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tastendruck3 25.01.2015 14:19

Regenwurmdetektor
 
Eine hohe Anzahl von Regenwürmern (RW) ist Garant für fruchtbaren Boden. Zur Quantifizierung der RW im Boden kann der Regenwurmdetektor (RWD) verwendet werden(z.B. in der Landwirtschaft). Der RWD besteht aus einer kupferfadisierten Decke (z.B Entstörungsdecke) und wird mit einer Spannungsqualle und einem einem Messgerät verbunden. Durch die RW-bedingte Inhomogenität des Bodens bzw. durch die Bewegung der RW entsteht eine Spannung = Maß für die Anzahl der RWer.

Meine Frage: gibt es Ideen zur Verbesserung des Detektors.

perfidulo 25.01.2015 15:52

Zitat:

Zitat von tastendruck3 (Beitrag 201265)
Meine Frage: gibt es Ideen zur Verbesserung des Detektors.

Dazu müßte man verstehen, wie der Detektor funktioniert. Eine Zeichnung oder ein Schaltbild wären hilfreich.

Oder eine Bedienungsanleitung.

SchwarzerFuerst 25.01.2015 17:18

Zitat:

Zitat von perfidulo (Beitrag 201272)
Dazu müßte man verstehen, wie der Detektor funktioniert. Eine Zeichnung oder ein Schaltbild wären hilfreich.

Oder eine Bedienungsanleitung.

ja, und interessant wäre auch, wie man Bodenleitfähigkeit durch Feuchtigkeit von der durch Regenwürmer unterscheiden kann, sind die irgendwie polarisiert?

Ach ja, was ist eine "Entstörungsdecke"?

tastendruck3 25.01.2015 22:22

@Frust

Entstördecken enthalten meist feine Cu-Fäden. Teile davon verwende ich als Sender, den Rest als Empfänger. Bezüglich der Leitfähigkeit (Feuchte):
Sende Frequenz in den Boden: ca. 300kHz-400kHz (je nach Tiefe = Tiefenauflösung). Bei diesen Frequenzen absorbiert das Gewebe des RW stark differenzierend von den umgebenden Bodenschichten. Über die Auswertung der rückgestreuten Frequenz (Decke fungiert dabei als Antenne) erfolgt die Auswertung der spezifischen Leistung (FFT des pointing Vektors).

Ansonsten ist die herkömmliche Elektronik mit Messverstärker und ein "feines" FFT-Modul vorhanden.

Habt ihr noch Ideen, Verbesserung. Sorgen machen mehr eher Messinhomogenitäten (siehe mein zweiter Beitrag).

basti_79 25.01.2015 22:48

Wie kalibrierst Du Dein Gerät denn?

tastendruck3 26.01.2015 14:12

@basti

Kalibrierung ist relativ einfach: Versuchsfeld mit trockener Erde, darin Plastikschläuche (d=ca. 5mm - 10mm) definierter Länge. Feuchtegrad der Erde ist nicht wirklich ein Problem, da bei den verwendeten Frequenzen (siehe früher) irrelevant. Wurmgeometrie kann durch die Schläuche simuliert werden.

Hat bisher keine Probleme gegeben.

basti_79 26.01.2015 17:27

Vielleicht magst Du mal ein paar Datensätze veröffentlichen. Das würde uns ungemein dabei helfen, zu denken, dass Du tatsächlich mit zeitgenössischer DSP Regenwürmer im Erdreich suchst und findest.

SchwarzerFuerst 26.01.2015 17:49

Zitat:

Zitat von tastendruck3 (Beitrag 201358)
@basti

Kalibrierung ist relativ einfach: Versuchsfeld mit trockener Erde, darin Plastikschläuche (d=ca. 5mm - 10mm) definierter Länge. Feuchtegrad der Erde ist nicht wirklich ein Problem, da bei den verwendeten Frequenzen (siehe früher) irrelevant. Wurmgeometrie kann durch die Schläuche simuliert werden.

Hat bisher keine Probleme gegeben.

Aber wie unterscheidet man dann zwischen Würmern und ähnlich dimensionierten Wurzeln? Hat das jemand mit wiederholbaren Ergebnissen ausprobiert oder ist das nur so eine Idee von Dir? Also, der Gedanke, daß durch die Bewegung der Regenwürmer u.a. eine Spannung entsteht, ist mir ja vorstellbar, aber daß man daraus auf die Menge der RW schließen können soll, erscheint mir doch eher abwegig, schließlich bewegen die sich doch wahrscheinlich kaum "phasengleich".......

sunray 26.01.2015 18:10

Zitat:

Zitat von tastendruck3 (Beitrag 201265)
Eine hohe Anzahl von Regenwürmern (RW) ist Garant für fruchtbaren Boden. Zur Quantifizierung der RW im Boden kann der Regenwurmdetektor (RWD) verwendet werden(z.B. in der Landwirtschaft). Der RWD besteht aus einer kupferfadisierten Decke (z.B Entstörungsdecke) und wird mit einer Spannungsqualle und einem einem Messgerät verbunden. Durch die RW-bedingte Inhomogenität des Bodens bzw. durch die Bewegung der RW entsteht eine Spannung = Maß für die Anzahl der RWer.

Meine Frage: gibt es Ideen zur Verbesserung des Detektors.

Ja.
Sollte das Ding mal funktionieren, gehe schwer davon aus, dass du verdrehte Ergebnisse erhalten wirst.
Da ich in unserem Garten festgestellt habe, je mehr Regenwürmer sich im Boden bewegen umso kleiner ist die Spannung im Boden.

Alternative zu der Apperatur wäre ein einfacher Spaten.
LG

Groschenjunge 26.01.2015 19:19

Hi,
Zitat:

Zitat von sunray (Beitrag 201372)
Alternative zu der Apperatur wäre ein einfacher Spaten.

Klingt verdammt viel zu einfach. Ich habe gerade ein deja-vu, nennt sich Resonanzortung. :-) Egal, die Feuchtigkeit im Boden kannst durchaus mit HF messen, aber da liegt man iirc im unteren GHz Bereich.
-gj


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