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Alt 14.11.2008, 15:45   #11
Raish
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http://www.computerwoche.de/heftarchiv/2005/45/1207021/
Hier wird die Leserate von 1000 Tags pro Sekunde als geplant erwähnt, der Artikel ist von 2005 also vermutlich schon wieder völlig veraltet so schnell wie das entwickelt wird.
Da wird nicht erklärt wie das genau funktioniert das die Tags sich nicht gegenseitig stören lässt sich aber sicher auch was dazu im Web finden.

Allerdings wird für die Tags in den Euro Scheinen wahrscheinlich eine andere Norm verwendet - sind ja wenn wirklich welche drin sind keine Standard RFID Chips sondern sowas hier:
http://www.hitachi.co.jp/Prod/mu-chip/

Weiss jemand jetzt ob wirklich RFID Chips in Euro Scheinen drin sind?
Es finden sich einige Artikel wo von Plänen gesprochen wrid ab 2005 die Chips einzubauen aber nichts ob es jetzt wirklich drin ist ..
Die Euro Scheine brennen in der Mikrowelle immer an den selben 2 Stellen durch was auf jeden Fall seltsam ist, aber soweit ich das beurteilen kann noch kein eindeutiger Beweis ist, das wirklich so ein Chip drin ist.
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Alt 14.11.2008, 17:42   #12
basti_79
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So ein Chip sollte im Gegenlicht erkennbar sein. In Transparent gibt's die glaub ich noch nicht. Dass die Scheine immer an denselben Stellen durchbrennen, kann auch gut mit was anderem zu tun haben. Der metallische Sicherheitsstreifen fiele mir da als erstes ein. Außerdem enthält die Farbe, glaube ich, Metallpartikel.

Ich hatte außerdem danach gefragt, ob jemand tatsächlich schonmal mehrere RFID's in derartiger Nähe (Lesevorgänge pro Sekunde hat nichts mit Nähe zu tun) ausgelesen hat. Wie das funktionieren könnte, würde mich interessieren, wenn es denn funktioniert.

Ich hab keine Ahnung, wie man verhindern wollen würde, dass mehrere RFID in unmittelbarer Nähe zueinander elektromagnetisch aneinander Koppeln würden und dadurch gestört würden.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 16.11.2008, 13:11   #13
Raish
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
So ein Chip sollte im Gegenlicht erkennbar sein. In Transparent gibt's die glaub ich noch nicht.
Dachte ich auch erst, aber die fraglichen Stellen liegen auf dem Metallstreifen. (der übrigens stark an die Antenne auf http://www.hitachi.co.jp/Prod/mu-chip/ erinnert. Warum ist in dem Euro Schein so ein Metalstreifen drin?)
Wenn RFID Tags drauf sind benutzen sie wohl diesen Metalstreifen als Antenne und sind in direktem Kontakt mit ihm, also liegt der Chip unter dem Papier auf dem Metalstreifen und dürfte nur noch schwer zu erkennen sein. Dann lässt sich der Chip natürlich auch noch passend lackieren/beschichten und der Metalstreifen könnte in Wirklichkeit aus zwei Metallstreifen bestehen, zwischen dennen die Chips liegen. (Dann hätte man auch 2 Antennen -> 2 Tags -> 2 Löcher?)
Also es ist absolut möglich die Chips ordentlich zu verstecken.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ich hatte außerdem danach gefragt, ob jemand tatsächlich schonmal mehrere RFID's in derartiger Nähe (Lesevorgänge pro Sekunde hat nichts mit Nähe zu tun) ausgelesen hat. Wie das funktionieren könnte, würde mich interessieren, wenn es denn funktioniert.

Ich hab keine Ahnung, wie man verhindern wollen würde, dass mehrere RFID in unmittelbarer Nähe zueinander elektromagnetisch aneinander Koppeln würden und dadurch gestört würden.
Ich hab noch keine Expermiente mit RFID Tags gemacht aber theoretisch sollte das kein Problem sein - In einem RFID System (mit einem Lesegerät und mehreren Tags) empfangen immer alle Tags das Signal vom Lesegerät aber zu einem bestimmten Zeitpunkt sendet nur ein Tag Daten an das Lesegerät, so dass es zu keinen Überlagerungen der Signale kommt.

Wie das funktionieren kann steht zB hier:
http://www.autoidlab.jp/doc-en/bib-e...kawakita_y.pdf

Das einzige Problem das meiner MEinung nach auftreten könnte, wäre das wenn die Antennen sehr eng direkt übereinanderliegen sie sich gegenseitig abschirmen und nicht mehr genug Energie aufnehmen könnnen um zu reagieren.
Aber in einem Geldbeutel mit weniger als 20 Scheinen sollte das kein Problem sein, da immer Luft zwischen den SCheinen ist und sie auch gegeneinander verschoben sind. Bei einem Geldkoffer könnte es da anders aussehen, weiss ich aber nicht.

Geändert von Raish (16.11.2008 um 13:34 Uhr).
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Alt 16.11.2008, 15:11   #14
basti_79
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Zitat:
Zitat von Raish Beitrag anzeigen
Dachte ich auch erst, aber die fraglichen Stellen liegen auf dem Metallstreifen.
Nun, ich würde sagen, die Mikrowellen induzieren in dem Metallstreifen Spannungen, die Ströme verursachen, die den Metallstreifen schließlich durchbrennen lassen.

Zitat:
Warum ist in dem Euro Schein so ein Metalstreifen drin?
Erstmal, weil dies die Herstellung von Fälschungen stark erschwert, würd ich mal meinen.

Zitat:
Wenn RFID Tags drauf sind benutzen sie wohl diesen Metalstreifen als Antenne und sind in direktem Kontakt mit ihm, also liegt der Chip unter dem Papier auf dem Metalstreifen und dürfte nur noch schwer zu erkennen sein.
Du könntest ja mal eine Banknote sezieren. Wenn es mechanisch nicht geht, würde Schweizers Reagenz das Papier vermutlich auflösen, so dass der Sicherheitsstreifen frei kommt. Wie dick ist so ein Chip eigentlich?


Zitat:
Ich hab noch keine Expermiente mit RFID Tags gemacht
Word!

Zitat:
so dass es zu keinen Überlagerungen der Signale kommt.
Ich habe von EM-Kopplung gesprochen. Wenn der Metallstreifen die Antenne ist, hast du mehrere Antennen in unmittelbarer Nähe (< 1 Wellenlänge) zueinander - das funkt dann anders als einzelne Antennen.

Zitat:
Wie das funktionieren kann steht zB hier:
Falsch, da steht wie ein Protokoll implementiert werden kann, das sowas ähnliches kann. Wie man eine handvoll Antennen in unmittelbarer Nachbarschaft voneinander entkoppelt, steht da nicht.

Zitat:
Das einzige Problem das meiner MEinung nach auftreten könnte, wäre das wenn die Antennen sehr eng direkt übereinanderliegen sie sich gegenseitig abschirmen und nicht mehr genug Energie aufnehmen könnnen um zu reagieren.
Wieviele Jahre beschäftigst du dich schon mit HF-Funktechnik?
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Alt 16.11.2008, 16:43   #15
Raish
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wie dick ist so ein Chip eigentlich?
0,06mm

Auch interessant: Die nächste Version von dem Chip wird die Abmessungen (0,05 x 0,05 x 0,005)mm³ haben

Quelle: Scientific American, Februar 08

edit:
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ich habe von EM-Kopplung gesprochen. Wenn der Metallstreifen die Antenne ist, hast du mehrere Antennen in unmittelbarer Nähe (< 1 Wellenlänge) zueinander - das funkt dann anders als einzelne Antennen.
Ok ich dachte das Problem wäre nur die Überlagerung der Signale, keine Ahnung wie das mit EM Kopplung aussieht

Geändert von Raish (16.11.2008 um 17:07 Uhr).
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Alt 16.11.2008, 18:01   #16
basti_79
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