einer genetischen Resistenz Erzeugung bei Nutzpflanzen z.B. gegen Pestizide in 2. (!) Linie ätzende Konsequenzen hat(te):
man konnte so den Nutzpflanzen gegen die "Unkräuter" sehr gut mit Pestiziden "helfen", weil sie ja dagegen resistent waren ... & die braven Nutzpflanzen speicherten das Pestizid ... & der Mensch ißt dann die Pflanzen & hat aber ... kein Resistenzgen - Mahlzeit !
Und woher hast du diese seltsame Geschichte?
Kommt mir spanisch vor, da Pflanzen ohnehin gegen Pestizide resistent sind. Und Menschen gegen Herbizide. Hast du vielleicht noch in Erinnerung, um welche Pflanze, welches Gift und welche Auswirkungen auf den Menschen es ging?
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 16:38   #77
MajorTom
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

@Tarlanc

eine peinliche Geschichte - also zuerst habe ich mich echt verdrillt , da ich solche Vorgehensweisen hasse wie die Pest, schreibe ich doch einfach so Pestizide und dachte aber sehr wohl an Herbizide, an die der Mensch seinerzeit aber noch nicht "gewohnt" war - ich habe das aus Schule & Studium. Also mir ist nur noch der prinzipielle Vorgang an sich bekannt, aber welches Herbizid bei welcher Pflanze kann ich so nicht direkt benennen - ist ja schon ne Zeit lang her - das ändert eben aber nichts an der Vorgehensweise & wenn Nutzpflanzen durch die Bank gegen Pestizide sowieso resistent sind, ist das bei deren zusätzlichem Einsatz umso schlimmer ! Der Konsument kriegt ja dann einen netten chemischen Cocktail verabreicht - vielleicht das Ganze noch ein bißchen mit Fungiziden würzen (?) - ich bleibe dabei: Mahlzeit!


-MfG-

PS.:Chemie von außen in der Pflanze verbessert selten die Qualität des Produktes, oder nicht ? - anbei etwas, wovor die Leute aus den von Dir genannten 3 Gründen wirklich zurückschrecken: man kann Nutzpflanzen mit Röntgenstrahlen bearbeiten & so nicht nur ihr Wachstum sehr günstig beeinflussen (prächtiger Wuchs), sondern u.a. Parasiten damit gut Herr werden; bei der Haltbarmachung gar ergeben sich für z.B. Kartoffeln Haltbarkeiten, von denen der Bauer früher nur geträumt hat ... aber das "Volk" hört "Strahlung" & meint, das Zeug sei dann radioaktiv ! Blödsinn, aber sogar Krankenschwestern sind davor nicht gefeit, wenn sie beim Anfertigen einer "Bettaufnahme" durch den mobilen Röntgendienst (ich) schnell noch ihr Butterbrot mit hinausnehmen, damit es nichts "abbekommt" - Frage z.B. einer Stationschwester Klinikum Großhadern Intensiv H3b: "wie lange strahlt das noch, wenn Sie eine Aufnahme gemacht haben ? ..." - Antwort: "solange wie es noch hell ist, wenn Sie das (Ihr) Licht ausmachen (& anfangen zu denken).
  Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 16:44   #78
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.107
Standard

Zitat:
Zitat von MajorTom Beitrag anzeigen
ich bleibe dabei: Mahlzeit!
Dann ist es doch umso besser, dass Pflanzen erzeugt werden, die sich gegen Schädlingsbefall, Pilze und Bakterien aus eigener Kraft helfen können und weniger Pesti-, Funghi- und Herbizide benötigen
Zitat:
PS.:Chemie von außen in der Pflanze verbessert selten die Qualität des Produktes, oder nicht ?
Kommt auf die Chemie und die Pflanze an.

Chemie ist ebenso ein überbewertetes Reizwort wie Gene und Strahlung
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2010, 17:05   #79
MajorTom
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

@Tarlanc

Das stimmt mit "Chemie" - nenne ich es doch lieber "nicht biologische Schädlingsbekämpfungsmittel" - die biologischen werden ja z.T. sehr wirksam von der Pflanze selbst hergestellt:
1) gegen andere Pflanzen (territorial)
2) gegen nichtpflanzliche Schädlinge
hier kommen wir ja auch schon etwas auf den natürlichen Weg z.B. mit den Pheromonfallen ... ganz "biologisch" & so sollte es möglichst immer gehen, wobei mit dem Ausdruck "biologisch" auch schon wieder jede Menge Lug & Trug & Augenwischerei betrieben wird - ein kleinererer biologisch bestellter Feldanteil genügt (so festgelegt, --> JuristenBla), um ALLE als biologisch zu deklarieren...

-MfG-

Geändert von MajorTom (24.06.2010 um 17:10 Uhr).
  Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Weltuntergang Acolina Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen 57 14.12.2009 11:31
Vorsicht, Weltuntergang! Zeitungsjunge Fischblog 0 19.04.2008 15:10
Ein Kunstwerk aus Sauerstoff und Schwefel Sajuuk Astronomie 5 03.12.2005 13:27
Maya-Ruinen durch Mikroorganismen bedroht? Desert Rose Amerika 0 28.05.2004 12:08
Sauerstoff auf anderen Planeten Zwirni Rund um Naturwissenschaft 1 04.02.2004 12:05


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:30 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.