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Alt 25.04.2005, 22:04   #1
HaraldL
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Standard Sind Global-Scaling Theorien allesamt Humbug?

In der Zeitung "Raum & Zeit" war wiederholt von der "Global Scaling" Theorie zu lesen. In einer Ausgabe dieser Zeitung aus der Mitte der 90er Jahre wurde mit Hilfe der "Global Scaling"-Theorie erklärt, warum sich bei Gewehrkugeln und Gewehren nur bestimmte Kaliber durchgesetzt haben. Sollte dies die "Global Scaling Theorie" erfolgreich vorhersagen können, kann sie dann eigentlich vielleicht auch die Zahlenwerte anderer technischer Normen erklären?
Leider wurde in späteren Ausgaben der Zeitung "Raum & Zeit" nur sehr esoterische Beispiele behandelt, denen ich keinen Wert beimesse. Aber eine Theorie, welche die verwendeten Gewehrkugelkaliber erfolgreich erklären kann, sollte nicht per se als "Humbug" abgetan werden!
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Alt 25.04.2005, 22:37   #2
da kami
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Standard RE: Sind Global-Scaling Theorien allesamt Humbug?

Wär halt jetzt klasse wenn man auch diesen Artikel dazu lesen könnte...magst net mal noch googeln?*g
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Alt 25.04.2005, 23:19   #3
Llewellian
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Nun, Global Scaling lässt sich in bestimmten Bereichen recht einfach erklären:

Viele Entwicklungen hängen tatsächlich von Konstanten und physikalischen Gegebenheiten ab.

Unter anderem bei der frühen Waffenentwicklung auch von den Materialgegebenheiten der Waffe.

Es gibt bestimmte Verhältnisse, die einfach "optimal" sind. Das findet sich auch in der Natur.

Zum Bleistift die Bienen: Sechskant Wabenmuster einer ganz bestimmten Grösse sind einfach optimal im Verhältniss Oberfläche/ Materialverbrauch/ Raumnutzung.

Seifenblasen: Hier kuckte man sich das "Scaling" beim Bau des Daches des Münchner Olympiastadiums ab. Egal was man für eine Verrückte Kantengeometrie wählt, Seifenblasen bilden darin immer Oberflächen mit der minimalsten Spannung, der grössten Festigkeit und dem kleinsten Materialverbrauch. Ganz automatisch.

Das selbe gilt auch bei Waffen:

Es gibt ein Optimum auf der rechnerischen Verlaufslinie zwischen verwendetem Material, Menge pro Volumen und Gewicht und nötiger Durchschlagsfestigkeit was das Kaliber bestimmt in Abhängigkeit der benötigten Waffe und der Transportfähigkeit.

Dazu gibts dann auch ein Optimum zwischen nötiger Wandstärke der Waffe damit der Treibdruck gehalten wird, Verwendeter Pulvermenge und dem Munitionsgewicht, damit Waffen nicht unnötig schwer werden.


Und irgendwann ist es ausserdem ein Selbstläufer: B baut Waffen mit der selben Muni die A nutzt, damit man das im Kriegsfall mitnutzen kann.

Die Schweizer sind die einzigen, die Waffen bauen, deren Muni geringfügig grösser ist, damit sie zwar die winzig kleinere Nato Muni mitverschiessen können, der "Feind" aber ihre etwas zu grosse nicht.
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Alt 26.04.2005, 00:20   #4
da kami
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sagt was übers Feindbild der Schweiz aus
(Hab mal nen Bericht über nen Schweizer Geschützbunker im Rheintal gesehen, da war "Liechtenstein" rot markiert aber beschießbar, Österreich war nicht rot. )

Sagt dir der "Goldene Schnitt" was Llewellian? Den finde ich das erstaunlichste überhaupt...dieser Begriff Global Scalling war mir neu, aber riecht stark nach goldener Schnitt
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Alt 26.04.2005, 08:23   #5
Llewellian
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Naja, der goldene Schnitt ist einfach eine gewisse proportionale Aufteilung die uns zusagt.

Scaling in bestimmten Grössen entsteht durch das Herauskristallisieren von Minima bzw. Maxima an einer mathematischen Funktion mit mehreren Abhängigkeiten.

Ein solches "Scaling" Ding ist zum Beispiel die Gausskurve mit der "Delle" in der Spitze, so das sich zwei Maxima (Hügelkuppen) und ein Minima (Tal dazwischen) bilden.

Das Ding wird dir beim 6SigmaKursus immer wieder um die Ohren gehauen.... Das kleine Tal zwischen der Bergspitze von Qualität und Quantität. Genau in der Mitte des Tales, also am rechnerischen Minima hat man das beste Verhältniss von Qualität zu Quantität.

Und sowas hast du in der Natur IMMER. Beste zu erreichende Qualität bei möglichst minimalem Materialverbrauch.
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Alt 26.04.2005, 10:03   #6
da kami
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Der goldene Schnitt sagt uns nicht nur besonders zu, er findet sich auch in den Proportionen des menschlichen Körpers wieder, auch in Pflanzen und Kristallen. Also in meinen Laienaugen isses was vergleichbares.
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Alt 26.04.2005, 10:24   #7
Llewellian
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ja. in gewisser weise passt deine Ansicht schon.

Scaling und G-Schnitt beziehen sich beide auf die Verhältnisse von Proportionen. Sind also in gewisser Weise miteinander Verwandt ;o)
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Alt 26.04.2005, 14:33   #8
Jahnine
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@da kami

Was hast du bloss immer mit der Schweiz? Für mich hört sich das immer eifersüchtig an. Der goldene Schnitt hat doch was mit der Zahl pi zu tun, oder bin ich da wieder voll Schweizerin und fehl am Platz?

Na, wenn wir schon dabei sind, motz doch über England, die nehmen echt jede Kohle die sie kriegen können. Na?

Wir sind nicht so schlecht wie Ihr denken mögt.
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Alt 26.04.2005, 14:34   #9
Jahnine
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pi = 3.14159265
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Alt 26.04.2005, 16:26   #10
da kami
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Öh...kommt das so rüber? Verzeih... ich mag die Schweiz höchstens ausserordentlich gern, auch wegen solchen Dingen....die Schweiz ist immer ein bisschen nonkonform, scheut sich nicht offen die NATO als möglichen Feind zu nennen, hat als Nationalhelden einen der nicht "heldenhaft aber vergebens stirbt" so wie Tirol, sondern einen der genau das richtige tut...hinterfotzig ausm Hinterhalt u. ä.
Die Schweiz ist auch nicht so doof zu meinen nur weil sie schon lange neutral sind nie mehr bedroht zu werden, hälts eher mit "si vis pacem para bellum"...usw

Eifersüchtig bin ich nicht, das können Bayern auf andere Länder gar nicht sein
Die Schweiz kann höchstens in vielen Dingen als echtes Vorbild dienen. (Neutralität, Demokratie, Freiheit, Staatsorga, gesunder Menschenverstand)

Ich halt euch gar nicht für schlecht...ich mag nur keine Ackermänner, aber ich glaub auch deutsche Manager machen im Ausland nicht gerade Werbung für uns, und was ich von Münchner Immobilienhaien in Neufünfland gehört hab is auch net grad Werbung...

So, fertig mit der Liebeserklärung an die Schweiz (ich liebe nicht so wahllos wie das heute üblich ist, ich mag höchstens 3-4 Länder richtig gern... )

(Nein mit pi hats nicht wirklich was zu tun, pi ist die Kreiszahl(also eine Konstante), der GS bezeichnet das Verhältnis "a ist zu b wie b zu a+b"...also ein besonders "gutes" (in mehrerer Hinsicht) Teilungsverhältnis)
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