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Alt 09.07.2002, 23:06   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Böse Gesundes Leben macht krank

Irgendwie hab' ich's schon immer geahnt! Prost!

Zitat:
Gesundes Leben macht krank
Mediziner gegen "Gesundheitsreligion"

Köln (rpo). Immer auf die Gesundheit zu achten macht keinen Spaß - das hat jetzt ein Mediziner verkündet. Wer nach perfektem Wohlbefinden strebe, verliere die Lust am Leben. Der Arzt plädiert dafür, auch im Sterben "Quellen des Glücks" zu finden.
"Es gibt Menschen, die von morgens bis abends nur noch vorbeugend leben", sagte Manfred Lütz, Autor und Chefarzt eines psychiatrischen Krankenhauses in Köln, am Donnerstag in einem dpa-Gespräch. "Nichts gegen maßvolle Bemühungen um die Gesundheit. Aber es geht auch darum, die Fähigkeit wiederzuentdecken, in den unvermeidlichen Krankheiten, Behinderungen und Leiden eines Menschenlebens und vielleicht sogar im Sterben Quellen des Glücks zu finden."

"Wir leben im Zeitalter der real existierenden Gesundheitsreligion", sagt Lütz. Die Menschen glaubten nicht mehr an Gott, sondern an die Gesundheit als höchstes Gut. Viele pilgerten wie Wallfahrer zu Spezialisten. "Die uralte religiöse Sehnsucht des Menschen nach ewigem Leben und ewiger Glückseligkeit richtet sich heute an Medizin und Psychotherapie."

Gegen Diät-Sadisten und Fitness-Kult

Doch das Gesundheitswesen sei mit diesem Anspruch überfordert. Auch sei eine sachliche öffentliche Diskussion wegen der "religiösen Aufladung des Gesundheitsbegriffes" gegenwärtig kaum möglich. Lütz setzt sich in seinem aktuellen Buch "LebensLust. Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult" für mehr Nüchternheit und Realismus ein. Gesundheit sei ein "hohes, aber nicht das höchste Gut".

Inzwischen fordere diese Entwicklung sozusagen Menschenopfer, meint Lütz mit Blick auf Gen- und Stammzellenforschung sowie Präimplantationsdiagnostik. Lütz kritisiert: "Wenn Gesundheit und damit auch Heilen das oberste Ziel ist, dann darf man fürs Heilen auch kleine Menschen am Anfang ihres Lebens opfern." Diese so genannte "Ethik des Heilens" sei der Fundamentalismus der Gesundheitsreligion, denn jedes Argument dagegen sei tabu.

[Quelle : rp-online, ap, dpa, sid]
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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