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Astrologie Wissenschaft oder Humbug? Erfahrungen mit Horoskopen, Fragen, Tipps und eben alles, das mit Astrologie und Horoskopen zu tun hat.

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Alt 30.01.2007, 20:57   #11
Corvinius
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Grüezi,

bin eben dabei, mich für ein kleines Experiment in dieser Richtung ein weng in das Thema hineinzulesen. Hab mich bisher nicht allzusehr damit beschäftigt. Wie einige andere hier ja auch war ich allerdings ziemlich verblüfft über die Zielsicherheit, mit der mein Charakter in einem solchen Astro-Profil beschrieben wurde. Bis dahin war ich auch immer nur der Ansicht gewesen, dass diese Profile und Horoskope einfach so allgemein und unspezifisch seien, dass man alles mögliche reinlesen könnte (meistens ist das ja auch so). In diesem Fall jedoch definitiv nicht und das hat mich dann schon etwas neugierig gemacht.

Gegenbeweise, wie der Spiegel-Artikel im Thread "die Sterne lügen doch" oder dieses "Haarmann-Experiment" (von Quarks&Co glaub ich), in dem Probanden per Kleinanzeig für ein angebliches Astrologieexperiment angelockt wurden, und zu einem großen Teil bestätigten, dass das ihnen zugesandte Horoskop (in Wirklichkeit das des Massenmörders Fritz Haarmann), finde allerdings auch nicht restlos überzeugend. Letzteres sogar eher fragwürdig und geschmacklos.

Was ich in diversen Astrologie-Foren und Internetauftritten zu lesen bekommen habe, ist allerdings auch nicht allzu geeignet, mein Misstrauen gegenüber Astrologen zu zerstreuen. Falls die wirklich, wie behauptet, über ein "uraltes Menschheitswissen" verfügen, sind sie ziemlich gut darin, es hinter einem Wust seltsamer, pseudowissenschaftlicher Fachbegriffe und psychedelisch-bunter Astrobilder zu verstecken. Bedenklich finde ich vor allem, dass einige dieser Leute, ohne irgendeine psychologische oder seelsorgerische Ausbildung zu haben, sich berufen fühlen, Leuten mit ernsten Problemen irgendwelche Ratschläge zu geben. Besonders diese Astro-Hotlines können ja eigentlich nichts anderes als Scharlatanerie und Geldmacherei sein.

Erstaunt hat mich allerdings die Tatsache, dass es auch eine "kritische Astrologie" gibt, deren Anhänger scheinbar durchaus zugeben, dass die Vorstellung, die Sterne hätten etwas mit unserem Schicksal oder Seelenleben zu tun, nur noch von historischem Interesse ist und nicht zutreffen kann. So sehe ich das auch. Als Vorgängerin der Astronomie mag die Astrologie einmal Bedeutung gehabt haben, heute ist sie jedoch nur noch eine Pseudowissenschaft.

Dessen ungeachtet sind diese "kritischen Astrologen" überzeugt, dass die Sache funktioniert. Dieses ausführliche und einsteigerfreundliche Astrologie-FAQ erklärt die Astrologie als eine Art "Black Box": Wie es funktioniert, weiß kein Mensch. Nur dass es funktioniert ist (angeblich) klar.
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Alt 31.01.2007, 01:57   #12
Schlucke
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Zitat:
Original von Corvinius
Bis dahin war ich auch immer nur der Ansicht gewesen, dass diese Profile und Horoskope einfach so allgemein und unspezifisch seien, dass man alles mögliche reinlesen könnte (meistens ist das ja auch so). In diesem Fall jedoch definitiv nicht und das hat mich dann schon etwas neugierig gemacht.
War das ein computergenerierter Horoskoptext? Wenn nein, hattest Du vorher Kontakt zu der Person, die das Horoskop erstellt hat?

Zitat:
Gegenbeweise, wie der Spiegel-Artikel im Thread "die Sterne lügen doch" oder dieses "Haarmann-Experiment" (von Quarks&Co glaub ich), in dem Probanden per Kleinanzeig für ein angebliches Astrologieexperiment angelockt wurden, und zu einem großen Teil bestätigten, dass das ihnen zugesandte Horoskop (in Wirklichkeit das des Massenmörders Fritz Haarmann), finde allerdings auch nicht restlos überzeugend.
Wirkliche Gegenbeweise kann es nicht geben. Die Nichtexistenz einer Sache ist unmöglich zu beweisen. Allerdings sprechen alle Indizien gegen ein Funktionieren der Astrologie. Und noch kein ernstzunehmender Test verlief bisher positiv. Leider wird das den Kunden von ihren Astrologen gern verschwiegen...

Zitat:
Letzteres sogar eher fragwürdig und geschmacklos.
Nunja. Meiner Meinung nach ist es wesentlich geschmackloser, jemandem weiszumachen man könne etwas über dessen Charakter aussagen, ohne denjenigen darauf hinzuweisen, dass die Astrologie bisher keinem Test standhielt. Beim Haarmann-Experiment oder auch bei denen Gauquelins wurden die (unfreiwilligen) Probanden später wenigstens aufgeklärt.

Zitat:
Wie es funktioniert, weiß kein Mensch. Nur dass es funktioniert ist (angeblich) klar.
Allerdings nur den Gläubigen
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Alt 31.01.2007, 20:30   #13
Elisabeth
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Es sind nicht die Sterne, die unser Schicksal bestimmen, sondern wir selbst. Es ist unser eigenes „Ich“.
Unsere Wesensart ist derart in die kosmische Kette eingefügt, dass bei der Abwicklung des Urplanes der einzelne Mensch zu bestimmten Zeiten seines Erdendaseins gerade das Schicksal erleben muss, welches ihn in der Entwicklung weiterbringt und für ihn zweckmäßig ist.

Die Sterne sind also vollkommen unschuldig am Glück oder Missgeschick eines Menschen. Wir sind ganz einfach alle Sklaven unserer Leidenschaften, Gewohnheiten und gehorchen ihnen blind. Die Gestirne regeln als „Diener Gottes“; nach seinem Willen, gesetzmäßig, die kosmischen Verhältnisse innerhalb unseres Sonnensystems, ähnlich wie die Organe ihre Funktionen in unserem Körper ausüben. Wie der einzelne Mensch sich mit seiner geistigen,
seelischen und körperlichen Verfassung den sich ständig
ändernden kosmischen Verhältnissen gegenüber in Harmonie oder Disharmonie befindet, wird er sich entweder gesund, froh, frisch, frei und zufrieden fühlen, oder bei Disharmonie krank, unzufrieden und melancholisch.
http://www.sternwelten.at/download/j...low_band_I.pdf

C.G. Jung hat die Menschen in vier Grundtypen eingeteilt, Denktypen, Fühltypen, Realtypen und Willenstypen.

Keiner verkörpert jemand zu 100%. Wir sind ganz einfach alle Mischtypen.

Jeder hat es selbst in der Hand, was er aus seinem Leben macht.
__________________
Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe.
Jonathan Swift
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Alt 01.02.2007, 16:02   #14
transzendenz
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Zitat:
Die Sterne sind also vollkommen unschuldig am Glück oder Missgeschick eines Menschen. Wir sind ganz einfach alle Sklaven unserer Leidenschaften, Gewohnheiten und gehorchen ihnen blind.
Da muss ich dir Recht geben Elisabeth. Sterne und Planeten formen unser Schicksal nicht sondern wie du schon sagst unsere Leidenschaften - Gewohnheiten und vor allen Dingen die Neigung des Menschen den leichtesten Weg zu gehen.

Aber das mit dem freien Willen ist eine Mär. Mitnichten haben wir es selbst in der Hand was in unserem Leben geschieht. Vielmehr ist unser Schicksal schon in unserer DNA gespeichert. Klick

Viele Menschen nehmen die Worte "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" leichtfertig in den Mund, was angesichts des Holocaust und der vielen derartigen Opfer die es heute noch gibt geradezu als Hohn in deren Ohren klingt.
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Lieben Gruß transzendenz
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Alt 01.02.2007, 20:44   #15
Corvinius
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Zitat:
Original von Schlucke
War das ein computergenerierter Horoskoptext? Wenn nein, hattest Du vorher Kontakt zu der Person, die das Horoskop erstellt hat?
Es handelte sich nicht um ein Horoskop, das ich mir habe stellen lassen (auf die Idee käme ich ehrlich gesagt gar nicht). Vor etlichen Jahren habe ich bei einer Bekannten in einem Buch, das wohl die Ursprünge der Astrologie behandelte, einen recht ausführlichen Abschnitt über die Charaktereigenschaften gelesen, die in der Astrologie meinem Sternzeichen zugeschrieben werden. Ich glaube auch heute noch nicht daran, dass man mit Hiolfe der Astrologie irgendweklche Zukunftsprognosen machen kann, aber ich war doch ziemlich verblüfft über die recht zutreffende Charakterisierung, vor allem, was gewisse, sozusagen "systemimmanente" (=waren schon immer da und wollen sich einfach nicht kleinkriegen lassen ) Schwächen angeht, die ich mir gerne abgewöhnen würde.

Wie ich auch jetzt, bei den Recherchen für den "Persönlichkeitstest", den ich hier demnächst posten will, bestätigt sehe, werden diese spezifischen Charakterschwächen bei keinem anderen Tierkreiszeichen genannt.

Eine weitere "Anekdote" hat mich ebenfalls etwas nachdenklich gemacht. Eine (andere) Bekannte beschwerte sich beim Gespräch über dieses Thema über ihr "Astro-Profil", weil es behauptete, sie sei ein eher gefühlskalter Verstandesmensch. Das sei ja wohl überhaupt nicht so. Ich nickte zwar dazu, dummerweise ist aber genau das der Eindruck, den ich schon immer von ihrem Charakter habe. Mag natürlich unfair klingen, aber ich weiss, dass auch andere Bekannte sie genauso einschätzen.
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Alt 02.02.2007, 15:24   #16
Schlucke
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Zitat:
Original von Corvinius
Eine weitere "Anekdote" hat mich ebenfalls etwas nachdenklich gemacht. Eine (andere) Bekannte beschwerte sich beim Gespräch über dieses Thema über ihr "Astro-Profil", weil es behauptete, sie sei ein eher gefühlskalter Verstandesmensch. Das sei ja wohl überhaupt nicht so. Ich nickte zwar dazu, dummerweise ist aber genau das der Eindruck, den ich schon immer von ihrem Charakter habe. Mag natürlich unfair klingen, aber ich weiss, dass auch andere Bekannte sie genauso einschätzen.
Bei der Vielzahl an Horoskopen und Menschen gibt es sicherlich auch treffende Analysen. Versuche haben aber ergeben, dass man mit Raten oder Würfeln zu einer gleich großen Treffer-Quote gelangen kann. Insofern sind solche Evidenzerlebnisse auch in einen Kontext einzuordnen.
Ich stelle sehr oft fest, dass Horoskope oft besser auf Personen passen, die nicht dem entsprechenden Tierkreiszeichen angehören. Auch habe ich z.B. schon öfter Situationen erlebt, in denen sich Gläubige aufgrund ihres Horoskoptextes, der ihnen z.B. eine Sprachbegabung attestierte, als gut beschrieben empfanden. Im Nachhinein stellte sich dann aber heraus, dass diese Personen es kaum zustande brachten, Sätze in ihrer Muttersprache fehlerfrei zu formulieren. Fremdsprachen ebenfalls Fehlanzeige...
Auch negative Eigenschaften werden als stimmig empfunden. Bei genauerer Betrachtung stellt sich dann heraus, dass die horoskopierte Person diese Eigenschaft nicht in höherem Maße besitzt, als der Durchschnitt der übrigen Anwesenden...
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Alt 04.02.2007, 17:08   #17
Corvinius
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Zitat:
Original von Schlucke
Meiner Meinung nach ist es wesentlich geschmackloser, jemandem weiszumachen man könne etwas über dessen Charakter aussagen, ohne denjenigen darauf hinzuweisen, dass die Astrologie bisher keinem Test standhielt. Beim Haarmann-Experiment oder auch bei denen Gauquelins wurden die (unfreiwilligen) Probanden später wenigstens aufgeklärt.
Da kann ich nur zustimmen. Aber muss man sich denn als Wissenschafts-Redaktion auf ein ähnliches Niveau begeben wie solche Astrologie-Betrüger?

Hier hab ich mal den Link für das "Haarmann-Experiment": http://www.quarks.de/astro/03.htm

Zitat:
Getarnt als "Eclipse-Astro-Foschungsgruppe" boten wir Interessenten also ein persönliches Horoskop an. Mehr als 200 Leser schrieben der "Forschungsgruppe". Sie erhielten aber alle ein und dasselbe Horoskop und zwar das des Massenmörders Friedrich Haarmann, der in den 30er Jahren 24 junge Männer auf brutalste Weise umbrachte - ein Mensch mit dem sich sicherlich niemand gerne identifiziert. Auf einem Fragenbogen wollten wir von den Interessenten wissen: "Erkennen Sie sich in diesem Horoskop wieder?". Das Ergebnis hat uns geschockt: 74% aller Interessenten antworteten mit "Ja, mein Charakter wird korrekt beschrieben" oder gar mit "Perfekt, es stimmt alles" (15%).
Mag ja sein, dass bei Experimenten, die die Psyche betreffen, oft die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn die Probanden nichts von der eigentlichen Absicht der Experimentatoren wissen, aber abgesehen von der Fragwürdigkeit solcher Täuschungsmanöbver birgt das "Anlocken" der Testpersonen meiner Meinung nach einen klaren Denkfehler. Man kann ja davon ausgehen, dass sich auf eine Kleinazeige, die ausdrücklich angibt, dass Leute für ein astrologisches Experiment gesucht werden, vor allem Astrologie-Enthusiasten melden. Andere würden entweder gar nichts damit zu tun haben wollen oder befürchten, dass es sich um eine Betrügerei handelt, mit denen man ihnen das Geld aus der Tasche ziehen will. Wenn die Leute aber zum größten Teil bereits Astrologie-Begeisterte waren, ist es ja wohl klar, dass die meisten angeben würden, sich in dem Haarmann-Horoskop wiederzuerkennen, einfach weil sie wollten, dass es stimmte (Uri-Geller-Effekt). Da verwundert es fast schon, dass immerhin ein paar Prozent sich überhaupt nicht damit identifizieren konnten und der Verdacht drängt sich auf, dass die Experimentatoren nur ihre schon vorher festgefasste Meinung beweisen wollten: "alle Astro-Gläubigen sind doof".

Eigentlich hätte man dafür sorgen müssen, dass es sich ausschließlich um Testpersonen handelt, die sich vorher nicht allzu viel Gedanken über Astrologie gemacht hatten und der Sache eher neutral gegenüberstanden. Die Diskussion in diesem Forum mag zwar ein anderes Bild vermitteln, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass (zum Glück) einer Menge von Leuten da draussen das Thema völlig schnuppe ist..
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