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Asien Asien birgt noch so manches Geheimnis über unsere früheste Vorzeit, versunkene Hochkulturen...

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Alt 03.04.2008, 19:53   #1
Lukas the brain
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Standard Mu, der Meerespiegel etc.

Moin,

in dem Fred über die mysteriösen Karten bin ich über versunkene Mauern in Japan gestoßen:

http://www.efodon.de/html/archiv/vorzeit/topper/mu.html


Nun stellt sich die Frage, ob es vllt doch irgendwann mal eine größere Katastrophe gegeben hat, die etwas mit einer Menge Wasser zu tun hat.

Ich habe da die Theorie, dass die ganzen Sachen vllt etwas älter sind, als es in unseren Büchern steht.
Man erinner sich an dieser Stelle auch daran, dass es hinweiße gibt, dass Gizeh und die Pyramiden mal unter Wasser lagen.

Gibt es noch mehr solcher Sachen, die darauf schließen lassen, dass der Meerespiegel vllt mal ganz anderes war, als wir denken??? Bzw dass es chronologische Ungereimtheiten gibt, was die Entstehung entsprechender Bauten betrifft??

Vielen Dank,

Lukas
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Alt 04.04.2008, 01:10   #2
harry
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Naja, auf der Site wird in keinster Weise darauf eingegangen, warum nun welche Datierungsmöglichkeiten bezweifelt werden.

Auch was nu generell an der etabilierten wissenschaftlichen Sicht falsch ist, ist mir nicht ganz klar.

von daher: unseriös
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Alt 04.04.2008, 01:37   #3
basti_79
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Erstmal eine (gefundene) Grafik zum Meeresspiegel:



Die gibt grob wieder, wie hoch das Meer so jeweils stand.

Das würde zu Bauten im heutigen Meer passen - sähe man davon ab, dass die frühesten nachgewiesenen Städte keine 5000 Jahre alt sind. Aber gerade darum soll es ja auch gehen.

Die aufgefundenen Strukturen beweisen letztlich gar nichts. Überzeugen können eigentlich nur Artefakte. Nur weil da mal ein paar rechte Winkel auftreten, heißt das nicht, dass da menschen im Spiel waren. Die Natur baut noch viel seltsameres:




Zu der Sphinx-Geschichte, hach ja, da fällt mir auch nicht viel zu ein... Ist mal wieder ein typisches ParaEsoDing. Irgendeiner denkt sich was aus und alle schreiben voneinander ab. Ich persönlich weiß nicht, woran man eine Wasser-Verwitterung von einer anderen Verwitterung unterscheiden könnte. Anscheinend wissen das nichtmal Leute, die sich nun wirklich damit auskennen:

Zitat:
Schoch's ideas ignore several things. "Precipitation-induced weathering" versus "wind-induced weathering" producing different weathering morphologies is not an accepted idea, rather variations in the rock usually account for the different weathering morphologies. Schoch does not test his idea to determine if the rounded and straight morphologies result from precipitation and wind respectively. He just states that they do.
http://www.catchpenny.org/augustm.html

Ich glaub, die Idee kannst du so schnell wieder begraben, wie sie dir in den Sinn gekommen ist.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 04.04.2008, 01:41   #4
Acolina
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Zu Yonaguni (das sind die "Mauern", von denen der Efodon-Link da spricht) ist dies Interview mit Wolf Wichmann auch interessant: "Vermengung von Wunschdenken, Faktenauswertung und spirituell unterfütterten Ansichten"
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 06.04.2008, 09:54   #5
Lukas the brain
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mir kam noch ein Gedanke:

Sagen wir der Meeresspiegel erhöt sich um 5m.

Das heißt ja nicht, dass das Meer plötzlich 5m höher ist, somdern vllt sogar nur ein paar cm. Das liegt daran, dass plötzlich große Landgebiete überflutet werden können, die auf davor, wenn auch nur knapp, über dem Meeresspiegel lagen.

Irre ich mich bzw. haben die Forscher das schon berücksichtigt in ihren Aussagen???

Schönen Sonntag,

Lukas
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Alt 06.04.2008, 10:33   #6
basti_79
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Das sollte wohl berücksichtigt werden, wenn man von der "Erhöhung des Meeresspiegels" redet.

Im übrigen ist der Effekt nicht besonders groß. Überschlagen kannst du das so Rechnen: Volumen ist Grundfläche mal Höhe. Das nötige Volumen, um den Meeresspiegel beispielsweise 10 m steigen zu lassen, ist also ganz sicher größer als (Fläche des heutigen Meeres * 10 m), und ganz sicher kleiner als (Fläche des 10m höheren Meeres * 10 m). Es kommt also darauf an, wie sich die Flächen unterscheiden, und das dürfte grob über den Daumen gepeilt weniger als 1% sein.

Ich werd ein voriges Posting, das hier völlig offtopic ist, in einen neuen Thread verschieben.
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Alt 08.04.2008, 21:40   #7
lars willen
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@basti 79. ich hatte mal gelesen das bei der Besiedelung australiens durch die aborighinis der Meeresspiegel satte 250meter unter null lag.

was bei der tabelle ein eindeutiges tieferen grünen strich in der zeit 160.000 bis 89.000 jahren vor heute bedeutet

aber.lass mich mal raten.ich liege falsch
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Alt 09.04.2008, 01:34   #8
basti_79
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Hm, also das Datum der Landnahme Australiens ist leider nicht sehr exakt bekannt, aber vor 40.000-60.000 Jahren ist wohl die gängige Meinung. Damals lag der Meeresspiegel wohl um ca. 100 m niedriger. Es gab keine Landbrücke zwischen Australien und Asien (wohl aber eine zwischen Neuguinea und Australien - was auch schonmal ein Stück ist), aber die Anforderungen an die Schiffahrt wären bedeutend geringer als sie es heute sind.
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Alt 15.04.2008, 14:34   #9
Dragonhoard
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Wie aus der Grafik von Basti zu sehen ist es ja gar nicht allzu lange her, dass der Meeresspiegel fast 120 m unter dem heutigen Niveau lag, und das betraf die ganze Welt, nicht nur Europa. Wenn man bedenkt, dass die ältesten Funde von Humanoiden in Europa ca. 800.000 alt sind (Homo Antecessor, Atapuerca, Spanien) so kann man sich leicht vorstellen durch wie viele völlig unterschiedliche Landschaften unsere Vorfahren im Laufe ihrer Entwicklung schon gelatscht sind. Auch die Nordsee war ja mal eine wunderbar weite Graslandschaft, und die haben unsere direkten Vorfahren noch gekannt.

Die Grafik zeigt auch, dass der Meeresspiegel in den letzten 70.000 Jahren etwa 50 m tiefer lag als heute, wenn davon ausgeht, dass die Menschen schon immer gerne den Meerblick vom Wohnzimmer aus hatten, dann könnten wir alte Funde am ehesten im Wasser bis in eine Tiefe von 50 m machen.
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Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 15.04.2008, 19:48   #10
lars willen
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@basti79.hab ich mir schon gedacht,das mit dem 250m niedriger kam mir nie so ganz geheuer vor

@dragonhoard. mir kam mal so der gedanke das homo antecessor ,homo erectus und Homo heidelbergensis,neandertaler meistens als gut genährte muskelmänner dagestellt werden,sollte man nicht annehmen das die jungs damals eher dünne leichtgewichte waren,mit kein gramm fett und keinen muskeln?

und in den letzten 70tausend jahren war die temperatur auch -10° niedriger,da sollte man wohl nur +40°nord und -40° südliche breite vom äquator suchen

@lukas the brain.ich hab mal gelesen das sich welche gedanken gemacht haben, soweit ich noch weiss würde die taiga auftauen,und dann würden die Taiga und die Tundra sich mit wasser vollsaugen (aus irgendeinen grund konnte man kanada vernachlässigen),die russische
Taiga und die Tundra würden eine enorme menge wasser aufnehmen.dies hat übrigens schon begonnen.
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