:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Archäologie > Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit

Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit Haben gewaltige Katastrophen das Gesicht unserer Welt verändert? Gab es Sintfluten und Weltenbrände? Wurden durch Meteoriteneinschläge ganze Zivilisationen vernichtet?

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 27.11.2006, 21:20   #41
Dieter Bremer
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 725
Standard

@ voice

Ich kann nicht widerlegen, dass man die Geschichte auch INDIREKT in dieser vorgetragenen Form auffassen kann.

Wer will aber ausschließen - und wie begründen - dass die DIREKTE, wörtliche Auffassung nicht auch möglich ist?

Insbesondere unter Berücksichtigung des "Schwestertextes" im Gilgamesch-Epos und den vielen daraus resultierenden Gemeinsamkeiten scheint mir mehr für die wortwörtliche Variante zu sprechen.

@ Alpstein

So kenne ich die Aussage Oppenheimers auch, habe aber leider keine Quelle parat.
Dieter Bremer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2006, 13:55   #42
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.102
Standard

Zitat:
Original von Dieter Bremer
Vielleicht solltest Du ein weinig weiter nachdenken, bevor du so einen Mist niederschriebt?
dito
Zitat:
Und lies mal, mit wie viel Mythen und sonstigen Überlieferungen ich mich befasst habe und wo ich überall genau das gefunden habe, was Du erwartest!
Ich sehe nicht, dass du dich mit Mythen und Überlieferungen befasst hast. Auf der HP und auch in den Threads hier gibt es zwar eine ansehnliche Liste von Mythen, mit welchen du deine Theorie ausschmückst, jedoch sehe ich keine ernsthafte Auseinandersetzung mit irgend einem.
Im Gegenteil. Durch die Diskussion an anderer Stelle (und auch hier) über Gilgamesh wird eher offenbar, dass du dich zumindest mit diesem überhaupt nicht auseinandergesetzt hast. Du magst zwar eine deutsche Übersetzung gelesen oder auf der Suche nach verwertbaren Zitaten durchgeblättert haben, aber eine Auseinandersetzung mit dem Mythos, seiner Entstehung und dem kulturellen Umfeld ist beim besten Willen nicht zu erkennen.

Zitat:
Wieviel Lagen hat Schliemann ausgegraben? 7 Lagen für 3.000 Jahre? Und Du fragst dich wo Nachweise von vor 12.000 Jahren sind? Wie wäre es mit Jodhpur?
Schliemann hat sich durch sieben Städe gegraben, die an einer Stelle gebaut wurden. Ich wage aber zu behaupten, dass nach so einer Explosion, wie sie in der Phantasiegeschichte erwähnt wird, nicht eine einzige Stadt an dieser Stelle gebaut wurde. Für mindestens 10'000 Jahre.
Also sollte man nicht so tief graben müssen


Zitat:
FÜR MICH sind die Übereinstimmungen zwischen Gilgamesch-Epos und diesem Text UNÜBERSEHBAR. Arjuna und Enkidu, beide mit göttlicher Hilfe gezeugt, beide in der Jugend im Wald versteckt, beide kämpfen und gewinnen einen großen Kampf und beide - obwohl völlig unverletzt - sterben unmittelbar danach. Sind das schon recht viel Übereinstimmungen, so kommt noch dazu, dass Krishna den Arjuna genau so zum Kampf treiben muss, wie Gilgamesch den Enkidu:
Genau dies meine ich mit 'keine Auseinandersetzung erkennbar'.
Enkidu wurde nie im Wald versteckt, sondern lebte unter Gazellen und Wildeseln in der Steppe. Enkidu gewinnt keinen grossen Kampf, sondern steht in beiden Kämpfen Gilgamesh als moralischer Beistand und Helfer zur Seite. In beiden Fällen ist es Gilgamesh, der den Feind besiegt. Enkidu stirbt nicht unmittelbar nach dem Kampf, sondern mindestens sieben Jahre nach dem Kampf gegen Humbaba. Und zu guter Letzt geht es bei Arjuna um Krieg gegen Menschen, bei Gilgamesh aber um den Kampf gegen einzelne Ungeheuer.
Aber wenn man das natürlich alles absichtlich weglässt, dann sind die Gemeinsamkeiten unübersehbar
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2006, 16:02   #43
Dieter Bremer
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 725
Standard

Hallo Tarlanc,

ich denke wir beide brauchen uns hier nicht weiter unterhalten, weil wir unvereinbare, gegesätzliche Meinungen haben.

Du plapperst nach, was Du von Vordenkern in der Schule/beim Studium gelernt hast und ich nehme die dortigen Aussagen wörtlich und huldige nur der Logik und nicht dem Professor.

Das ist nämlich gerade das Problem, dass man die Überlieferungen aus viel älterer Zeit in das Korsett der Zeit zwängt, in der sie niedergeschrieben wurden. Das kann nicht gut gehen.

Und ich bleibe dabei, dass alle Überinstimmungen zwischen den indischen und den sumerisch-babylonischen Überlieferungen zu dem hier diskutierten Sachverhalt so sind, wie ich sie dargestellt habe.

Als wir uns zu Enkidu/Henoch ausgetauscht haben, warst Du mit mir noch einer Meinung, dass nach dem Worte Enlils Enkidu nach UND WEGEN DEM KAMPF sterben musste.

Jetzt zauberst Du plötzlich 7 Jahre ZUSÄTZLICH aus dem Ärmel? Dass solltest Du doch mal unterlegen. Ich finde davon nichts im Gilgamesch-Epos. Willst Du den höchsten Gott auf Erden Lügen strafen?

Außerdem scheint mir, dass Du nicht beim Militär warst. (Ich denke in der Schweiz muss jeder zum Militär, um die Löcher in den Käse zu schießen?) Sonst wüsstest Du, dass es immer einen gibt, der den anderen in den Kampf schickt und dafür die Orden erhält. Das war früher nicht anders.

Und wie passt es zusammen, dass Enlil entschiedet, dass Enkidu sterben soll, wenn Gilgamesch der "Täter" war?

Du magst Dir zwar ein Lob nach dem anderen von Deinen Professoren einhandeln, weil Du diese Geschichte so weitererzählst, wie man sie Dir beigebracht hat. Aber dafür hast Du wohl die Logikabteilung Deines Verstandes geopfert? (Ist nicht böse gemeint, nur eine Feststellung)

Gruß Dieter

EDIT: An einer Stelle muss ich Dir recht geben: Enkidu kam aus der Steppe, Arjuna aus dem Wald. Herakles kam aus der Provinz und Henoch war verborgen. Verborgen ist hier der Oberbegriff, der für alle vier miteinander identischen Helden zutrifft. Hanuman, der auch dazugehört, kann als Affenheros (theoretisch) sowohl aus dem Wald als auch aus der Steppe gekommen sein. Hier war ich also etwas großzügig in meiner Beurteilung, was aber die Argumantation insgesamt nicht schwächt.
Dieter Bremer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2006, 18:32   #44
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.102
Standard

Zitat:
Original von Dieter Bremer
Als wir uns zu Enkidu/Henoch ausgetauscht haben, warst Du mit mir noch einer Meinung, dass nach dem Worte Enlils Enkidu nach UND WEGEN DEM KAMPF sterben musste.
Jetzt zauberst Du plötzlich 7 Jahre ZUSÄTZLICH aus dem Ärmel? Dass solltest Du doch mal unterlegen. Ich finde davon nichts im Gilgamesch-Epos. Willst Du den höchsten Gott auf Erden Lügen strafen?
Die sieben Jahre sind zwischen dem Kampf mit Humbaba und dem Kampf mit dem Stier vergangen. Ischtar musste sieben Jahre warten, bis sie von Anum den Himmelsstier bekam. (Tafel VI, Zeilen 80ff) (Ich dachte, du hast dich mit dem Epos befasst )
Und ja, er musste wegen dem Kampf sterben. Aber nicht unmittelbar danach.
Zitat:
Außerdem scheint mir, dass Du nicht beim Militär warst. (Ich denke in der Schweiz muss jeder zum Militär, um die Löcher in den Käse zu schießen?) Sonst wüsstest Du, dass es immer einen gibt, der den anderen in den Kampf schickt und dafür die Orden erhält. Das war früher nicht anders.
Und was soll das mit der Diskussion zu tun haben?
Zitat:
Und wie passt es zusammen, dass Enlil entschiedet, dass Enkidu sterben soll, wenn Gilgamesch der "Täter" war?
So bestraften die Götter beide. Enkidu verlor sein Leben (was nicht so schlimm war, da er ja in der Unterwelt wie ein Fürst empfangen wurde) und Gilgamesh verlor seinen einzigen Freund und Gefährten, was ihn zu jahrelanger Wanderung in der Wildnis verdammte und zu einem Leben, das gezeichnet war von der Angst, zu sterben. Damit ist Gilgamesh eigentlich gut bestraft worden. Die Strafe hat ihn schliesslich auch geläutert und zu dem König gemacht, als der er geboren wurde.
Zitat:
Du magst Dir zwar ein Lob nach dem anderen von Deinen Professoren einhandeln, weil Du diese Geschichte so weitererzählst, wie man sie Dir beigebracht hat. Aber dafür hast Du wohl die Logikabteilung Deines Verstandes geopfert? (Ist nicht böse gemeint, nur eine Feststellung)
Ich studiere nicht auf diesem Gebiet. Aber Interpretation von Texten liegt ja offensichtlich nicht jedem

Zitat:
EDIT: An einer Stelle muss ich Dir recht geben: Enkidu kam aus der Steppe, Arjuna aus dem Wald. Herakles kam aus der Provinz und Henoch war verborgen. Verborgen ist hier der Oberbegriff, der für alle vier miteinander identischen Helden zutrifft.

Aba süscha
Zitat:
Hier war ich also etwas großzügig in meiner Beurteilung, was aber die Argumantation insgesamt nicht schwächt.
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2006, 19:28   #45
Dieter Bremer
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 725
Standard

Tarlanc schrieb:

"Ich studiere nicht auf diesem Gebiet. Aber Interpretation von Texten liegt ja offensichtlich nicht jedem"

Logik wohl auch nicht ...

Ich kann (oder will?) Texte nicht so interpretieren, wie man es von mir verlangt. Ich interpretiere sie so, dass sie logisch sind.

Weils so schön war, noch einmal:

"Aber Interpretation von Texten liegt ja offensichtlich nicht jedem"

Beispiel gefällig? Tarlanc schrieb:

"Die sieben Jahre sind zwischen dem Kampf mit Humbaba und dem Kampf mit dem Stier vergangen. Ischtar musste sieben Jahre warten, bis sie von Anum den Himmelsstier bekam. (Tafel VI, Zeilen 80ff) (Ich dachte, du hast dich mit dem Epos befasst )"

Was steht nun dort? Anu sprach zu Ischtar:

"Wenn du den Himmelsstier von mir verlangst,
Wird es für Uruk sieben Spreujahre geben.
Dann muß ich für die Menschen Korn sammeln,
wachsen lassen viel Gras für das Vieh!"
Ischtar tat zum Reden den Mund auf
Und sprach zu Anu, ihrem Vater:
"Vater, ich häufte Korn für die Menschen auf,
Gras für das Vieh habe ich auch berschafft!
Daß sie satt in den sieben Spreujahren werden,
Hab für die Menschen ich Korn gesammelt, (und ich dachte immer das war Josef)
Wachsen lassen viel Gras für das Vieh."
Als nun Anu der Ischtar Rede hörte,
Legte er des Himmelsstiers Leitseil in ihre Hand.
Hinab zur Erde führt' ihn jetzt Ischtar.

Halten wir fest: NICHT 7 JAHRE, sondern höchstens 7 MINUTEN hat es gedauert, bis Ischtar den Himmelsstier erhielt. Wie sagte doch Tarlanc?

"Aber Interpretation von Texten liegt ja offensichtlich nicht jedem"

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Mit Ausnahme des Hinweises, dass die von mir behauptete weitgehende Übereinstimmung der Helden und der hier widergegebenen Ereignisse zu Arjuna/Krishna und Enkidu/Gilgamesch VON TARLANC NICHT WIDERLEGT WERDEN KONNTE, da Enkidu doch nicht erst 7 Jahre später starb.

Hey, Tarlanc: Wie schriebst Du mir?

"(Ich dachte, du hast dich mit dem Epos befasst )"

Das dachte ich von Dir eigentlich auch. Wie Du siehst, habe ich mich tatsächlich damit befasst.

Gruß Dieter
Dieter Bremer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2006, 19:44   #46
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.102
Standard

Zitat:
Original von Dieter Bremer
Halten wir fest: NICHT 7 JAHRE, sondern höchstens 7 MINUTEN hat es gedauert, bis Ischtar den Himmelsstier erhielt. Wie sagte doch Tarlanc?

"Aber Interpretation von Texten liegt ja offensichtlich nicht jedem"
*g*
Vielleicht ist das jetzt eine völlig neue Information für dich, aber:
Manchmal kann man ein Buch schneller lesen, als die Dinge, die darin geschildert wurden, passiert sind.
Wenn dem nicht so wäre, dann hätte Ghandi höchstens eine Woche gelebt. Denn so lange braucht man, um seine Biographie zu lesen. Und ich bin mir fast sicher, dass er etwas länger gelebt hat. Vielleicht sogar einige Jahre.

Und wenn die Fruchtbarkeitsgöttin als Preis für den Stier die Aussaat der Bauern sieben Jahre segnen soll, damit die Frauen von Uruk sieben Jahre lang Heu einbringen können, dann dauert das nach meiner Rechnung so ca. 7 Jahre.
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2006, 20:21   #47
Dieter Bremer
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 725
Standard

Zitat:
Original von Tarlanc
Zitat:
Original von Dieter Bremer
Halten wir fest: NICHT 7 JAHRE, sondern höchstens 7 MINUTEN hat es gedauert, bis Ischtar den Himmelsstier erhielt. Wie sagte doch Tarlanc?

"Aber Interpretation von Texten liegt ja offensichtlich nicht jedem"
*g*
Vielleicht ist das jetzt eine völlig neue Information für dich, aber:
Manchmal kann man ein Buch schneller lesen, als die Dinge, die darin geschildert wurden, passiert sind.
Wenn dem nicht so wäre, dann hätte Ghandi höchstens eine Woche gelebt. Denn so lange braucht man, um seine Biographie zu lesen. Und ich bin mir fast sicher, dass er etwas länger gelebt hat. Vielleicht sogar einige Jahre.

Und wenn die Fruchtbarkeitsgöttin als Preis für den Stier die Aussaat der Bauern sieben Jahre segnen soll, damit die Frauen von Uruk sieben Jahre lang Heu einbringen können, dann dauert das nach meiner Rechnung so ca. 7 Jahre.
Ich will ja nun wahrlich nicht mit Dir streiten.

Aber JEDER kann nachlesen - und Du müsstest das eigentlich auch können, dass Ischter ihren Vater davon überzeugt, dass SIE SELBST Korn und Gras für 7 Jahre bevorratet hat und DESHALB SOFORT den Himmelsstier bekam. Nix mit 7 Jahren Gnadenfrist für Enkidu und mit Ghandi hat das schon gar nichts zu tun. Der scheint wohl als Nebelkerze hinhalten zu müssen.
Dieter Bremer ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
referat indische hochkultur Ben Indien 1 07.11.2005 19:26
Nordkorea Atombomben? The_Truth Verschwörungstheorien 4 01.07.2005 13:01
Plasmaschlauch bei Explosionswolken von Atombomben HaraldL Rund um Naturwissenschaft 0 25.12.2003 15:02
"Deutschlands" Atombomben Zwirni Verschwörungstheorien 11 04.12.2003 00:26


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:40 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.