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Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit Haben gewaltige Katastrophen das Gesicht unserer Welt verändert? Gab es Sintfluten und Weltenbrände? Wurden durch Meteoriteneinschläge ganze Zivilisationen vernichtet?

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Alt 30.07.2006, 18:32   #11
bender
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Zitat:
Original von Llewellian
Wenn Atlantis so einen hohen "Bekanntheitsgrad" hatte und in solch einer riesigen Katastrophe unterging, warum gibt es keine genaueren Beschreibungen...

Ich mein, hier ist Herkulaneum und Pompeii ein tolles Beispiel dafür. Die Aufzeichnungen aus dem Altertum sind voll davon. 1) Mit Beschreibungen zu den beiden Städten, dem Ort.... und 2) zig hundert verschiedene Quellen aus vielen verschiedenen Ländern rund um das Mittelmeer über die Katastrophe incl. einigermassen genauer Angabe des Kalenderdatums...

Die Menschen haben ALLES aufgeschrieben in der ein oder anderen Form, schon in der Frühzeit. Bis hin zu genauen Handelslisten konnte man alles finden, heute kann man schon beinahe sagen, was der Pharao X oder der Babylonische Herrscher Y am Tag Z zum Frühstück hatten.... jeden noch so kleinen Eselsverkauf incl. Namen der Beteilligten und wo und wann findet man auf hunderten Keilschrifttafeln, bzw. Lehm/Wachstafeln der Ägypter, oder die Lehmhandelsteine der Eisenzeit mit Siegeldruck... sogar Überregionaler Handel ist dort verzeichnet...

Aber ausser Platos Angabe über Atlantis hat man noch keine Handelsangaben oder Reisebeschreibungen etc gefunden.... nichts. Nicht bei den Griechen, nicht bei den Römern, ja bis hin zur Eisenzeit rund ums Mittelmeer findet sich nicht das kleinste Bischen....
Atlantis ist eine Erfindung Platons. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Zitat:
Original von Llewellian
Ich mein, man kann heutezutage über die Aufzeichnungen von Händlern sogar nachweisen wie das Ägyptische Wirtschaftssystem beinahe zusammengebrochen wäre als die Königin von Saba auf Reisen dorthin war und deren Dienerschaft nicht wusste was "feilschen" ist und sie einfach achselzuckend jeden beliebigen Preis in echtem Gold bezahlten...
Du verwechselst die Königen von Saba mit dem König von Mali, Mansa Musa, der auf seiner Pilgerfahrt nach Mekka die ägyptische Wirtschaft zum Zusammenbruch brachte.

Zum eigentlichen Thema: Erdteile (Kontinente) können nicht untergehen. Das heißt, nicht so plötzlich, dass es den Menschen betreffen würde (ein Tag). Eher würde es Jahrzehntausende oder Jahrmillionen dauern.
bender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.07.2006, 19:52   #12
Llewellian
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Stimmt, das mit Saba war die Weihrauchhandelskrise. Hab ich durcheinandergewürfelt.

Zusatzeinwurf:

Kontinente schwimmen auf dem flüssigen Erdinneren wie Eiswürfel auf Wasser. Wenn ein Kontinent komplett versinken sollte, muss das flüssige Magma woanders hin (genauso wie der Wasserspiegel steigt, wenn man Eiswürfel untertaucht....

1) Würden die Erdmassen wieder hochkommen (unterschiedliche Dichte)
2) Müsste das Magma irgendwo hin. Wenn ein Kontinent an Stelle A untergeht, muss irgendwo bei B alles wieder hoch. Und wir sprechen da von Volumina in Kontinentalen Ausmassen.
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2006, 18:36   #13
lars willen
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ich fühle mich irgendwie verantwortlich für diesen thread,naja grössenwahn is halt mein grösstes problem



ich habe ,glaube ich ,vor unendlich langer zeit(+-10jahre) etwas im TV gesehen,oder gelesen

da war ein mensch der von so etwas sprach,ich meine er hat speziell die "Phillipinische Platte" angesprochen.eine der kleinsten tektonischen platten,sieht aus wie ein würfel und liegt am phillipinischen graben richtung osten im pazifik mit einer kantenlänge von 2000kilometern,und die könnte vor langer zeit (60 millionen jahre) umgedreht sein

ich habe leider keine ahnung wann oder wo ich das aufgeschnappt habe,also kein quelle,oder ob ich mir das nur eingebildet habe
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Alt 01.03.2009, 19:01   #14
querdenkerSZ
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Hi,
stimmt die älteste und bisher einzige Quelle für atlantis ist plato , der die informationen angeblich in Ägypten erfahren hat , leider sind seine Quellen bis heute verschwunden und zu allem Unglück bezwifelen viele heutige forscher das er überhaupt in Ägypten war
http://de.wikipedia.org/wiki/Platon
Ferner behauptet Plato schon von solon etwas über Atlantis gehört zu haben der angeblich selber davon in Ägypten erfuhr und es aufschreiben wollte aber leider wegen seiner Aufgaben als Staatsführer und Gesetztgeber keine Zeit dafür hatte.
komisch weil Solon seine reise nach Ägypten erst nach seiner zeit als archon unternahm
http://de.wikipedia.org/wiki/Solon
Nach Platon soll Atlantis 9600 vor Christus einen Krieg gegen Athen geführt und verloren haben nur gibt es keine beweise das es damals schon eine griechische hochkultur gab geschweige denn ein Athen.
Anschliessend soll Atlantis im Meer versunken sein und die enstehende Flutwelle hat ganz Griechenland verwüstet und alles zerstört und getötet ausser ein paar dummen analphabetischen Bergbauern .
Leider fehlt auch hier jeder Beweis das Griechenland zur angegebenen Zeit eine solche Katastrophe erfuhr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantis
Platons Atlantisstory ist also widersprüchlich und läst sich bis heute nicht beweisen zumal die Geophysik einen Untergegangenen Kontinent im Atlantik ausschliesst .
denkt bitte mal über folgendes nach :
Es war einmal , vor langer Zeit ( 9600 jahre ) in einem fernen Land (ausserhalb der Säulen des Herakles , im Atlantik )......
....kommt das nur mir irgendwie bekannt vor ?
querdenkerSZ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.03.2009, 18:43   #15
querdenkerSZ
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Beiträge: 848
Standard Platon und Atlantis

Hi,
sehen wir doch mal die Fakten :
1. Platon war Philosoph und nicht Historiker
2. Platon gibt 2 Quellen an , seine Reise nach Ägypten , die es wahrscheinlich
nicht gab und Solon der die Geschichte schreiben wollte aber wegen seiner
Tätigkeit als Staatschef und Gesetztgeber nicht schreiben konnte ,
nachweislich falsch , da er erst nach dieser Zeit in Ägypten war.
3. Planton beschreibt Atlantis als Insel im Atlantik , kein Kontinent also nicht
Amerika und eine Insel dieser Grösse kann nicht dort verschwunden sein.
( darum gibt es ja diese vielen Atlantistheorien , Amerika, Helgoland ,
Sahara , Antarktis usw.)
4. Er beschreibt Atlantis als Seemacht mit künstlichem Hafen , so etwas
gab es ja zu seiner Zeit auch , siehe Kartago
5. Er beschreibt Athen als Großmacht die eine Krieg gegen Atlantis führt und
gewinnt ( 10.000 v. Chr. dafür gibt es Null Beweise , das war in der
Steinzeit )
6. Der Untergang Atlantis führt zu einer Flutwelle die Athen und alle anderen
Hochkulturen zerstört ausser Ägypten !!! Schon erstaunlich ,denkt mal wo
die Aropolis liegt , die wird ausradiert von einem Tsunami der aus dem
Atlantik kommt aber den Ägyptern , die viel flacher liegen , passiert nix.
Leider hinterliess der Tsunami keine Spuren was unmöglich ist.
Trümmer der vernichteten Zivilisationen keine , dafür aber Reste von
Steinzeit Zivilisationen wie sie unserer "Schulgeschichte " entsprechen.
7. Atlantis soll die Welt beherrscht haben und mit allen anderen Handel
getrieben bzw. Tribute einegtrieben haben .
Das erfordert aber eine gemeinsamme Verkehrssprache bzw. Schrift.
Sprachen und Schriften entwickeln sich klar aber Verwandschaften
lassen sich erkennen . Die Russen benutzen das Kyrillische Alaphabet ,
das entwickelte sich aus dem Griechischen. Westeuropa wurde von Rom
aus missioniert und benutzen das Lateinische Alhabet und brachten dies
nach Amerika , Australien und Afrika ausser Norafrika wo das Arabische
verwendet wird. Die Chinesen haben dutzende verschiedene Dialekte ,
die teilweise so verschieden sind , das einer den anderen nicht versteht
aber alle benutzen die gleichen Wortzeichen und können sich so
schriftlich verständigen , den japanischen Schriftzeichen sehen wir an
das sie aus den Chinesischen entwickelt wurden usw.
Immer hat der "Kulturbringer " seine Schrift und Sprache mitgebracht .
Eine solche Ursprache bzw. Urschrift müste nacheweisbar sein.
Platon erklärt das mit dem erwähnten Tsunami den ja angeblich nur
analphabetische Bergbauern überlebten ,
Das erklärt eine verlorene Schrift aber keine Sprache ausserdem wurde
Ägypthe ja , wunderbarer Weise verschont.
Alle möglichen frühen Hochkulturen , Griechenland , Ägypten , Mayas ,
Inkas , Sumerer , die Induskulturen usw. sollen von Atlantis kolonialisiert
worden bzw. sogar von Überlebenden geründet worden sein und trotz-
dem haben sie keine gemeinsamme Ursprache oder Schrift .
querdenkerSZ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2009, 12:47   #16
Y-Adam
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Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
Nun ja, bei gewissen "geologischen" Verschiebungen kann schon mal der eine oder andere Teil des Festlandes verschwinden....

Beispiel 3:

Der Untergang von Sodom und Ghomorra

Die beiden Städte wurden noch nicht genau lokalisiert, aber wenn sie am Toten Meer lagen (was auch die Bibel so angibt), dann ist es äusserst wahrscheinlich, das sie bei einem Grossbeben nicht nur zerstört wurden, sondern auch gleich versunken sind. Und hier stimmt sogar der Bibeltext mit dem Feuer und allem, wenn man dem Geologen Graham Harris folgt.

Denn erstens verflüssigt sich der Boden bei einem Beben (ganz besonders aber am Toten Meer) und zweitens ist der gesamte Boden dort mit Methan und Flüssigbitumen getränkt (der Bitumen wird dort bis heute - seit etwa 5000 Jahren abgebaut) - ein wahrer Flammencocktail. Und man findet auch in etwa 3-5000 Jahre alten Schichten senkrechte Verschiebungen um bis zu 7 m. Kein Wunder, das Jordantal incl. Totem Meer ist Teil des grossen Afrikanischen Grabenbruchs.

Und ja, es währe, frägt man Geologen - durchaus möglich, das ein ganzer Kontinent einfach "zerreisst" und sich umlagert - das Indonesienbeben hat es bewiesen, als über 5000km dort eine Spalte aufriss. DAS allerdings ist eine so grosse Katastrophe, das man es überall nachlesen kann, ob in den Gesteinschichten oder Ablagerungen...wenn es dann noch Leute gäbe die es lesen könnten.
Es gibt noch weitere Beispiele für den "Untergang" größerer Landmassen, die katastrophisch erfolgten, ausgelöst durch Erdbeben/Seebeben und oder durch Dammbrüche (Bruch eines Isthmus, etwa hervorgerufen durch einen Tsunami). Mir fallen da auf die Schnelle ein paar zwar nicht restlos bewiesene, von der Mehrheit der Fachwelt aber anerkannte Katastrophen ein:

Dammbruch des Isthmus zwischen Nordafrika und der Iberischen Halbinsel --> Bildung der Straße von Gibraltar und Flutung des Mittelmeers vor 5,5 Mio. Jahren

Flutung des Schwarzen Meers durch die plötzliche Öffnung des Isthmus zwischen dem Marmarameer und dem Schwarzen Meer --> Bildung des Bosporus vor ca. 7'500 Jahren ("Schwarzmeerhypothese")

Flutung des südspanischen Guadalquivir-Beckens ca. 600 BC, ausgelöst durch ein mutmaßliches Seebeben und einen Tsunami --> Überflutung des südiberischen Tartessos mit anschließender Versumpfung. (Manche halten Tartessos ja für Platons Atlantis, was aber abwegig ist, da es zu Solons Lebzeiten passiert sein musste.)

Möglicherweise Dammbruch eines Isthmus, der zum Durchbruch der Straße von Hormuz zwischen Oman und Südiran führte - auf omanischer Seite erkennt man noch die Landzunge zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf. Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit vor 20'000 bis 18'000 Jahren gab es noch keinen Persischen Golf. Mutmaßlich gab es eine schmale, gebirgige Verbindung zwischen Oman und Südiran, die den Golf von Oman von dem südmesopotamischen Tiefland trennte mit einem Canyon, durch den der Eurphrat/Tigris in den damals viel kleineren Golf von Oman mündete. Erst später, möglicherweise in der zwischeneiszeitlichen warmen Boelling Oscillation, in der der Meeresspiegel sehr schnell anstieg, könnte sich, verbunden mit nem Tsunami, dieser Canyon katastrophisch erweitert haben zur heutigen Straße von Hormuz und Südmesopotamien überflutet und den südlichen Teil des Persischen Golfs gebildet haben.

Manchmal gibt es ruckweise einen größeren Meeresspiegelanstieg, wenn sich eine gigantische Gletschermasse ins Weltmeer ergießt. Dies dürfte vor 12'800 Jahren der Fall gewesen sein, als ein Meteorit in einen der nordamerikanischen Schmelzeisseen niederging, Lake Ojibway und Lake Agassiz überflutete, den Damm zwischen Lake Agassiz und der Hudson Bay sprengte und die Hudson Bay überflutete, die damals noch ein Binnenmeer war und dort zu einem Dammbruch zwischen der Hudson Bay und dem Polarmeer führte. Insgesamt sollen sich, auch durch Absprengung eines Teils des Laurentinischen Eisschilds, in kürzester Zeit >1,5 Millionen Kubikkilometer Süßwasser (Schmelzwasser) ins Weltmeer ergossen und damit zu einem abrupten Meeresspiegelanstieg und ganz nebenbei durch vim Impakt ausgelöste Flächenbrände zur Vernichtung der Clovis-Kultur geführt haben

Solche plötzlichen Anstiege des Meeresspiegels, die wohl teilweise auch mit Seebeben und Tsunamis einhergingen, weil sich doch beträchtliche Gewichte verlagerten, könnten weite Landstriche - und hier spreche ich in Größenordnungen von Hunderttausenden von Quadratkilometern - abrupt überflutet haben und anschließend nicht mehr zum Wiederauftauchen der überfluteten Landmassen, weil sich ja das gesamte Weltmeer vergößert bzw. erhöht hatte. Gerade beim heutigen Golf von Bengalen vor Bangladesh und Myanmar fällt das Küstenland und der Meeresboden extrem flach ab, und zwar um weniger als 1 Meter Höhenunterschied über eine Distanz von 300 Kilometern! (Es gibt keine Region der Welt, die so topfeben ist wie dieser Küstenbereich - selbst die Höhenunterschiede in Mesopotamien zwiscehn Nord- und Südirak haben ein stärkeres Gefälle; auch die sehr flache Nordsee und Ostsee und die Küstenebenen sind "steiler".) Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dort in prähistorischer Zeit auch eine ganze Kultur wortwörtlich ertrunken sein könnte. Nur diese letzte Teil ist reine Spekulation.

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Alt 07.03.2009, 16:49   #17
Analogie
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Hallo querdenker,

ich möchte gerne zu drei Punkten deiner "Fakten" genannten Liste kurz etwas tippseln.

Zitat:
Zitat von querdenkerSZ Beitrag anzeigen
2. Platon gibt 2 Quellen an , seine Reise nach Ägypten , die es wahrscheinlich
nicht gab und Solon der die Geschichte schreiben wollte aber wegen seiner
Tätigkeit als Staatschef und Gesetztgeber nicht schreiben konnte ,
nachweislich falsch , da er erst nach dieser Zeit in Ägypten war.
Weißt du noch, woher du diese Informationen hast? In den Dialoagen wird von Platon zwar auf Solon verwiesen. Aber dass Platon wegen der Atlantisgeschichte selber in Ägypten gewesen sei, passt meiner Ansicht nach nicht recht zu Platon und ich finde es auch nicht. Magst du mir verraten, wo du es her hast?

Zitat:
Zitat von querdenkerSZ Beitrag anzeigen
6. Der Untergang Atlantis führt zu einer Flutwelle die Athen und alle anderen
Hochkulturen zerstört ausser Ägypten !!! Schon erstaunlich ,denkt mal wo
die Aropolis liegt , die wird ausradiert von einem Tsunami der aus dem
Atlantik kommt aber den Ägyptern , die viel flacher liegen , passiert nix.
Oh, warte, es gab laut Platons Timaios eine Zeit mit "Erdbeben und Überschwemmungen" (Plural). "Und da versank während eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht das ganze streitbare Geschlecht bei euch scharenweise unter die Erde; und ebenso verschwand die Insel Atlantis, indem sie im Meere unterging."

Siehst du dort was von einer Flutwelle als Folge des Untergangs oder überhaupt von einer solchen? Der Priester erklärt dem Solon des Textes übrigens, warum Ägypten von den wiederkehrenden Vernichtungen durch Feuer und Wasser nicht betroffen sei. Die Fluten, die ich genant fand, kommen in Platons Dialogen außerhalb Ägyptens übrigens ausdrücklich von oben herab. Im Kritias heißt es beispielsweise über Athen und das Gebiet der dortigen Akropolis: "... hat nämlich eine einzige Nacht mit einem großen Regen die Erde ringsum weggeschwemmt und den Hügel kahl gemacht, indem es verschiedene Erdstöße und zugleich jene (!) schreckliche Wasserflut gab, die vor der Deukalischen die dritte war."

Entstehen die von dir erwähnten Flutwellen also stets nur in den Köpfen der Atlantisforscher? Vielleicht weil wir wissen, dass sie Begleiterscheinung von Erd- oder Seebeben sein können und weil sie dem Untergang einer so großen Insel folgen müssten? Sie drängen sich uns förmlich auf, aber im Text kann ich sie nicht finden. Kannst du oder jemand anders mir helfen?

Was veranlasst die Forscher eigentlich, das Versinken der Griechen/Athens nicht wörtlich zu nehmen, den Untergang Atlantis', welches ja "ebenso" wie das streitbare Geschlecht der ollen Griechen vernichtet worden sein soll, hingegen schon?

Zitat:
Zitat von querdenkerSZ Beitrag anzeigen
7. Atlantis soll die Welt beherrscht haben und mit allen anderen Handel
getrieben bzw. Tribute einegtrieben haben .
Der Einflussbereich Atlantis' ist zwar groß, aber er ist begrenzt. Diese Grenzen sind ziemlichklar beschrieben, wie dein "soll die Welt beherrscht haben" zuträfe, kann ich nicht erkennen.

lg
Ana
Analogie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2009, 21:04   #18
Y-Adam
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Zitat:
Zitat von Analogie Beitrag anzeigen
Entstehen die von dir erwähnten Flutwellen also stets nur in den Köpfen der Atlantisforscher? Vielleicht weil wir wissen, dass sie Begleiterscheinung von Erd- oder Seebeben sein können und weil sie dem Untergang einer so großen Insel folgen müssten? Sie drängen sich uns förmlich auf, aber im Text kann ich sie nicht finden.
Ich kann sie auch nicht im Text finden. Ich denke mal, die Atlantis-Rezeption bei den sich so nennenden Atlantisforschern hat längst ein Eigenleben entwickelt, eine Eigendynamik, die nicht mehr zurückzuschrauben ist. Jeder hat Platons beide kleinen Texte überflogen, hastig, glaubt alles zu wissen, und diskutiert fortan nur noch mit anderen Atlantis-Interessierten (Befürwortern, also Glaubenden) und Gegnern (Skeptikern) ohne neuerlichen Rekurs auf den Grundtext, so dass einige "Erkenntnisse" inzwischen wohl schon zur nicht mehr näher diskutierbaren Grundvoraussetzung und zum Standardrepertoire geworden sind; hierzu zählt eben auch die Überflutung durch einen Tsunami und das Absinken der Insel, egal wie groß, in toto.
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Alt 07.03.2009, 21:59   #19
Frank D
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Registriert seit: 03.11.2007
Beiträge: 876
Standard

@Y-Adam:
Die These mit dem Kometen und Clovis-Ende ist schon lange vom Tisch, genauer gesagt war sei nie eine, da sie, wie alle "revolutionären" Thesen offenbar durch Unterschlagung wichtiger Daten arbeitet. So z.B., dass es kein einzelnes großes Brandereignis gab, sondern viele über mehrere 100 Jahre. Inkonsistent zu nem Impakt.
Frank D ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2009, 22:50   #20
Y-Adam
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Beiträge: n/a
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Interessanter Aspekt. Glaubwürdiger wär's, wenn du das mal mit etwas Material unterfüttern könntest, denn glauben tu ich grundsätzlich und hier schon gar nicht NIEMANDEM.

Hier mein Material:
http://space.newscientist.com/articl...omet-wipe-out-prehistoric-americans.html
http://www.spacedaily.com/reports/Ne...heory_999.html
http://www.sciencenews.org/articles/20070602/fob1.asp
http://georgehoward.net/Carolina_bay_abstracts.htm
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/628626/
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...599187,00.html

Vielleicht ist es ja älter als deins und ich bin nur nicht auf dem Laufenden, aber das die Impact-These widerlegt oder gar nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden sein soll, das les ich jetzt bei dir zum ersten Mal.

Was mich überzeugt sind 2 Faktoren
- Nanodiamanten, die auf ein Schockereignis schließen lassen
- 900 km lange Schleifspuren auf dem Boden der Hudson Bay. Sicherlich keine Wagenspuren von irgendwelchen Clovis U-Booten. oder von Gestein, weil Gestein nicht so weit waagerecht laufen kann.

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