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Außergewöhnliche Funde Die Piri Reis Karten, die Maschine von Antikythera oder die Goldflieger aus Südamerika - letzte Zeugen einer uralten Hochzivilisation?

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Alt 05.09.2008, 17:38   #11
Ishmael13
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Die Babylonier haben das Rad mit 8 Speichen erfunden . Die Verwendung von 8 Speichen statt 4 Speichen vervierfacht die Stabilität des Rades ,statt sie zu verdoppeln . Die Einteilung der Rades in 8 Abschnitte haben die Babylonier auch auf die Astronomie angewendet , wodurch sich ein Kreis mit 360 Grad ergab , mit jeweils 8 mal 45 Grad . Durch die Babylonier wurde auch die Zeit dann in zweimal 12 Stunden eingeteilt , 12 Stunden für den Tag , 12 Stunden für die Nacht , weil sich die 360 durch 12 teilen lässt , was dann als Aufteilung für die 12 Stunden Kerzen diente die der Vorläufer der Uhren waren .
Darum heißt es das die Babylonier das Rad erfunden haben.
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Alt 08.09.2008, 16:13   #12
Calligula
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Das Rad war eigentlich eine blöde Erfindung. Schließlich sind Füße und Beine ein viel geeigneteres Fortbewegungsmittel wenn es durchs Gelände geht. Die Planierung von Wegen, der Straßenbau, dass war der Durchbruch und erforderte eine gute strategische Planung
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Alt 08.09.2008, 18:19   #13
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Calligula Beitrag anzeigen
Das Rad war eigentlich eine blöde Erfindung.
So blöd auch wieder nicht, wenn man in ebenen Steppen oder anderem glattem Gelände operiert. Die Streitwagen waren eben flinker als die Fußtruppen, die ja noch gut 30 kg Waffen mitschleppen mußten.

Die Kombination "einer lenkt - einer schießt" hatte auch etwas für sich.

In Europa haben diese Waffensysteme daher auch kaum eine Rolle gespielt. Das Schlachtroß war im Gelände günstiger, der Troß verwendete selbstverständlich schwere Leiterwagen.
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Alt 20.05.2013, 19:12   #14
Jonas
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Soweit ich weiss bezog sich Gerald Görmer auf die Analyse von Felszeichnungen in Skandinavien.

In Seekirch am Federsee wurden ebenfalls Teile von Rädern aus der Steinzeit gefunden, sie können aber wohl nur ungenau datiert werden. (5400-2400 v. Chr.)
Eine wichtige Vorstufe des Wagens soll der Pflug gewesen zu sein, der auch in Nordeuropa recht früh auftrat und immerhin schon ein Joch für Zugtiere vorraussetzt.
Dazu passend gibt es auch recht frühe Rinderwagen-Bestattungen in Jütland die sehr gut zu den Wagengrab-Bestattungen in der Maykop-Kultur passen.
Meiner Meinung nach würde die Erfindung eines rollenden Rades
(Vollrad also noch speichenlos) gut zu einer Megalithkultur passen.
Die Dinger wiegen ja einiges, da wäre ein Rad sicher brauchbar.

Hier ein Zeitungsbericht von 2003l

Das angeblich älteste Rad der Welt haben Archäologen in der Nähe von Sloweniens Hauptstadt Ljubeljana entdeckt.
Das Holzrad werde von internationalen Experten auf ein Alter von 5.100 bis 5.350 Jahren (ca. 3200 v. Chr.) geschätzt, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Das im April vergangenen Jahres (2002) gefundene Rad sei damit etwa ein Jahrhundert älter als die bisherigen Rekordhalter aus Österreich und Süddeutschland. Das fünf Zentimeter dicke, aus Eschen- und Eichenholz gebaute Rad wurde zusammen mit einer 1,20 Meter langen Achse gefunden. Es hat einen Durchmesser von 70 Zentimetern. Nach Angaben slowenischer Wissenschaftler ist das bei Ljubeljana gefundene Rad weiter entwickelt als die jüngeren Äquivalente aus Süddeutschland.




Interessant dazu: “Kreisförmige Vorrichtung zur Erleichterung des Transports“, so meldete der Anwalt John Keogh im Jahr 2001 (!) "seine Erfindung" beim Patentamt in Australien an. Es handelte sich um ein gewöhnliches Rad. John Keogh hob sein Patent 2003 wieder auf. Er hatte die Beamten im Patentamt ganz schön blamiert, die eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit für eine Neuheit gehalten hatten.
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Alt 22.07.2013, 20:41   #15
Der Phoenizier
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Dazu erwähne ich noch den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Auch die alten Inka in Peru kannten das Rad und betrachteten es mehr als Kinderspielzeug. Sie stellten Räder in Skulpturen dar, obwohl sie die Räder praktisch nie benutzten. Dahinter sehe ich den Unterschied zwischen Bergland und Ebene. Im Bergland der Anden bietet das Rad weniger Nutzen. Dagegen lebten die Sumerer in einer flachen Tonebene. Somit vermute ich, dass die Sumerer räderne Karren als erste zum Transport nutzten.
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Alt 22.07.2013, 21:11   #16
Jonas
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Zitat:
Zitat von Der Phoenizier Beitrag anzeigen
Dazu erwähne ich noch den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. .... Im Bergland der Anden bietet das Rad weniger Nutzen. Dagegen lebten die Sumerer in einer flachen Tonebene. Somit vermute ich, dass die Sumerer räderne Karren als erste zum Transport nutzten.
Ja bei den derart steilen Pfaden der Anden und so wie sie gebaut wurden, dürfte das auch ein Problem sein da mit Rädern raufzukommen, sie benutzten ja heute noch die Füsse oder Reittiere. Aber ich denke mir wenn sie ein Rad hatten, werden sie dafür auch eine Verwendung gehabt haben, z.b. in einem Flaschenzug oder vielleicht nur innerhalb eines Dorfes oder was auch immer. Wir sind wohl noch nicht dahinter gekommen.

Aber die Sumer scheiden mehr und mehr als Erfinder des Rades aus. Inzwischen sind wohl auch die meissten Wissenschaftler der Meinung dass das Scheibenrad tatsächlich in Nordeuropa entstanden ist. Das Speichenrad (zumindestens das mit 4 Speichen) ist wohl in der Sintasha-Kultur entstanden, genauso wie der Streitwagen. Die frühesten Wagengräber im Kaukasus und in Bulgarien entsprechen jedoch eher dem Nordeuropäischem Typ.
Und dann gings von Sintasha aus auf dem gleichen Weg mit dem weiterentwickeltem Speichenrad samt Pferd zurück nach Nordeuropa.
Also könnte man das auch als "Teamarbeit" ansehen.
Diesem Typ entspricht auch die erste Darstellung in der Sumer-Kultur. Offenbar benutzte man den Wagen erstmal als Truppentransporter in der Schlacht.

Der Streitwagen kam erst sehr viel später. Und er kam auch nicht so bald nach Europa, weil hier niemand für derartige Gefährte Verwendung hatte.
Der Streitwagen ist für offene Feldschlachten geeignet, aber derartige Schlachten führten erst Griechen und Römer und natürlich der Orient.
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Alt 23.11.2013, 10:11   #17
Hank
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Moin Jonas,

also, was ich da gerade gelesen habe von diesem Schweizer, da kann ich eigentlich nur lächeln.
Und sollten die schweizer Behörden wirklich so dämlich gewesen sein, und ihm auf die Erfindung des Rades ein Patent zu erteilen, muss ich mich fragen, in wie weit diese Beamten zurechnungsfähig sind.

mfg

Hank
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Alt 23.11.2013, 12:33   #18
Der Phoenizier
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Hier möchte ich nochmals differenzieren. Da braucht einer nur von einem runden Baumstamm eine Scheibe abzusägen und schon hat er einen Gegenstand, der der einem Rad sehr ähnlich sieht. Wenn das eine "Erfindung" sein soll, sann gab es das sicherlich mehrfach. Es reicht schon aus, wenn einer den Stamm zu Brennholz zersägt, um zu lernen, dass man den runden Gegenstand leichter rollen kann.

Wirklich anspruchsvoll war die Erfindung der Achse. Das führte zur Konstruktion des Wagens, und das war der eigentliche Durchbruch. Zu Zwecken von Transport und Fortbewegung hatten die Menschen jetzt Möglichkeiten, die sie früher nicht hatten. Also sollte ein brauchbarer Wagen den Ausschlag geben. Ein einzelnes Rad genügt nicht. Zumindest sollte die Achse gefunden werden, um draus Schlussfolgerungen zu ziehen.
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Alt 23.11.2013, 13:29   #19
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Der Phoenizier Beitrag anzeigen
Hier möchte ich nochmals differenzieren. Da braucht einer nur von einem runden Baumstamm eine Scheibe abzusägen und schon hat er einen Gegenstand, der der einem Rad sehr ähnlich sieht. Wenn das eine "Erfindung" sein soll, sann gab es das sicherlich mehrfach. Es reicht schon aus, wenn einer den Stamm zu Brennholz zersägt, um zu lernen, dass man den runden Gegenstand leichter rollen kann.
Warum so kompliziert?

Baumstämme als Rollen wurden auf allen Baustellen der Antike eingesetzt.

Nur mit dem Sägen war es nicht so einfach. Die Wikinger haben ihre Planken immer noch mit dem Beil geschnitzt, nicht gesägt.
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Alt 23.11.2013, 14:05   #20
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Nur mit dem Sägen war es nicht so einfach. Die Wikinger haben ihre Planken immer noch mit dem Beil geschnitzt, nicht gesägt.
Da könntest du recht haben. Dann sollte die Erfindung der Säge hinterfragt werden. Ein Volk, das Baumstämme zersägen kann, kommt leichter auf die Idee, zwei dieser Scheiben mit einer Achse zu verbinden.
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