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Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

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Alt 07.03.2004, 12:49   #1
Desert Rose
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Daumen hoch Anzeichen und Berichte von Erderwärmung + Klimawandel

Zitat:
Sommer 2003 war der heisseste in 500 Jahren

swissinfo 5. März 2004 08:59

Europa befand sich letztes Jahr im Schwitzkasten des heissesten Sommers seit 500 Jahren.

Berner Klimaforscher überprüften die Temperaturen in Europa über die letzten 500 Jahre. Die Resultate ihrer Studie betätigen: Die globale Erwärmung ist Realität.

Das Jahr 2003 verzeichnete den heissesten Sommer der letzten 500 Jahre. Zudem waren die Winter- und Sommertemperaturen der letzten 30 Jahre die höchsten seit 1500. Dies zeigt eine Studie von Klimaforschern der Universität Bern, welche in der jüngsten Ausgabe des US-Wissenschafts-Magazins "Science" veröffentlicht wurde.

Jürg Luterbacher, Chef des Berner Forscherteams, stellte fest, dass die Rate der globalen Erwärmung alarmierend hoch war. Er erklärt gegenüber swissinfo. "Wir haben früher nie eine solche Entwicklung gesehen.. Es gab zwar 1759 einen durchaus warmen Sommer, aber nicht auf diesem Niveau".

Von globalen zu europäischen Studien

Andere Studien bereits haben bereits versucht, die globale Erwärmung und Klimaänderung zu messen. Die Studie der Berner Wissenschafter ist jedoch die erste, die das Klima in Europa unter dem Gesichtspunkt von Temperaturmessungen über Monate und Jahreszeiten betrachtet.

"Wir fanden heraus, dass im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert die höchsten Temperaturen in Europa seit 500 Jahren herrschten", sagt Luterbacher. "Wir haben auch festgestellt, dass die Winter zwischen 1500 und 1900 im Durchschnitt ungefähr 0,5 Grad Celsius kälter waren als die Winter nach 1900."

Die Forscher verwendeten eine Vielzahl von Methoden, um die tatsächlichen Temperaturen abzuleiten. Es gibt keine zuverlässigen Aufzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert. Deshalb wurden Instrumentenmessungen von Baumringen aus Skandinavien und Eiskernen aus Grönland verwendet.

Nach 1750 sind ziemlich zuverlässige Temperatur-Aufzeichnungen für ganz Europa vorhanden. Die Auswertung der Daten belegen einen Anstieg der Temperaturen in ganz Europa.

Sind die Menschen schuld?

Die Forscher begrenzten ihre Studien auf die Überwachung der Erwärmung, ohne nach Gründen zu suchen, wie diese entstand. "Unser Ziel war nicht das Feststellen der Ursachen", erklärt Luterbacher. "Wir wollten die Temperaturen analysieren und zeigen, dass die Veränderungen im 20. Jahrhundert aussergewöhnlich waren."

Luterbacher stimmt mit anderen Klimatologen überein, dass menschliche Einwirkung sehr wahrscheinlich Ursache für die Erwärmung ist.

Wenn man ein Computermodell erstellen würde, das dieses Mass der Erwärmung voraussagt, würden all die natürlichen Faktoren wie vulkanische Tätigkeit oder Sonnenaktivität keine so starke Erwärmung hervorrufen. "Wir sind der Ansicht, dass der menschliche Einfluss einer der Hauptgründe für die Erwärmung ist", hält Luterbacher fest.

Veränderugen sind nötig

Ist die Studie ein Zeichen, das man den Gebrauch von fossilen Brennstoffen einschränken muss? Isabelle Chevalley, eine Chemikerin und Mitglied einer welschen liberalen Umweltgruppe, hofft, dass die Studie die "normalen Leute" überzeugt, der globalen Erwärmung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. "Wir möchten die Menschen dazu bringen, ihre Verhaltensweisen zu ändern. Wir müssen dies nicht nur einmal versuchen, sondern zweimal. Es ist wirklich nötig", sagt sie gegenüber swissinfo.

"In Situationen wie dieser denken die Menschen oft, dass die anderen sich ändern sollten", fährt sie fort. "Tatsächlich sind es aber die kleinen Bemühungen vieler Leute, die eine Veränderung herbeiführen können."

Alarmierende Tendenz

Jürg Luterbacher sagt, er sei durch die Geschwindigkeit der Klimaveränderung beunruhigt. Wenn die Temperaturen in dieser Art weiter steigen, könnte es gefährlich werden, gerade auch für die Alpen. "Gletscher können verschwinden oder viel von ihrer Masse verlieren. Der Permafrostboden wird zunehmend instabil. Lawinen und andere Gefahren bedrohen so zunehmend die Bergdörfer."

Klar gebe es in solchen Situationen immer Verlierer und Gewinner. So müsste man zum Beispiel in Skandinavien weniger heizen, wenn die Winter wärmen würden. Das könnte ein positiver Aspekt sein.

"Ich denke, die negativen Auswirkungen der Klimaveränderung übertreffen die positiven bei weitem", schliesst Jürg Luterbacher.

swissinfo, Etienne Strebel
Quelle


Weitere Links:
"Hitzewelle": Europa erlebt wärmste Zeit seit 500 Jahren
Klimaentwicklung über 500 Jahre
Summer of 2003 'warmest since 1500'
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Alt 08.03.2004, 07:45   #2
Asgaard
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Was die Ursachen dieser Erwärmung anbetrifft, gibt es auch andere Meinungen.

Ich selbst bin der Ansicht, solange die Sonne so aktiv ist wie momentan, wird es so bleiben oder sogar noch wärmer werden.

Diese Aktivität ist aber eine Anomalie und wie lange die anhält, ist nicht vorhersehbar, weil uns vergleichbare Erfahrungen fehlen.

Sollte sich aber die Sonnenaktivtät abschwächen, kann das für das Klima entsprechende Folgen habe.

Welche?

Da möchte ich auf meinen Beitrag verweisen:

Beitrag Treibhauseffekt
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Alt 08.03.2004, 18:50   #3
Desert Rose
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Jetzt gibt sogar die NASA, nachdem das Pentagon es zugab, zu das es eine ernste bedrohung ist.

Zitat:
Some scientists believe this shift in ocean currents could come surprisingly soon--within as little as 20 years, according to Robert Gagosian, president and director of the Woods Hole Oceanographic Institution. Others doubt it will happen at all. Even so, the Pentagon is taking notice. Andrew Marshall, a veteran Defense Department planner, recently released an unclassified report detailing how a shift in ocean currents in the near future could compromise national security.
Quelle (Text und Bilder)


Also wenn der Globaler Storm, der Golfstrom ist ein Teil davon, aufhört zufliessen, oder seinen lauf nur ändert, dann könnte es hier in Europa verdammt kalt für uns werden.

Globalerstrom:


Rückgang des Arktischen Eises:
<---- 1979

auf "heute"
<---- 2003!

Animation (zu finden etwa zur hälfte runter scrollen und Bild klicken)
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Alt 25.03.2004, 21:00   #4
Desert Rose
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Zitat:
LOCH IM STRAHLENSCHIRM

Ozonkiller hat kalten Komplizen

Von Volker Mrasek


Ozonloch: Wolken in der Stratosphäre, wie hier über der Antarktis, bilden sich bei Abkühlung in großer Höhe (REUTERS)

Der globale Klimawandel ist auch für die Zerstörung der Ozonschicht mitverantwortlich. Als Komplize des Ozonkillers FCKW trägt die Temperaturveränderung viel stärker zum Schwund des Schutzschirms über der Nordhalbkugel bei, als Forscher bisher erwartet hatten.

"Hätten wir heute noch das Klima der sechziger Jahre, wäre ein chemischer Ozonverlust in der Arktis für uns gar kein so großes Thema", urteilt Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Potsdam. Gemeinsam mit Kollegen aus Berlin, England und den USA legt der Physiker jetzt eine neue umfassende Ozon- und Klimastudie für die Nordpolarregion vor. Dafür zogen die Atmosphärenforscher alle vorhandenen Ozon-Messdaten der letzten 15 Jahre heran. Über einen noch längeren Zeitraum von vier Jahrzehnten rekapitulierten sie zudem die Temperaturentwicklung in der Stratosphäre. So heißt die zweite Etage der Erdatmosphäre, die direkt auf die Wetterschicht ("Troposphäre") folgt und in der sich die Ozonschicht um den Globus spannt, in rund 15 bis 25 Kilometern Höhe.

Kalte Stratosphäre beschleunigt Ozonabbau

Nach der nun vorliegenden Analyse im Fachblatt "Geophysical Research Letters" (Online-Vorabveröffentlichung) hat sich das Klima hoch über der Arktis klar zum Schlechten für die Ozonschicht gewandelt: "Gerade die kalten Winter hatten die Tendenz, immer kälter zu werden", schildert Rex, "nur dadurch konnte es zu den schweren Ozonverlusten in den neunziger Jahren und Anfang dieses Jahrhunderts kommen." Der AWI-Experte hebt damit auf Winter ab, in denen die Ozonschicht über Nordeuropa zeitweilig um mehr als die Hälfte ausgedünnt war.


Ozonkonzentration über der Arktis am 23. März 2004: Keine rosigen Aussichten für die Atmosphäre (DLR)

Die Forscher möchten nicht missverstanden werden. Der Ozonabbau ist und bleibt chemischer Natur, die eigentlichen Ozonkiller sind Chlor und Brom. Das Verbot von FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoff) und anderen technischen Stoffen durch das Montreal-Protokoll sei deshalb völlig richtig. Aber: "Je kälter die Stratosphäre, desto effektiver der Ozonabbau", sagt Martin Dameris vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im bayerischen Oberpfaffenhofen, auch er ein anerkannter Ozonforscher.

Langlebige Treibhauseffekte häufen sich

Der Atmosphärenphysiker verweist auf eine Messreihe am Meteorologischen Observatorium Hohenpeissenberg. Danach ist die Stratosphäre in den vergangnen vier Jahrzehnten um zwei Grad Celsius kälter geworden. Zum Vergleich: Die globale Mitteltemperatur in Erdbodennähe nahm während des ganzen 20. Jahrhunderts lediglich um 0,6 Grad zu.

Dass die Welt eine Klimaerwärmung erlebt, die Stratosphäre aber auskühlt, ist kein Widerspruch. In der Wetterschicht häufen sich immer mehr langlebige Treibhausgase an. Sie wirken wie eine Hitzefalle: Die Gase fangen die Wärmerückstrahlung der Erde auf und halten sie in der Troposphäre zurück. Den darüber liegenden Luftschichten geht auf diese Weise Wärmeenergie verloren: Sie kühlen aus. So wird es auch in der Stratosphäre zusehends frostiger - keine rosigen Aussichten für die angeschlagene Ozonschicht.

"Wir müssen mit starken Ozonverlusten rechnen"

Über der Arktis muss klirrende Kälte um minus 80 Grad herrschen, dann legen die Ozon-Killer Chlor und Brom erst richtig los. "Diese Temperatur wird in zunehmendem Maße in den kalten Wintern unterschritten", sieht Markus Rex mit großer Sorge: "Wenn es in Zukunft zu Abkühlungen um einige Grad Celsius über das bisher beobachtete Maß hinaus kommt, müssen wir mit sehr starken zusätzlichen Ozonverlusten rechnen."

Auch die Wiedergenesung der Ozonschicht könnte vom Klimawandel gestört werden. DLR-Experte Dameris zählt zum Kreis der Forscher, die an einer Vorhersage für die Entwicklung des Ozonlochs über der Antarktis arbeiten. Die dabei eingesetzten Computer-Simulationsmodelle zeigen laut Dameris übereinstimmend, "dass der Treibhauseffekt die Erholung der Ozonschicht um etwa zehn Jahre verzögert". Damit könnten gegenwärtige Prognosen hinfällig werden, nach denen sich das Ozonloch bis Mitte des Jahrhunderts wieder geschlossen haben sollte.
Spiegel Online



Hitze bricht jahrhundertealte Rekorde
Europa droht jeden zweiten Sommer Superhitze
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Alt 25.03.2004, 21:08   #5
Desert Rose
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Zitat:
GLOBALE ERWÄRMUNG

Klimawandel könnte ein Drittel aller Tierarten ausrotten


Luftverschmutzung (Kraftwerk im griechischen Megalopoli): Treibhausgase könnten massives Artensterben verursachen (AP)

Eine groß angelegte Umweltstudie kommt zu dramatischen Ergebnissen: Bis zu 37 Prozent aller Landdtiere und -pflanzen könnten bis zum Jahr 2050 aussterben, falls der Ausstoß von Treibhausgasen und die globale Erwärmung nicht gebremst werden.

Ohne Veränderungen bei der CO2-Emission drohen bis zum Jahr 2050 mehr als eine Million Arten von der Erde zu verschwinden, berichtet ein internationales Wissenschaftlerteam in der Fachzeitschrift "Nature". An der laut "Nature" bisher umfangreichsten Studie zu dem Thema haben Forscher aus fünf Kontinenten mitgearbeitet.

Für Europa prophezeien die Autoren bei ungebremster Erderwärmung das Aussterben jeder vierten Vogelart, zum Beispiel auch des Roter Milans. Die Forscher hatten insgesamt sechs der artenreichsten Regionen der Welt untersucht, darunter Gebiete in Australien, Mexiko, Europa und Südafrika.

Da keine exakte Vorhersage des Klimawandels möglich ist, rechneten die Wissenschaftler drei Szenarien der Erderwärmung bis 2050 durch. Mit Hilfe von Computermodellen sagten sie den Einfluss auf bestimmte Pflanzen, Säugetiere, Vögel, Reptilien und Schmetterlinge vorher.

"Die Untersuchung macht klar, dass der Klimawandel die wichtigste Ursache für Artensterben sein wird", erklärte die Mitautorin der Studie Lee Hannah von der Organisation "Conservation International" in Washington. Von den mehr als 1100 berücksichtigten Tier- und Pflanzenarten werden je nach Grad der Erwärmung 15 bis 37 Prozent verschwinden.

"Wenn diese Berechnung weltweit verallgemeinert werden kann und somit auf andere Tiere und Pflanzen zutrifft, dann bedeutet das, dass weit über eine Million Arten in Folge des Klimawandels vom Aussterben bedroht sind", sagte der Leiter der Forscherteams Chris Thomas von der University of Leeds.

Angesichts der alarmierenden Ergebnissen ihrer Studie forderten die Autoren eine schnelle Umsetzung von Technologien, die den Ausstoß von Treibhausgas verringern. Sie warnten gleichzeitig davor, dass sich die Aussterbequote noch dramatisch erhöhen könnte, weil Klimaveränderungen, die Zerstörung von Lebensräumen durch Landwirtschaft und weitere Faktoren miteinander in Wechselwirkung stehen und sich gegenseitig verstärken.

"Wenn eine Million Arten als Folge der globalen Erwärmung aussterben, dann leiden nicht nur die Tier- und Pflanzenreiche", sagte Klaus Töpfer, Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. "Millionen Menschen, besonders in Entwicklungsländern, sind genauso davon betroffen, weil die Natur ihnen Nahrung, Medizin und Schutz bietet."
Spiegel Online
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Alt 30.03.2004, 10:44   #6
Desert Rose
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Zitat:
Ausstoß im vergangenen Jahr deutlich über Mittelwert

Alarmierender Anstieg der Treibhausgase

veröffentlicht: 29.03.04 - 11:28

Sydney (rpo). Der Anteil des Treibhausgases Kohlendioxid steigt in der Erdatmosphäre bedrohlich stark an. Das haben australische Forscher festgstellt.
Durch die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl sind im vergangenen Jahr 18,7 Milliarden Tonnen Kohlendioxid entstanden, wie das Forschungsinstitut der australischen Regierung, CSIRO, am Montag in Sydney mitteilte.

Im Vorjahr habe der Wert bei 17,1 Milliarden Tonnen gelegen - auch schon deutlich über dem längerfristigen Mittelwert der vergangenen Jahre, der bei 13,3 Milliarden Tonnen lag.

Diese Resultate bezeichnete der CSIRO-Wissenschaftler Paul Fraser als "beunruhigend", da Kohlendioxid maßgeblich für die Erderwärmung verantwortlich sei.

Die CSIRO-Studie zeigt die gleiche Tendenz auf wie eine in der vergangenen Woche veröffentlichte US-Untersuchung, die für 2003 am Beispiel Hawaiis einen erhöhten Kohlendioxid-Ausstoß festgestellt hatte.

Die Regierungen der USA und Australiens stehen in der Kritik von Umweltverbänden, da sich beide Länder weigern, das Klimaschutzabkommen von Kyoto zu unterzeichnen. Es schreibt eine Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes vor.

© RP Online, AFP, ap, ddp, sid, teleschau-der Mediendienst
Quelle
________________________________________

Zitat:
Langfristige Veränderungen sichtbar


Klima in Deutschland hat sich deutlich gewandelt

veröffentlicht: 26.06.03 - 06:52

Potsdam (rpo). Starke Gewitter, Temperaturen an die 40 Grad wie in den vergangenen Tagen zeigen noch keinen Klimawandel an. Langfristig verändern sich die einzelnen Klimabereiche in Deutschland jedoch deutlich.
So sei der Südwesten ganzjährig feuchter und milder geworden, sagte Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in einem dpa-Gespräch. Der Osten Deutschlands werde hingegen trockener. Der Niederschlag gehe dort vor allem im Sommer zurück. "Insgesamt prägen sich die einzelnen Klimazonen in Deutschland stärker aus."

Im Durchschnitt seien insbesondere die Winter wärmer geworden: "Wir haben in den vergangenen Jahren viel mehr milde Winter in Deutschland gehabt, als wir sie noch vor 1970 hatten." Auch in den anderen Jahreszeiten sei die Erwärmung messbar, allerdings regional unterschiedlich stark ausgeprägt.

Ein Grund für die Klimaverschiebungen im Südwesten Deutschlands sei, dass sich die so genannte Westwindzirkulation über dem Nordatlantik im Winter verstärkt habe. Sie trägt feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa. "Die Tiefdruckgebiete vom Atlantik und Mitteleuropa treten häufiger auf und dauern länger", sagte Gerstengarbe.

Das für die Region Brandenburg charakteristische relativ trockene Klima hat sich nicht nur verstärkt, sondern auch nach Norden und Nordwesten ausgedehnt. "In dieser Region muss sich die Landwirtschaft anpassen und in den kommenden drei bis vier Jahrzehnten Pflanzen anbauen, die Trockenheit besser vertragen." Die Förster sollten daher statt der Kiefer-Monokultur mehr Mischwald pflanzen. Dieser speichere die Feuchtigkeit besser.

Auch die Natur zeige den Klimawandel deutlich an. "Im gesamten Land beginnt Vegetationsperiode im Schnitt eine Woche früher als noch vor 100 Jahren." Die Mehrzahl der Studien geben laut Gerstengarbe dem Menschen die Hauptverantwortung für die Erwärmung. "Mindestens zwei Drittel der globalen Klimaänderung sind auf den Einfluss des Menschen zurückzuführen."
Quelle

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Alt 08.04.2004, 17:12   #7
Desert Rose
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Zitat:
Donnerstag 8. April 2004, 11:22 Uhr

Grönland-Eis schmilzt dahin

Reading (pte) - Nach einer im Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com vorgestellten Modellstudie des Klimatologen Jonathan Gregory ist das Inlandeis der Insel Grönland im Schmelzen begriffen. Bis das gesamte Eis abgeschmolzen ist, werden allerdings mindestens 1.000 Jahre vergehen. Dann wird der Meeresspiegel global allerdings um etwa sieben Meter ansteigen. Grönland, die größte Insel der Erde, verfügt über die zweitgrößte Inlandseismasse. Die Ausmaße dieser Eismasse sind gewaltig: Sie ist bis zu 3.000 Meter hoch und enthält 2,85 Mio. Kubikkilometer Eis, das aus der letzten Eiszeit übrig geblieben ist. Die Eisschmelze könnte nach den Untersuchungen des Klimatologen von der University of Reading schon innerhalb der kommenden 50 Jahre beginnen. Und Gregory räumt ein, dass die Schmelze irreversibel sei.Gregorys Theorie stößt aber bei einigen Expertenkollegen auf nicht viel Gegenliebe: Die steigende Temperatur führt nicht notwendigerweise dazu, dass das gesamte Inland-Eis in Grönland schmilzt.

Außer Streit scheint zu stehen, dass Teile des Inland-Eises tatsächlich schmelzen werden, dass aber dadurch der Salzgehalt des Nordatlantik niedriger wird und es zum Kollaps des Golfstroms kommen könnte. Das würde aber wieder bewirken, dass die Temperaturen sinken und dadurch auch das weitere Schmelzen verhindern würden. Gregorys Warnungen bleiben aber dennoch aufrecht, denn er sieht die Balance zwischen Niederschlägen und abbrechenden Eisbergen gefährdet. Wenn nach den Berechnungen des Klimatologen, der gemeinsam mit Philippe Huybrechts, einem Gletscherforscher der freien Universität von Brüssel arbeitet, die Temperatur um nur drei Grad Celsius im Jahr steigt, dann setzt die Schmelze des Inlandeises ein. Eine solche Schmelze sei dann aber kaum aufhaltbar, da sich dann auch die Niederschlagsmenge verringern werde und sich die Erdoberfläche daher leichter erwärmt. Der NASA-Experte Bill Krabill nimmt an, dass sich das Grönland-Eis bereits jetzt um jährlich etwa 50 Kubikkilometer ausdünnt.
Quelle


Greenland ice cap 'doomed to meltdown'


Und was natürlich die Erwärmung ebenfalls unterstützt:
Amazonas-Regenwald verschwindet immer schneller
Destruction of Amazonian rainforest slows
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Alt 18.04.2004, 16:48   #8
Desert Rose
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Binden von das Treibhausgas Kohlendioxid, kann es die Erderwärmung aufhalten oder nur verzögern? Den ich denke das das nicht die einzige verursacher der Erderwärmung ist.

Zitat:
NEUE EXPERIMENTE

Klimagas-Versenkung scheint machbar

Der Plan, durch künstlich erzeugtes Algenwachstum in den Weltmeeren das Treibhausgas Kohlendioxid zu binden, scheint tatsächlich zu funktionieren. Eine aktuelle Studie konnte wichtige Zweifel ausräumen - die Folgen für die Natur bleiben allerdings ungeklärt.

"Algenblüte" gehört zu den Wörtern, die Mittelmeerurlaubern schon mal den Schlaf rauben können. Auch Klimaforscher werden bei dem Begriff unruhig - allerdings aus einem ganz anderen Grund: Algen und andere Meerespflanzen können, wenn sie an der Meeresoberfläche schwimmen, große Mengen Kohlendioxid aufnehmen. Genau jenes Klimagas, das - falls die weltweite Erwärmung überhaupt noch gestoppt werden kann - möglichst bald aus der Atmosphäre entfernt werden sollte.

Seit den achtziger Jahren überlegen Forscher daher, wie sie gezielt das Wachstum von Meeresalgen anregen können. Der Plan: Die Pflanzen nehmen durch ihren normalen Stoffwechsel Kohlendioxid auf und speichern das Gas in ihren Zellen. Sterben die Algen, sinkt mit ihnen das Kohlendioxid auf den Meeresgrund und ist dort für immer gespeichert.

....

Dabei zeigte sich, dass die durch Eisendüngung angeregten Algen das aufgenommene Kohlendioxid tatsächlich mit sich in die Tiefe reißen: Für jedes Eisenatom, das dem Wasser zugesetzt worden war, transportierten die absterbenden Algen 10.000 bis 100.000 Atome gebundenes Kohlendioxid in mehr als 100 Meter Tiefe.

....
Weiter hier
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Alt 18.04.2004, 17:15   #9
Desert Rose
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Zitat:
Original von Desert Rose
Also wenn der Globaler Storm, der Golfstrom ist ein Teil davon, aufhört zufliessen, oder seinen lauf nur ändert, dann könnte es hier in Europa verdammt kalt für uns werden.
Sieht so aus als würde das bereits geschehen, den es gibt einen Globalenstrom mit dem auch der Golfstrom bestandteil ist.


Zitat:
Geowissenschaften

Nordatlantische Meeresströmung ist schwächer geworden

[16.04.2004]

Der subpolare Wirbel, der Meereswasser aus dem Golfstrom von Irland in Richtung Labrador transportiert, ist in den späten 1990er Jahren deutlich schwächer geworden, zeigen Satellitenmessungen. Wahrscheinlich haben sich die Wassermassen im Zentrum des Wirbels, der Labradorsee, erwärmt. Durch den geringeren Temperaturgegensatz fehle nun die Antriebskraft für die Meeresströmung, schließen Sirpa Hakkinen vom Goddard Space Flight Center der Nasa und Peter Rhines von der Universität von Washington in Seattle.

Bisher standen Schwankungen im subpolaren Wirbel immer im Zusammenhang mit dem Luftdrucksystem der Nordatlantischen Zirkulation (NAO). In den letzten Jahren wurde der Strom jedoch entkoppelt von der NAO immer schwächer. Da die subpolaren Meeresregionen eine wichtige Rolle für die globale Ozeanzirkulation spielen, fürchten die Forscher weit reichende Auswirkungen. Ob die Ursache für die Abschwächung allerdings eine natürliche Schwankung sei oder mit der globalen Erwärmung zusammenhänge, ließe sich bisher nicht beantworten, betonen die Forscher.

© wissenschaft-online
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Alt 22.04.2004, 08:47   #10
nane
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Globaler Klimawandel vernichtet Wirbelstürme auf dem Jupiter


London/Berkley (dpa) - Nicht nur die Erde, sondern auch der Jupiter erlebt derzeit einen globalen Klimawandel. Das meint zumindest ein US-Forscher.

Auf dem größten Planeten unseres Sonnensystems könnte es innerhalb nur eines Jahrzehnts an den Polen zehn Grad Celsius kälter und am Äquator ebenso viel wärmer werden, sagt Philip Marcus von der Universität von Kalifornien in Berkeley nach Modellrechnungen am Computer voraus. Die drastischen Klimaschwankungen werden unter anderem die meisten Wirbelstürme in der Atmosphäre des Riesenplaneten auflösen, wie Marcus im britischen Fachjournal «Nature» (Bd. 428, S. 828) vom Donnerstag schreibt.

Insgesamt sind etwa 80 Wirbelstürme bekannt, die in der Jupiteratmosphäre kreiseln, darunter auch der bereits 1665 entdeckte «Große Rote Fleck», ein gigantisches Hochdruckgebiet. Zwei «Weiße Ovale» genannte Wirbel hatten sich zwischen 1997 und 2000 plötzlich aufgelöst. Marcus' Rechnungen legen nun nahe, dass dieses Verschwinden Teil eines periodischen Klimazyklusses ist, in dessen Verlauf sich auch die meisten anderen Wirbel in der Jupiteratmosphäre auflösen werden.

Die Temperaturschwankungen an Polen und Äquator werden demnach neue Wirbel erzeugen, die sich dann in den folgenden rund 60 Jahren wieder auflösen werden. Der Große Rote Fleck, der einen mehrfach so großen Durchmesser hat wie die Erde, wird Marcus zufolge den Klimawandel überdauern.

--------

ich sags immer wieder ..
beobachtet die sonne.
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