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Geomantie Heilige Linien, Erdstrahlen, Störzonen, Kraftplätze...

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Alt 04.09.2009, 09:39   #31
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Jetzt musst du mir nur noch erklären, inwiefern das Glühlampen-Dekret mit der fehlenden Einführung der Alkoholautos und -tankstellen und der Einschienenbahn als solchen und jener von Disneyland im besonderen zusammenhängt.
Es ist eben Dein Diskussionsstil, möglichst viel Nebelkerzen zu werfen.

Aber sei es drum.

Die Energiesparlampen waren ein Argument gegen die von Dir ständig strapazierte These, daß jeweils sich das technisch Überlegene durchsetzt. Mit Deinen rüden Worten gegen die "Staatsvertreter" belegst Du aufs Neue, daß dem eben nicht so ist und sei es durch Ausnutzen von Bestechlichkeit.

Mehr an Zusammenhang wollte ich im Augenblick nicht präsentieren. Es geht mir nicht um Verschwörungstheorie sondern um einen objektiven Blick auf die Technik-Geschichte.

In vielen Fällen, wo Technologie-Linien, die durchaus erfolgreich waren, abgebrochen wurden, muß man nach den sonstigen Einflußfaktoren fragen - und da ist eben ein schwarzes Loch bei Leuten, die nur Technik wahrnehmen wollen.

Manches kommt auch wieder. Die vor 50 Jahren verächtlich gemachen Naturstoffe (zugunsten der Erdölbasierten Kunststoffe) kommen in der "Biomassestrategie der Bundesregierung" wieder zu neuen Ehren. Aber die Politiker sind ja alle korrupt und unfähig. Merkwürdigerweise nicht, wenn es um die Förderung von Erdöl, Kraftfahrzeugen und Atomkraft geht.
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Alt 04.09.2009, 10:52   #32
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Mehr an Zusammenhang wollte ich im Augenblick nicht präsentieren. Es geht mir nicht um Verschwörungstheorie sondern um einen objektiven Blick auf die Technik-Geschichte.
"objektiver" "Blick" auf "Geschichte"? Das ist gut... Die Quadratur des Kreises würd ich das mal nennen.

Zitat:
In vielen Fällen, wo Technologie-Linien, die durchaus erfolgreich waren, abgebrochen wurden, muß man nach den sonstigen Einflußfaktoren fragen - und da ist eben ein schwarzes Loch bei Leuten, die nur Technik wahrnehmen wollen.
Na dann nenn doch mal "sonstige Einflußfaktoren" für die Einschienenbahn und den Alkoholmotor - also, insbesondere solche, die sich nicht unmittelbar aus der (technischen?) Realität ergeben, wie die Tatsache, dass man echt ein Problem hätte, wollte man genug Alkohol für alle europäischen Autos herstellen.

Zitat:
Manches kommt auch wieder. Die vor 50 Jahren verächtlich gemachen Naturstoffe (zugunsten der Erdölbasierten Kunststoffe) kommen in der "Biomassestrategie der Bundesregierung" wieder zu neuen Ehren. Aber die Politiker sind ja alle korrupt und unfähig. Merkwürdigerweise nicht, wenn es um die Förderung von Erdöl, Kraftfahrzeugen und Atomkraft geht.
Die Frage ist nach wie vor, inwieweit die Bemühungen von Akteuren wie jenen der Politik auf die tatsächliche Entwicklung einen Einfluss haben, und inwieweit wir den feststellen könnten. Der Einfluss der EU-Regierung auf den Glühlampenverkauf ist total, da die EU ein totalitärer Polizeistaat ist, der sich das Recht nimmt, Leute, die Glühlampen herstellen oder verkaufen, in dunkle Keller zu knüppeln und dort Jahrelang durch Juristen belästigen zu lassen.

Wäre Atomkraft ohne Politik unmöglich gewesen? Was hat die Politik damit zu tun, dass sich Öl als Energiespeicher für Kraftfahrzeuge durchgesetzt hat? Wird die "Biomassestrategie der Bundesregierung" die Verwendung von Biomasse in einem Nennenswerten Maße fördern?

Ich glaube, du begehst die "Texas Sharpshooter Fallacy": Jede Politik hat ständig tausende Technisch/Wissenschaftliche-Förderprogramme. Wenn sich irgendeine Technologie durchsetzt, heftet sich die Politik den Orden an die Brust und erzählt allen von der eigenen Weitsicht und Macht, da man ja schon vor 20 Jahren erkannt habe und durch taktische Förderung... Ob es wirklich so ist, soll hier mal zur Debatte stehen!
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Alt 04.09.2009, 13:24   #33
HaraldL
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Einschienenbahnen haben halt den Nachteil, daß Weichen sehr aufwändig sind.
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Alt 04.09.2009, 14:23   #34
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
"
Wäre Atomkraft ohne Politik unmöglich gewesen? Was hat die Politik damit zu tun, dass sich Öl als Energiespeicher für Kraftfahrzeuge durchgesetzt hat? Wird die "Biomassestrategie der Bundesregierung" die Verwendung von Biomasse in einem Nennenswerten Maße fördern?
Atomkraft hat immer vom Wohlwollen gewisser Kreise profitiert. Gerade ist eine Studie von Greenpeace erschienen, die die verdeckten Subventionen auflistet. Danach müßte Atomstrom mehr als 2 €/KWh kosten. Es ging schließlich darum auf elegantem Weg an bombenfähiges Material zu kommen. Ist die ganze Diskussion um Wackersdorf schon vergessen?

Ich sage nicht - wie Du in deiner gewohnt rabulistischen Rhetorik unterstellst - daß es nur "die Politik" oder Förderprogramme seien, die eine Technologie gegenüber einer anderen bevorzugen. Es ist ein komplexes Zusammenspiel, das Dir offensichtlich zu kompliziert ist. Deshalb klammerst Du dich an die Überlegenheit der besseren Technik

Die Biomassepolitik der Bundesregierung, von Landesregierungen, von Bauern- und Waldbesitzerverbänden, der Chemischen Industrie etc. hat die Nutzung der Biomasse befördert. Es ist ein Wechselspiel zwischen cleveren Entwicklern, Finanziers und der "Politik"

Vor ein paar Jahren bekam man für eine pfiffige Idee in diesem Bereich weder Kredite noch Fördergelder. Heute ist das mentale Klima anders. Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Kräfte und Interessen. Plötzlich werden auch wieder Konzepte umgesetzt, die man vor 20 Jahren nur spöttisch belächelt hat. Auch Dummheit, Arroganz und individuelle Vorlieben spielen dabei eine Rolle.

Ich habe viele Bekannte in der Erfinderszene und bei denen ist Glaube fest verankert, daß sich ein "gutes" technisches Konzept immer überzeugend sei und durchsetzen werde. Ich empfehle ihnen - in der Regel vergebens - sich mehr um Marketing, Image und soziale Netzwerke zu kümmern. So sind die meisten leider denkbar erfolglos. Aber das hätte man aus der Technikgeschichte lernen können.
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Alt 05.09.2009, 17:30   #35
-CC-
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Der heiße Brei dreht sich und dreht sich: (warum 110[V] doof sind, steht ja schon irgendwo!)

Ein paar Einwürfe!

Warum es weniger Einschienenbahnen gibt:
Ganz einfach weil es wenige Anbieter für ein solches System gibt, somit gibt es weniger Werbung, und darauf folgt die geringe Nachfrage! Da es wenig Nachfrage gibt, gibt es auch weniger Anbieter!
Erweitert eine Stadt ihr Nahverkehrssystem, muss man Kosten mit Nutzen vergleichen: Bestehendes System, Anschaffungskosten (Konkurrenz der Anbieter mit Preisunterschied) usw. Bei einer Einschienenbahn, wo gibts da Preisnachlässe? Oh, na dann gehen wir zum anderen Anbieter, haha, der muss die passende Technologie erst noch entwickeln ... also lieber die Straßenbahn von der Stange kaufen als Entwicklungskosten mittragen.

Der liebe alternative Treibstoff:
Öl zu brennen halte ich für eines der dümmsten Dinge die unsere Gesellschaft so treibt. Naja. Da wir heute etwas klüger sind als vor 150 Jahren wo das verbrennen eine tolle Sache war, versuchen wir uns eben in der Abwägung von Vor- und Nachteilen von Alternativen zu verkünsteln. Das bringt vielleicht kurzfristig nichts, vielleicht aber langfristig, bevor wir in 150 Jahren auf die Idee kommen: wohin mit all dem Sondermüll Akkus der Elektroautos ... in die Sonne damit ... Der Alkohol ist gut, guter CO2 Kreislauf, doch müssen wir dazu Pflanzen anbauen, auf Flächen die wir, in der Zukunft noch mehr, für die Nahrungsmittelproduktion benötigen. Brasilien ist ein sehr schönes Beispiel: oh guck die verwenden Alkohol für ihre Autos, sehr löblich. Im selben Atemzug noch, stoppt die Abholzung des Regenwaldes. Naja ...

Am sinnvollsten ist eine gesamte Neuentwicklung des komerziellen und privaten Transportwesens. Doch das ist Utopie...

-CC-
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Alt 05.09.2009, 22:14   #36
basti_79
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Wie wäre es, wenn wir uns darauf einigen, dass sich technologische Entwicklungen bis auf höchstens wenige unrühmliche Ausnahmen der Kontrolle einer zentralen Instanz entziehen?
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Alt 05.09.2009, 22:24   #37
perfidulo
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Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wie wäre es, wenn wir uns darauf einigen, dass sich technologische Entwicklungen bis auf höchstens wenige unrühmliche Ausnahmen der Kontrolle einer zentralen Instanz entziehen?
Das geht völlig an der Sache vorbei.

Wir sollten uns vielleicht darauf einigen, daß über das Schicksal von Technologien in den seltensten Fällen die objektive Qualität einer Erfindung oder Entdeckung entscheidet, sondern es sind in der Regel andere, technikfremde Kriterien.

Der Begriff der "zentralen Instanz" ist nicht produktiv. Ist die Community der Ingenieure, die alle Außenseite und Querdenker kleinhält, eine "zentrale Instanz"? Wir haben da im Bereich Abwasser erhellende Beispiele.
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