:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Erde, Weltraum & Forschung > Astronomie

Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 30.08.2002, 17:59   #1
Moneo
Gast
 
Beiträge: n/a
Cool Wieso eigentlich "Grenzwissenschaft"

Warum findet man das Thema "Astronomie" hier eigentlich unter der Überschrift "Grenzwissenschaft". Ich hab Astronomie studiert - und bis jetzt wäre mir dort noch nix aufgefallen, das diese Einteilung rechtfertigt...
Astronomie ist eine durchaus "seriöse" Wissenschaft - und dort wo sie das nicht ist, sind meist keine Astronomen am Werk.
Wahrscheinlich liegt es daran, das sich die meisten Leute unter "Astronomie" irgendwas wahnsinnig aufregendes, esoterisch hochfliegendes vorstellen - aber eigentlich ist das ganze "normale" Wissenschaft.
  Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2002, 19:08   #2
rellek
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard RE: Wieso eigentlich "Grenzwissenschaft"

Zitat:
Original von Moneo
Astronomie ist eine durchaus "seriöse" Wissenschaft - und dort wo sie das nicht ist, sind meist keine Astronomen am Werk.
Wieso nur "durchaus"? Ich halte Astronomie für ebenso seriös wie andere Wissenschaften, z.B. Mathematik oder Biologie.
Hier im Forum ist "Astronomie" wahrscheinlich unter "Grenzwissenschaften", weil es nirgendwo anders eingeordnet werden konnte.

mfg
rellek
  Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2002, 20:12   #3
Zwirni
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 20.04.2002
Beiträge: 3.540
Standard RE: Wieso eigentlich "Grenzwissenschaft"

Ganz einfach Antwort: hier sollten die Geschichten/Sagen/Märchen/Untersuchungen rein, welche sich irgendwie auf Konstellationen der Sterne beziehen. Bsp wären da die ägyptischen Pyramiden von Gizeh welche ja in Form der Sterne des Orions wie sie vor 10.000 Jahren standen dastehen sollen. Oder die seltsamen Überlieferungen zahlreicher Kulturen der Erde die von dem Aufbau des Sirius-Systems berichten. Dieses System besteht ja aus dem A und B stern (B war glaube ich der kleinere, nicht mit bloßem auge sichtbare). letzterer wurde von heutigen wissenschaftlern ja erst mit teleskopen entdeckt - doch wieso kannten ihn bereits wie gesagt ein afrikanischer stamm (und indien glaube ich auch?).

Ich hoffe, das reicht als erklärung
Zwirni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2002, 21:14   #4
Acolina
Hausdrachen
 
Benutzerbild von Acolina
 
Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.886
Standard

Die Astronomie an sich hat natürlich nichts mit Grenzwissenschaften zu tun, da sind wir uns völlig einig, Moneo.

Aber wie die Kurzbeschreibung zum Astronomie-Forum schon sagt, geht es in dem Forum "...nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken", man könnte vielleicht auch sagen, die Beziehungen der Grenzwissenschaften zur Astronomie, astronomische Aspekte im Bereich der Grenzwissenschaften oder grenzwissenschaftliche Aspekte in der Astronomie.

Wobei wir natürlich schon wieder in der Patsche sitzen , denn wie soll man nun "Grenzwissenschaften" definieren? Den üblichen wissenschaftlichen Definitionsstandards hält der Begriff wohl kaum stand...

Für mich sind Grenzwissenschaften eine Art interdisziplinärer Zugang zu Bereichen, die zur Zeit noch von der "Schul"-Wissenschaft (auch wieder so ein Wort ) nicht erschlossen wurden oder denen mit den bisherigen wissenschaftlichen Methoden und Theorien noch nicht so recht beizukommen ist.

Es geht also dabei sozusagen um den Nebel oder das unbekannte Terrain an den Grenzen des uns Bekannten, unseres Wissens, das noch der Erkundung bedarf.

Naja, dieser Versuch einer Definition hat noch viele Lücken, sicher können das hier noch einige besser erklären / beschreiben!
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2002, 23:54   #5
nane
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

naja
würde niemand an die grenzen seines wissens
(üblich sinnhaft "bisher" wahrgenommenes)
wandern - dann sind es auch nur diese -
welche sein stark begrenztes wesen begleiten.

das käme einem nachplappern gleich

nur die sicht/offenheit für "alles" kann zur
gesuchten lösung führen. wer möchte schon
in einem glibber von bisherigen ansichten feststecken ?
eine be(dauer)ns(wert)e vorstellung
  Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2002, 15:52   #6
Moneo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
[
würde niemand an die grenzen seines wissens
(üblich sinnhaft "bisher" wahrgenommenes)
wandern - dann sind es auch nur diese -
welche sein stark begrenztes wesen begleiten.
das käme einem nachplappern gleich
Also ich halte es für ein großes Vorurteil, die Wissenschaft in 2 Gruppen einteilen - die die "mutig, innovativ,nicht beschränkt" (etc) sind und das Universum in seiner gesamtheit sehen und so neue Wege in unserem Verständis der Welt beschreiten (oder was die Esoteriker halt sonst so immer reden...) und die anderen - die nur stur das bekannte und akzeptierte Wissen wiederkäuen, sich gegen jede Innovation sperren, keine Andersdenkenden zulassen, der Menschheit das wahre Wissen vorhalten, usw..

Wissenschaft läuft so nicht - man kann sich zwar hochfliegende Gedanken ber die Struktur des Seins machen - aber das wars dann auch schon - mit dem kann man dann vielleicht ein guter Philosoph werden, aber kein Wissenschaftler. Unser Wissen ist mittlerweile so groß geworden, so komplex, das es unmöglich ist, sich überall auszukennen. Und um auf seinem eigenen Gebiet wirklich arbeiten zu können, braucht es jede Menge Vorarbeit und lernen. Wissenschaft ist im Prinzip auch nix anderes als harte Arbeit.
Und, um wieder zum Thema zurückzukommen : ich hab schon verstanden, worum es in diesem Forum geht.
Aber es hat auch mich wieder mal so gewirkt, als wrde der Eindruck erzeugt, das Astronomie etwas ist, wo man sich pausenlos Gedanken über das Universum ansich, Außerirdische, Mystik etc macht, also eigentlich nur irgendwo rumsitzt und hochfliegende Reden über Gott und die Welt schwingt (und ich hab schon oft genug leute getroffen, die genau das von der Astronomie gedacht haben).
Aber die eigentlich Arbeit besteht aus jeder Menge unromantischer und gar nicht mystischer Mathematik und Physik und TROTZDEM ist es eine faszinierende Arbeit (aber eben anders also oft angenommen wird...)

moneo
  Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2002, 16:31   #7
Acolina
Hausdrachen
 
Benutzerbild von Acolina
 
Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.886
Standard

Zitat:
Original von Moneo
Zitat:
Original von nane
würde niemand an die grenzen seines wissens
(üblich sinnhaft "bisher" wahrgenommenes)
wandern - dann sind es auch nur diese -
welche sein stark begrenztes wesen begleiten.
das käme einem nachplappern gleich
Also ich halte es für ein großes Vorurteil, die Wissenschaft in 2 Gruppen einteilen - die die "mutig, innovativ,nicht beschränkt" (etc) sind und das Universum in seiner gesamtheit sehen und so neue Wege in unserem Verständis der Welt beschreiten (oder was die Esoteriker halt sonst so immer reden...) und die anderen - die nur stur das bekannte und akzeptierte Wissen wiederkäuen, sich gegen jede Innovation sperren, keine Andersdenkenden zulassen, der Menschheit das wahre Wissen vorhalten, usw..
Also, ich glaube, so hat das nane auch nicht gemeint. Was du und nane da beschreiben, diese beiden Gruppen, sind keine Spezialität der Wissenschaft an sich, eher der Menschheit an sich.

Zitat:
Original von Moneo
Wissenschaft läuft so nicht - man kann sich zwar hochfliegende Gedanken ber die Struktur des Seins machen - aber das wars dann auch schon - mit dem kann man dann vielleicht ein guter Philosoph werden, aber kein Wissenschaftler.
Uff, das lass aber lieber keinen Philosophen hören - schließlich ist die Philosophie die Mutter aller Wissenschaft! Mach doch einmal einen Exkurs in die Wissenschaftsgeschichte...
Ich bin mir sicher, jeder Philosoph würde sogar behaupten, wer nicht wenigstens grundlegende Kenntnisse der philosophischen Methodik des Erkenntnisgewinns etc. hat, kann kein guter Wissenschaftler sein!

Zitat:
Original von Moneo
Unser Wissen ist mittlerweile so groß geworden, so komplex, das es unmöglich ist, sich überall auszukennen. Und um auf seinem eigenen Gebiet wirklich arbeiten zu können, braucht es jede Menge Vorarbeit und lernen. Wissenschaft ist im Prinzip auch nix anderes als harte Arbeit.
Das ist unbestreitbar und da stimme ich auch völlig mit dir überein. Allerdings sollte man bei aller Spezialisierung den Blick für die Gesamtheit nicht ganz verlieren und den interdisziplinären Austausch darüber nicht vergessen, denn gerade der ist in Zeiten immer größerer Spezialisierung notwendiger und wichtiger denn je.

Zitat:
Original von Moneo
Und, um wieder zum Thema zurückzukommen : ich hab schon verstanden, worum es in diesem Forum geht.
Aber es hat auch mich wieder mal so gewirkt, als wrde der Eindruck erzeugt, das Astronomie etwas ist, wo man sich pausenlos Gedanken über das Universum ansich, Außerirdische, Mystik etc macht, also eigentlich nur irgendwo rumsitzt und hochfliegende Reden über Gott und die Welt schwingt (und ich hab schon oft genug leute getroffen, die genau das von der Astronomie gedacht haben).
Aber die eigentlich Arbeit besteht aus jeder Menge unromantischer und gar nicht mystischer Mathematik und Physik und TROTZDEM ist es eine faszinierende Arbeit (aber eben anders also oft angenommen wird...)

moneo
Also, davon, dass man sich in der Astronomie "pausenlos Gedanken über das Universum ansich, Außerirdische, Mystik etc macht, also eigentlich nur irgendwo rumsitzt und hochfliegende Reden über Gott und die Welt schwingt" bin zumindest ich nie ausgegangen. Wer das tut, hat wirklich keine Ahnung von der Astronomie, da gebe ich dir völlig Recht! Nur, dass Mathematik und Physik völlig unmystisch sind...hmmm...das sehe ich etwas anders!
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2002, 17:25   #8
Moneo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Original von Acolina
Also, ich glaube, so hat das nane auch nicht gemeint. Was du und nane da beschreiben, diese beiden Gruppen, sind keine Spezialität der Wissenschaft an sich, eher der Menschheit an sich.
Ne - war mir schon klar, das das nicht so gemeint war - es war mir nur wichtig, zu sagen, das es falsch ist, die wissenschaft (bzw. die menschen) auf diese Art einzuteilen.
Zitat:
Uff, das lass aber lieber keinen Philosophen hören - schließlich ist die Philosophie die Mutter aller Wissenschaft! Mach doch einmal einen Exkurs in die Wissenschaftsgeschichte...
Ich bin mir sicher, jeder Philosoph würde sogar behaupten, wer nicht wenigstens grundlegende Kenntnisse der philosophischen Methodik des Erkenntnisgewinns etc. hat, kann kein guter Wissenschaftler sein!
Also zu meinem Studium gehörten auch Vorlesungen in Wissenschaftsgeschichte - ich wrde nicht soweit gehen, die Philosophie als "Mutter" aller Wissenschaften zu
bezeichnen - eher als Vorläufer - den aus der Naturphilosophie hat sich dann ja unsere Naturwissenschaft entwickelt. Die beiden Disziplinen trennt aber enorm viel - Experimente z.B. gibts in der Philosophie nicht (und bei den alten Griechen waren Experimente zum Erkenntnisgewinn i.A. überhaupt verpönt...)
Und es ist klar, das philosophische Methoden wichtig fr die Wissenschaft sind - aber eben nur die Methoden und nicht die Philosophie an sich.
Zitat:
. Allerdings sollte man bei aller Spezialisierung den Blick für die Gesamtheit nicht ganz verlieren und den interdisziplinären Austausch darüber nicht vergessen, denn gerade der ist in Zeiten immer größerer Spezialisierung notwendiger und wichtiger denn je.
Bin ganz deiner meinung
Zitat:
Also, davon, dass man sich in der Astronomie "pausenlos Gedanken über das Universum ansich, Außerirdische, Mystik etc macht, also eigentlich nur irgendwo rumsitzt und hochfliegende Reden über Gott und die Welt schwingt" bin zumindest ich nie ausgegangen. Wer das tut, hat wirklich keine Ahnung von der Astronomie, da gebe ich dir völlig Recht! Nur, dass Mathematik und Physik völlig unmystisch sind...hmmm...das sehe ich etwas anders!
Damit wollte ich nur ausdrcken, das viele Leute oft vergessen, das in der Astronomie (so wie jedes andere studium und jede andere arbeit) Fachwissen eben nun mal unumgänglich ist (und es ist grade die Astronomie, von der oft angenommen wird, das man "nur" beobachtet und rumphilosophiert). Es nützen einem die besten gedanken nichts, wenn man nichts damit anfangen kann.
Und mit Mathe und Physik hast du natürlich auch recht - die haben selbstverständlich ihren reiz - aber bei mathe käme z.b. selten jemand auf die idee, irgendso was esoterisch-mystisches reinzuinterpretieren, wie bei der astronomie..
  Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2002, 15:53   #9
lightwarrior
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Astronomengespräche



ist nicht die gesamte existenz eine grenzwissenschaft?
letztendlich hängt es nur von blickwinkel des betrachters ab.

p.s.: ..und ist es nicht wunderbar, daß wir uns langsam unserem heim nähern, wir sternensamen?

  Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Vorzüge der Grenzwissenschaft gumpensund Diverses 5 26.02.2005 00:08


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:07 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.