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Alt 22.04.2005, 22:11   #1
Sajuuk
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Standard Der Tod aus dem Weltraum.

Moin

Kurz und knapp die Frage.
Gibt es eine (realisierbare) Möglichkeit die Erde wor einem
kosmischen Einschlag zu schützen?
Mit A-Raketen bestückte Satelliten u.s.w.

Gruss:Kuun-Laan
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Alt 22.04.2005, 23:05   #2
Ace
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Bis jetzt noch nicht. Aber es wird dran gearbeitet. Atomraketen würden den Himmelskörper höchstwahrscheinlich nur in zig Stücke zerreissen was den Aufschlag wohl nicht mindern würde. Eine realistische Möglichkeit ist eine Art Antrieb
an den Asteoriden zu koppeln um damit seine Flugbahn zu ändern. Ist aber alles noch Zukunftsmusik.

Bye Bye
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Alt 22.04.2005, 23:26   #3
Llewellian
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kommt darauf an.

wenn er weit weg entdeckt wird, kann man ihn mit ein paar Sprenungen oder einem Raketenantrieb ein paar Promille aus der Bahn werfen. Wenns weit genug weg ist, wird er dann die Erde verfehlen.

Wenn er kurz vor der Erde festgestellt wird, keine Chance ausser noch zu versuchen, das betroffene Gebiet zu räumen.

Aber mal ehrlich: Einen 10 Kilometer Brocken juckt selbst ein 100 Megatonnensprengkopf nicht die Bohne. Auf der Oberfläche zerplatzt die Bombe ohne jegliche Wirkung, und selbst wenn du 1000 m tief eingräbst, gibts einen kleinen Krater. Das wars dann schon. Siehe die Atomtestgebiete in den Atollen oder in der Wüste in den USA. Durchschnittliche Eingrabtiefe 1000-1500 m, Testkörper bis 60 Megatonnen, Oberflächenkrater von etwa 100 m Radius als Einbruchkrater...

Da muss man schon ein Arsenal hochschicken...um ihn wie eine Billiardkugel wenigstens "anzutitschen"...
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Alt 22.04.2005, 23:31   #4
Ace
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Stimmt die Option hab ich vergessen.

Edit: Oder ich wollt's eher nicht ansprechen denn es ist schon ziemlich schwer einen Asteoriden so früh zu entdecken.
In der Hinsicht muss unsere Technik auf jedenfall noch besser werden.
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Alt 24.04.2005, 12:07   #5
ReneK
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Zitat:
Da muss man schon ein Arsenal hochschicken...um ihn wie eine Billiardkugel wenigstens "anzutitschen"...
Wäre zumindest eine tolle möglichkeit das Atomarsenal zu reduzieren
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Alt 24.04.2005, 12:20   #6
Llewellian
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Das Problem, das wir derzeit nur damit hätten wäre:

Wir haben nicht genügend Raketen, die den Erdorbit verlassen könnten.

Selbst Interkontinentalraketen fliegen nur einen ballistischen Semiorbit.
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Alt 30.04.2005, 19:55   #7
Sajuuk
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Moin
Je nach grösse des Asteroiden 5-25 einzelne unbemannte Schiffe bauen
die an der spitze eine Verankerungsmöglichkeit haben
am Heck mehr Schubkraft als alles andere und sich an der
selben stelle des Asteroiden festbeissen.
Und dann kräftig gas geben.
Funktioniert aber nur wenn der Brocken früh erkannt wird
eine nicht zu starke rotation aufweist und nicht zu zerklüftet ist
(also mit stellen wo sich die Rammraketen festbeissen können)

Gruss:Kuun-Laan
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Alt 01.05.2005, 09:18   #8
Llewellian
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@Kuun:

Und dann darfst du sie noch panzern wie nix gutes.

Warum?

Nun, jeder von diesen Teilen da draussen wird von einer Horde umherfliegenden Dreck begleitet. Wenn du dich so einem Asteroiden näherst, fliegst du voll durch einen Trümmerhagel durch. Von Staubkorngrösse bis zum fliegenden Omnibus.

In den allerseltensten Fällen wirst du wohl einen schönen, glatten Reineisenklumpen haben. Staub, Dreck, Eis und Ferrit sowie Stein als Melange sind da schon eher wahrscheinlich.

Als sie mal eine Sonde dem Halley hinterhergeschickt haben, war auch ganz plötzlich Funkstille... Lag am Flugsand den er hinterhergezogen hatte. Bei den Annäherungssgeschwindigkeiten die du zum Einholen brauchst... schlägt auch ein Sandkorn durch eine Blechplatte...
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Alt 01.05.2005, 23:37   #9
HaraldL
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Hier mußt Du zwischen Kometen und Asteroiden unterscheiden!
Halley ist ein Komet und der verliert Material!
Ein Asteroid ist ein kleiner Planet aus Gestein oder Eisen, der kein Material verliert.
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Alt 01.05.2005, 23:49   #10
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Ja. Da hast du vollkommen recht. Aber nicht jeder Asteroid ist nur aus purem Fels und Eisen.

Draussen, im Raum hinter Jupiter/Saturn ist der Sonnenwind so schwach, das er die Oberfläche von solchen "Dreckigen Schneebällen" nicht aufheizen kann. Dahinter verliert auch Halley wieder seinen Schweif und ist nur noch ein Brocken Dreck der durchs All treibt.

Und letztendlich kann man sagen, das auch Wassereis bei -200 Grad hart wie Stahlbeton ist.

Eigentlich ist es vollkommen wurscht, aus was so ein Teil besteht, der Einschlag wird sich KEINEN Deut unterscheiden. Es wird ziemlich genau derselbe Krater entstehen wenn 10km Eisbrocken oder 10km Steinbrocken runterkommt.

Wo rohe Kräfte walten, kann kein Knopf die Hose halten... es spielt letztendlich nur noch Masse und Geschwindigkeit eine Rolle bei solchen Brocken.

20 Tonnen Wassereis machen dasselbe Loch wie 20 Tonnen Eisen bei der gleichen Geschwindigkeit - also bei den Aufschlaggeschwindigkeiten eines Meteors (im Bereich von vielen 10 000 km/h)....

Das macht den Kohl nimmer fett.

Aber prinzipiell hast du vollkommen recht.
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