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Naturphänomene Kurioses und Rekorde aus der Tier- und Pflanzenwelt, atmosphärische und andere Naturschauspiele, verändertes Verhalten von Tieren ...

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Alt 17.05.2008, 19:00   #1
Acolina
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Standard Naturphänomene vor dem Beben in China

Es gibt Berichte von massenweisen Krötenwanderungen über sich plötzlich komplett leerende Teiche bis hin zu leuchtenden Wolken, die wie eine Kreuzung aus Regenbogen und Nordlicht aussehen

http://www.youtube.com/watch?v=KKMTSDzU1Z4

http://www.youtube.com/watch?v=hzVamNQzfYA

Zitat:
The clouds seemed to be glowing. Maybe it's not formed by water vapour. The clouds seemed to have characteristics resembling the Auroras. Maybe it's formed by charged particles released from powerful seismic events below. As people are pointing out it's rare atmospheric phenomenon,I could well be wrong since I am not expert at all. Hope some scientists are willing to give a full explanation.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 17.05.2008, 20:55   #2
Llewellian
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Also die "Regenbogenwolken" haben nichts mit Erdbeben zu tun, es gibt sie täglich überall auf der Welt. Die Erklärung dahinter ist so einfach wie langweillig und unmisteriös...

Das ganze heisst "Zirkumhorizontalbogen" und ist hier beschrieben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkumhorizontalbogen

Das ganze mit Erdbeben in Verbindung zu bringen ist dann doch etwas weit hergeholt..
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Alt 17.05.2008, 21:14   #3
basti_79
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Eigentümlicherweise tauchen solche Geschichten immer erst im Nachhinein auf. Es wäre mir neu, dass jemand in einem Erdbebengebiet jemals den (angeblich vorhandenen) Zusammenhang genutzt hätte und in so einem außergewöhnlichen Fall Sicherheitsvorkehrungen ergriffen.

Zudem sind nicht immer dieselben Tierarten betroffen, was ich bei derselben Ursache erwarten würde.

Das ganze läßt mich ein wenig an diesen geschichten Zweifeln. Ich denke, das ist eher eine nachträgliche Deutung eines gewöhnlichen Ereignisses. Wahrscheinlich gibt es in jedem größeren Gebiet täglich mehrere Ereignisse mit komisch reagierenden Tieren, und danach heißt es dann, das Erdbeben wärs gewesen.
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Alt 17.05.2008, 21:34   #4
Acolina
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Thx, Llewellian, kannte ich noch nicht.

Jo, basti, was das nachträglich reindeuten angeht, den Verdacht hege ich da auch.

Aber gerade gesehen, es soll angeblich auch Vorhersagen/Warnungen gegeben haben:

Chinas Behörden vertuschten Erdbebenwarnung

Richtige Vorhersagen wurden ignoriert
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Alt 18.05.2008, 01:41   #5
Llewellian
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Das... ist der grösste gequirlte Bullshit, der mir in Sachen Erdbeben untergekommen ist...

Warum?

WENN es jemanden auf der Welt gäbe, vorallem eine Behörde, die tatsächlich Erdbeben auf +/- 10 Tage vorhersagen könnte, incl. der vorraussichtlichen Stärke...

...dann hätte auch China reagiert. Gerade wegen Olympia. Und: Sie hätten es Weltweit bekannt gemacht. Denn was wäre das für ein Sieg für China, für ein Positiver Medienrummel, für ein Ansehensgewinn weltweit, wenn die Chinesen es geschafft hätten, was niemand auf der Welt überhaupt für möglich hält, was jeder Geophysiker abstreitet, was jeder Geologe für nicht durchführbar hält. Erdbeben vorherzusagen.

Sie hätten die Zone gewarnt, zwangsevakuiert (damit haben die Chinesen kein Problem, siehe die Umsiedlung von knapp einer Mio Leute wegen des Jankze Staudammbaus)... und sich selbst die Katastrophe erspart.

Bei den Chinesen liegt politisch so einiges im Argen... aber sie für so dämlich zu halten, eine "gültige Erdbebenvorhersage" zu vertuschen (weswegen eigentlich...Olympia?)... das halte ich eher für eine eigene Aussage über die Dummheit.

EpochOnline... ziemlich Chinakritisch. Bisserl reisserisch für meinen Geschmack. Und der Herausgeber der Meldung... ach wie komisch, ist http://www.meteoquake.org/ . Wo eben jener Chinesische Wissenschaftler unter anderem Teil von ist.

Für eine Wissenschaftswebseite ist das aber mal wirklich "krude" aufgebaut. Das kriegt ein Zehnjähriger besser hin. Nicht nur das, nicht mal einen eigenen Server können sie sich leisten, die Emailadressen verweisen auf das GMX Equivalent verschiedener Länder...

Aco... Aco... nimms mir net übel, aber da hätt ich dir ein bischen mehr Recherche zugetraut. So Posts hätt ich von anderen hier aus dem Board erwartet, den üblichen Verdächtigen und sonstigen Zeppelinbauern, aber von dir?
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Alt 18.05.2008, 11:08   #6
Acolina
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Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
Aco... Aco... nimms mir net übel, aber da hätt ich dir ein bischen mehr Recherche zugetraut. So Posts hätt ich von anderen hier aus dem Board erwartet, den üblichen Verdächtigen und sonstigen Zeppelinbauern, aber von dir?
Ja, Llewellian, Asche auf mein Haupt, ich war gestern Abend einfach zu faul Es landete halt in meinem Newsreader und ich dachte, reich mal weiter ins Forum ... Aber auf dich ist Verlass, wenn man mal so einen rechercheunlustigen Tag hat Ich gelobe wieder Besserung
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Alt 18.05.2008, 19:17   #7
Professor-Sage
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Aber ist es nicht zumindest möglich, das Tiere Naturkatastrophen eher spüren als Menschen? Ich denke da an Elefanten, die sich vor dem Tsunami 2005 losgerissen und in die berge geflüchtet sind...
Professor-Sage ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2008, 00:26   #8
Llewellian
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Prof, das bestreitet kaum einer. Und es gibt viele wissenschaftliche Ansätze, warum dem auch so ist...

Bei dem Tsunami war es aber das Donnern im Infraschallbereich, das z.b Elefanten sehr gut hören können. Und so laut wie das war, löste das recht wahrscheinlich einen Fluchtreflex aus.

Was allerdings der These unter anderem auch entgegenspricht, das diese Elefanten genau wussten was sie taten - es gibt genügend Berichte von toten wilden Elefanten in diesen Küstengebieten. Diese waren auch nicht daran gehindert zu fliehen...(gibt ja auch recht wenig, was einen Elefanten stoppen kann wenn er wirklich will...)

Ja, es sind viele Tiere - gerade weil sie soviel Bodenkontakt haben und ihre Sinne dafür feiner sind - sehr wohl in der Lage feine Schwingungen wahrzunehmen. Aber ob sie verlässlich für Erdbebenvorhersage sind... ist was anderes.

Was aber z.b die aktuelle "Krötenlage" betrifft... viele Zeitungen kopieren aus einer Nachrichtenquelle, das die Kröten sich a-typisch verhalten hätten, schon Tage vor dem Beben.

Nun ja. Das kommt immer wieder vor, und hat vorallem wohl auch mit der Veränderung der Umwelt zu tun. Und muss nicht immer mit Beben zu tun haben. Das Wale, Delphine und ähnliches immer wieder stranden hat ja auch nix mit Tsunamis zu tun...

Das Problem, die Krux an der Sache ist halt:

Tiere verhalten sich immer wieder mal "untypisch". Und es wird nicht weiter beachtet. Nur wenn es bebt, sagt man hinterher immer: Da war doch was... und versucht das in Verbindung zu bringen.

Kuckt man sich aber mal andere Berichte an, gibt es eine Mehrzahl von diesen, wo keinerlei Beobachtung war das sich Tiere anders als sonst verhalten hätten...

Und das Problem: Man kann Millionenstädte nicht einfach für Tage und Wochen räumen, nur weil Kröten mal die Bäche verlassen (was sie ja im Frühjahr um April rum eh tun. Krötenwanderung...).
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2009, 01:00   #9
thom-ch
Grünschnabel
 
Registriert seit: 05.08.2009
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Beiträge: 3
Standard Besser sehen mit Polaroid-Sonnenbrille...

[quote=Llewellian;92966]Also die "Regenbogenwolken" haben nichts mit Erdbeben zu tun, es gibt sie täglich überall auf der Welt. Die Erklärung dahinter ist so einfach wie langweillig und unmisteriös...

Das ganze heisst "Zirkumhorizontalbogen" und ist hier beschrieben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkumhorizontalbogen

Ich habe das kürzlich auch wiedermal beobachtet, wobei der Regenbogeneffekt nur sehr schwach erkennbar war. Verbesserung brachte die Polaroid-Sonnenbrille.
__________________
Gruss
Thomas
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