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Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

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Alt 25.08.2002, 17:06   #1
HaraldL
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Beiträge: 2.841
Standard Künstliches Abregnenlassen von Wolken - Möglichkeiten und Grenzen

In wie weit ist es möglich, Unwetterwolken durch gezieltes Impfen mit Silberjodidkristallen oder anderer Substanzen gezielt zum Abregnen (am besten über den Meer) zu bringen?
Und auch zu den Hochwasserdeichen habe ich noch eine Frage: in wie weit ist es mit vertretbaren Aufwand möglich solche Deiche "durchweichsicher" zu bauen? Es gibt ja auch Stauseen, die von einen mit Erde aufgeschütteten Damm aufgestaut werden und auch manche Fischteiche werden von Erddämmen gehalten.
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Alt 25.08.2002, 17:16   #2
nane
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Beiträge: n/a
Standard

ist überhaupt bekannt das grosse teile der wolkenbildung
auf kondensstreifen von flugzeugen beruhen?
es wurde nachgewiesen das diese künstlich erzeugte
wolkenbildung extreme werte annehmen kann.

@harald
fischteiche im vergleich sind etwas weit hergeholt
welcher fischteich-rand hat schon über 8 tonnen druck auf dem qm *g*
die ganzen deiche werden in kürze eh überflüssig (wortwörtlich)
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Alt 25.08.2002, 17:33   #3
HaraldL
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Beiträge: 2.841
Standard

Aber es gibt auch größere Stauseen, die von erddämmen gehalten werden, wie zum Beispiel der Sylvensteinsee bei Bad Tölz. Und ih glaube, da steht das Wasser ein bißchen höher drin (und das ständig!) als an den Hochwasserdeichen!
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Alt 25.08.2002, 18:52   #4
Dragonhoard
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Beiträge: 1.434
Standard

Sicher kann amn Deiche auch so bauen, dass sie großen ständigen Druck aushalten. Der innere Aufbau ist dort allerdings etwas anders.
Während die Hochwasserdeiche meist nur aus Erdreich und ein paar Schichten Flies und Folie bestehen, sind die großen Deiche meist mit einem massiven Kern versehen. Dieser kern besteht oft aus Beton oder einfach nur Steinen. An der Innenseite sind dann wiederum Fliese und Folien, bei älteren Bauten ein paar Meter Lehm ausgebracht.

Staudämme werden meist so angelegt, dass sie nur ein paar hundert Meter lang sind. Eure Hochwasserdeiche sind wohl ein wenig länger. Die Kosten pro Laufmeter Deich sind sicher um einiges höher, und auf die Länge gerechnet kommt da einiges zusammen.
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Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 25.08.2002, 19:10   #5
Dragonhoard
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Beiträge: 1.434
Standard RE: Künstliches Abregnenlassen von Wolken - Möglichkeiten und Grenzen

Zitat:
Original von HaraldL
In wie weit ist es möglich, Unwetterwolken durch gezieltes Impfen mit Silberjodidkristallen oder anderer Substanzen gezielt zum Abregnen (am besten über den Meer) zu bringen?
Inwieweit ist es möglich einen mit 100 km/h fahrenden 38-tonner mit einer Fahrradbremse zum Stehen zu bringen?
Bei diesem Unwettern handelt es sich nicht um lokale Gewitterwerte, sondern um mehrere hundert km lange Frontensysteme. Dieses Wetter beeinflußen zu können, da sind wir glaube ich doch noch ein schönes Stückchen weg, Gott sei Dank.

Außerdem will ich gar nicht wissen, was ein paar Tonnen Silberjodid im Meer anstellen.
__________________
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Alt 25.08.2002, 21:14   #6
Lazarus
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Das Verfahren ist seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts schon häufiger erprobt worden, wo die verschiedensten Substanzen ausprobiert wurden:
Silberjodid, Trockeneis, Staub, Sägemehl usw.
Die winzigen Ionen dienen als Kondensationskeime für das Regenwasser - der Wasserdampf der Wolken hat so einen Fixpunkt, um sich anzulagern und Regentropfen zu bilden, die irgendwann ob ihrer Schwere dem Boden zustreben.
So erzeugter Regen ist in der Regel ziemlich heftig. Es gibt zwei Gründe, dieses Verfahren anzuwenden:
a)Regenwolken sollen frühzeitig abregnen, damit kein Hagel entstehen kann und Ernten gefährdet und
b) es soll überhaupt regnen. Regenmacher sollen Dürren verhindern. Dazu müssen aber erst einmal Wolken da sein.

Das Verfahren ist im Falle des Silberjodids natürlich nicht besonders umweltverträglich und steuerbar. Der Wirkungsgrad ist auch nicht gerade hoch, dafür aber sehr unwirtschaftlich.

Kondensstreifen von Flugzeugen machen zwar auch Regen, und zwar ebenfalls durch Kondensationskerne, aber es hat schon lange vor dem Düsenzeitalter mächtig geregnet.
Nach der Boucher-Hypothese(1999) hat zwar die Bewölkung über stark überflogenen Gebieten zugenommen, aber mehr, als man durch Kondensstreifen erklären kann.
Quelle: http://www.pa.op.dlr.de/pazi/Ziele.html
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