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Alt 15.12.2005, 16:41   #1
HaraldL
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Beiträge: 2.841
Standard Lebensformen in fernster Zukunft

Wie dürften Lebensformen aussehen, welche in 100 Milliarden Jahren auf bewohnbaren Planeten sich entwickeln?
Sie dürften sich von dem Leben auf der Erde dahin unterscheiden, daß auf diesen Planeten es mehr Elemente höherer Ordnungszahl gibt, als heute auf der Erde, da das Material, aus dem diese Planeten sind, schon mehrere Supernovaausbrüche durchgemacht hat.
Wie könnte die Biochemie von Lebewesen auf denen Elemente höherer Ordnungszahl häufiger sind, aussehen?
Wären Lebensformen denkbar, die metallisches Quecksilber enthalten, die zum Teil aus chlororganischen Molekülen bestehen oder bei denen die DNA noch weitere Elemente enthält?

Bitte den Thread nach "Neue Physik & Wissenschaft " verschieben!
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2005, 19:55   #2
TriFieldMeter
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Beiträge: 151
Standard

Hmm, auf jeden Fall müssten sie ein ganz anderes Aussehen haben, also einen anderen Körperbau vor allem. Es sei denn, der jeweilige Planet ist genauso groß wie die Erde und bewegt sich in elliptischen Bahnen um eine Sonne, die der unseren entspricht. Aber ich schätze mal, dass bei denen die Fallbeschleunigung ganz anders ist, weshalb sie einen Körperbau besitzen müssen, der dem gut standhalten kann. Kommt eben ganz drauf an...
__________________
"Es ist nur so, dass wir in der Wissenschaft immer nach der einfachsten Erklärung suchen." Harold Ramis
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Alt 03.01.2006, 12:43   #3
Mikill
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erst einmal wäre es wichtig was du unter bewohnbaren planeten verstehst?
wir menschen haben doch ganz andere anforderungen an unsere umgebung als vielleicht irgendwelche andere lebewesen.
was ist z.b. mit radioaktiver strahlung? für uns tödlich, für andere formen vielleicht lebensnotwendig.
also kann man nicht einfach vermutungen anstellen wie andere formen von leben aussehen könnten.

mikill
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Alt 03.01.2006, 23:38   #4
Llewellian
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Also dazu kann ich nur ein Buch empfehlen, ein echter Eye Opener:

Clement, Hal: Schwere Welten (englischer Orginaltitel: Mission of Gravity)

Der Autor hat extremst gut recherchiert und hat sich von Physikern, Chemikern und Biologen Informationen eingeholt, wie wohl eine Alienrasse aussieht, die auf Riesenplaneten (keine Gasplaneten!!!) lebt, quasi auf Planeten aus festem Material von der Grösse des Jupiter, bei so exotischen Bedingungen wie Durchschnittstemperatur -50 bis -150 Grad Celsius, Stickstoff/Methan Atmosphäre und zwischen 90-500 G Schwerebeschleunigung.

Die Wetterbeschreibungen sind super - sie beziehen auch exotische chemische Effekte mit ein, die nur unter hohem Druck auftreten, genauso seltsame optische Effekte, die sogar für einen Glauben sorgen (Die Ausserirdischen glauben z.b das Ihr Planet eine Schüssel ist, weil durch die anders gestaffelte Lichtbrechung in Methan/Wasserstoffatmosphären bei hohem Druck der Horizont in alle Richtungen optisch "Hochgewölbt" aussieht (Fata Morgana Prinzip mit Spiegelungen und Brechungen zwischen Luftschichten).

Der Autor hat sogar an allerkleinste Details gedacht, bis hin zu dem Punkt, das die Aliens (kleine Krabben mit Exoskelett) gefrorene Chlorkristalle abbauen, die mit einem Katapult dann auf Feinde geschossen werden. Durch die hohe Schwerkraft knallt die Munition dann mit hoher Einschlagsenergie am Ende des Parabelfluges am Boden auf, wird dadurch Gasförmig und explodiert in der Wasserstoff/Methanatmosphäre sofort in einer Chlorknallgasreaktion.

Echt empfehlenswert.
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2006, 23:47   #5
Tylion
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Beiträge: 546
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Es wird kein Leben geben welches sich 100 Milliarden Jahre entwickelt weil es keine Sonne gibt die solange brennt.
Tylion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2006, 01:29   #6
Llewellian
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Registriert seit: 05.01.2004
Beiträge: 4.313
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Nein. Da hast du vollkommen recht. Unsere Sonne nicht.

Aber man redet ja auch ganz allgemein von "irgendwo". Und das sich Sonnen auch in letzter Zeit grad gebildet haben und auch in Zukunft immer wieder mal bilden werden: (wo wir ja auch grad voll zukucken können, siehe die dunkelroten Punkte im Adlernebel, wo einige Sonnen beim Kollabieren und kurz vor der "Zündung" sind:

http://www.peter-junglas.de/pers/ast...ap03/pic01.jpg

Schöne Nahaufnahme von 5 Sonnensystemen in der Geburtsphase kurz vor Zündung in M42:

http://www.peter-junglas.de/pers/ast...ap03/pic03.jpg

Man kann durchaus davon ausgehen, das in einigen Milliarden Jahren irgendwo im All noch eine Lampe brennt. Es wird zwar dunkel und kalt, und leer... aber bis alle Lichter verlöschen und die ewige Nacht anbricht wird es schon noch etwas dauern.
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
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