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Drogen & Psychedelika Spiritualität fördern, das Bewusstsein erweitern, heilende Kräfte besitzen, in Abhängigkeit und Elend führen... Drogen haben viele Gesichter. Gibt es Zusammenhänge zwischen der heiligen Droge unserer Ahnen und dem Stoff, aus dem heutige Partyträume sind?

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Alt 08.07.2006, 16:20   #11
harry
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was genau macht denn kiffen so schlechtes im gehirn?
@smoke: google einfach mal danach, dann weist du´s

Oder beobachte dich selber, könnte auch helfen (Gilt nur wenn du Vielkiffer bist)
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Alt 08.07.2006, 16:48   #12
Acolina
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Also ich meditier seit gut 'nem Vierteljahrhundert (haaa...das klingt, was? ), zeitweise mehrere Stunden am Tag, heute allerdings lange nicht mehr so extrem, aber immer noch täglich. Ich kann mich in recht tiefe Trance versetzen (schwer zu objektivieren wie tief).

Ich hab nun nicht unbedingt grad die Drogenerfahrung, mein Gebrauch heutzutage ist eher sehr sporadisch (selbstverständlich heute keine in D verbotenen :P ), aber der Unterschied ist schon sehr deutlich. Sie gehen je nach dem in der Tat deutlich tiefer (genau da kann aber durchaus auch das Risiko bei schlechter Vorbereitung etc. liegen) ... mag sein, dass man das mit Meditation irgendwann auch erreicht, kann ich nur schwer beurteilen.

Aber es ging ja eigentlich hier ausdrücklich um high ohne - externe - Drogen. Die Drogendiskussion hatten/haben wir ja schon ausreichend an anderer Stelle hier, denk ich... Was verstehst du unter high?

So als recht guten Einstieg kann ich dir Josef Zehentbauer: "Körpereigene Drogen" empfehlen. Bietet einen guten Überblick, was da so alles geht und wie es funktioniert.

P.S. Falls du in das Buch mal reinschnuppern möchtest, schick mir 'ne PN
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 08.07.2006, 19:04   #13
HaraldL
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@Spektral: Wie das geht? Ausgeruht und mit ein paar Cola light intus auf eine wilde Techno- oder ähnliche Party gehen, auf der man genug Platz zum Tanzen hat und auch krassere Einlagen machen kann (und darf).
Und dann versuchen, auf der Party die beste Erscheinung abzugeben und versuchen alle "an die Wand" zu tanzen, möglichst mit Balanciertanz- und sonstigen nicht immer ungefährlichen Einlagen, also Tanzen wie der Henker!

Hat meiner Erfahrung nach keine schädlichen Nebenwirkungen (sofern es einen nicht hinhaut, das unter Umständen extrem unangenehme Folgen haben) und kommt auch bei den Leuten sehr gut an, allerdings werden nicht unbedingt alle Einlagen von den Veranstaltern gern gesehen.
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Alt 08.07.2006, 19:18   #14
Llewellian
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Also... um "high" zu werden, bzw. in nicht gerade alltägliche Geisteszustände überzugehen, muss man etwas machen, um das Gehirn "aus dem Takt" zu bringen.

Das geht auf unglaublich viele Arten, aber immer läuft es auf eines hinaus: Das chemische Gleichgewicht durcheinanderzubringen, was verschiedene Arten des "Highseins" - ob nun positive oder negative Formen - verursachen kann.

Eine Form der "Trance" kommt z.b durch unsere Entwicklungsgeschichte in einer feindlichen Umwelt.

Der Körper (übrigens nicht nur der menschliche) hat aus seiner Evolution noch sogenannte "Schutzmechanismen", um sich selbst in "brenzligen", also lebensgefährdenden Situationen am Laufen zu halten. Um noch Handlungsfähig zu sein und um flüchten zu können....

Dabei wird dann das Schmerzempfinden abgeschaltet, körpereigene Chemikalien ausgeschüttet um alle Leistungs-Reserven klarzumachen, alles überflüssige wird runtergefahren. Dazu noch Glückshormone als Antrieb zum Weitermachen.

Kennen die meisten von euch. Das kann man "natürlicherweise" entweder durch "Schock" oder induzierte Erschöpfung erreichen. Normalerweise gibt es für die Erschöpfung eine bestimmte Barriere, so als reiner Selbstschutz. Allerdings kann man über Training (Marathon, Tanzen, Bergsteigen, etc) erreichen, diese Barriere zu brechen. Wird vorallem beim Militär gemacht, den Soldaten beigebracht, quasi wie ein Pferd im Notfall bis zum Tod zu laufen.

In Lebensgefährlichen Situationen hingegen wird die Barriere von selbst fallen gelassen, auch ohne Training.

Man hört auf zu denken, macht einfach nur noch....

Adrenalin z.b ist da immer im Spiel. Und das ist eine der mächtigsten Substanzen die unser Körper neben den körpereigenen Opiaten hat.

Natürlich kann das ganze noch von aussen "natürlich" unterstützt werden. Reizüberflutung (Disko: Lichtblitze, Mehr Schall als gut ist, Hitze, etc.) wäre da noch ein Stichwort....



Eine andere Form der Trance ist dann Meditation oder Hypnose. Hier wird dann das Hirn auch aus seinem "natürlichen" Takt gebracht (sieht man schön auf Hirnstrom-Musterkarten). Ist aber ein bischen schwieriger und erfordert schon sehr viel Übung.

Man kann sich übrigens auch in Gruppen - da geht es leichter - in einen kollektiven Zustand (egal welcher) reinbringen. Beispiel Konzert, Fussballstadion oder Frontlinie im Krieg. Da kann man leicht in eine Art "Massenrausch" fallen. Geht auch im Kleinen Kreis auf einer Party, wo man eine halbe Stunde mit 10 Menschen lacht bis alles weh tut und hinterher kann keiner sagen, was eigentlich so witzig war....
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Alt 08.07.2006, 19:36   #15
basti_79
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Zitat:
Original von Spektral
Wie kommen wir hier weiter ?
Ich denke, indem du erklärst, was du eigentlich suchst, und wir dann versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob du das mit Drogen und/oder Meditation und/oder Tanzen bekommen kannst oder eben nicht.

Meines Erachtens sind das unterschiedliche Wege, die zu ähnlichen Zielen führen können. Es kommt echt darauf an, was du willst.

Leute die Drogen ablehnen, begehen denselben Fehler, wie jene, die Tanzen oder Meditation ablehnen. Sie nehmen sich eine Möglichkeit, zu erfahren. Zu versuchen, Drogen durch Meditation und/oder Tanz zu ersetzen, ist ungefähr so sinnvoll, wie Kümmel durch Zimt ersetzen zu wollen.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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Alt 08.07.2006, 20:22   #16
Sachmet
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Zitat:
Original von basti_79
Leute die Drogen ablehnen, begehen denselben Fehler, wie jene, die Tanzen oder Meditation ablehnen. Sie nehmen sich eine Möglichkeit, zu erfahren. Zu versuchen, Drogen durch Meditation und/oder Tanz zu ersetzen, ist ungefähr so sinnvoll, wie Kümmel durch Zimt ersetzen zu wollen.
Kann sein, dass mir durch die Ablehnung von Drogen interessante Erfahrungen entgehen. Aber wenigstens erspar ich mir dadurch Erfahrungen wie Abhängigkeit, geistige Verwirrung, Realitätsverlust und Persönlichkeitsänderungen, die jeder außer mir selbst wahrnimmt.
Eine Fahrt in der Wiener U-Bahn genügt meistens, um sich klarzumachen, wohin Drogenkonsum führen kann. Die entgangenen Erfahrungen nehm ich da liebend gerne in Kauf.
Wenn ich weiß, dass mich Kümmel über kurz oder lang zerstören/verändern wird und mein Leben langfristig beeinflussen kann, dann lass ich die Finger davon. Vor allem, weil ich weiß, dass es noch andere leckere Dinge gibt (Zimt z.B.).
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Alt 08.07.2006, 21:11   #17
Acolina
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Wie bereits gesagt, erst mal sollte Spektral mal konkretisieren, was sie unter "high" versteht bzw. was sie denn - ohne Drogen - erfahren möchte.

Was nun die Erfahrungen mit Drogen angeht, macht die Diskussion hier im großen Kreis, wie man sieht, wenig Sinn. Das sollten wir dann besser nur im Kreise ernsthaft Interessierter tun. Wenn da solches Interesse besteht, möge man sich bei mir melden.
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Alt 09.07.2006, 01:23   #18
basti_79
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Zitat:
Original von Sachmet
Wenn ich weiß, dass mich Kümmel über kurz oder lang zerstören/verändern wird und mein Leben langfristig beeinflussen kann, dann lass ich die Finger davon. Vor allem, weil ich weiß, dass es noch andere leckere Dinge gibt (Zimt z.B.).
Ja, genau so sollte man das sehen.

Vor allem sollte man nicht Dinge verallgemeinern, die nicht zu verallgemeinern sind.

Klartext: Jeder Versuch, sämtliche Drogen derart über einen Kamm zu scheren zeugt von fehlender Sachkenntnis. z.B. ist Koffein eine Droge, und führt trotzdem nicht zu Elend im U-Bahnhof. Von den Potentiellen Wirkungen mächtigerer Drogen sollten wir nicht sprechen, bevor dieser Teil nicht verstanden ist.

Die Frage bleibt bestehen: was wird überhaupt gesucht?
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Alt 09.07.2006, 03:00   #19
IronColonel
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@ Sachmet

Zitat:
Eine Fahrt in der Wiener U-Bahn genügt meistens, um sich klarzumachen, wohin Drogenkonsum führen kann. Die entgangenen Erfahrungen nehm ich da liebend gerne in Kauf.
Ja Schatz, wenns nicht so traurig wär, könnt man noch viel mehr drüber lachen, wie sich die armen Schweine da geben.

@ Aco
Zitat:
Das sollten wir dann besser nur im Kreise ernsthaft Interessierter tun.
Jo, besser ist das, im stillen Kämmerlein -> soziale Isolation

@ Drogenbasti
Zitat:
Klartext: Jeder Versuch, sämtliche Drogen derart über einen Kamm zu scheren zeugt von fehlender Sachkenntnis.
Was heisst hier Versuch? Wir tun es ja schon
Zitat:
z.B. ist Koffein eine Droge, und führt trotzdem nicht zu Elend im U-Bahnhof. Von den Potentiellen Wirkungen mächtigerer Drogen sollten wir nicht sprechen, bevor dieser Teil nicht verstanden ist.
Koffein ist legal, und deshalb keine Droge.
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Alt 09.07.2006, 03:48   #20
Asujia
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Zitat:
Koffein ist legal, und deshalb keine Droge.
danke, setzen.

ich glaub jetzt werd ich mir auch ne signatur aus eine deiner aussagen machen

@harry:

zitat wikipedia:
Zitat:
Die Folgen des Cannabis- bzw. THC-Konsums auf die Psyche sind vielfältig und abhängig von verschiedenen Faktoren, daher kann keine generelle Aussage getroffen werden, für welchen Personenkreis welche Dosis schädigend wirkt und unter welchen Umständen bereits einmaliger oder seltener Konsum schädigen könnte (wie bei Nikotin und Alkohol auch). Eine Garantie für einen gefahrlosen Konsum kann, wie bei anderen Drogen, nicht gegeben werden, zu vielschichtig sind die Ursachen, die zu einer Abhängigkeit oder anderen unerwünschten Auswirkungen führen.
Zitat:
Trotz des Nachweises von psychischer Abhängigkeit bei 2% der Dauerkonsumenten ist THC (TetraHydroCannabinol), der psychoaktive Hauptbestandteil von Cannabis, nicht im eigentlichen Sinne giftig und löst keine körperliche Sucht aus.
Zitat:
Durch die Erkenntnisse der Kleiber-Studie wurde die Jahrzehnte lang geltende Einstiegsdrogentheorie widerlegt, denn die Entstehung einer Abhängigkeit vom Typ Cannabis steht in keinem erkennbaren Zusammenhang mit Dauer, Häufigkeit und Menge des Konsums. Auch bei langjährigen Konsumenten mit starkem, täglichem Konsum ist ein problemloses Absetzen der Droge möglich, sofern Bereitschaft dazu besteht.
sorry aco, dieser post war auch schon das letzte was ich zum thema drogen in diesem thread gesagt habe

@dakami:

Zitat:
Sagt wer?
hab damit auch nur die gemeint, die gesagt haben dass sie noch nie eine drogenerfahrung hatten aber wissen dass drogen böse sind

Zitat:
ahja. Mit mir auch? Igitt
ja, besonders mit dir
nein, mal im ernst: mir war in diesem moment einfach total bewusst dass alle menschen im grunde gleich sind und nur versuchen, ihr kleines unwichtiges aber doch wichtiges leben so gut wie möglich zu gestalten, und fühlte mich einfach mit ihnen allen verbunden.

@sachmet:
Zitat:
Eine Fahrt in der Wiener U-Bahn genügt meistens, um sich klarzumachen, wohin Drogenkonsum führen kann. Die entgangenen Erfahrungen nehm ich da liebend gerne in Kauf.
was genau ist für dich drogenkonsum? oder glaubst du das der konsum jeglichen illegalen stoffes zwangsläufig dazu führt dass man so aussieht wie ein sandler in der u-bahn? viele schaffen das auch mit alkohol, ganz zu schweigen von den beispielen in die andere richtung.
(übrigens: du kannst von mir aus auch gerne darauf verzichten, mach das was dich glücklich macht ohne andere zu verletzen, das reicht mir völlig, aber
verurteile nicht andere für etwas von dem du keine ahnung hast)
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anar kaluvar tielyanna!
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