:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Politik & Wirtschaft > Politik & Zeitgeschehen

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 14.09.2005, 22:15   #1
voice
Foren-As
 
Registriert seit: 07.10.2002
Beiträge: 945
Standard USA in Afghanistan

Hallo

momentan ist es wircklich interesant was in afghanistan abgeht und der rest der welt bevölkerung bekommt nix mit (wie meistens)

Die Amis haben ihre truppen verstärkt und schon schweres gerät angefordert . die arabische welt reagiert empört. bei einer kuzentschlossenen treffen der regierenden wurde bereits für eventuelle gegenmasnahmen propagandiert sollte die usa ihre pläne umsetzen wollen .

orginaltext von gestern hier : link

hier die englische übersetzung: link

hier die bilder von der konferenz:




voice
voice ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2005, 09:00   #2
schkl
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

naja, was heisst nix mitbekommen...

Zitat:
Opiumwirtschaft floriert inmitten von Wahlvorbereitungen
Schwunghafter Drogenanbau und -handel - Vor Urnengang wachsende Sicherheitsprobleme - Mit Infografik
Zum Vergrößern

Drogenanbau und Opiumhandel blühen wieder in Afghanistan.
Wien - Mit wachsender Besorgnis blicken internationale Beobachter den Parlamentswahlen in Afghanistan entgegen. Fast vier Jahre nach der US-Militäraktion sind die Taliban erstarkt und setzen immer wieder blutige Zeichen. Ausländische humanitäre Helfer und Friedenssoldaten sind mit wachsenden Gefahren konfrontiert. Vor diesem Hintergrund ist das Land am Hindukusch trotz aller UNO-Bemühungen wieder zu einem florierenden Drogenmarkt geworden. Stammesfürsten alias Drogenbarone mischen in der Politik kräftig mit.

Drogenanbau und Opiumhandel blühen wieder in Afghanistan. Wenn man den in Nachrichtenmagazinen genannten Zahlen Glauben schenken darf, dann liefern die afghanischen Mohnfelder heute wieder fast 90 Prozent des weltweit produzierten Rohopiums. Die Einnahmen aus dem Mohnhandel belaufen sich nach einem "Spiegel"-Bericht auf 2,8 Mrd. Dollar (2,30 Mrd. Euro) - dies entspreche 60 Prozent der afghanischen Wirtschaftsleistung.

Seit der Vertreibung der fundamentalistischen Taliban von der Macht nahm die Produktion stetig zu, stieg seit 2004 um fast 17 Prozent auf 4.200 Tonnen an. Die Mohn-Anbaufläche wurde laut "Spiegel" um 64 Prozent auf 131.000 Hektar ausgeweitet. Auch die Taliban waren offenbar keine "Kostverächter". Der Afghanistan-Experte Sarajuddin Rasuly widerspricht der UNO-Darstellung eines Opium-Verbots unter den Taliban: Deren Jugendliche rauchten Haschisch, und die mafiöse Kooperation zwischen Taliban und Nordallianz habe im Krieg gut funktioniert, sagte Rasuly kürzlich im "profil"-Interview.

Wer in den Straßen Wiens Drogendealer wahrnimmt, denkt wohl kaum daran, wie viel Rauschgift aus Afghanistan nach Westeuropa kommt. "Verteilungszentrale" der "heißen Ware" aus Zentralasien sind vor allem die drogen-liberalen Niederlande. Laut "Spiegel"-Bericht werden Rohopium und Heroin von Afghanistan in die Türkei geschafft, wo Kurden-Clans den Drogenhandel kontrollieren. Über Bulgarien und die Balkan-Route schaffen Kuriere den "Stoff" in Fahrzeugen durch "Schengen-Land" nach Holland. Auf dem Seeweg ist Italien eine Anlaufstelle.

Das Gebiet um Kunduz, Stationierungsgebiet der österreichischen Soldaten zur Wahlvorbereitung, spielt für die "Drogenwirtschaft" eine wichtige Rolle. Kunduz sei keine traditionelle Opium-Gegend, liege aber an der zentralen Schmuggelroute nach Zentralasien. Dort kooperieren "Behörden, Kommandanten, Polizeichefs, die sich gegenseitig schützen", so der Politologe Rasuly, ein Afghano-Österreicher, der selbst aus Kunduz stammt, zum "profil". 2002-04 war der Anbau von Drogen am Höhepunkt, heute genierten sich die Bauern dafür, täten es aber aus ökonomischen Gründen geheim.

Zwischen Kunduz und Faizabad breitet sich heute eines der größten Opium-Anbaugebiete der Welt aus. Das Rohopium ist der Grundstoff für Heroin. Das deutsche Wiederaufbauteam von Kunduz, dem die 93 Bundesheer-Soldaten zugeordnet sind, ist in eben dieser Region tätig - abgesehen von der Hauptstadt Kabul, dem Sitz der internationalen ISAF-Truppe. Rund 300 Bundeswehr-Soldaten sind in Kunduz stationiert, 200 in Faizabad.

Für die Drogenbekämpfung haben die ausländischen Friedenssoldaten kein Mandat. Sie können sich auf ihren Patrouillenfahrten ausmalen, wo die Ernte aus den blühenden Mohnfeldern einmal landet ... Es wäre auch nicht ratsam, sich gerade im Vorfeld der Wahlen mit den Chefs der Drogengeschäfts, die oft über mächtige Clans herrschen und sich Tausende Milizionäre halten, anzulegen.

Der Kampf gegen die Droge ist Sache der afghanischen Behörden. Unterstützt wird die afghanische Regierung bei dieser Sisyphus-Aufgabe durch zivile UNO-Experten und durch US-Eliteeinheiten. Eine im Vorjahr gegründete afghanische Drogenfahnder-Einheit zerstörte 2004 70 Rauschgiftlabors und beschlagnahmte 80 Tonnen Opiate.

Die Friedenssoldaten sollen für einen ruhigen Ablauf der Wahl im September sorgen, für die sich zwölf Millionen Afghanen registrieren ließen. Rund 6000 Kandidaten bewerben sich um einen Sitz im Parlament - und vor dem Hintergrund des ethnisch und ökonomisch komplexen Machtgefüges lassen sich Kandidaten mit weißer und schmutziger West oft kaum unterscheiden. Die ausländischen Truppen wurden massiv aufgestockt, die NATO-Schutztruppe ISAF um 2000 auf rund 10.500 Mann.

Doch wie weit die Drogenbosse die künftige Volksvertretung eines Afghanistan, das nach (naiv?)-westlicher Idealvorstellung demokratisch werden soll, infiltrieren können, werden beim Urnengang die Afghanen selbst entscheiden. Wie weit sich Wähler von Drogenbaronen unter Druck setzen lassen werden, ist ungewiss. Dass der Westen verwundbar ist, wissen die Afghanen jedenfalls seit dem Irak-Krieg - und sie bekommen es mit Geiselnahmen und Hubschrauber-Abschüssen durch Rebellen im eigenen Land regelmäßig vorgeführt. (APA)

unserer pazifistisch geprägten regierung dürfte es unschwer entgangen sein das 90% des weltweit gehandelten heroins aus afghanistan stammt==>

verwunderlich, ein zertstörtes land, ein besetztes land das 60% des bip mit drogen umsetzt.
ist es das was sich die grünen unter einer liberalisierung des drogenmarktes vorstellt, nach vorbild der niederlanden?==>
ein schelm wer böses dabei denkt?==>

ich bekomme ernsthafte zweifel was die sinnhaftigkeit der präsents von bundeswehrangehörigen in afghanistan angeht, ganz zu schweigen der anderen alliierten.
steuergelder wären sinnvoller investiert worden in napalm, mit deren hilfe in regelmässigen abständen die mohnfelder vernichtet werden.

ich hab den eindruck das bei den flächenbombardierungen peinlichst darauf geachtet wurde das kein mohnfeld zerstört wird==>

also kurz ausgedrückt, der einzigste sinnvolle aspekt der mir bei der besetzung des landes einfällt wäre die bekämpfung des drogenhandels vor ort.
ein land wo normalerweise kein mensch und sämtliche transporte ungeprüft das land betreten oder verlassen können floriert der drogenhandel? hallo gehts noch?

die bedeutung der wahlen in dem land ist mit einer farce gleichzusetzen............
  Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2005, 10:51   #3
Sajuuk
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sajuuk
 
Registriert seit: 11.08.2004
Ort: Aachen
Beiträge: 2.527
Standard

Moin
Tja Schkl
Was willste denn dagegen tun?
Aus Afghanistan nen Parkplatz machen?
Nein im ernst.
Viel machen kann man dagegen wohl kaum.
Wer weiss wer da alles von der Korruption infiziert wurde .

Gruss:Kuun-Laan
__________________
Sei frei wie ein Vogel, sei stolz ein wie ein Adler, und geniesse das Leben.
So wie du bist, denn jeder ist für sich ganz was besonderes.
Sajuuk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2005, 11:37   #4
schkl
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Original von Kuun-Laan
Moin
Tja Schkl
Was willste denn dagegen tun?
Aus Afghanistan nen Parkplatz machen?
Nein im ernst.
Viel machen kann man dagegen wohl kaum.
Wer weiss wer da alles von der Korruption infiziert wurde .

Gruss:Kuun-Laan
was dagegen tun?

vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt, solange das land 90% des heroinkonsums weltweit abdeckt bzw. 60% des eigenen bip, solange ist hopfen und malz verloren.

den deutschen bzw. alliierten besatzungstruppen sind bezüglich der drogenbekämpfung die hände gebunden, drogenbekämpfung ist nämlich sache der afghanischen behörden.......................................... .................................................. ......
zumindest wurde es ihnen so aufgebürdet, sinnvoll, nicht wahr?
zumal afghanische behörden mit den drogenbossen kollaborieren, sonst könnten sie nicht tonnenweise heroin ausser landes bringen...

was dagegen tun?

mit ner dicken b-52 regelmässig sämtliche mohnfelder plattmachen, das hat nichts mit parkplatzgedanken zu tun, oder meinste um die mohnfelder wärs irgendwie schade drum?
zumindest macht es seitens der führungsclique der alliierten so den anschein.........

die wahlen sind auch deshalb "eine reine farce" weil die 6000 kandidaten alles andere als seriöse gestalten sind, alle in einem sack...knüppel drauf...erwischte keinen falschen=>

deshalb bundeswehr raus, ausser sie dürfen gegen die drogenbosse vorgehen...
alles andere hat vorher keinen sinn...ausser das sie die pipeline von den amis bewachen dürfen, und die leute die wirklich versuchen etwas positives zu bewirken müssen angst haben um ihr leben, mit oder ohne bundeswehr....

man hat jetzt die gelegenheit in dem besetzten land das kartell zu zerschlagen, alles andere ist vergebene liebesmühe, auf unsere kosten.
  Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2005, 00:26   #5
Imperator
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.02.2004
Beiträge: 292
Standard

Mensch habt euch doch nicht so. Wo soll den die CIA sonst das ganze Schwarzgeld herbekommen um ihre "Demokratische Freiheitspolitik" zu finanzieren wenn nicht aus dem Drogenhandel.
Imperator ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Fischen in Afghanistan daspixel Kurioses 3 09.11.2006 14:52
Was machen Deutsche Soldaten in Afghanistan Lawrence P. W. Verschwörungstheorien 10 20.01.2005 01:44
Aktuelle Lage in Afghanistan Desert Rose Verschwörungstheorien 0 28.07.2004 12:55


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:36 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.