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Science Fiction & Fantasy Alle Weltraum-Spezies sind eingeladen über die täglichen Probleme im Orbit zu berichten. Klingonisch bitte übersetzen ;-) Auch alle Waldelfen und Magier sind in diesem Forum herzlich willkommen!

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Alt 26.08.2002, 19:27   #1
Bernhard Beier
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Standard Perry Rhodan - Klönecke

Hallo Dragonhoard,
hallo zusammen,

ich hab´s Dir/Euch ja angedroht - und hier ist sie nun: Die definitive Plattform für alle Perry Rhodan Infizierten, Freunde des Vurguzz und Ilt-Liebhaber im forum.grenzwissen.de !

Könnte wirklich spannend werden, wenn in diesem Threat mal "die Generationen aufeinanderprallen". Da ich selber zu den Leuten gehöre, die noch zu Zeiten des "kalten Kriegs" zwischen West und Ost SF- und Perry Rodan-Fan wurden (und als die Serie ideologisch noch entsprechend ausgerichtet war), hab´ ich mal was dazu geschrieben, wie "fossil" sich unsereiner teilweise heute schon in der Fiktivgegenwart der Serie vorkommt.



Perry Rhodan - die `Guten Alten Zeiten´

Als PR-Fan, bzw. als sogenannter "Uralt-Leser", der - wie in meinem Fall - 1968/69 sein erstes Perry Comic und vier Jahre später sein erstes Romanheft verschlungen hat, kommt man sich heute bisweilen wirklch vor wie einer der "unsterblichen" Zellaktivatorträger aus der Serie. Immerhin schreiben sie auf der Erde des PR-Universums inzwischen das Jahr 1306 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (4893 n. Chr.). Also sind bei mir als Leser etwa drei Jahrtausende vergangen, seit dem ich in diesem Kontinuum eingetroffen bin. Da sieht man nicht nur die Generationen kommen und gehen, sondern hat das Werden und Vergehen ganzer Sternenreiche mitverfolgt, ist MILLIARDEN von Lichtjahren weit gereist - und hat schon ein wenig den Puls des Kosmos gefühlt.

Ein klein wenig verloren - und verdammt alt - fühlt man sich nach "all dieser Zeit" manchmal schon: Das Sonnensystem hat z.B. nicht mehr die gleichen Planeten, das Solare Imperium ist seit Jahrhunderten Geschichte, und selbst der Kunstplanet Wanderer, Heimatwelt der Superintelligenz ES, zieht nicht mehr seine Bahnen durch die Galaxis.

Am schwersten jedoch wiegt der Verlust vieler Bekannter und guter Freunde, die während der Jahrtausende ein meist gewaltsames Ende nahmen: Es ist schon erstaunlich, wie tief einen als Fan der Tod einer fiktiven Person treffen kann! Und Todesfälle - auch unter Aktivatortägern - hat es ja in diesen 3000 Jahren einige gegeben. (Die Leserbriefe dazu sprechen Bände! Da mussten sich schon einige Autoren als "Mörder" titulieren lassen...) Thora, Crest, Lemy Danger, Ras Tschubai, Melbar Kasom, Takvorian, Walty Klackton, .... Unüberschaubar ist inzwischen die Liste der verblichenen Heldinnen und Helden, mit denen man sich jahrelang zu gemeinsamen Abenteuern traf, bevor sie ihr Schicksal ereilte.

Auch die moderne Technik des 14. Jahrhunderts NGZ macht es Raumveteranen wie unsereinem nicht gerade leicht, sich so richtig zu Hause zu fühlen: Statt, wie früher, mit einer anständigen Hyper-Transition (wir pfeifen auf den `Entzerrungsschmerz´!) in 0-Zeit fröhlich einige hundert oder tausend Lichjahre weit zu hüpfen, oder per Linearantrieb mit vielfacher Lichtgeschwindigkeit durch die Librationszone zwischen Einstein-Kontinuum und Hyperraum zu flutschen, benutzen sie heute diesen Metagravantrieb, bah! Das soll angeblich so ähnlich funktionieren wie die die Geschichte mit dem Esel, dem man an einem Stock eine Möhre vor die Nase hängt. Das Tier rennt dann los, um an die Möhre zu erwischen, die er natürlich nie zu schnappen bekommt. Im Fall des Metagravs wird das Schiff, vereinfacht gesagt, durch ein Miniatur-Black Hole beschleunigt, dass man sich selber vor den Bug projeziert. Na ja...

Positroniken? Die sucht man heutzutage am besten im Technologischen Museum in Terrania City. Raumschiffe, Schutzanzüge, Wetterstationen (die beobachten das Wetter nicht, diese Stationen regulieren es!!!), Kampfroboter und Küchengeräte werden inzwischen von sogenannten "Syntroniken" gesteuert, deren Rechenprozesse mit vielfacher Lichtgeschwindigkeit ablaufen.

Wen wunderts, wenn man da als Oldtimer ein wenig nostalgisch wird, und sich nach den `Guten alten Zeiten´ zurücksehnt? Ja, daaamaaals, als das PR-Universum noch völlig unerforscht war, und man als Quasi-Angehöriger der Solaren Raumflotte noch echt was riskieren mußte! Damals, als noch die Terkonit-Schotten knallten, wenn gefechtsmäßig "Verschlußzustand" im Schiff angeordnet wurde; damals, als die `Meister der Insel´und andere kosmische Ganoven noch mit Transform-Breitseiten im Salventakt (nach Arkonidenart, versteht sich!) in ihre Schranken gewiesen wurden...

Wer hier also in Zukunft über das "antike" PR-Univerum fachsimpeln, Langzeit-Betrachtungen zur Serie anstellen, persönliche Fan-Erinnerungen zum besten geben, oder über das SF-Literatur-Phänomen Perry Rhodan sinnieren möchte, sei dazu herzlich eingeladen! Außerdem fände ich es spannend, künftig gemeinsam ein paar Vergleiche zwischen dem PR- und dem Star Trek Universum anstellen zu können.



Abschließend noch zwei aktuelle News:


Perry-Comix

Habe vor kurzem erfahren, dass der Norbert Hethke Verlag eine MUSEUMS-AUSGABE der PERRY, unser Mann im All Comics aus den 70er Jahren herausbringt. Nach dem der bernt Verlag seine Sammler-Edition vor einigen Jahren vorzeitig eingestellt hatte, heisst das: Hoffung für alle PERRY-Freaks, denen in ihrer Jugend immer wieder durch elterliche Vernichtungsaktionen ihre Lieblingscomix dezimiert wurden. Unsere PERRY-Sammlungen werden vermutlich doch noch in diesem Leben komplett!!!


PR-News per E-Mail

... und wenn ich schon mal dabei bin: Für Leute mit wenig Zeit (stöhn..), die sich schnell mal zwischendurch, aber regelmäßig Infos zum PR-Universum reinziehen wollen, gibt es jetzt den Perry Rhodan INFOTRANSMITTER . Das ist ein kostenloser E-Mail Service, der u. a. News aus der PR-Redaktion, Kurzinterviews mit Autoren, Infos zu Multimedia-Projekten und Büchern, Veranstaltungshinweise, usw. enthält.


Ciao,
Bernhard
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Ceterum censeo Wikipediam esse modificandam
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Alt 27.08.2002, 00:41   #2
Dragonhoard
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Na da muß ich mich doch einklinken!

Wenn ich so über meinen Monitor hinweg blicke so stehen sie da, in mackellosen (mehr oder weniger zumindest) Silber. Die gebundenen Ausgaben der ersten was weiß ich wieviel Bänden der PR-Heftchen. Ich hab die erste 60 Bände der Hardcoverausgabe, und das sind zumindest einmal ca. 4 Laufmeter Perry-Rhodan.

Was mich an den Geschichten immer fasziniert hat, das sind einerseits die unmittelbare Gefahr. Das kracht es im Gebälk der Kugelraumer, die Dome der Schiffe erdröhnen wie Glocken unter dem Beschuß der bösen Springen, Akanoiden, MdI und wie sie alle heißen. Nicht wie bei Star Trek, wo man sich immer auf seine Schutzschilde verlassen kan, und es ab und zu ein wenig schüttelt und rüttelt. Nein wir sind echte Männer gefragt!

Was meiner meinung auch einen sehr großen Reiz der Serie ausmacht, ist die sehr sinnvollen Gedanken die sich die Autoren über die mögliche Technik der Zukunft gemacht haben. Kugelraumer statt modern schnittigen Schiffen. Sinnvolle Funktionalität vor Prolo-Schnick-Schnak, keine tiefergelegten Silberpfeile, sondern Diskusbeiboote, ideal für Athmospherenflüge.

Die Autoren, allen voran Walter Ernsting, alais Clark Darlton, schaffen es immer wieder mit immer neuen Ideen die Geschichte spannend zu halten, und dass schon seit seeehhhr vielen Jahren. Auch wenn das bedeutet, dass man ganze Generationen von Mutanten ins Jenseits befördern muß, oder auch schon mal den Titelheld sterben (oder doch nicht) läßt.
Mich würde es interessieren woher die Idee des Atlans kommt, und wieviel Ernsting damit zu tun hat. (Phaeton?)

Was ich nie verstanden habe ist warum die Romane meist unter der Rubrik Kinder- und Jugendbücher zu finden sind. Vieles ist glaub ich allein schon vom Hintergrund eigentlich nicht für Kinder gedacht.
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Alt 27.08.2002, 17:39   #3
Zwirni
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Zitat:
Na da muß ich mich doch einklinken!
dito

Zitat:
Was meiner meinung auch einen sehr großen Reiz der Serie ausmacht, ist die sehr sinnvollen Gedanken die sich die Autoren über die mögliche Technik der Zukunft gemacht haben. Kugelraumer statt modern schnittigen Schiffen. Sinnvolle Funktionalität vor Prolo-Schnick-Schnak, keine tiefergelegten Silberpfeile, sondern Diskusbeiboote, ideal für Athmospherenflüge.
Darum ging es den Star Trek Producer auch mal eine zeitlang. In einer TNG-Folge sieht man ein Kugelschiff aus einer alternativen Zukunft, in einigen Büchern kommen diese ebenfalls vor. Leider fielen diese (auch für mich sinnvoll angesehenen) Änderungen unter die Schere, da Kugelschiffe sich in der TV-Landschaft inmitten von Action zwischen Wurmlöchern nicht allzu gut machen. Dafür manifestierte sich ja der allseitsbekannte (unter Trekkis) Kubus der Borg - der eigentlich ebenso wie die Kugelform sinnvoll erscheint - jedoch nur wenn man auch in der wahren Zukunft künstliche Gravitation erzeugen kann.

Zitat:
Was ich nie verstanden habe ist warum die Romane meist unter der Rubrik Kinder- und Jugendbücher zu finden sind. Vieles ist glaub ich allein schon vom Hintergrund eigentlich nicht für Kinder gedacht.
Ich finde sie immer bei SF, deren Regale auf der einen seite direkt neben den Kinderbüchern stehen auf der anderen neben wissenschaftlichen abhandlungen
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Alt 27.08.2002, 17:45   #4
Dragonhoard
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Zitat:
Original von Zwirni
Dafür manifestierte sich ja der allseitsbekannte (unter Trekkis) Kubus der Borg - der eigentlich ebenso wie die Kugelform sinnvoll erscheint - jedoch nur wenn man auch in der wahren Zukunft künstliche Gravitation erzeugen kann.
Den Sinn eines Borg-würfels hab ich noch nie ganz verstanden. Rein technisch hat diese Form in All keinen wikrlichen Vorteil, aber wer versteht schon die Borg?
Rein optisch sind sie zumindest eine Bereicherung für TNG&Co.

Die Kugelform hat im Übrigen nichts mit dem Fehlen von Gravitationsfeldern zu tun, die gibt es auch bei PR seit Anfang an.
Zwei entscheidende Vorteile hat eine Kugel im Raum: Größtes Volumen bei geringster Oberfläche und beste Manövrierfähigkeit. Man hat ja überall die Hebellängen, womit sich der Kraftaufwand beim Wenden und ähnlichem deutlich verringert.
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Alt 27.08.2002, 18:04   #5
Zwirni
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Ähm kleine Anmerkung: auch führende Star Trek Kritiker haben die "Erfindung" des Borg-Würfels positiv gewertet. Grund: im Weltall existieren keine (naja sehr wenige) Teilchen, welche den Flug von großen Objekten jeglicher Form verhindern. Ob Kugel- oder Würfel-Form ist somit relativ egal

Bedenkt man aber, dass die Würfel-Form durch die sehr expositioniert liegenden Ecken etwas anfälliger gegen Asteroiden etc ist (wenn die Schilde runter sind *fg*) ist die Kugelform wieder vorzuziehen. Die Borg passen jedoch perfekt in den Würfel, da sie ja äußerst effektiv arbeiten (oder es wollen ). Menschen in diesem Würfel währen ein katastrophaler Fehler, da dadurch die äußeren Bereiche ungeschützer sind. Daher gibts wohl auch die Kugelschiffe bei PR.
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Alt 27.08.2002, 18:19   #6
Dragonhoard
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Zitat:
Original von Zwirni
Grund: im Weltall existieren keine (naja sehr wenige) Teilchen, welche den Flug von großen Objekten jeglicher Form verhindern. Ob Kugel- oder Würfel-Form ist somit relativ egal
Ja, das ist richtig. Prinzipiel ist es völlig egal wie ein Raumschiff aussieht, es gibt ja keinen Luftwiderstand.
Um aber einen Körper in Drehung zu versetzen, z.b. für ein Wendemanöver, ist eine besonders homogene Verteilung der Massen von Vorteil. Bei einem Würfel leigen die Ecken relativ weit von Zentrum entfernt. Bei einer Kugel sind alle Teile gleich weit entfernt. Schaut zwar nciht so fetzig aus ist aber wirtschaftlicher.

Zitat:
Original von Zwirni
Menschen in diesem Würfel währen ein katastrophaler Fehler, da dadurch die äußeren Bereiche ungeschützer sind. Daher gibts wohl auch die Kugelschiffe bei PR.
Die Kugelraumer sind bei PR ja auch nicht von den Menschen erfunden worden, ist ein Geschenk von Extraterrestriern.
Aber man kann sicher viel leichter mit einem Kugelraumer im All herumkugeln als mit einem Würfel.
Sonst sagt noch jemand: "Der Würfel ist gefallen", fragt sich nur wohin!?
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Alt 27.08.2002, 18:38   #7
Zwirni
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Zitat:
Original von Dragonhoard
Zitat:
Original von Zwirni
Menschen in diesem Würfel währen ein katastrophaler Fehler, da dadurch die äußeren Bereiche ungeschützer sind. Daher gibts wohl auch die Kugelschiffe bei PR.
Die Kugelraumer sind bei PR ja auch nicht von den Menschen erfunden worden, ist ein Geschenk von Extraterrestriern.
Aber man kann sicher viel leichter mit einem Kugelraumer im All herumkugeln als mit einem Würfel.
Ich meinte eigentlich eher alle nicht-borg bzw. nicht-mechanischen Lebewesen. Kenne mich leider nicht so gut aus im PR-Universum wie du/ihr

Zitat:
Sonst sagt noch jemand: "Der Würfel ist gefallen", fragt sich nur wohin!?
Es war eine 5 *verschwörung*
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Alt 28.08.2002, 12:35   #8
Dragonhoard
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Achso.

Ich will hier gar nicht beurteilen welche SF-Serie die besser ist. Ich schau genauso gerne Star Trek wie ich PR lese.

Beide Serien sind ein Spiegelbild ihrer Zeit. Wie die Klingonen in ST die bösen Ostvölker verkröperten, gab es auch in den Anfängen von PR genügend Beispiele für solch böse Rassen; ein Beispiel die Springer.
Auch vertreten sind die Arkonoiden, eingentlich nur ein paar, die das Gegenstück zu den Vulcaniern darstellen.

Meiner Meinung hat PR den Vorteil gehabt, das es hauptsächlich Lesestoff war, keine Fernsehserie. Da kann sich jeder selbst ausmalen wie seine Helden und die ganzen Raumschiffe aussehen. Ich bin halt eher ein Phantasiemensch.
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Alt 28.08.2002, 15:48   #9
Zwirni
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Standard RE: Perry Rhodan - Klönecke

Zitat:
Beide Serien sind ein Spiegelbild ihrer Zeit. Wie die Klingonen in ST die bösen Ostvölker verkröperten, gab es auch in den Anfängen von PR genügend Beispiele für solch böse Rassen; ein Beispiel die Springer.
Auch vertreten sind die Arkonoiden, eingentlich nur ein paar, die das Gegenstück zu den Vulcaniern darstellen.
Solche Übereinstimmen mit dem Weltbild vor 1990 wirst du irgendwie zu jeder Rasse finden. Seit 1990 hat sich (zumindest Star Trek) deutlich gewandelt. Nachdem man die Klingonen (=Ostblock) bis 1990 (also in der Original-,1. Comic- und TNG- (1. Staffel) serie) als Todfeinde betrachtet worden, verwandelte sich dieses Bild Ende der 80er Jahre in eine interessante Rasse, welche man näher untersuchen wollte. Entsprach somit der Grundlage von Gene Roddenberry wonach man egal mit welcher Rasse friedvoll zusammenleben sollte. Die Menschen worden seitdem als friedvolle und mehr an Forschung interessierte Rasse dargestellt - die Klingonen worden erstmals in Gute und Böse geteilt und man begann, sich mit einigen anzufreunden (Worf!). Inzwischen ist es leider egal geworden wer die Feinde sind und wen man mit denen assoziiert. Bis zum Ende von Voyager war man eher auf Kapital aus - hierzu musste mehr Action her, worin sich ST deutlich von PR unterscheidet.

Mit der neuen Serie Enterprise geht man wieder "Back to the roots" - die Suliban kann man getrost mit den Taliban vergleichen. Jedoch werden auch hier unterschiede zwischen guten und bösen gemacht. Die der Enterprise feindlich gesonnenen Suliban wurden genetisch verändert. Die nicht veränderten nehmen zwar anteil am schicksal ihrer "genossen" greifen jedoch nicht aktiv ein. so erging es ja auch den taliban, unter denen sicher zahlreiche menschen sind die nichts mit dem terror der "anderen" taliban zu tun haben.

Zitat:
Meiner Meinung hat PR den Vorteil gehabt, das es hauptsächlich Lesestoff war, keine Fernsehserie. Da kann sich jeder selbst ausmalen wie seine Helden und die ganzen Raumschiffe aussehen. Ich bin halt eher ein Phantasiemensch.
stimmt schon. nur als ergänzung: man sollte hier vor allem das finanzielle betrachten! während ST seit Anfang der 90er mehr und mehr auf Geld und Gewinne der Produktionsfirma aus war und man somit einen teil der Grundlagen "vergaß" die roddenberry gesetzt hatte, entwickelte sich PR einfach so weiter wie man es geschaffen hatte. bei PR zählen weniger die finanziellen Gründe um interessierte anzuwerben als bei ST.

Zwirni
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Alt 28.08.2002, 16:39   #10
Lazarus
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Beiträge: n/a
Standard Shoot to kill

Als alter Trekkie und PR-Fan muss ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.

zwar bin ich auch ein Fan von feingeistiger SF, aber wenns bei PR so richtig schön krachte mit ihren Transformkanonen-Breitseiten, da ging ich so richtig mit.(Fantasie ist eine feine Sache). Picard war da so eher der Schöngeist, der lieber friedlich bei einem Earl-Grey (hot) alle Probleme wegdiskutierte. Wie gut, dass Kirk niemals die oberste Direktive gelesen hat; nicht fragen - schiessen!

Bei PR muss ich mich aber langsam fragen: Wo wollen die denn noch hin? Da düst man kreuz vor quer durch das ganze Universum und schaufelt Galaxien mit Materiewippen herum. Schreiben die Autoren sich da nicht langsam selbst in die Ecke?
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